Der nagelneue Krug

Ketone als 2. Brennstoff lauteten die News 23.09.2020. Seither wissen wir also, dass es in der Ernährungslehre auch einen neuen und radikal anderen Weg gibt zu

  1. mehr Energie
  2. längerer Ausdauer (auch am Schreibtisch)
  3. dem Schutz von Muskeln und Herz vor freien Radikalen
  4. dem hochwirksamen Schutz Ihrer Nervenzellen.

Damit ist die ketogene Ernährung gemeint. Sagen Sie bitte nicht … Diät ! Wenn sich ein Baby, gestillt, in Ketose befindet, sagt doch auch niemand, das Baby sei auf Diät.

Ketose ist also etwas Normales ! War es schon immer.

Denn so überfressen wie viele Menschen heute, waren unsere Vorfahren höchst selten, wahrscheinlich nie. Da gab es auch Hungerphasen. Und Hungern, das Fasten führt unweigerlich in die Ketose. Das macht dann bekanntlich wach. Aber wussten Sie, dass dadurch auch die Leistung steigt ?

Bild: www.strunz.com

In seinem überarbeiteten Almanach „Zucker, Blut & Brötchen“ spricht Robert Krug (sollten Sie langsam kennen !) von einem 3. Ketonkörper. Dem

BETA-HYDROXYBUTYRAT (BHB)

Das wird in der LEBER gebildet. Nicht immer, sondern nur, wenn man auf Kohlenhydrate wie Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln verzichtet. Dann stellt die Leber bis zu 150 g BHB her.

Wozu, fragen Sie ?

  • BHB schützt die Muskeln vor dem katabolen Abbau. Das ist z.B. für unsere älteren Mitmenschen von enormer Bedeutung. Die „schrumpfen“ nämlich oftmals ganz offensichtlich, weil die Muskelmasse sichtbar schwindet. Das könnte man durch BHB verhindern !
  • BHB ernährt das Gehirn viel wirkungsvoller und auch schonender als Zucker. Diese geistige Klarheit kennt jeder, der einmal bewusst gefastet hat.
  • Wenn die Zellkraftwerke (Mitochondrien) BHB verbrennen, dann entstehen weniger Sauerstoffradikale (H2O2) als bei Zucker. So verbrennen Ketonkörper 45-fach sauberer (= viel weniger freie Radikale) als Glukose.
  • Nach 4 Wochen ketogener Ernährung steigt der Grundumsatz signifikant an. Der Körper kann also deutlich mehr Energie zur Verfügung. … wenn man die Kohlenhydrate auf 30 g am Tag herunterschraubt.
  • Ultra-Marathonläufer, die sich 20 Monate low carb (82 g KH) ernährten, hatten in dieser Zeit die Anzahl der MITOCHONDRIEN in den Muskeln VERDOPPELT. Verdoppelt ! Jetzt wissen Sie auch, dass das tägliche Joggen sehr wohl eine Freude sein könnte … mit folgender Konsequenz nach 20 Monaten: (1) Fettverbrennung um den Faktor 2,3 erhöht. (2) VO2 max. von 55 auf 70 gestiegen. Typische Unterschiede zwischen einem (nur) gutem und einem exzellentem Sportler !

Ketonkörper kann man sich durch ketogene Kost herstellen. Das ist mühsam und wird inzwischen auch von Märchen und Mythen verklärt. Daher hier folgende Klarstellungen:

  • Ständige (lebenslange) Ketose ist sicher nicht wünschenswert. Merken Sie sich bitte den Begriff „Hungerstoffwechsel“.
  • Ketose aber ist über Monate, vielleicht sogar Jahre, bei bestimmten schweren Krankheiten sehr wohl angezeigt.
  • Ketose zielt bei uns Normalmenschen, sportlich ambitioniert, eher auf die Bereitschaft zur Umschaltung.

Man sollte Ketose üben !

Der Körper sollte viel schneller als bisher zwischen Zuckerverbrennung und Fettverbrennung hin- und herschalten können. Ideal dazu ist das Intervallfasten: Stichwort 6/18. Wenn man in den 6 Stunden „low carb“ isst, kommt man in den 18 Stunden leichter in die Ketose.

JETZT NEU:

Ketonkörper gibt es – wie erwähnt – auch als Kapseln. Als Nahrungsergänzung zum Schlucken: Propionat, Butyrat und jetzt auch BHB. Ist zwar nicht die Ideallösung, aber doch sehr sehr praktisch ! Dadurch kann man einen Teil der dargestellten Auswirkungen ketogener Diät … geschenkt bekommen.

QUELLE: Der nagelneue Krug: „Zucker, Blut & Brötchen“, überarbeitet und nunmehr in 3. Auflage erhältlich.

Gene brauchen Aminosäuren

(Artgerechtes) Leben kann so einfach sein. Ist es auch, ehrlich gesagt. Da braucht man z.B. nur mal über die menschlichen Gene nachdenken … Die würden wie selbstverständlich unser Leben, unsere Existenz steuern und kontrollieren. Ob jetzt eingeschalten (Aktivität) oder ausgeschalten (Inaktivität). Erinnern Sie sich an die News 12.01.2020 ? Doch im Grunde haben Gene nur eine einzige Funktion, die da lautet:

Produktion von Eiweiß

Dazu tragen die jeweiligen Gene auch verschiedene Information in sich, erfüllen verschiedene Programme, die dann den Zellkernen sagen, welche Eiweißketten sie gefälligst liefern sollen. Und bekanntlich entsteht

Eiweiß aus Aminosäuren.

