Frohmedizin behandelt den ganzen Menschen

Frohmedizin, also der Gedanke sich nicht mit einer speziellen Krankheit, sondern mit dem gesamten Menschen zu beschäftigen, hält zunehmend Einzug in die Gedankenwelt nicht nur von Ärzten, sondern auch von Patienten. Neue Bücher, in denen Krankheiten besprochen werden, beschäftigen sich mehr und mehr mit

ganzheitlicher Medizin.

Mit dem Menschen (als Ganzes). Also nicht mit einer Krankheit als Teil davon. Ganzheitsmedizin, wenn man so will. Verstehen Sie den Unterschied?

Nun erschien soeben – ganz neu 2020 – ein kleines Büchlein mit dem Titel „Das Alzheimer Stopp Programm“ von Dr. Werner Krag. Dessen Vater an Alzheimer erkrankte und der sich deshalb intensiv mit diesem Thema auseinander gesetzt hatte. Mit neurologischen Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson, MS … In dem Büchlein stehen den Lesern hier wohlvertraute Sätze, die der Schulmedizin aber immer noch fremd sind. Nehmen wir z. B. PARKINSON.

Die Schulmedizin geht vom einfachen Modell der untergehenden Nervenzelle aus, die das notwendige Dopamin nicht mehr produzieren könne. Also gibt der Neurologe Dopamin … Nur funktioniert dieser im Grunde „logische“ Ansatz in der Praxis nur schlecht …

Dr. Krag schlägt stattdessen vor

… den Körper als Gesamtsystem zu betrachten. Der Körper leidet nicht an einer bestimmten Störung oder Krankheit, sondern vor allem daran, dass man ihm bestimmte Stoffe vorenthält, die er unbedingt zum guten Funktionieren braucht (Mineralstoffe, Vitamine, Eiweiß, Hormone)

… oder ihn mit Verhaltensweisen traktiert, die er nur schlecht kompensieren kann (Übergewicht, Bewegungsmangel, Gifte, schlechte Ernährung).

Und:

  • Gleichen Sie Ihr praktisch immer bestehendes Defizit an Vitamin D aus.
  • Nehmen Sie Omega-3 Fettsäuren zu sich.
  • Erwecken Sie Ihre Mitochondrien wieder zum Leben !!!
  • Nützen Sie Glutathion als starkes Antioxidans und zum Ausleiten von Giften.
  • Taurin ist ein wichtiger Neurotransmitter …
  • Mineralstoffe und Spurenelemente sollten allesamt ausgeglichen werden.

Kommt auch noch hinzu, der uns allen wohl vertraute Rat:

Versuchen Sie entweder vorübergehend (einige Wochen) eine ketogene Ernährung oder langfristig eine Low carb-Ernährung.

Und ein weiterer ganz zentraler Gedanke:

MESSEN

Ohne Messung keine Werte. Und ohne Werte kein Wissen. Keine Ganzheitlichkeit ! Was dann schließlich in der Essenz der Frohmedizin mündet samt der Frage aller Fragen:

Hat Ihr Arzt bei Ihnen schon einmal ein AMINOGRAMM erstellt ? Ihre Aminosäuren im Blut gemessen ?

Kurz und gut: Ein sehr komplettes, sehr modernes Büchlein von Dr. Krag auch über neurologische Erkrankungen, die in Deutschland stark zunehmen. An denen sich die Schulmedizin in aller Regel die Zähne ausbeißt …

QUELLE: „Das Alzheimer Stopp Programm“ von Dr. Werner Krag (Trias Verlag)

Arthrose und Resignationsmedizin

Selbst Ärzte resignieren im Laufe der Zeit. Aus einsichtigen Gründen: Wenn man die Patienten 100 Mal, 200 Mal oder 500 Mal aufgeklärt und ermahnt hat, die aber einfach nicht folgen wollen, dann wird der Arzt mit der Zeit resignieren. Das ist die eine Seite der Resignationsmedizin.

Die andere Seite ist, und das meine ich natürlich ganz lieb, wenn ich von Resignationsmedizin spreche, aber die Schulmedizin meine, dass vieles aus der medizinischen Wissenschaft in Deutschland einfach unbekannt ist. Darum bitte verstehen Sie den nachfolgenden Brief auch vor diesem Hintergrund:

Mein Mann hat ‐ angeblich – im Fußgelenk beginnende Arthrose. Der (übergewichtige) Orthopäde empfahl ihm, den Fuß zu schonen. Daraufhin nahm mein Mann – nach Ihrer Diät – 18 kg ab und läuft nun schon wieder 60-80 km im Monat beschwerdefrei.

