14. Januar 2019: Meldungen des Tages aus der Medizin

W

Fasten wirkt sich positiv auf die Gesundheit und die Lebenserwartung aus. Forscher weltweit sind überzeugt, dass vorübergehender Verzicht auf Nahrung vielen Krankheiten vorbeugen kann. Die Naturheilkunde schwört schon lange auf die Selbstheilungskräfte, die durch das Fasten in jeder einzelnen Zelle mobilisiert werden. Egal ob Intervallfasten oder tagelanges Fasten – in erster Linie geht es nicht um Gewichtsverlust, sondern um die Umstellung des Stoffwechsels. Selbst bei chronischen Erkrankungen wie Rheuma und Multiple Sklerose hat Fasten einen positiven Einfluss. Und Prof. Andreas Prokesch von der Universität Graz hat entdeckt, dass durch Fasten ein Protein in der Leber aktiviert wird, das sogar die Krebsentstehung unterdrücken kann. (3sat, 14.01.2019)

D

Obwohl ihre Wirksamkeit umstritten ist, greifen immer mehr Patienten zu Globuli. „Wer heilt, hat recht“, ist ein häufiges Argument der Befürworter der Homöopathie und anderer alternativer Heilverfahren. Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen seit 2011 homöopathische Arzneien als freiwillige Satzungsleistung bezahlen – und die meisten tun das auch. … Rund 5.600 Ärzte in Deutschland verschreiben Globuli, ergänzend aber auch alternativ zur Schulmedizin. (ZDF, 14.01.2019)

Der KZBV erachtet es als außerordentlich unglücklich, dass ausgehend von einem Einzelfall grundlegende Prinzipien der Selbstverwaltung und der evidenzbasierten Medizin aufgeweicht werden sollen. Mit der Verlagerung der Kompetenz zur Festlegung neuer Leistungen auf das BMG, ohne dass das Ministerium Evidenzgrundlagen und das Gebot der Wirtschaftlichkeit beachten muss, würden grundlegende Prinzipien des Leistungsrechts ausgehebelt und damit das Solidarprinzip in der gesetzlichen Krankenversicherung gefährdet. (Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung, 14.01.2019)

Wichtig ist bei HIV-Selbsttests in Deutschland, dass man sich nicht zu früh testet. Vom Zeitpunkt der Übertragung bis zum sicheren Nachweis vergehen bis zu 12 Wochen. Denn die aktuellen 5 HIV-Tests, auch jene für zu Hause, weisen nicht das Virus nach, sondern die Antikörper dagegen. Und diese müssen sich erst bilden. (Apotheken Umschau, 14.01.2019)

Der Zigarettenabsatz 2018 betrug in Deutschland rund 74,4 Mrd. Stück. Das ist gegenüber 2017 ein Minus von 1,9 %. Der DZV sieht darin jedoch keinen dramatischen Rückgang, sondern diese Entwicklung liege im Trend, den man alljährlich erwarten würde. Das liege auch nicht an regulatorischen Maßnahmen wie etwa den Schockbildern auf Zigarettenpackungen, denn diese lassen erwachsene Raucher weitgehend unbeeindruckt. (Deutscher Zigarettenverband, 14.01.2019)

A

Österreichisches Gesundheitsministerium, Land Südtirol und die Österreichische Ärztekammer stellen die Weichen für eine grenzüberschreitende Facharztausbildung in Südtirol. Angehenden Ärzten aus Österreich und Südtirol, ihre Ausbildung nun in den Fachrichtungen allgemeine Chirurgie, Orthopädie, Traumatologie und innere Medizin auch in Südtirol zu absolvieren. Weiters sollen in Zukunft auch neue Ausbildungsplätze in der Urologie, Pädiatrie und Psychiatrie geschaffen werden. Die Ausbildung werde vom italienischem Gesundheitsministerium wieder anerkannt und dürfe demnach ab sofort wieder in den Krankenhäusern des Südtiroler Sanitätsbetriebes nach der österreichischen Ausbildungsordnung für Ärzte absolviert werden. (Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Gesundheit, 14.01.2019)

