Forever young 2017

Länger leben ist ein unbestimmter Begriff. Und in welchem Zustand? Im Rollstuhl? Daher war es bisher so schwierig, gültige Aussagen zu treffen. Auf die man sich selbst, auf das eigene Leben bezogen, verlassen könnte. Das hat sich geändert!

Seit der Entdeckung der Telomere haben wir ein Wort. Einen Maßstab!

Haben eine Basis, auf welcher sich das Motto „forever young“ festmachen lässt. Sie erinnern sich: Telomere sind die Schutzkappen am Ende der Chromosomen. Die sich leider bei jeder Zellteilung (zeitlebens etwa 50) verkürzen. Bei einem schneller, bei anderen langsamer. Und wenn Sie aufgebraucht sind, ist der Mensch eben tot. Also geht es in Wahrheit darum, sich diese Schutzkappen zu erhalten. Oder wenigstens sie nur langsamer zu verbrauchen.

Das funktioniert: Und zwar durch Sport! Bewiesen schon 2010 an der Saar-Universität (News vom 18.02.2010). Gelingt zudem auch durch Multivitamine (News vom 29.06.2009), mit Meditation (News vom 04.09.2015) und sogar Omega-3 (News vom 06.10.2015) …

Die gleichen Forscher bringen heute, 2017, erneut gute Nachricht. Das Ganze funktioniert nicht nur bei Sportlern, sondern auch bei uns normalen Menschen, sobald wir vom Sessel aufstehen …

Unsportliche Menschen hatten 6 Monate lang 3 Mal pro Woche 45 Minuten Sport getrieben. Und prompt verlangsamte sich der Alterungsprozess. Verlangsamte sich der Abbau der Telomere. Genauer gesagt:

Schon minimaler (!) Ausdauersport verlangsamt die Verkürzung der Telomere.

Die gleiche Wirkung hat „intensives Intervall-Lauftraining“. Nicht ganz so wirksam ist Krafttraining. Fazit: „Regelmäßige körperliche Aktivität ist das beste Anti-Aging-Mittel“. Und jetzt kommt’s: Bei einigen Probanden waren die Telomere nach 6 Monaten sogar länger als vorher. Die Zellen waren also tatsächlich nach objektiven Maßstäben jünger als vorher! Neu ist ebenfalls der Zeitablauf: Schon eine einzige Trainingseinheit aktiviert das Schutzenzym Telomerase für 12 bis 24 Stunden. In diesem Zeitraum werden nach einmaligem Training die Telomere geschützt.

Anti-Aging-Training muss also regelmäßig sein. Präziser: Muss täglich stattfinden. Tag-täglich!

Da musste ich dann lächeln. Gab es da nicht vor gut 25 Jahren so einen Wanderprediger in Deutschland, der von „täglichem Laufen“ sprach? Und bei den etablierten Sportmedizinern nur Kopfschütteln erntete …

Yoga

Yoga ist eine gut 5.000 Jahre alte körperbetonte Meditationstechnik und bis heute jung geblieben. Hat sich weiterentwickelt und ist bei uns in Europa angekommen. Yoga bedeutet Vereinigung. Die Verschmelzung von Individuum und Universum, von Körper und Geist.

Im Ursprungsland Indien war Yoga lange Zeit reine Männersache. Warum? Yoga ist anstrengend. Da zittern Arme und Beine. Der Schweiß rinnt. Yoga kann Extremsport sein und wird mit Sicherheit von vielen unterschätzt.

In europäischen Augen hat Yoga 3 Hauptwirkungen:

Rückenschmerzen schwinden unglaublich schnell,
wir werden wieder gelenkig (beweglich)
und Muskeln wachsen – und wie!

Und wenn man uns Westlern noch andere Vorteile schildern möchte, zitiert man Studien, nach denen neben Rückenschmerzen auch Magenkrankheit, Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes, Depressionen und Stress dahinschwinden.

Gedacht ist Yoga aber für noch viel mehr: Der eigentliche Sinn liegt in mentalen Veränderungen! Sie finden beim Yoga innere Ruhe und Selbstvertrauen! Sie finden zu sich. Sie fangen an zu fragen und in Frage zu stellen. Das bringt wiederum Veränderung im Leben mit sich. Unweigerlich!

Denn Yoga ist mehr als nur Körpertraining. Yoga schult die Aufmerksamkeit für den eigenen Körper, dessen Atmung, stärkt die Muskulatur, löst Verspannungen, hält die Gelenke beweglich, entspannt …

Wenn Sie mehr über Yoga lernen wollen, dann werfen Sie doch einen Blick in „die neue diät. das fitnessbuch“ (Heyne Verlag).

