Freude ganz praktisch

Der Verhaltensökonom Dan Ariely beschäftigt sich mit dem Menschen wie er ist und nicht wie er sein sollte. So belegte er empirisch, dass Geld ein mangelhafter Anreiz ist, Mitarbeiter zu motivieren. Gemeinsam Pizza essen gehen oder Lob vom Chef via SMS hatten einen besseren oder vergleichbaren Effekt wie die Bonus-Zahlung. Letztere motivierte nur kurzfristig und hatte schlussendlich sogar einen negativen Einfluss auf die Motivation der Angestellten.

Was motiviert uns also nachhaltig, früh aufzustehen und fleißiger zu arbeiten als der Durchschnitt ? Wie wichtig das ist, weiß man spätestens seit Dr. Angela Merkel:

Mein Leitmotiv lautet: Wer nicht rackert, verdummt !

Es ist die Freude auf etwas Baldiges, das uns anspornt. Nicht auf etwas in weiter Ferne Liegendes. Und laut Prof. Lisa Feldman Barrett gilt, dass

Emotion das Resultat von Handlung ist.

Nicht andersrum. Freude wird geschaffen durch das Tun. Glück resultiert also aus der Tat ! So weit die Wissenschaft. Und wie Freude ganz praktisch entsteht, das weiß man auch. Oder wissen zumindest die regelmäßigen Leser dieser News:

  • Eiweiß essen (siehe News 18.11.2016 „Arbeits- und Lebensfreude“),
  • Menschen in die Augen schauen (siehe News 25.12.2018 „SIE und ER: Der erste Blick“),
  • Laufen (siehe News 08.08.2019 „… viel mehr Freude !“),
  • Probleme lösen (siehe News 03.01.2019 „Schwierigkeiten“).

Braucht man noch mehr Rezepte ? Noch etwas oben drauf ? ETWAS ?

Ja, manche brauchen noch ETWAS. Nämlich diejenigen, für die Eiweiß essen, Zwischenmenschliches, Laufen und Probleme-Lösen selbst unlösbare Probleme sind. Und dieses „Etwas“ sind wir Menschen. Jeder von uns kann also in Tausenden Mitmenschen Freude auslösen …

Ganz anders operieren da oft die Massenmedien. Die füttern uns von außen mit Bildern und Geschichten (siehe News … Nr. 92 „Die deutschen Medien – Das tödliche Geschäft mit der Angst“), wo nur vereinzelt Freude aufkommt. Das Rezept dagegen lautet:

unbewusste Glaubenssätze aufdecken.

Das geht mittels Meditation. Im dem Buch „Arsch hoch beginnt im Kopf“ stehen dazu 27 praktisch umsetzbare Übungen, wie man mit offenen Augen und während des Alltags, mit der Meditation beginnen kann !

Und was hat man davon ? Man wacht auf. Wird sich der täglichen Manipulation bewusst. Beginnt sein EIGENES Leben und erkennt im Mitmenschen einen Seelenverwandten. Das ist er auch. Nicht ein Feind oder Volltrottel, wie man es glauben könnte.

So zieht man langsam ein bisschen mehr Freude in sein Leben !

Meditation ist messbar effektiv und hat unmessbar großen Einfluss auf den Menschen. Auf alle Menschen !

Taten und nicht Emotionen steuern das Tun

Gelegentlich landen auf meinem Schreibtisch eher kryptische Texte. Sind nicht gleich verständlich. Muss man dann mehrmals lesen, um sie zu verstehen. Texte, die einem aber oft einen Schritt weiterhelfen, durchaus klüger machen. Hier unterhalb sehen Sie so ein Exemplar. In dem Text geht es um Emotionen und das Handeln. Das Tun. Da wird eine sehr wesentliche Stufenleiter aufgebaut !

Gemeinhin sind wir einverstanden mit der Feststellung, dass unsere Emotionen das Handeln steuern. Wenn wir lieben, tun wir dies, wenn wir hassen, tun wir das. Einverstanden. In dem mir übermittelten Text wird das aber ein bisschen aufgedröselt:

Nicht Emotionen steuern unser Handeln, sondern Emotionen sind das Resultat einer Handlung. Also umgekehrt ! Allerdings ist der Sprung von der Emotion zum Gefühl (noch) unklar. Jeder fühlt anders. Aber: Emotionen sind die Ziegelsteine für das Gefühl.

