Schulmedizin aktuell am 18. Mai 2020

Welt

Am 24. Mai 2020 ist Welt-Schizophrenie-Tag. Die Diagnose Schizophrenie besagt ein unkontrollierbares Abgleiten von Denken und Wahrnehmung, Panikanfälle und Verfolgungswahn. Kurz gesagt, verschwimmen für deren Patienten die Grenzen zwischen Realität und Einbildung. Schizophrenie ist eine sehr komplexe und vielschichtige, aber vor allem auch durch Vorurteile stigmatisierte Erkrankung: Anders als oft angenommen, leiden Betroffene nicht an einer gespaltenen Persönlichkeit. Sie nehmen zwei Wirklichkeiten wahr: eine „reale Wirklichkeit“, die Gesunde ebenfalls erleben, und eine Wirklichkeit, die nur der Erkrankte erlebt. (Otsuka Pharma GmbH / Lundbeck GmbH am 18.05.2020)

Die WHO wehrt sich gegen den Vorwurf, eine zu große Nähe zu China zu pflegen. WHO-Sprecher Christian Lindmeier sagte, dass die WHO immer unter Beschuss kam, wenn es um einzelne Geldgeber ging -- egal, wer es ist. (Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), 18.05.2020)

Der Bedarf an digitalen Gesundheitslösungen nimmt weltweit zu. Ob digitale Sprechstunde, E-Health oder KI in der Medizin: Digitale Gesundheitslösungen galten schon vor der Corona-Pandemie als Zukunftstrend. (Germany Trade & Invest, 18.05.2020)

Deutschland

Wie jedes Jahr machen rund um den 16. Mai Initiativen ganz besonders aufmerksam auf HAE. HAE steht für das hereditäre Angioödem, einer seltenen Erkrankung. Zu den typischen Beschwerden gehören Hautschwellungen, die immer wiederkehren (oft im Gesicht, an Händen und Füßen) oder sehr starke, krampfartige Bauchschmerzen. Das Tückische ist, dass diese Symptome leicht zu verwechseln sind, etwa mit einer Allergie oder einer Blinddarmentzündung. Wichtig ist deshalb, bei unklaren Symptomen überhaupt an HAE zu denken. Bei HAE sorgt ein Gendefekt für einen Mangel an dem Eiweiß C1-Esterase-Inhibitor (C1-INH). Dadurch können die Schwellungen jederzeit und überall an der Haut oder den Schleimhäuten im ganzen Körper auftreten. Erste Symptome von HAE machen sich meist schon im Kindes- und Jugendalter bemerkbar. (CSL Behring GmbH, 18.05.2020)

Das diabetische Makulaödem (DMÖ) ist eine der häufigsten Ursachen für Erblindung in Deutschland, und dennoch wenig bekannt. Der nationale Tag der Sehbehinderten am 6. Juni macht daher auf die Bedürfnisse von Menschen mit Sehbehinderung aufmerksam und informiert über Therapien und Unterstützungsangebote. Zumal Diabetes eine ganze Reihe an Folgeerkrankungen mit sich bringt, darunter Herz-Kreislauferkrankungen, Nieren- und Nervenschädigungen. Das DMÖ, eine Erkrankung des hinteren Augenabschnitts, gehört auch dazu. (Bayer Vital GmbH, 18.05.2020)

Auf Dauer führt eine erhöhte Zuckerkonzentration im Blut zu Ablagerungen und Schäden an den Gefäßwänden -- das betrifft auch die feinen Blutgefäße der Netzhaut. Durch die eingeschränkte Durchblutung im Auge bildet der Körper neue Blutgefäße. Diese entstehen durch den sog. Wachstumsfaktor VEGF. Beim DMÖ wird das Sehen durch Flüssigkeitsansammlungen an der Stelle des schärfsten Sehens auf der Netzhaut, der Makula, eingeschränkt. Betroffene nehmen Konturen verschwommen wahr, Farben verblassen, Kontraste verflachen, die zentrale Sehschärfe lässt nach. Mit fortschreitender Erkrankung erscheinen Flecken im Sichtfeld, unbehandelt droht die Erblindung. (Bayer Vital GmbH, 18.05.2020)

