Der Blutfluss ins Gehirn

Der muss immer gleichbleiben, unabhängig von der Körperhaltung, die man gerade einnimmt. Und weil die Muskeln im Nacken beim Liegen anders belastet werden als im Sitzen oder im Stehen, eignen sie sich besonders gut dafür, dem Gehirn Veränderungen der Körperhaltung mitzuteilen. Störungen bei dieser Kommunikation könnten z.B. auch die Ursache von Schwindelanfällen sein, die man oft nach dem schnellen Aufstehen hat.

Die Blutdruckregulierung über die Nackenmuskulatur ist also sinnvoll. Denn bei uns Schreibtischtätern wird der geneigte, der ständig geneigte Kopf von der Nackenmuskulatur gehalten. Lange Zeit … Resultat? Der Muskel verkrampft, ist verspannt. Tut oft genug weh. Aber jetzt kommt‘s:

Der beim Schreibtischtäter typisch verspannte Nacken kann den Blutdruck in die Höhe treiben; denn die Nackenmuskeln sind mit dem Teil des Gehirns verbunden, der für den Blutdruck, die Atmung und den Herzschlag verantwortlich ist. Darum erhöhen „ungewöhnliche Signale“ von der Muskulatur auch den Blutdruck, z.B. bei Verspannungen.

In der Vergangenheit gab es tatsächlich immer wieder Berichte darüber, dass sich der Blutdruck durch das Einrenken des Nackens verringert. Woran das liegt, war bislang unklar. (Quelle: Journal of Neuroscience)

Darum gibt’s auch den sog. Formel-1-Reflex: „Auuuusatmen und die Schultern fallen lassen“. Wirkt unmittelbar auf die Nacken‐ und Schultermuskulatur. Tut ‐ einfach ‐ gut. Ist übrigens nachzulesen im Buch: forever young ‐ „Das Erfolgsprogramm“ oder in den News vom 29.04.2016 und 13.07.2012.

PS: Das Gehirn profitiert von jedem Schritt, den wir gehen oder laufen. (News vom 21.08.2006) Und nichts, aber auch wirklich nichts ist besser für den Kopf als ausdauernde Bewegung – auch nicht ein Kreuzworträtsel. Die angekurbelte Durchblutung und damit erhöhte Sauerstoffzufuhr – schon ein Spaziergang pumpt 30 % mehr Blut in das verstaubte Oberstübchen – trainiert das Gehirn. Wie Herz und Muskeln ist also auch das Gehirn bis ins hohe Alter form- und trainierbar !