Ein Gefühl entsteht also aus Emotionen. Es wird aufgebaut wie eine Mauer aus Ziegelsteinen. Weiter im Text:

Liest man Studien über den Zusammenhang von Emotion und Handlung, so wird meistens ein nicht linearer, inverser U-shaped Zusammenhang festgestellt.

Heißt übersetzt: Kleine Emotion (z.B. wenig Liebe), keine Handlung. Mittelgradige, vernünftige Emotion: Handlung. Zu starke Emotion (z.B. Hass): Keine Handlung. Stillstand. Starre. Das wird in dem Text allerdings anders gedeutet:

Unser Handeln wird von den im Gehirn kreierten Erwartungswerten beeinflusst. Und deren Bildung wird enorm von Molekülen beeinflusst. Wie z.B. vom Kuschelhormon Oxytocin, vom Antriebshormon Dopamin, vom Glückshormon Serotonin usw..

Weil wir dank Epigenetik, also dem Aktivieren und Stummschalten von Genen, beeinflussen können, welche Moleküle uns erreichen, und das (ein gewisser) Prof. Barrett auch aufzeigt, dass das Gehirn von Handlung lebt und nicht von Denken (Vorsicht: Meditation ist tun, handeln !) … beeinflusst …. unser Handeln unser Tun und nichts anderes. Dazu folgende Erläuterung:

In einer Studie mit Surfern wurde festgestellt, dass gute Wellen von Amateuren gleich gut erkannt werden wie von Profis. Allerdings erkennen Profis riskante Wellen deutlich besser als Amateure. Gefährliche Wellen erfordern mehr Erfahrung, erkannt zu werden, weil man auf ihnen schon einmal geritten sein muss. Das bessere Erkennen gelingt also nur durch Handlung.

Es sind eben Handlungen, die unsere Handlungen steuern. Nicht Emotionen. Das ewige Pendel der Handlung, der Kausalität, schwingt immer weiter.

Soweit der Text. Für mich bleibt hängen: Handeln beeinflusst unser Handeln. Taten unser Tun. Denn Handeln (Bewegung, Ernährung, Denken) reguliert über Epigenetik Hormone in unserem Gehirn, die ihrerseits Gefühle vermitteln, die dann Handlung anstoßen.

Wenn man also eine (gute) Tat vollbringen will, dann muss man … TUN. Nicht nur darüber reden … Und wenn man ein langes, sogar schönes und erfülltes Leben führen will, so nützt der fromme Wunsch allein wenig. Da kann man Jünger um sich sammeln, kann predigen, kann berühmt werden, jedoch wenn man nicht selbst handelt, nicht selbst zur Tat schreitet, erreicht man nichts von diesem Ziel.

Das bringt uns zum denkbar einfachsten TUN, dem Laufen oder Rennen oder zur Bewegung generell. Der bekannte Spruch „Laufen Sie um Ihr Leben“ hat also nicht nur mit dem banalen „am Leben sein“ zu tun, sondern auch mit der Qualität des Lebens. Laufen ist das zentrale Geheimnis (des Lebens). Deswegen hat der Mensch 2 Beine, die nicht nur aus Knochen, sondern auch Muskeln bestehen !

Jedenfalls sollte es so sein.

PS: Als Verfasser des genannten Textes hat sich übrigens mein Sohnemann herausgestellt.

Die innere Mitte … frühlingsfrisch

Ich staune immer wieder über Ihre plastische Ausdrucksweise. Wie es Ihnen oft gelingt, Glücksgefühle in Worte zu fassen. Siehe Überschrift. Da muss vorher wirklich etwas Einschneidendes passiert sein – in Ihrem Leben. Und ich spreche jetzt nicht unbedingt vom Verschwinden etwaiger Herzrhythmusstörungen oder den verlorenen 25 kg Übergewicht, sondern ich meine eine grundsätzlich neue mentale Einstellung. Den Weg aus der „Lustlosigkeit“.