Leukämie: 2018 brachte in Österreich einen gewaltigen Zuwachs an Firmentypisierungen. Immer mehr Firmen nutzen diese Möglichkeit, um Gutes zu tun und gleichzeitig ihre Belegschaft durch das gemeinsame Helfen zusammenzuschweißen. Die größte Firmentypisierung der Vereinsgeschichte fand übrigens bei der Julius Blum GmbH statt. In wenigen Tagen führte der Verein in allen Blum-Werken Vorarlbergs Typisierungsaktionen durch und konnte so 1.126 Menschen in die weltweite Datenbak aufnehmen ! Zudem übernahm Julius Blum die gesamten Kosten von 56.000 €. (Verein „Geben für Leben – Leukämiehilfe Österreich“, 14.01.2019)

Die Schulmedizin in Ihrer Höhle

Das Versagen der Schulmedizin zeigt sich ganz besonders deutlich beim Diabetes Typ II. Einer Volkskrankheit. Wir reden da von Herzinfarkt, Schlaganfall, Erblindung oder Bein ab. Alles nicht gerade förderlich für die Lebenslust. Aber: Wird einfach so hingenommen. Zuerst von der Schulmedizin und danach von den Betroffenen …

Ich hab Ihnen das einmal an (tagtäglich) abgedruckten Beispielen klar gemacht, wie das abläuft. Wie Schulmediziner und Diabetologen heute die Realität, die Wahrheit … einfach nicht wahrnehmen … wollen ! Was das für Gründe hat, das wusste schon Platon. Kennen Sie sein Höhlengleichnis ? Demnach würden wir Menschen in einer Höhle leben – den Ausgang allerdings im Rücken. So sieht man aber nichts von der Welt, sondern nur die Schatten der Welt an den Höhlenwänden.

Und diese Schatten an der Wand würden wir dann für die Welt, die Realität halten. Das sei auch irgendwie logisch, solange man sozusagen in einer Höhle lebt. Dann sei das für uns eben die Welt. Darüber hinaus würde und könnte man gar nicht denken … Eine Beschreibung die heutzutage auch bestens zur Schulmedizin passt. Klassisch und wunderschön dargelegt soeben wieder in einer Ärztezeitschrift.

Dort geht es um die Behandlung von Diabetes Typ II. Im Volksmund „Zuckerkrankheit“. Die natürlich mit Medikamenten behandelt wird. Selbstverständlich. Nenne ich die Höhle. Und in dieser Höhle – in dieser auf die Pharmaindustrie beschränkten Sicht – studieren die Mediziner. Vergleichen und jubeln, wenn sie etwas entdecken. Nicht wissend, dass die Welt draußen ganz anders ist. Sehr viel einfacher, klarer, farbiger, glücklicher, gesünder. Also los:

800 Patienten mit Diabetes Typ II bekamen 2 verschiedene Tablettensorten. Eine war neu und teuer. Soll auf den Markt gebracht werden. Heißt Dapagliflozin. Was für ein vertrauenserweckender Name ? Die wurde verglichen mit Sulfonylharnstoff – auch nicht viel besser. Und jetzt kommt’s:

Beide Gruppen senkten ihren Wert HbA1c in 1 Jahr (!) von 7,70 % auf 7,18 %.

Da haben also Diabetiker 1 Jahr lang Tabletten geschluckt und dabei den Langzeit-Blutzuckerwert, genannt HbA1c (übrigens ein AGE), um 0,52 % senken können. Toll oder ? Und das wird dann auch noch als Erfolg verkauft !

Kennen Sie den Normalbereich ? Für uns, die Nicht-Diabetiker gilt normal bis höchstens 5,7 %. Alles drüber wird gefährlich. Ab 6,5 % ist man Diabetiker. Und was heißt das ?

Die schwer kranken Diabetiker blieben schwer kranke Diabetiker. Daran haben die Tabletten nichts geändert !

Auch die Pharmaindustrie arbeitet in ihrer Höhle. Die kennt ebenfalls keine andere Sichtweise. Z.B. dass Diabetes Typ II eine völlig überflüssige Krankheit ist. Eigentlich ein völlig überflüssiger Zustand. Den man sogar in wenigen Wochen einfach beseitigen kann. Aber … das wollen die gar nicht. Die wollen ihre Tabletten verkaufen.

