Der Mount Everest nahe Dresden

Aktuell staut es sich am Mount Everest. Für den Gipfelsieg müssen sich die Bergsteiger sozusagen anstellen – mit leider Gottes mitunter tragischen Folgen. Stundenlang in der sog. Todeszone über 7.500 m zu verharren, das ist in der Tat ein Spiel mit dem Leben.

Von einem Gipfelsturm auf den Mount Everest wollen oder können die Meisten von uns nur träumen. Ein Erlebnis jedoch, das bei weitem ungefährlicher ist, wohl aber die gleichen Strapazen bedeutet, das kann man auch hier in Deutschland haben. Genauer gesagt beim

Sächsischen Mt. Everest Treppenmarathon.

Dort in den herrlichen, denkmalgeschützten Weinbergen von Radebeul (nahe Dresden) kann es bei mitunter 20 Grad plus ebenfalls außerordentlich zur Sache gehen. Denn, dort gibt es die Jahrhunderte alte „Spitzhaustreppe“ mit 397 Stufen auf einer Länge von 88,48 m.

Und weil das mal 100 genau die Höhe des Mount Everest ergibt, hat man daraus ein Wettrennen gemacht. Nun hätte es sich dort bei dem Rennen natürlich ebenfalls gestaut, ginge es nicht auf einer Verbindungsstrecke von 843 m wieder hinunter. Der Rundkurs ergibt dann in Summe nicht nur 79.400 Stufen, sondern als 2. Überraschung auch genau die Distanz von 2 Marathons.

Finde ich genial ! Erstens von der Idee her und zweitens von der Anforderung her. Der Streckenrekord der Männer übrigens steht bei 13,5 Stunden. Diese Zeit brauchen Profis auch auf den höchsten Berg der Welt … Geschrieben hat mir das alles Matthias Becker, der am 13.03.2001 über Nacht – durch einen meiner Vorträge – zum Läufer wurde.

Und seither läuft und läuft und läuft ! Anfangs nur 6 Stunden, dann 24, dann 48 und schließlich 90 Stunden – non Stop. Der außergewöhnliche Mann lief auch schon 3 Mal durch Deutschland: 2008, 2010 und 2017. Und man glaubt es kaum: Einen Großteil des Trainings, aber auch schon viele Marathons mit Babyjogger samt Inhalt (Söhnchen Raphael). Bewunderswert.

Sie als ein echter Läufer, als eine echte Läuferin !

Davon träume ich immer, wenn ich zu Ihnen sage: „Täglich eine halbe Stunde.“ Doch das kann doch nur der Anfang sein und nicht das Endziel. Das missverstehen viele von Ihnen. Machen den Wunsch wohl zum Vater des Gedankens. Doch warum also holen Sie nicht wieder das eine oder andere Abenteuer in Ihren vielleicht monotonen Alltag ?

Warum laufen Sie nicht einmal spontan los und schauen, wie weit Sie kommen ? Oder wenn Sie schon trainiert sind … 3 Stunden am Stück ? Oder – wie oben – gleich 2 Marathons hintereinander ? An einem Sonntagvormittag vielleicht ? An so einen Moment würden Sie sich bestimmt Ihr Leben lang erinnern !

Der nächste und dann schon 16. Sächsische Mt. Everest Treppenmarathon 2020 steigt übrigens am 18./19. April 2020 …

300 Gramm Eiweiß pro Tag

Die können Sie bedenkenlos zuführen, schreibt Chris Michalk in seinem “Handbuch zu ihrem Körper”. In diesen News zitiere ich häufig. Fällt Ihnen auf. Ich zitiere, um Ihnen klar zu machen, dass meine Ratschläge, dass meine persönlichen Erfahrungen sehr wohl abgesichert sind. Auch akzeptiert sind. Dass es weltweit viele kluge Köpfe gibt, die sich aus der Pharma-Welt befreit haben und sich Gedanken über Epigenetik, über die Evolution machen.