Aus der folgenden E-Mail lässt sich etwas Grundsätzliches lernen: Nämlich, dass der Weg ins (Lebens-)Glück mit Wissen und Tun gepflastert ist. Das Lebensglück dem Menschen zumeist nicht einfach so in den Schoß fällt. Interessiert ?

Dazu schreibt mir eine Ingenieurin, sogar mit Doktor-Titel. Da habe ich großen Respekt vor und hör‘ gerne zu:

Im vergangenen Jahr war ich zur Blutanalyse bei Ihnen. Mein Hauptgrund war eigentlich, Sie einmal persönlich zu treffen. Den Mann, der mich mit seinen Büchern beeindruckt und angeschubst hatte, dass ich in meinem Leben etwas verbessern muss – nein – will. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich schon ca. 6 Jahre um die Steigerung meiner Kondition bemüht und eigentlich gute Fortschritte gemacht.

Das Ergebnis der Messung hat mich dann allerdings blass werden lassen. Sei dicht am Burnout gewesen. Lipoprotein a, Entzündungswerte zu hoch? Das hatte ich nicht erwartet. Das lastete dann alles schwer auf meiner Seele. Meine innere Mitte hatte einen grauen Farbton angenommen.

Aber was sollte es? Die Wahrheit ist eben manchmal nicht wunschgemäß schön. Jedoch hat mir dieses Ergebnis endlich den Weg aus der Lustlosigkeit und immer nur dem Gedanken „du musst funktionieren“ gezeigt. Ich habe mich seither an Ihren Einnahmeplan gehalten und sogar mit meiner Hausärztin gestritten, ob sie mir Vitamin B12 spritzen kann oder nicht …

Ich möchte Ihnen darum heute die beigefügte Urkunde widmen und damit DANKE sagen. Danke für die ungeschminkte Wahrheit, die in den Zahlen der Blutanalyse steckt. Danke für die vielen Informationen, die Sie mit den Ergebnissen mitschicken. Danke für Ihre Bücher, in denen ich immer wieder gern nachlese. Danke für Ihre täglichen News, die mich immer wieder beeindrucken !

Die Urkunde bekam ich nach meinem ersten 10 km-Lauf. Ich war so aufgeregt vorher, ob ich denn durchhalten werde … Hinterher hätte ich hüpfen und springen und Sie umarmen können, so aus dem Häuschen war ich. Mein Fazit: Ich mache weiter !

Morgens aus dem Bett in die Laufschuhe steigen und erstmal eine lockere halbe Stunde traben, 2 Mal in der Woche „body pump“ (blöde Bezeichnung) im Fitnessstudio … Nur zur Meditation habe ich noch kein echtes Verhältnis bekommen. Aber das wird auch noch. Meine innere Mitte hat wieder eine Farbe bekommen:

frühlingsfrisch !

Da strahlt jemand vor Glück. Und was haben wir daraus gelernt? Da hat sich jemand zuerst informiert und dann gehandelt. Und ging dann auch den entscheidenden Schritt weiter zur

MESSUNG.

Ich betone das, weil es oft genug erst die Messung ist, die Ihnen den entscheidenden Anstoß gibt. Und dadurch letztlich aus „du musst funktionieren“ eine „frühlingfrische innere Mitte“ werden kann. Schöner kann man es nicht ausdrücken …

Was die Schulmedizin verschweigt ?

Dargestellt am Beispiel Parkinson. Also ganz bewusst an einer schweren und kaum zugänglichen Erkrankung möchte ich Ihnen erneut klar machen, dass

Hilfe immer möglich ist !

Es wird nämlich vergessen, dass es neben der direkten Hilfe, der direkten Bekämpfung der Krankheit auch eine indirekte Hilfe gibt. Dieser Satz gilt ganz besonders bei Parkinson. Stichwort Neurodegeneration. Da gehen also Nervenzellen kaputt.