Multiple Sklerose ist eine chronische Erkrankung des Zentralen Nervensystems, die sehr heterogen ist, insbesondere was den Verlauf und die Symptome betrifft. Daher ist sie so individuell wie die Bedürfnisse von MS-Betroffenen. Sie verläuft meist schubförmig und tritt bei Frauen etwa 3 Mal häufiger auf als bei Männern.  Dabei zerstören körpereigene Immunzellen die Schutzschicht der Nervenfasern (Myelinscheide). Die Folgen reichen von körperlichen Behinderungen über Fatigue bis hin zu kognitiven Beeinträchtigungen. 85 % der Betroffenen leiden unter schubförmiger MS (RRMS). Diese Form der Erkrankung ist zu Beginn gekennzeichnet durch klar definierte Schübe, gefolgt von Zeiten der partiellen oder gar vollständigen Remission. (Biogen GmbH, 18.05.2020)

Mit zunehmendem Alter steigt auch die Wahrscheinlichkeit zu stürzen. Statistisch gesehen stürzt jede 10. durch ambulante Pflegedienste versorgte (pflegebedürftige) Person 1 Mal innerhalb von 14 Tagen. (Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege, 18.05.2020)

Österreich

In einer globalisierten Welt werden Pandemien auch in Zukunft zum Leben gehören. Ein 2. Lockdown jedoch dürfte in der Bevölkerung wohl kaum durchsetzbar sein. (Österreichische Ärztekammer am 18.05.2020)

Österreich beteiligt sich mit Zentren am europäischen Arm einer weltweiten, von der WHO initiierten Studie zur Evaluierung medikamentöser Therapien gegen Covid-19. Dabei werden 4 für andere Krankheiten entwickelte Arzneimittel sowie die Standardtherapie auf ihre Wirksamkeit gegen das Sars-Cov-2-Virus untersucht. Die 4 Therapien sind Remdesivir, Hydroxychloroquine, die Kombination Lopinavir/Ritonavir sowie Lopinavir/Ritonavir/Interferon beta-1a. (Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs, 18.05.2020)

Schulmedizin aktuell am 12. Mai 2020

Welt

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat 2020 zum Internationalen Jahr der Pflegenden und Hebammen erklärt. (Weleda AG, 12.05.2020)

Der 12. Mai ist als Internationaler Tag der Pflege all jenen gewidmet, die tagtäglich hilfs- und pflegebedürftige Menschen betreuen. (Home Instead, 12.05.2020)

Der Welt-MS-Tag am 30. Mai steht unter dem Motto „Miteinander stark“. Der Aktionstag soll dazu beitragen, die Multiple Sklerose (MS) stärker im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. Zwar hat es bei der Behandlung von MS erhebliche Fortschritte gegeben, dennoch besteht nach wie vor Bedarf für Therapieoptimierungen. Bei den Forschungsaktivitäten wird vor allem angestrebt, durch neue Wirkstoffe und Wirkansätze die MS noch besser unter Kontrolle zu bekommen und völlige Freiheit von Krankheitsaktivität zu erreichen. Konkret soll also dafür gesorgt werden, dass keine weiteren Schübe auftreten, sich keine Behinderungen entwickeln und keine Veränderungen im Gehirn oder Rückenmark in der Kernspintomographie zu erkennen sind. (Sanofi Genzyme GmbH, 12.05.2020)

Deutschland

In der Corona-Krise sind alle Bürger gefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um die Weiterverbreitung des Virus zu verlangsamen. Die Essener ifm-Gruppe nützt z.B. ihre Kompetenz als Sensorspezialist um Hygienetürgriffe zu fertigen. Türen zu öffnen, ohne die Klinke mit der Hand anzufassen, kann helfen, die Übertragung von Keimen zu vermeiden. ifm entwickelte dazu einen Türgriff, mit dem sich Türen mit dem Unterarm öffnen und schließen lassen. Der Hygienetürgriff besteht aus 2 Kunststoffteilen, die mit 4 Schrauben an runde Türklinken mit 20-22 mm Durchmesser beschädigungsfrei montiert werden können. Gefertigt werden die Teile aus Kunststoffspritzguss. (ifm electronic GmbH, 12.05.2020)