Solch ein Mensch ist Chris Michalk, Biologe, Triathlet und Autor. Und in seinem genannten Buch steht eine wunderbare Zusammenfassung all der Gründe, weshalb Sie EIWEISS zu ihrem zentralen Nahrungsbestandteil machen sollten. So wie ich das schon längst tue. Aber wissen Sie, was. Ich zitiere ihn einfach (S. 249-251):

  • Wie Sie wissen, ist Eiweiß kein todbringender Feind, sondern besteht aus wertvollen Aminosäuren, die Sie für sich nutzen können.
  • Ihre Leber ist angepasst an bis zu 300 g Eiweiß pro Tag. Die können Sie bedenkenlos zuführen. Sie würden sich damit auch nicht von anderen Primaten unterscheiden. Wenn Sie meinen Ratschlag von 200 g Eiweiß/Tag befolgen, dann hieße das 2-3 g pro kg Körpergewicht. Es gibt Äffchen, die verspeisen das Doppelte. Kein höherer Primat übrigens isst so, wie die DGE das gerne hätte: 1 g pro kg Körpergewicht. Das tut man in der Natur einfach nicht (In: „Evolution of the Human Diet: The Known, the Unknown, and the Unknowable“ von Peter Ungar).
  • Eiweiß hat thermochemische Vorteile, die es von anderen Nährstoffen wie Kohlenhydraten oder Fetten unterscheidet. Zum einen wird es nicht als Energiequelle genutzt. Zwar könnte Ihr Körper daraus Zucker herstellen, aber das macht er nur sehr ungern, weil der Prozess extrem ineffizient und energetisch ungünstig ist.
  • Eiweiß-Konsum an sich ist – für Ihren Organismus – energetisch ungünstig: Jeder Nährstoff benötigt einen gewissen Energievorschuss, um verstoffwechselt zu werden. Das nennt man „thermische Effekte“. Ihr Körper muss also Energie „zuschießen“, um Energie zu bekommen.
  • Fettkalorien sind hocheffizient, nur 1-3 % „gehen verloren“. Kohlenhydrat-Kalorien benötigen immerhin 5-10 % Energiezuschuss, aber … Eiweiß benötigt gar 30 % Energiezuschuss (Karst, 1984).
  • Die Prozentzahlen beziehen sich immer auf die Kalorienzahl des jeweiligen Makronährstoffs. Das heißt, dass 30 % der Eiweiß-Kalorien eines jeweiligen Nahrungsmittels als Energiezuschuss dienen müssen. Damit also kann „Eiweiß“ keine Kalorienquelle für Sie sein. Und darum sind „Eiweiß-Diäten“ auch so erfolgreich.
  • Eiweiß ist kein Problem für Ihre Nieren. Wieso auch? Wenn Ihre Leber mit 300 g am Tag klar kommt, wieso soll Ihre Niere dann vorher streiken? Natürlich wurde das auch längst von diversen Studien bestätigt (u. a. Martin, 2005).
  • Falls Sie aber bereits existierende Nierenprobleme haben, dann empfehle ich Ihnen zu Aminosäurepräparaten zu greifen greifen, die fast nur aus den essentiellen Aminosäuren bestehen. So halten Sie Stickstoff-Abfall möglichst gering.
  • Wenn Sie über Monate hinweg Eiweiß essen, dann steigt Ihr Gesamteiweiß im Blut. Das wird – mit Hilfe der Proteinsynthese – in der Leber gebildet. Ihr Gesamteiweiß steigt allerdings nicht an, wenn z.B. Zink fehlt. Gesamteiweiß ist, habe es bei mir monatelang anhand der Blutwerte gesehen, ein absoluter Marker Ihrer Leistungsfähigkeit.
  • Gesamteiweiß ist auch deshalb gut, weil es gewisse „osmotische Effekte“ hat. Dank Eiweiß sorgt der Körper dafür, dass das Wasser aus dem Gewebe wieder in das Blut kommt. Denn Wasser könnte sich – wegen der Erdanziehung – in Ihren Beinen stauen. Das tut es sonst auch – bei einigen Frauen und übertrainierten Sportlern. Abhilfe schafft Eiweiß.
  • Diese Liste könnte ich endlos fortsetzen ….

Überzeugend auf den Punkt gebracht. Heißt in meiner Sprache: „Eiweiß ist Lebensenergie“. Und vielleicht noch zur Erinnerung: Das Wichtigste an der großen Blutanalyse ist das Aminogramm. Ergibt auch ein direktes Abbild Ihres Immunsystems …