Haben Sie’s gelesen, das letzte Wort ? Das eigentliche Ziel der Schulmedizin: Beschwerdefrei ! Und wie erreicht man das ? Na, mit einem genetisch korrekten Lebensstil. Oder noch einfacher gesagt:

Anstreben des Normalgewichts und Bewegung …

Dass bei einem (übergewichtigen) Orthopäden ein ganz anderes Programm abläuft, dass der den Schongang einschalten wollte, das ist typisch für die Resignationsmedizin. Logisch für die „Ruhigstellungsmedizin“ …

Was wir daraus lernen können ?

Nun, wir sind alle selbst für uns verantwortlich. Ich kann diesen Punkt immer wieder nur betonen. Man kann sich natürlich beraten lassen (Stichwort Ausschlussdiagnostik), aber für die Heilung ist man absolut selbst verantwortlich. Die Anleitung dazu kennen Sie auch längst:

Frohmedizin – Bewegung, Ernährung und Denken

Operieren z.B. kommt darin nicht vor. Für diese Möglichkeit ist die Schulmedizin bekannt. Erinnern Sie sich an die großen Pressekonferenzen nach zumeist spektakulären Organtransplantationen ? Und bei Arthrose im Knie … da wird dann natürlich auch operiert. Wohl jeder Schulmediziner wird Patienten zur Arthroskopie und zum „Glätten“ raten. Bekannt auch als „Lavage und Debridement“, jedoch völlig unnötig.

Wurde auch schon längstens bewiesen (siehe N Engl J Med 2008; 359:1097): Von 172 Patienten mit mittelschwerer und schwerer Kniearthrose wurde die eine Hälfte bewegt und bekam Gelatine, die andere Hälfte wurde arthroskopisch operiert. Im Ergebnis kein Unterschied.

Arthroskopie und Operation haben keinen Vorteil !

Doch wer will das in der heutigen Zeit schon wissen ? Zu einfach und verführerisch klingt das Wort Operation. Dagegen hören sich Eigenverantwortung, Bewegung, Muskelaufbau und Disziplin ziemlich anstrengend an …

„Entscheidende“ Moleküle

Manchmal könnte man sich über das wissenschaftliche Arbeiten direkt lustig machen. Über das wissenschaftliche Arbeiten unter Zeitdruck und Geldmangel …

Will heißen, 1.200 Studien selektieren. Dann die Zusammenfassungen (engl. abstract) von ca. 400 Studien durchlesen. Wenn gefühlt (gefühlt deshalb, weil für mehr keine Zeit bleibt) 50 % des Inhalts der Zusammenfassung dem entspricht, was man sucht, so liest man das Fazit (engl. conclusion). Übrig bleiben dann vielleicht 100 Studien. Und von diesen, wenn noch Zeit bleibt, schaut man sich letztlich ein paar noch genauer an.

Ein Verhaltensökonom muss dabei wohl im Trüben fischen, denn bei dieser enormen Vorselektion kann es passieren, die Studien nicht gänzlich objektiv auszuwählen. Das wäre dann eine Voreingenommenheit (engl. bias). Und das Entscheidungsverhalten von Menschen ist enorm komplex, wie man sich vorstellen kann. Eine Untersuchung dieses Verhaltens daher entsprechend kompliziert.

Während des Kalten Kriegs erfolgte das mittels Zahlen und Formeln. Genannt Spieltheorie. Jedoch belegte der Träger des Alfred Nobel-Gedächtnispreises für Wirtschaftswissenschaften, Jean Tirole, zusammen mit Drew Fudenberg mathematisch (!) (siehe „Game Theory“, von Tirole/Fudenberg), dass es unmöglich ist, mittels logisch interpretierter Zahlen das menschliche Entscheidungsverhalten vorherzusehen. Ein Beispiel: Das Kaufverhalten an der Börse.

Der novellierte Ansatz besteht nun darin, die Neurowissenschaften, Psychologie, Biologie und den Kognitivismus in die Spieltheorie mit einzubeziehen. Heißt dann alles zusammen

„Neuropsychoeconomics“.

Und was hat diese ökonomische Speerspitze der Wissenschaft herausgefunden? Sie hat herausgefunden, dass

Moleküle das Entscheidungsverhalten der Menschen steuern.

Z.B. das Hormon Oxytocin oder Kuschelhormon. Nachzuschlagen bei Krueger et al. (2007) und Kosfeld et al (2005). Oxytocin regelt bekanntlich das Gefühl von Vertrauen. Dopamin den Antrieb usw..

