Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis

Theorie ist ja gut und schön. Wir alle sind auch Theoretiker: Denken oder träumen uns jeden Tag etwas zusammen. Doch überprüft wird das Ganze immer nur in der Realität – durch Taten. So gibt es über Ihre tägliche Frage: „Was soll man essen ?“ heute Hunderte Bücher und im Internet auch noch mehr Antworten. Alles gut gemeinte Ratschläge. Schließlich gibt es auch so unendlich viele Ernährungswissenschaftler. Studierte Diätologen … Und wie sehen die meistens aus ? TUN die das auch, was sie empfehlen ?

Ich glaube nur Praktikern. Also Menschen, die das, was sie predigen, auch selbst befolgen. Beim Essen glaube ich da in 1. Linie Sportlern. Profisportlern. Die können nämlich fast immer überprüfen, was sie tun. Die sagen nicht einfach: „Mir geht es seither viel besser“, sondern die haben z.B. eine Stoppuhr. Eine Waage, stemmen Gewichte und dergleichen. Und wenn die laut Stoppuhr schneller wurden, beim Gewichtheben kräftiger wurden, dann haben sie ihren Punkt bewiesen. Dann haben die wohl auch recht.

Praxis schlägt Theorie !

Da kann selbst die DGE immer wieder behaupten, was sie will. Darum möchte ich Ihnen „die richtige Kost“ auch anhand eines solchen Profisportlers, eines Radrennfahrers, erklären. Eines Helden sogar, nämlich dem schnellsten Amerikaner auf dem Rennrad: David Zabriskie. Der Mann aus Salt Lake City war 7 Jahre lang US-Meister im Einzelzeitfahren und gewann auch Etappen bei der Tour de France und dem Giro d’Italia.

Und was aß der so ?

32 % Eiweiß
54 % Fett
15 % Kohlenhydrate

  • Sein BMI von 20,0 glich sich damit dem von Alberto Contador an. Kennen Sie Ihren BMI ?
  • Beim Gewichtheben schaffte er statt 70 kg sage und schreibe 110 kg. Wieviel kg können Sie stemmen ?
  • Und auf dem Rad, da wo es bei ihm darauf ankam, wurde Zabriskie 15 % schneller. Unglaublich !

Sein Geheimnis ?

Er hatte die Kohlenhydrate drastisch reduziert. Auf ein Viertel dessen, zu dem die DGE noch heute rät. Reduziert auf nur noch 15 %. Aber natürlich hätte so ein Energiebolzen, die bestehen praktisch nur aus Muskeln, auch 25 % Kohlenhydrate vertragen. Das verbrennen die wie nix. Doch wozu die Natur betrügen ? Die lässt sich ohnehin nicht überlisten !

ALLERDINGS waren für Zabriskies Leistungssteigerungen vor allem die 2 anderen Komponenten entscheidend: Der braucht sehr viel mehr Eiweiß als der Otto-Normalverbraucher und auch sehr viel mehr Fett. Als Energielieferant. Kohlenhydrate sind bei Ausdauersportlern nur eine Zutat. Sogar eher unwichtig. Womit unser sehr verehrter Herr Zabriskie auch die Welt der Physiologie bestätigt.

So findet man in jedem Physiologie-Buch die banale Tatsache beschrieben, dass der Mensch keine Kohlenhydrate zu essen braucht. Was der Körper nötig hat, stellt er sich nämlich selbst her. Verstehen Sie das jetzt bitte als eine Erleichterung (!) für Ihre Essensplanung. Und vergessen Sie einfach

  • Brot                    (… macht dumm: News 25.04.2014)
  • Kartoffeln       (Erfolgreich krank: News 30.01.2015)
  • Nudeln              (Das Nudelbuch: News 19.08.2015)
  • Reis                    (… ein Grundnahrungsmittel: News 23.07.2012)

Kohlenhydrate schmecken zwar gut, bringen den Menschen aber um ! (News 29.08.2011)

Zum Nachlesen: Tumorfreie Sonntage (News 15.03.2019)

Deutschland, Deutschland

Wie reagieren Sie eigentlich, sehr verehrte Leserschaft, auf Nachrichten wie „Sport ist besser !“ ? Sagen Sie spontan „logisch“ oder denken sich „unglaublich“ oder vielleicht sogar „kann ich mir nicht vorstellen“ ? Nun, dazu hat man in der HSK‐Klinik Innere Medizin von Wiesbaden eine Entdeckung gemacht. Die beschreibt Prof. Dr. Christian Ell wie folgt:

Die ersten Untersuchungsdaten zu Sport und Krebs sind so gut, dass man fast schon sagen könnte, Sport ist besser als jedes Medikament.

Das hat der Herr Professor herausgefunden. Ganz neu !!!! Wohl auch zur großen Überraschung vieler Menschen in Deutschland. Herausgefunden, dass Sport bei Krebspatienten nicht nur Müdigkeit und Erschöpfung vertreibt, nicht nur Angstzustände bekämpft, sondern auch die

Tatsache, dass 30-40 % der Patienten nicht wieder erkranken (an Krebs).

Das klingt nach einer ziemlichen Sensation, wenn man das so liest. Und darum werden dort in Wiesbaden auch

Sportangebote für Krebskranke organisiert.

Aber, hallo ! Wo leben wir denn ? Im Urwald oder in einem der gescheitesten Länder dieser Welt … Dazu kann ich Ihnen Genaueres berichten. Ich weiß nämlich, was passierte, als ich vor 29 Jahren begann, jedes Wochenende lautstark zu verkünden:

Dem Krebs kann man davonlaufen !