Ketogene Ernährung

Die ketogene Ernährung ist eine für den Menschen physiologisch hochwertige Ernährungsform mit zahlreichen Vorteilen. So könnte man diesen Beitrag beginnen oder auch mit: Und Sie essen noch Kuchen?

Leider wird immer noch behauptet, dass der ketogene Stoffwechsel für den Körper eine Belastung darstellt, da ein Fastenzustand – also eine Notsituation – „vorgegaukelt“ würde.

Tatsächlich aber ist die extrem kohlenhydrat-reduzierte Ernährung unser eigentliches Ernährungsprogramm!

Millionen von Jahren lebten die Menschen als Jäger und Sammler ohne Getreide, ohne stärkehaltiges Gemüse, ohne massenhaft Obst und so weiter – bei reichlich Bewegung. Auch unsere ersten Lebensmonate leben wir physiologisch ganz in Ketose: Säuglinge verwerten so die hochwertigen Fette der Muttermilch optimal – es kommt zur Gehirnentwicklung (das Gehirnvolumen verdreifacht sich im 1. Lebensjahr!) sowie zu einer Steigerung der Immunabwehr (!!!).

Die Ketose ist also auch evolutionsbiologisch betrachtet ein völlig natürlicher Zustand!

Bei der ketogenen Ernährung verwendet der Körper zur Energiegewinnung ausschließlich Fettsäuren, die teilweise in Ketonkörper umgebaut werden. Dabei kann der Körper bis zu 4 Mal mehr Energie gewinnen, als aus der herkömmlichen Zuckerverbrennung. Das ist auch der Grund, warum viele Hochleistungssportler sich vermehrt auf die ketogene Ernährung einlassen.

Und für uns Normalbürger? Welche Vorteile hat für uns die ketogene Ernährung?

  1. Verminderter oxidativer Stress durch den reduzierten Sauerstoffbedarf bei der Verbrennung von Ketonkörpern.
  2. Geringere Bildung von freien Radikalen bei Verbrennung von Ketonkörpern (sog. saubere Verbrennung).
  3. Blutzuckerspiegel und Insulinspiegel dauerhaft in der Norm und stabil.
  4. Dadurch weniger Hunger, kein Heißhunger auf Süßes und kein Ab- und kein Aufbau von Fettzellen aus einem Zuviel von Kohlenhydraten.
  5. Verbesserte Gehirnleistung (Ketonkörper liefern der Gehirnzelle 25% mehr Energie als Glukose).
  6. Ketogene Ernährung mit hochwertigen Fetten wirkt entzündungshemmend (Rheuma, Asthma etc.).
  7. Schnellere Regeneration nach Anstrengung und Sport.
  8. Hohes Energiepotential beim Training!!!

Wussten Sie das? Haben Sie das einmal schon so kompakt gelesen? Und Sie essen noch Kuchen?

Der Unsinn vom Säure-Basen-Haushalt

Der Säure-Basen-Haushalt ist eine never ending Story. Die Bücher dazu mögen Sie bitte selbst lesen. Hier nur ein kleiner Hinweis, der Ihnen erklärt, warum der Säure-Basen-Haushalt in meinen Büchern und auf meiner Webseite fast keine Rolle spielt.

Ich hab den nämlich nie verstanden …

In der üblichen Literatur ist Übersäuerung für fast alles verantwortlich, von Müdigkeit bis zum Haarausfall. Ursache der Übersäuerung soll in erster Linie eine Ernährung mit Säureüberschuss sein!

Zum Hintergrund:

Bei normalen Erwachsenen mit gemischter Ernährung entstehen im Stoffwechsel rund 800 Gramm CO2 und 0,04-0,08 Gramm Protonen pro Tag. Für CO2 und für Protonen können Sie jeweils Säure einsetzen. Bei intensivem Sport hingegen entstehen pro Stunde 600 Gramm CO2 und … ganz leicht mehr als 1 Gramm Protonen in wenigen Minuten.

Also ist die Säureproduktion bei Sporttreibenden über eine Zehnerpotenz höher als bei sitzenden Menschen. Die mal dies und mal das essen (sauer oder basisch). Und Sport wird generell als unbedenklich eingestuft. Vor allem Ausdauersport gilt anerkanntermaßen als gesundheitsfördernd …

Bleibt also die Frage:

Warum soll nun die wesentlich niedrigere Säurebelastung durch die Ernährung ein Problem sein? Wenn die Puffersysteme im Sport so gut funktionieren, weshalb sollten sie also mit der viel geringeren Säurebelastung durch die Ernährung nicht fertig werden … ?