Man wollte dann auch wissen, ob die gerechtfertigte Bestrafung einer Person in uns Glückshormone freisetzt. Das ist tatsächlich der Fall und von Person zu Person verschieden. Man fand heraus, dass die dafür zuständigen Gehirnregionen besonders aktiv sind bei jenen Personen, die auch nicht davor zurückschrecken, viel zu opfern, nur um eine Person „zu Recht“ bestrafen zu können.

Sind wir diesen Molekülen also ausgeliefert ? Haben wir keinen freien Willen ?

Eben nicht. Ich denke vielmehr und in aller Bescheidenheit, ich war dieser Speerspitze der Wissenschaft einen Schritt voraus. Denn:

Man hat Kontrolle über seine Moleküle !

Folglich kann man die Moleküle seines Entscheidungsverhaltens beeinflussen, sogar steuern. Man kann Gene aktivieren und stumm schalten. Die Wissenschaft dahinter, den entscheidenden Schalter dazu kennen Sie:

Epigenetik.

Genetisch korrekte(s) Bewegung, Ernährung, Denken.

Zum Nachlesen: Sie sind der Boss (News v. 15.12.2017)

Serotonin

Vitamin D und Omega-3 sind 2 Vitalstoffe, die Sie täglich mehr oder weniger überzeugt einnehmen. Und einige von Ihnen wissen auch ganz genau warum … oder glauben zumindest – so wie ich das tue – an essentielle Notwendigkeiten. Dann lassen Sie uns doch bitte einmal über das Geheimnis SEROTONIN plaudern.

Serotonin steuert nämlich eine große Bandbreite an Gehirnfunktionen und Verhaltensweisen. Präzise gesagt:

  • die verstandesmäßige Kontrolle,
  • das Filtern von Sinnesreizen und
  • das soziale Verhalten.

Wobei verstandesmäßige Kontrolle das Gegenteil dessen ist, was Sie bei Betrunkenen erleben. Nur damit kann man sich vielerlei Unsinnigkeiten in unser aller Alltag erklären. Ich habe sehr lange für diese Einsicht gebraucht …

Aber zurück zum SEROTONIN. Was glauben Sie wohl, weshalb die überwiegende Mehrzahl aller Psychopharmaka, also der am meisten verschriebenen Tabletten in der Welt, sich präzise mit diesem einen Molekül Serotonin beschäftigen? Bezeichnenderweise indirekt, nicht direkt. Da werden chemische Substanzen erfunden und patentiert (genau darauf kommt es der Pharmaindustrie an), die indirekt den Serotoninspiegel im Gehirn anheben sollen.

Das man das auch ganz direkt mit Tryptophan erreichen kann, das ist klar. Nur kann man die Aminosäure Tryptophan nicht (mehr) patentieren und damit also kein Geld verdienen. Wenn Sie doch bitte einmal ganz kurz über diesen Zusammenhang nachdenken: Sind wir wirklich schon den Firmen Bayer, Merck, Novartis etc. hilflos ausgeliefert ?

Bruce Ames, der meistzitierte Biochemiker dieser Welt, der hat schon darüber nachgedacht und sich – fast selbstverständlich – genau mit Serotonin intensiv auseinandergesetzt. Also jener Substanz, die Ihr tägliches Verhalten steuert, Ihren Umgang mit der Welt. Und Ames hat gezeigt, dass

Vitamin D und Omega-3

die Menge an Serotonin im Gehirn regulieren. Erinnern Sie sich an den Begriff „Chefhormon“ ? (News vom 18.05.2014). Serotonin macht nämlich gute Laune und sorgt für inneren Abstand. Schafft Übersicht und Souveränität. Daher der Begriff Chefhormon ! Hätten Sie gerne ?

Können Sie haben, dank Prof. Ames !

Der US-Amerikaner zeigt in seiner Arbeit Vitamin-D und Omega-3 Fettsäuren steuern Synthese und Wirkung von Serotonin , dass

  • Vitamin D die Bildung von Serotonin aus Tryptophan ermöglicht (mit Hilfe der Tryptophan Hydroxylase 2, TPH2).
  • dass der ungenügende Vitamin-D-Spiegel (bei 70 % der Bevölkerung) nahelegt, dass die Serotonin-Synthese im deutschen Gehirn nicht optimal erfolgt.
  • EPA (ein Teil von Omega-3) die Freisetzung von Serotonin aus den Neuronen steigert.
  • DHA (der andere Teil von Omega-3) die Serotonin-Aufnahme erhöht, in dem es die Durchlässigkeit der Zellmembranen in anderen Neuronen steigert.