Hygienetürgriff für den Ellbogen. (Foto: fm electronic GmbH)

Die 19.000 Apotheken in Deutschland können ab sofort die notwendige Hardware bestellen, um den elektronischen Medikationsplan für ihre Patienten bearbeiten zu können und auch für weitere Anwendungen wie das E-Rezept vorbereitet zu sein. Darauf haben sich der Deutsche Apothekerverband und der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung in einer neuen Refinanzierungsvereinbarung für die Telematik-Infrastruktur geeinigt. (ABDA, 12.05.2020)

Dauernuckeln von Kleinkindern Schnuller kann schädlich sein. Neben kieferorthopädischen Problemen kann es zu Verzögerungen bei der  Sprachentwicklung kommen sowie zu einer eingeschränkten Nasen- und Mundatmung. Die Sauerstoffversorgung der Kinder ist dadurch bis zu 40 % reduziert. Experten raten daher auch bei älteren Kindern zur kleinsten Schnullergröße. Je weniger Platz das Beruhigungsmittel aus Latex oder Silikon im Mund einnimmt, desto weniger Schaden kann es anrichten. (Baby und Familie, 12.05.2020)

Österreich

Generika zur Behandlung von Hypertonie, Hyperlipidämie und Diabetes Mellitus sind in Bezug auf ihre Wirksamkeit gleich gut wie die originären Wirkstoffe. Sie sind zudem kostengünstiger als die Originalmedikamente und bieten substanzielle Kostendämpfungspotentiale für die Gesundheitssysteme. (MedUni Wien, 12.05.2020)

Regelmäßige körperliche Aktivität verbessert jede Organfunktion im Körper. Sie führt u.a. zu einer verbesserten Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Funktion sowie zu einer angehobenen Immunitätslage. Mit keiner anderen Maßnahme außer regelmäßiger Bewegung kann die Körperabwehr so bedeutsam gesteigert werden. (Österreichische Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention, 12.05.2020)

Österreichs Pharmig begrüßt die Aussagen von EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides und des deutschen Gesundheitsministers Jens Spahn durch finanzielle Anreize die Arzneimittelproduktion in Europa zu stärken. Seit vielen Jahren schon ist in diesem Bereich eine Verlagerung der Produktion nach Asien zu beobachten. Grund dafür ist der ansteigende Kostendruck, der es für pharmazeutische Firmen immer schwieriger macht, in Österreich oder Europa Produktionsstätten aufrecht zu erhalten, geschweige denn eine Produktion neu aufzubauen. (Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs, 12.05.2020)

Die Arbeitsverdichtung sowie der Personalmangel in den österreichischen Spitälern machen nicht bei den Ärzten halt, sondern wirken sich auch auf andere Gesundheitsberufe aus. Es ist daher wichtig, die Gesundheitsberufe in Österreich zukunftsfit zu machen. (Österreichische Ärztekammer, 12.05.2020)

Beim Vertrauen führt für die österreichische Bevölkerung kein Weg am Österreichischen Roten Kreuz vorbei. Auch die Organisation Ärzte ohne Grenzen gehört zu den zuverlässigsten Marken des Landes. Den 2. und 3. Platz der vertrauenswürdigsten Marken Österreichs belegen der Süßwarenhersteller Manner und der Lebensmitteldiskonter Hofer. Das größte Vertrauen im Bereich der Hygiene genießt die Papiertaschentücher Tempo und der Kondomhersteller Durex. (Marketagent.com online reSEARCH GmbH, 11.05.2020)

Schulmedizin aktuell am 22. April 2020

Welt

Die Corona-Pandemie stellt nicht nur für die direkt an Covid-19 erkrankten Patienten eine Gefahr dar; sie gefährdet auch die weltweite Medikamentenentwicklung. Demnach sank die Zahl der im März weltweit neu in eine klinische Studie aufgenommen Patienten um 65 %, im April gar um 75 %. In den USA, wo die Hälfte aller klinischen Studien durchgeführt wird, lag der Rückgang im April bei 80 %. (Handelszeitung, 22.04.2020)