Diese werden wie bei einer Perlenkette aneinandergereiht, wodurch jedes Mal ein anderes Eiweiß entsteht. Ob nun Tryptophan, Glutamin, Lysin, … Jedes Mal entsteht ein anderes Eiweiß. Jedes Mal ein anders Enzym (Reineiweiß) – und das alles steuert den Körper. So weit, so gut. Alles sehr einfach und übersichtlich.

Doch da beschleicht mich auch gleich wieder eine zunächst schreckliche Idee: Was ist, wenn da 1 Aminosäure fehlt ? Oder, wenn da gar 4 Aminosäuren den Genen in zu geringer Menge angeliefert werden ? Was ist dann ?

Tja, dann gibt‘s eben zu wenige, funktionstüchtige Eiweiße. Dann funktionieren auch die Enzyme nicht. Dann hat man z.B. zu wenig rotes Blut (zu wenig Sauerstoff) im Körper. Dann sind z.B. die Knochen brüchig (Osteoporose), das Immunsystem schwach uvm. Gerade beim Wort Immunsystem sollten man anno 2020 hellhörig werden !!

ALSO: Die Gene können ihre so unbegreiflich geheimnisvolle Funktion nur dann ausüben, wenn man ihnen genügend Aminosäuren liefert. Lieferanteneingang ist der Mund. Das wars auch schon !

Darum ist mir mittlerweile immer unverständlicher, dass Sie mich mit Übergewicht oder wegen einer schweren Depression in der Praxis besuchen, wo doch ein Aminogramm davor schon die wesentlichen Schwachpunkte aufgezeigt hätte. Ja, wofür denke und publiziere ich eigentlich ? Daher noch einmal – in Großbuchstaben:

IHRE GENE BRAUCHEN AMINOSÄUREN !

Zum Nachlesen:  Werden Sie artgerecht gehalten ? (News 13.01.2020), 300 Gramm Eiweiß pro Tag (News 23.12.2017), Gene sind kein Schicksal (News 27.09.2016)

Zuckerobst

Obst ist nahezu der Inbegriff von Gesundheit. Sei doch voll mit Vitaminen. Auch ich bin so aufgewachsen. Stichwort Obstsalat ! Doch kurz nach der Pubertät, so mit 55, habe ich begonnen, nachzudenken. Hab‘ immer weniger den Fachleuten vertraut. Besonders wenig den medizinischen Experten. Hab‘ mich stattdessen an der Natur orientiert. An unseren Artverwandten, den Affen.

Reifer geworden, hatte ich gelernt, dass das mit unserem Obst wohl so nicht stimmt ! Dass das ein künstliches Bild aus deutschen Zoos sein muss. Denn man weiß:

Die natürliche, ursprüngliche BANANE ist nur fingergroß, grün und knochenhart. So hat sie der liebe Gott geschaffen. Wenn man die essen will, muss man sie vorher kochen.

Bananen, wie wir sie kennen, gibt‘s in der Natur nicht !

Und die, die wir vielleicht kaufen, sind eine künstliche Züchtung des Menschen. Selbstverständlich auf „süß und schön“ gezüchtet. Mit der Natur, insbesondere unseren Genen, haben diese Bananen nichts zu tun. Zudem wachsen die bei uns auch gar nicht !

Hab‘ mich dann auch über den PFIRSICH informiert:

Der natürliche, unseren Genen entsprechende Pfirsich aus der Zeit um 4.000 v. Chr. war 25 mm groß und schmeckte wie eine Linse. Wussten Sie das ? Erst die Chinesen haben es in Jahrtausende langer Arbeit geschafft, den heutigen Pfirsich zu züchten.

Der heutige Pfirsich ist 16 Mal größer, 27 % saftiger und 4 % süßer.

Bild: www.strunz.com

Oder nehmen wir die WASSERMELONE:

Die gab es schon um 3.000 v. Chr. War aber nur 5 cm groß und wog 80 g. Wurde natürlich (!) ebenso hochgezüchtet.

Die heutige Wassermelone ist 1.680 Mal größer und wiegt 2-8 kg !

Ein wahres Wunder des Menschen, diese Zuckerwassermelonen …

Zucker übrigens macht 4 Mal süchtiger als Kokain. Dicke Mitbürger sind nicht immer willensschwach oder faul, sondern sitzen in einer Stoffwechselfalle. Das Belohnungszentrum im Gehirn schreit nach Zucker, um einfach wieder zufrieden zu werden. Gleichzeitig kommt’s zum Heißhunger und Stopp der Fettverbrennung. Die Folgen: Übergewicht, hohen Blutfettwerten und Diabetes.

Süßes Obst ist Mist !

Selbst ich habe dereinst meinen Darm mit Fruchtzucker (Fructose) übersättigt und geschädigt. Hab‘ mir sogar eine Fructoseintoleranz eingehandelt. Kennen Sie vielleicht ? Der Mensch verträgt jedoch nur so 20-30 g Fruchtzucker pro Tag. Von Natur aus. Keinesfalls den deutschen Durchschnitt von 140 g am Tag.

Wenn Sie also das Zuckerobst aus den Supermärkten essen – vielleicht sogar täglich, und danach allerlei „Zustände“ (Blähungen, Bauchweh, Durchfall … und schließlich eine Fettleber bekommen), dann wissen Sie jetzt auch warum ! Den Weg zum Arzt können Sie sich sparen …

Und erinnern sich vielleicht noch an mein mittlerweile berühmtes Avocado-Büchlein mit dem unverdächtigen Titel „forever schlank“. Darin hatte ich Ihnen von süßem Obst abgeraten.

PS: Fruchtzucker (Fructose) wird vom Körper direkt in Fett umgewandelt … (News 05.08.2018)