Heißt zusammengefasst: Wenig Vitamin D und wenig Omega-3 garantieren wenig Serotonin.

Das Gegenteil ist auch wahr. Ich z.B. wünsche mir das Gegenteil ! Eben nicht mit Hilfe der Masse verschiedener Psychopharmaka – alle erfunden, um den Serotoninspiegel indirekt anzuheben – sondern ihn auf natürliche Weise zu steigern. So wie es auch jedes Tier tut. Und wie es unsere Vorfahren auch geschafft haben. Ohne Bayer, Merck und Novartis. Und ohne die bekannten Nebenwirkungen (u.a. Gewichtszunahme 30 kg in 6 Monaten ?)

Aber genau solche Menschen besuchen mich. Schlucken Psychopharmaka … sind aber nicht glücklich (damit). Warum also schlucken die dann ?

Jetzt kommt‘s: Prof. Ames dreht das Argument einfach um und erklärt uns, dass ungenügende Werte von Vitamin D und Omega-3 im Blut logischerweise zu Störungen der Gehirnfunktionen und Verhaltensweisen führen. Und zwar zu

  • ADHS
  • Bipolarer Störung (Depression)
  • Schizophrenie
  • unkontrolliertem Verhalten.

Nach der Lektüre der News vom 27.02.2017 oder spätestens dieser Ausgabe nehmen Sie Ihr Vitamin D und tägliches Omega-3 doch gleich viel lieber oder ?

Die Darmflora

Die gestörte Darmflora rückt immer mehr in den Mittelpunkt medizinischer Aufmerksamkeit. Die Anzahl der Studien steigt, die der Internetartikel auch. Und Sie wissen immer mehr Bescheid über den Zusammenhang zwischen Darm und Gesundheit. Heißt in meiner Sprache den Zusammenhang zwischen Ernährung und Gesundheit.

Die Forschung der letzten 20 Jahre hat Einflüsse der Darmflora auf die Gesundheit in den folgenden Bereichen entdeckt:

  • Verdauung (Enterokolitis, Sepsis, Magen-Darm-Beschwerden, Verstopfung)
  • Immunsystem (Allergien, Ekzeme, Morbus Crohn, Zöliakie)
  • Nervensystem (Koliken, Stress, Verhaltensstörungen, neurologische Störungen)
  • Lunge (Asthma, Bronchitis, COPD).

Da fehlt nicht mehr viel. Hängt wirklich alles am Darm? Überflüssige Frage: Hängt wirklich alles an der Ernährung? Wurde schon von Hippokrates bejaht.

Das mit der Verdauung verstehen wir: Magen-Darmbeschwerden hängen von der Darmflora ab. Einverstanden. Das mit dem Immunsystem spricht sich herum, besonders wenn man Kinder mit Allergien und Ekzemen hat. Lässt man z.B. Milchprodukte weg und die Kinder sind geheilt, … hat man etwas gelernt.

Der Zusammenhang mit dem Nervensystem ist schon ungewöhnlich: Depression, Psychosen, Schizophrenie … haben einen Zusammenhang mit dem Darm? Doch doch: Denken Sie an Tryptophan, an Zink, an Omega-3. Und die Lunge? Weiß ich von meinem Sohn. An einer Walnuss nur einmal geschnuppert und … sofort Asthmaanfall.

Bei der Aufzählung fehlt ein wesentlicher Punkt, nämlich

  • Metabolisches Syndrom, Diabetes, Übergewicht.

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass die Darmflora bei gesunden Menschen vielfältiger ist als bei kranken Menschen. Bei Letzteren ist die Vielfalt oft stark reduziert. Vor allem Jäger und Sammler wie die Hadza verfügen über ein viel breiteres Mikrobiom als westliche Menschen (Segata, 2015). Bei diesem Stamm – und vergleichbar traditionell lebenden Völkern – werden im Allgemeinen keine chronischen Krankheiten wie Diabetes Typ 2 berichtet. Und dass man Fettsucht (bei Mäusen) sogar mit Übertragung von kranker Darmflora in gesunde Mäuse erzeugen an, ist längst bekannt.

FAZIT: Der Darm als größter Teil unseres Immunsystems ist wichtig. Und dennoch lenkt diese Aussage ab. Verführt viele zu Stuhlanalysen, die natürlich immer ein krankhaftes Ergebnis zeigen. Immer! Hat Sie das noch nie gewundert?