Am 24.4. ist Welt-Meningitis-Tag und Start der World Immunization Week. Meningitis ist die Entzündung der Gehirnhaut, die durch die Meningokokken–Bakterien ausgelöst wird. Die Erkrankung ist selten, aber ernst zu nehmen. Besonders davon betroffen sind Kleinkinder. Es gibt 6 Hauptgruppen, die schwerwiegende Erkrankungen auslösen können – die Meningokokken-Stämme A, B, C, W, X und Y, wobei X vor allem in Afrika vorkommt. (GlaxoSmithKline Pharma GmbH, 22.04.2020)

Infografik: GlaxoSmithKline Pharma GmbH

Meningokokken-Erkrankungen durch den Serotyp B (MenB) sind in den meisten Industrieländern die Hauptursache für lebensbedrohliche Meningitis. Eine Erkrankung mit Meningokokken B ist selten, entwickelt sich aber wie alle anderen Meningokokken-Erkrankungen schnell, auch bei zuvor gesunden Kindern und Jugendlichen. Erste Symptome der Meningokokken-Erkrankung können oft an Grippe erinnern, was die Diagnose erschwert. Etwa 10 % der Erkrankten stirbt trotz bester intensivmedizinischer Behandlung daran. Darüber hinaus können etwa 1 von 5 der Überlebenden eine schwere körperliche oder neurologische Behinderung erleiden (Amputationen, Verlust des Hörvermögens oder epileptische Anfälle). (GlaxoSmithKline Pharma GmbH, 22.04.2020)

Europa

Am 29. April 2020 ist der International Noise Awareness Day. In Zeiten der Corona-Pandemie kann die Wohnung oder das eigene schnell zur Lärmfalle werden. Damit Eltern in Ruhe zu Hause arbeiten können, nutzen die Kinder in der Regel Kopf- oder Ohrhörer, wo unversehens 95 dB und mehr erreicht werden können. Ein Xylophon erreicht in Kinderohren schnell mal den Lärmpegel eines Föns (ca. 70-80 dB), die Rassel sogar den einer Bohrmaschine (ca. 80 dB) und das Quietschentchen kann sich mit dem Lärmpegel eines Flugzeugs (ca. 130 dB) messen. Erwachsene nutzen die freie Zeit zu Hause, um Rasen zu mähen (80 dB), Laub zu saugen (90 dB) oder zum Heimwerken (Kreissäge: 100 dB, Handschleifmaschine: 90 dB). Schon 85 dB können das Gehör schädigen. (Europäische Union der Hörakustiker, 22.04.2020)

Mit 12 Forschungszentren und 27 Produktionsstätten in Europa das Herz der Impfstoff-Innovation. (Österreichischer Verband der Impfstoffhersteller (ÖVIH), 22.04.2020)

Deutschland

66 % der Deutschen bewegen sich weniger als 1 Stunde pro Tag. Und  je länger man sich nicht bewegt, desto weniger Motivation hat man, aus diesem Teufelskreis auszubrechen. Es geht also darum, anzufangen, denn  der Mensch ist aus Sicht der Evolutionsgeschichte an Bewegungslosigkeit und eine hohe Kalorienzufuhr nicht gewöhnt. (Protina Pharmazeutische GmbH, 22.04.2020)

Infografik: Protina Pharmazeutische GmbH

Da man heute jedoch nicht mehr vor einem Säbelzahntiger flüchten muss, heißt es Bewegung bewusst einzuplanen. Das Bewusstsein für die Dringlichkeit, sich zu bewegen, kommt auch langsam in den Köpfen an. 33 % der Deutschen geben an, sich sportlich zu betätigen. 66 % dieser aktiven Gruppe tut das, um gesund zu bleiben. 43 % wollen die Kraft und Ausdauer verbessern und für 41 % ist Sport ein Ausgleich im Alltag. (Protina Pharmazeutische GmbH, 22.04.2020)