Man könnte fast meinen, die Schulmedizin hat Angst. Und die Deutsche Diabetes Gesellschaft hat auch Angst … vor der Realität !

3. Januar 2019: Meldungen des Tages aus der Medizin

W

WW Global Wellness Study: 90 % der Erwachsenen haben feste Gesundheits- und Wellnessziele für 2019 und 73 % sagen, dass sie sich nie so gesund fühlen wie gewünscht. Fast die Hälfte der Erwachsenen glaubt es nicht allein schaffen und ein Partner unerlässlich ist, um auf Kurs zu bleiben. 43 % der Befragten nennen „mangelnde Inspiration“ als Haupthindernis, ein körperliches, geistiges oder emotionales Gesundheitsziel zu erreichen. (Weight Watchers Österreich, 03.01.2019)

D

Die deutsche Bevölkerung ist noch zufrieden mit der medizinischen Versorgung, jedoch werden lange Wartezeiten, steigende Kosten, Unterversorgung in ländlichen Regionen und der schleichende Qualitätsverlust kritisiert. … Politische Reformversuche gibt es im deutschen Gesundheitswesen etwa alle 2 Jahre, doch dabei bleiben wichtige Grundsatzfragen häufig unberührt. (PwC Deutschland, 03.01.2019)

Mit Nachdruck weist der BDC den Vorwurf einer laxen Arbeitsmoral zurück. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Spitzenverbandes der Krankenkassen sagte kürzlich, dass sich Krankheiten nicht nach den Lieblingsöffnungszeiten der niedergelassenen Ärzte richten würden. Er unterstellt damit, dass Fachärzte zu bequem seien für längere Öffnungszeiten. Hintergrund ist die Diskussion um einen Gesetzesentwurf, der einerseits 25 % mehr Praxisöffnungszeiten und andererseits eine Öffnung der Praxen für Notfallpatienten vorsieht. (Berufsverband der Deutschen Chirurgen, 03.01.2019)

55 % der Deutschen bis 34 Jahre klagen bereits über gesundheitliche Probleme – bei Frauen sind es sogar 65 %. Insgesamt 66 % führen ihre gesundheitlichen Beeinträchtigungen selbstkritisch auf ein ungesundes Leben mit schlechter Ernährung zurück. (Die Schwenninger Krankenkasse, 03.01.2019)

Sport ist mehr als Kraft und Ausdauer: Übungen fürs Gleichgewicht z.B. trainieren das Zusammenspiel von Muskeln und Nervensystem. Experten sprechen von sensomotorischen Fähigkeiten. (Apotheken Umschau, 03.01.2019)

Besonders für Menschen mit chronischen Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Schuppenflechte ist die kalte Jahreszeit eine echte Belastung. Die richtigen Cremes und Lotionen schaffen Linderung – doch bei der Anwendung gibt es einiges zu beachten. (Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie, 03.01.2019)

Foto: obs / BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie / Shutterstock / NAAN

Mit ALDI „Einfach besser leben“ – Discounter positioniert sich als Partner für bewusste Ernährung. (ALDI, 03.01.2019)

Radikaldiäten wirken meist zu Anfang gut, man verliert in kurzer Zeit viel Gewicht. Auf Dauer funktioniert das aber meist nicht und die Kilos kommen zurück. Außerdem ist das Problem mit Radikaldiäten oft, dass die nicht sonderlich gesund sind, weil sie zu einseitig sind und dem Körper nicht alle Nährstoffe zugeführt werden. (Apotheken Umschau, 03.01.2019)

27 % der deutschen Frauen und Männer mit Diabetes sagen, dass ihre Lebensqualität durch die Erkrankung deutlich gesunken ist. Wegen des Diabetes fühlen sich 26 % oft niedergeschlagen oder depressiv. Und 25 klagt darüber, wegen des Diabetes immer wieder auf beliebte Dinge verzichten zu müssen, darunter Sport oder Reisen. (Diabetes Ratgeber, 03.01.2019)