Die Darmflora spiegelt nämlich Ihre Ernährung! Das war’s auch schon. Und dass es eine genetisch korrekte Ernährung gibt, die für alle Völker dieser Welt gilt, das war auch mir lange Zeit nicht klar. Genetisch korrekte Ernährung? Nachzulesen in „Die Wahrheit“ als News vom 09.12.2009 …

Es geht um Ihren Alltag

Und es war ausgerechnet das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL, das Leitmedium ganzer Generationen in Deutschland, das zum neuen Jahr 2018 titelte:

GESUNDES NEUES !
Bewegen, gut essen, entspannen …

Das sei der Masterplan für ein viel längeres Leben. An der Spitze der guten Wünsche für das neue Jahr scheint also die Gesundheit zu stehen. Und das Geheimnis dahinter sei Bewegung – Ernährung – Denken. Haben Sie das wiedererkannt?

Diese Trias sei sogar ein Masterplan (darunter tut es ein SPIEGEL auch nicht) für ein viel längeres Leben. Denk ich mir: „Na endlich!“ Oder: „Was denn sonst?“. Kurz und gut: Hat mich gefreut.

In dem von Jörg Blech (wem sonst?) schön geschriebenen Artikel findet sich allerdings nichts Neues. Aber es tut dennoch gut, wenn Sie, liebe Leser, Ihre Lebensweise bestätigt finden. Die da lautet:

  • Wer sich genug bewegt und ausgewogen ernährt, lebt … länger.
  • Die Macht der Gene wurde weit überschätzt.
  • Es ist leichter als gedacht, sich gesundheitsbewusst zu verhalten.

Welches Verhalten? Dabei geht es nicht um eine Technik (wie z.B. Sport treiben), was Viele von Ihnen irrtümlich glauben, sondern um Ihren ganz normalen Alltag. Um Ihren eingeschliffenen Lebensstil. Das ist ein völlig anderes Denken … Ist mir kürzlich eingeschossen, als mein Sohnemann zufällig ein Foto von mir in der Badehose (mit 57 Jahren) betrachtete und fragte: Was hast du damals getan, um diese Figur zu bekommen? Meine Antwort: Nix! Ich hab nix getan. Ich habe gelebt …

Danach fiel mir ein weiterer entscheidender Punkt ein: Sie wollen von mir immer Ratschläge hören, um etwas (in Ihrem Leben) zu verändern. Aber genau darum geht es eigentlich nicht. Es geht vielmehr darum,

Ihr Leben NEU einzurichten. Ab sofort und für immer …

Automatisch und mittels Reflex! Und die passende Figur, das steigende Lebensglück uvm. sind dann (nur) das Ergebnis davon. Aber es wurde ganz bewusst NICHT auf dieses Resultat abgezielt. Sie erinnern sich hoffentlich an das „Daneben-Zielen“ …

Das Gleiche vermittelt uns der SPIEGEL-Artikel. Herausgreifen möchte ich die lustige Geschichte über das METHUSALEM-GEN. Der Bericht erledigt beispielhaft die Gen-Medizin. Illustriert deren grundsätzlichen Irrtum! Im Blut von hunderten uralten Menschen (95–119 Jahre) wurde ein bestimmtes genetisches Muster gefunden, das offenbar für ein langes Leben bürgt. Unabhängige Forscher haben diese Sensation aber nachkontrolliert und Fehler um Fehler gefunden !! Daraufhin hat der inzwischen berühmte Verfasser seine Veröffentlichung zurückgezogen. Die Höchststrafe.

Nun wissen Sie, weshalb ich immer wieder den Lebensstil betone und nicht einzelne Rezepte (z.B. das Abnehmen). Weil nur der Lebensstil dauerhaft Gene an- und ausschalten kann. Damit bekommen die Gene plötzlich eine ganz andere Bedeutung: GENE symbolisieren nur ein POTENTIAL. Mit dem wir dann – ganz nach Wunsch – umgehen können. Wir unseren Genen  also nicht „ausgeliefert“ sind !

Interessant ist in der Titelstory des SPIEGEL Ausgabe 1/2018 noch eine weitere Bemerkung: Demnach existieren etwa 1 Mio. Ernährungsstudien. Biostatistiker würden 90 % davon für fehlerhaft halten. Ich weiß, dass sogar 99 % wohl nicht stimmen. Und es ist der große Irrtum z.B. auch beamteter Professoren in der DGE, die diese 99 % einfach übernehmen und daraus ihre krankmachenden Ratschläge für die Bevölkerung ableiten.

Das Fazit aus 7 Seiten DER SPIEGEL zum neuen Jahr 2018 lautet:

  • Laufen Sie um Ihr Leben.
  • Essen Sie genetisch korrekt.
  • Entspannen Sie täglich.
  • Frohmedizin ist in der Gesellschaft angekommen.