Die Mundhöhle ist das Haupteintrittstor für das Coronavirus SARS-CoV-2. Ausschlaggebend dafür sind die im Mund befindlichen Rezeptoren, die das Virus benötigt, um in den Körper zu gelangen. In den Körperzellen vermehrt es sich dann erreicht schließlich die Lunge. Deshalb ist ein gesundes Mund-Immunsystem eine 1. Hürde für das Virus. Ein aMMP-8 Speicheltest misst in nur 5 Minuten die Gesundheit des Mund-Immunsystems und ob dort ein Gewebeabbau stattfindet. Wird Kollagen abgebaut, ist die Mundschleimhaut durchlässig für Viren und andere Krankheitserreger. (dentognostics GmbH, 22.04.2020)

Die aktuellen Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in Deutschland haben das Leben komplett verändert. Doch überraschender Weise empfinden 25 % der Bürger trotz Kontaktverbotes, mobilen Arbeitens und häuslicher Kinderbetreuung weniger Stress im Alltag. Dennoch spaltet ein Thema die Nation: Das ist die bundesweite Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und Einzelhandel. 45 % sind dafür, 42 % dagegen. (Deutsche Tamoil GmbH, 22.04.2020)

Foto: Deutsche Tamoil GmbH

Österreich

Österreich ist im Arzneimittelsektor ein Niedrigpreisland und daher ein dementsprechend wenig attraktiver Absatzmarkt für Medikamente. (Österreichische Apothekerkammer, 22.04.2020)

Schweiz

Seit Wochen arbeiten verschiedene Schweizer Textilunternehmen daran, die Produktion für Schutztextilien in der Schweiz aufzubauen. Gefehlt haben bislang Qualitätsanforderungen, die vor allem Textilmasken, sog. Community-Masken, erfüllen müssen. Wie der Bund nun informierte, sollen industriell hergestellte Textilmasken den Empfehlungen der Science Task Force Covid entsprechen. (Swiss Textiles, 22.04.2020)

Schulmedizin aktuell am 30. März 2020

Welt

Nach Angaben der WHO nimmt Covid-19 in rund 80 % der Fälle einen milden Krankheitsverlauf. Der übrige Teil der Infizierten allerdings muss mit schweren Symptomen bis hin zu lebensbedrohlichen Auswirkungen rechnen. Ein neuer Erklärfilm von health tv zeigt, was bei einer Infektion mit dem Coranavirus SARS-CoV-2 im Körper passiert. Das Virus dringt vor allem über die Schleimhäute von Mund und Nase in den Körper ein. Dort kann es sich vervielfältigen, indem es an Körperzellen andockt und diese auf „Vermehrung“ umprogrammiert. (health tv, 30.03.2020)

Doch bis es zu einer schweren Covid-19-Erkrankung kommt, kann es dauern. Eine große Rolle spielt das Immunsystem. Ältere oder Vorerkrankte sind klar im Nachteil bei der Abwehr von SARS-CoV-2. Ab dem 50. Lebensjahr steigt das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs stetig an. Auch Erkrankungen des Herzens, des Atmungssystems, der Leber und der Niere, Diabetes, eine Immunschwäche sowie Krebserkrankungen scheinen unabhängig vom Alter das Risiko zu erhöhen. Raucher sind ebenfalls stärker gefährdet. (health tv, 30.03.2020)

Europa

Um die Produktion dringend benötigter medizinischer Ausrüstung in der EU zu steigern, hat die Europäische Kommission heute drei Produktionsleitlinien veröffentlicht: für persönliche Schutzausrüstung wie Atemschutzmasken, für Handdesinfektionsmittel sowie für Ausrüstung aus dem 3D-Drucker. Binnenmarktkommissar Breton will mit den Leitlinien jene Unternehmen unterstützen, die ihre Produktion ausweiten oder neu auf medizinische Ausrüstung umstellen, und ihnen helfen, die Gesundheits- und Sicherheitsstandards einzuhalten. (EU Kommission, 30.03.2020)