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Es ist skandalös, dass Österreichs Gesundheitsministerin und der Sportminister mit dieser Aktion vorgaukeln, sich für die Gesundheit der Bevölkerung stark zu machen, wenn der Killer Nummer 1 – Tabakkonsum – ausgelassen wird. Und darüber hinaus tausende Menschen in der Gastronomie weiterhin aufgrund der Aufhebung des Rauchverbots tagtäglich dem Passivrauch – quasi per Gesetz – aussetzt. (Österreichische Krebshilfe, 03.01.2019)

In Österreich erlitten 2016 insgesamt 46.423 Personen einen Schlaganfall. Zusätzlich erlitten fast 8.000 Menschen eine unter 24-Stunden andauernde Minderdurchblutung des Gehirns mit Symptomen eines Schlaganfalls (Transitorisch ischämische Attacke). In Österreich ist der Schlaganfall nach Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen die dritthäufigste Todesursache und der Hauptgrund für bleibende Behinderungen. (Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit; 03.01.2019)

Durchschnittsalter bei Schlaganfall in Österreich. (Infografik: Österreichisches Stroke Unit Register)

Mikrobiom und seine Kollateralschäden durch zu viel Antibiotikagaben: Ein Vortrag der Akademie des Bauchgefühls am 22. Januar 2019 in Wien. (Österreichische Gesellschaft vom Goldenen Kreuze, 03.01.2019)

Das 2. Behandlungsjahr brachte im österreichweit einzigartigen Krebsbehandlungs- und Forschungszentrum MedAustron viele positive Entwicklungen, allen voran die Inbetriebnahme einer weiteren Strahllinie, die die Behandlung von zusätzlichen Indikationen ermöglicht. … Seit 2016 kommt in dem Wiener Neustädter Krebsbehandlungs- und Forschungszentrum die Ionen- oder Partikeltherapie zur Anwendung – eine besondere Form der Strahlentherapie, bei der Tumore mit geladenen Teilchen bestrahlt werden. (Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, 03.01.2019)

1. Januar 2019: Meldungen des Tages aus der Medizin

W

Aids/HIV, Tuberkulose und Grippe sind die aktuell am besten erforschten Krankheiten.  Von 2010-2017 erschienen allein über Aids/HIV rund 100.000 Publikationen. Dahinter folgen Forschungen über Hepatitis C, Tuberkulose und Malaria. Intensiver erforscht wurden auch Denguefieber, Norovirus und Influenza. … Mit nur rund 200 Publikationen wurde über die Dracontiasis am wenigsten geforscht. Die Wurmerkrankung gilt auch offiziell als vernachlässigte Krankheit. (ORF.at, 01.01.2019)

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„Weg mit dem Speck!“ ist wohl der häufigste aller guten Vorsätze für’s neue Jahr … Studien zeigen, dass 80 % der jährlichen Gewichtszunahme auf die Feiertage am Ende des Jahres zurückzuführen sind. Egal ob Intervallfasten, Low Carb Diät oder das gute alte FDH – keine der angebliche Wunderdiäten konnte verhindern, dass sich der Anteil der fettleibigen Menschen auf der Welt in den letzten 40 Jahren versechsfacht hat. 2025 soll sogar ein Fünftel der Weltbevölkerung fettleibig sein. … Versteckte Zuckerzusätze haben das Problem noch verschlimmert. (Perfood GmbH, 01.01.2019)

Blutzuckeranstiege. (Infografik: obs / Perfood GmbH / M. Moch)

CH

Die Schweizer Lindenhofgruppe schaut auf ein insgesamt positives Jahr 2018 zurück. Landesweit zählt sie zu den führenden Listenspitälern mit privater Trägerschaft. In den 3 Spitälern Engeried, Lindenhof und Sonnenhof werden jährlich rund 138.000 Patienten versorgt, davon fast 30.000 stationär. Die Spitalgruppe bietet neben einer umfassenden interdisziplinären Grundversorgung ein Spektrum der spezialisierten und hoch spezialisierten Medizin an. Schwerpunkte des Leistungsangebots mit rund 2.500 Mitarbeitern bilden die Innere Medizin, Onkologie, Frauenmedizin, Orthopädie, Viszeralchirurgie, Urologie, Angiologie / Gefäßchirurgie und Notfallmedizin. (Lindenhofgruppe, 01.01.2019)