Mit der Konsequenz, dass nicht nur die Hände zittern, sondern auch Gangstörungen auftreten. Die Bewegungen immer langsamer werden, die Schritte immer kürzer. Es folgen Gleichgewichtsstörungen und Demenz. Sie haben vielleicht davon gehört, dass hier Dopamin produzierende Zellen untergehen. Also gibt man den Patienten Dopamin in Pillenform.

Leider ist das Bild unvollständig: Wegen des Zellenunterganges fehlen nicht nur

  • Dopamin,
  • auch Noradrenalin,
  • Serotonin sowie
  • GABA (siehe News vom 24.10.2017).

Es kommt also unweigerlich zur Depression. Und depressiven Menschen fehlt bekanntlich Antrieb. Spätestens dann wird es wirklich schwierig: Wenn der Mensch auch nicht mehr möchte …?

Gibt es Hilfe? Ja, aber nicht von Seiten der Chemie, sondern aus einer ganz anderen Ecke. Spricht sich glücklicherweise auch langsam herum. Der Internist und Kardiologe Dr. Herbert Löllgen, 75 Jahre, der jede Woche 50 km läuft und jeden Morgen Krafttraining macht, erklärt z.B. bei seinen Vorträgen dem staunenden Publikum (über das Staunend sollten Sie bitte lange nachdenken):

Körperliche Bewegung kann wie eine gute Medizin betrachtet und auch eingesetzt werden.

Dieses Geheimnis, diese fast magische Hilfe hat die Schulmedizin ihren Patienten über Jahrzehnte vorenthalten. Und so kommen wir zum Parkinson. Wenn man dort mit Tabletten alles versucht hat, die Krankheit leider fortschreitet, dann hilft Bewegung. Zitat von Frau Dr. Mareike Schwed, Beirätin einer Stiftung für Parkinsonforschung:

  • Durch gezieltes körperliches Training können Tremor (das Zittern) und Rigor (die Muskelstarre)  um 30% reduziert werden.
  • Dabei finden sich bei intensivem Training deutlichere Effekte also bei zu vorsichtigem Training.

Goldene Worte! Endlich einmal. Der Mensch, der Körper, der Muskel muss gefordert werden. Nicht immer nur gestreichelt oder massiert. Dahinter steckt wieder das Wort TUN, die Eigenverantwortung. Das wahre Geheimnis jeder ärztlichen Hilfe: Nicht dem Patienten die Verantwortung abnehmen, sondern sie bei ihm und seinem Körper belassen !

Also, was steckt hinter dem Geheimnis, dass man durch körperliches Training sogar Parkinson um 30 % „verbessern“ kann? Es sind 2 Ideen:

  • Man kann jeden Nerv regenerieren. Man muss es ihm nur sagen. Ihn also fordern.
  • Es ist niemals der ganze Körper krank, sondern immer nur ein Teil davon. Wie wäre es also, wenn man sich um den gesunden Teil des Köpers kümmert? Man also die übrigen Muskeln „auftrainiert“?

Frau Dr. Schwed hat in einer Studie gezeigt, dass durch körperliches Training BDNF (brain derived neurotrophic factor) freigesetzt wird. Deshalb bewirkt körperliche Aktivität Neuroproduktion. Das Gegenteil von Neurodegeneration.

Und hatten wir das nicht schon mal? Den Beweis, dass die Gehirnzellen im Laufe des Lebens eben nicht untergehen müssen, sondern im Gegenteil: Dass selbst das Gehirn wieder jung werden kann, das neuronale Netz wachsen kann. Das Anti-Aging eine wissenschaftlich nachweisbare Tatsache ist.

Die Medizin hat den Menschen noch immer nicht ganz verstanden. Denke ich positiv: Brauchen wir auch nicht. Wir müssten nur täglich laufen. Oder uns beim Krafttraining anstrengen. Unterm Strich einfach handeln !

Das Motto des Jahreskongresses 2017 der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie lautete übrigens:

BEWEGUNG IST LEBEN

Ich glaube nicht, dass die Schulmedizin die tiefe Wahrheit dieses Satzes schon verstanden hat. Da sollte das Beispiel Parkinson dann doch verblüffen …