Deutschland

Eine Umfrage in Deutschland ergab, dass die Apotheke vor Ort eine zentrale Rolle im Leben der Menschen spielt. So schätzt der Großteil der Befragten vor allem die schnelle Möglichkeit der Medikamentenbeschaffung, die Beratung und die fachliche Kompetenz der Apotheke, aber auch den persönlichen Kontakt. Dennoch haben die Deutschen Wünsche an ihre Vor-Ort-Apotheke. Ganz oben auf der Liste steht eine Medikamentenabholung rund um die Uhr. Insgesamt 45 % der Deutschen möchte die Möglichkeit einer Medikamentenabholung an einem Terminal 24/7 gerne in Zukunft nutzen. 38 % wünschen eine diskretere und individuellere Beratung sowie 35% eine schöne und angenehme Einkaufsatmosphäre. (Becton Dickinson Rowa Germany GmbH, 30.03.2020)

Infografik: Becton Dickinson Rowa Germany GmbH

Apothekenkunden möchten also einerseits die Flexibilität haben, ihre Medikamente und weitere Produkte 24/7 abholen zu können, aber andererseits auch wie beim Einzelhandel in der Apotheke zu shoppen. Zudem können sich die Deutschen durchaus vorstellen, für manche Leistungen in die Apotheke anstatt zum Arzt zu gehen. Dazu gehören mit 37% kleine Untersuchungen, Impfungen und auch Impfberatungen mit 34 %. 31 % würden ihre Apotheke auch gerne mit in ihre Medikationsplanung einbinden und 26 % möchten andere individuelle Gesundheitsleistungen dort beziehen. (Becton Dickinson Rowa Germany GmbH, 30.03.2020)

Volkskrankheit Nagelpilz ? 14-18 % der Bevölkerung sind schätzungsweise von einem Nagelpilz (Onychomykose) betroffen. Rund 50 % davon sind über 60 Jahre alt. Ansteckungsfallen dafür lauern überall: Ob im Schwimmbad, Fitnessstudio oder im heimischen Badezimmer -- Pilzerreger fühlen sich dort wohl, wo es warm und feucht ist. Aber auch Sportler gehören zur Risikogruppe. Grund dafür sind die Stoßbewegungen beim Laufen , die zu Mikroverletzungen an den Nägeln führen, wo dann Pilzerreger freie Bahn zum Eindringen haben. (Almirall Hermal GmbH, 30.03.2020)

83 % aller Infektionen werden durch Fadenpilze wie Trichophyton rubrum verursacht, deutlich weniger durch Schimmelpilze (16 %) oder Hefepilze (1 %). Fadenpilze wirken auf das Immunsystem und verhindern die Immunantwort der Zellen. Dadurch können die Abwehrkräfte den Pilz ohne Zuhilfenahme von Medikamenten nicht mehr bekämpfen. Haut- und Nagelpilz begünstigen sich übrigens gegenseitig. Und selbst eine Ansteckung am restlichen Körper ist möglich. „Fahrstuhleffekt“ nennt sich dieses Phänomen, bei dem Pilzerreger vom Fuß aus andere Körperstellen befallen können -- etwa, wenn die Socken erst nach der Unterwäsche angezogen werden. (Almirall Hermal GmbH, 30.03.2020)

Irland

Der Medizintechnik-Hersteller Medtronic gibt die ersten klinischen Daten der Spyral HTN-OFF MED Pivotstudie bekannt. Die „gepowerte, prospektiv angelegte Studie bei Patienten mit unkontrolliertem Bluthochdruck ohne blutdrucksenkende Begleitmedikation“ erreichte ihre primären und sekundären Endpunkte mit einer Überlegenheitswahrscheinlichkeit von >99,9 % gegenüber denjenigen Kontrollgruppen mit einem Scheinverfahren. Darüber hinaus gab es 3 Monate lang keine größeren Vorfälle im Zusammenhang mit der Geräte- oder Verfahrenssicherheit. In der Studie wurden die Daten von 331 Patienten evaluiert, von denen 166 für die renalen Denervierung (RDN) randomisiert wurden. (Medtronic GmbH, 30.03.2020)

Die renale Denervierung mit dem „Symplicity Spyral“ Multielektroden-Katheter ist ein interventionelles Verfahren bei Bluthochdruck. (Bild: Medtronic GmbH)