Es hagelte von allen Seiten empörte Reaktionen. Darum reagiere ich heute auf so „neue“ Entdeckungen, wie sie z.B. Prof. Ell beschreibt, nur noch mit einem „na also, wird ja langsam“.

Und jetzt noch ein kleiner Spaß !

Bisher war das ja alles Theorie. In der Praxis aber wird den Erkrankten aus Wiesbaden und Umgebung tatsächlich 1 Trainingseinheit pro Woche angeboten. Kostenlos. Eine Trainingseinheit pro Woche …

Aber diese  „eine ganze Stunde lang gehen“ pro Woche, die kostet Geld.

Und deren Kosten übernimmt dann eine Stiftung !!! Mit Verlaub, das ist wohl Deutschland in Reinkultur. Fühlen Sie sich in so einem Land zuhause, bei solch einer Denkweise aufgehoben ? Oder denken Sie auch sofort, was ich dachte: Wo bleibt denn die Eigenverantwortung ?

Leben ist ein Wunder

Vielleicht sollten man doch ab und zu den Kopf vom Schreibtisch heben. Ab und zu das Denken vom Finanzamt lösen. Gelegentlich mal über das Wunder nachdenken, dass man lebt, vielleicht sogar Kinder hat. Die fröhlich herumspringen. Ein Wunder ?

Zumal der Mensch immer erst aufwacht dann, wenn es ihm schlecht geht. Wenn er schwer krank wird. Wenn er – wie mir dies dankenswerterweise geschah – fast wegen eines Unfalltodes stirbt. Auch ich bin erst danach so richtig aufgewacht. Und empfinde seither das Wunder des Lebens Tag für Tag. Jeden Morgen aufs Neue !

Falls Sie solch ein „einschneidendes“ Erlebnis noch nicht hinter sich haben, dann lassen Sie doch bitte ein Mal etwas Naturwissenschaft in Ihre Gedankenwelt einfließen:

Die konventionelle Geschichte des Lebens auf der Erde – die Theorie von Urknall und der Evolution – verlangt von uns zu glauben, dass vor langer Zeit genau die richtigen Umstände in genau der richtigen Weise und genau zur rechten Zeit eintraten, um genau die richtige Umwelt für die richtigen Kräfte zu schaffen, die dann perfekte Atome bildeten und diese zu den Elementen zusammenfassten, die die ersten Moleküle des Lebens gebaren.

Als wäre es nicht schon eine enorme Herausforderung, von uns zu verlangen, an diese unwahrscheinliche Reihe von Ereignissen zu glauben, werden wir auch noch aufgefordert anzunehmen, dass dieses 1. Molekül des Lebens überlebte, gedieh, sich unzählige Male vervielfachte, diversifizierte und schließlich im Laufe der Zeit mit Hilfe einer anpassungsfähigen, als „Überleben des Stärksten“ bekannten Strategie triumphierte, um jene Körper hervorzubringen, die uns befähigen, das Leben zu führen, das wir heute leben.

Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Reihe von Ereignissen tatsächlich eintrat, ist so gering, dass sie unmöglich erscheint !

  • Der Chemiker und Nobelpreisträger Ilya Prigogine stimmt dem zu: „Die statistische Wahrscheinlichkeit, dass organische Strukturen und die äußerst genau harmonisierenden Reaktionen, die lebende Organismen auszeichnen, durch Zufall entstehen könnten, liegt bei 0.“
  • Der Schweizer Mathematiker und Physiker Marcel Goly berechnete vor seinem Tod 1989, dass die Wahrscheinlichkeit einer zufälligen Entstehung selbst des einfachsten lebendigen Proteins bei 1:10450 liegt.
  • Der Pflanzenphysiologie und frühere Leiter der Universität Utah, Frank Salisbury, berechnete die Wahrscheinlichkeit der Existenz eines gewöhnlichen DNA-Moleküls auf 1:10600.

Diese riesige Zahl verdeutlicht die Wahrscheinlichkeit, dass sich das 1. DNA-Molekül durch Zufall gebildet hat. Ich hebe diesen Punkt deshalb hervor, weil Wissenschaftler bei Wahrscheinlichkeiten von 1:10110 (oder noch weniger) das Eintreten eines Ereignisses für so unwahrscheinlich halten, dass es unmöglich scheint.

  • Der englische Astronom Sir Fred Hoyle und der Astrobiologe und Mathematiker Chandra Wickramasinghe schätzten die Chancen sogar noch weit geringer ein, nämlich auf weniger als 1:1040000 … auf der Basis der Anzahl bekannter Enzyme, von deren Notwendigkeit man für das Leben weiß und der Wahrscheinlichkeit ihrer zufälligen Entstehung.

Wenn wir anfangen, über derart geringe Chancen zu sprechen, werden die Zahlen selbst nahezu bedeutungslos. Für Nichtmathematiker beschrieb Hoyle diese atemberaubenden Statistiken gleich einem Tornado, der über eine Müllhalde hinwegfegt und sich dann aus den herumfliegenden Teilen ein Flugzeug vom Typ Boeing 747 zusammensetzt.

Unmöglich. Sagt uns die Wissenschaft ! Kein Wunder also, dass im vorigen Jahrhundert noch fast jeder Physiker mit Nobelpreis … im Alter religiös wurde.

QUELLE: Gregg Braden „Mensch: Gemacht“