RDN ist ein minimal-invasives Verfahren zur Regulierung überaktiver Nerven, die zu und von der Niere führen. Die Ergebnisse zeigten nach 3 Monaten eine statistisch signifikante Senkung des systolischen Blutdrucks um 9,2 mmHg in der Praxismessung und um 4,7 mmHg in der ambulanten 24-Stunden Blutdruckmessung (ABDM) bei den Patienten, die mit dem Symplicity-Spyral-RDN-System behandelten wurden. Die Blutdrucksenkungen wurden während der gesamten Tages- und Nachtzeit konstant aufrechterhalten. Dies kann einen wichtigen Vorteil darstellen, da das kardiovaskuläre Risiko während der Nachtzeit höher ist. Blutdrucksenkenden Medikamente (falls verschrieben) wurden mindestens 3 Wochen vor der Randomisierung abgesetzt. Diese Ergebnisse zeigen eindeutig, dass RDN den Blutdruck senkt, und das auch über den 24-Stunden-Zeitraum. (Medtronic GmbH, 30.03.2020)

Österreich

Aktuell werden in Österreich sog. PCR-Tests durchgeführt, bei denen nach dem Erbgut von Sars-CoV-2 gesucht wird. Das ist die sicherste Methode, um eine aktive Erkrankung festzustellen. Jedoch sagt der PCR nichts darüber aus, ob jemand die Erkrankung bereits durchgemacht hat und damit immun gegen Corona ist. Ein Antikörpertest würde auch Aufschluss über die Dunkelziffer im Land geben, denn diejenigen, die nicht mehr krank sind und Antikörper haben, können nicht mehr angesteckt werden und den Virus auch nicht mehr übertragen – und daher vorbehaltlos wieder in Kontakt zu anderen treten und an ihren Arbeitsplatz, in die Spitäler, Geschäfte usw. zurückkehren. (Universität für Bodenkultur Wien, 30.03.2020)

Die Zahl der Grippe-Erkrankungen ist in Österreich nicht höher als in anderen Jahren, auch nicht in China oder Italien. Die gemachten Tests haben keine medizinische Aussagekraft, da daraus nicht auf die jeweiligen Krankheits- bzw. Todesursachen geschlossen werden kann. Daher können auch neue Medikamente oder Impfstoffe gegen „Corona-Viren“ keine gesundheitsfördernden Auswirkungen haben. Die „explosionsartig“ steigenden „Corona-Virus“-Fälle aufgrund vermehrter Tests sind daher keinerlei Grund zur Panik. (Initiative Heimat und Umwelt, 30.03.2020)

Die Allgemeinmediziner bilden auch in den schwierigen Tagen der Corona-Krise das Rückgrat der wohnortnahen Gesundheitsversorgung in Österreich. Man darf auch nicht die Bedeutung der Ärzte mit Hausapotheke unterschätzen. Diese stellen die Arzneimittelversorgung für rund 3,5 Mio. Bürger in den ländlichen Gemeinden sicher. (Österreichische Ärztekammer, 30.03.2020)

Österreich verfügt über ausgezeichnet ausgebildete Fachkräfte in den Gesundheitsberufen auf allen Ebenen. Allerdings wird das Potenzial zu wenig genützt. Wesentlich ist eine konkrete Definition einer abgestuften Betreuung von Patienten, damit sie bestmöglich durch das Gesundheitssystem gelotst werden. Dazu müsse man überlegen, welche Berufsgruppe welche Aufgabe übernehmen könne. Unbestritten ist nach wie vor die freie Arztwahl. (Praevenire, 30.03.2020)

1,25 Mio. Österreicher halten sich in 1.299 Fitnessclubs gesund und fit. Die 1.299 gewerblichen Fitnesscenter sind zudem auch Arbeitgeber für rund 40.000 Mitarbeiter. (fitness.at, 30.03.2020)

Sexarbeiter*innen massiv von Corona-Armut betroffen: Über 2.000 Frauen in Wien stehen vor dem Nichts. (Volkshilfe Wien Gemeinnützige Betrieb GmbH, 30.03.2020)

Liechtenstein

Die Drive-Through-Anlage zur Überprüfung des Corona Virus in der Marktplatzgarage von Vaduz wurde heute in Betrieb genommen. (Fürstentum Liechtenstein, 30.03.2020)