Schulmedizin aktuell am 6. Februar 2020

Welt

Gefährliche Keime stellen die globalen Gesundheitssysteme mittlerweile regelmäßig vor neue Herausforderungen. Werden die Krankheiten rechtzeitig erkannt, sind die Heilungschancen durch Notfallpläne und durch modernste Medizin erfreulich gut. Was aber passiert mit den kontaminierten medizinischen Abfällen, die nicht minder gefährlich sind ? Ob Injektionsnadeln, Kanülen, Handschuhe oder sonstige gebrauchte Gegenstände: Kamen diese einmal in Kontakt oder nur in die Nähe eines Infizierten, müssen sie umgehend keimtötend entsorgt werden. (Wagner Shredder GmbH, 06.02.2020)

Medizinischer Abfall. (Foto: Getty Images / iStockphoto)

Am Beginn dieser Entsorgungskette steht das Zerkleinern („Shreddern“) der oft sperrigen und kontaminierten Abfälle. Kanister, Blut- und Urinbeutel, Schutzanzüge und Masken, gepaart mit großen Mengen an Spritzen und weiteren Abfällen sind schlichtweg zu groß, um schnell und wirtschaftlich transportiert und vernichtet werden zu können. Hierzu bedarf es als ersten Schritt Hochleistungs-Abfall-Zerkleinerer, welche aus dem Sperrgut binnen kürzester Zeit kleinste Teile bis zum Granulat machen. Auf Grund der hohen Infektionsgefahr werden die Shredder-Aufgabetrichter automatisch befüllt. Während des Zerkleinerns des kontaminierten Abfalls entstehen Staub und Dämpfe, deren Mikropartikel ebenso hochinfektiös sind. (Wagner Shredder GmbH, 06.02.2020)

Medizinischer Abfall geschreddert. (Foto: Wagner Shredder GmbH)

Zudem muss gesichert sein, dass keine Flüssigkeiten austreten können. Somit ist binnen kürzester Zeit die gesamte Maschine gefährlich kontaminiert. Um die Umgebung vor Verseuchung zu bewahren, werden diese Schredder mit heißem Dampf sterilisiert. Dazu müssen die Maschinen absolut flüssigkeits- und dampfdicht sein, denn austretende Stoffe würden eine erneute gefährliche Infektionsquelle darstellen. Sobald die Abfälle in den dampfdichten Shreddern minimal zerkleinert sind, wird das Granulat umgehend verbrannt. (Wagner Shredder GmbH, 06.02.2020)

Weltweit stellen wissenschaftliche Studien einen Zusammenhang zwischen Hörverlust und Demenzerkrankungen her. Sie stellen die These auf, dass gutes Hören, beziehungsweise eine Hörsystemversorgung, eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes deutlich verzögern kann. Hören stellt außerdem emotionale Nähe her, was gerade für Demenzpatienten wichtig ist. Nicht selten ist zudem das Hören der Sinn, mit dem Demenzpatienten mit ihrer Umgebung in Verbindung bleiben. (Bundesinnung der Hörakustiker KdöR, 06.02.2020)

Europa

Der Europäische Notruftag findet jedes Jahr am 11. Februar statt. Durch das symbolische Datum soll sich die Notrufnummer besser einprägen. Die Notrufnummer 112 gilt in allen Ländern der EU. (Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, 06.02.2020)

Deutschland

Von Abstoßungsreaktionen über Lungenkrebs bis Zöliakie: Forschende Pharma-Unternehmen arbeiten derzeit an 434 Arzneimittelprojekten gegen mehr als 145 Krankheiten mit dem Ziel einer Zulassung bis Ende 2023. 68 der Entwicklungsprojekte (16 %) betreffen ausdrücklich Medikamente gegen seltene Krankheiten, sog. Orphan Drugs. Damit entsprechen die Unternehmen dem „gesellschaftlichen“ Anliegen, dass es nicht von der Häufigkeit der Erkrankung abhängen soll, ob Patienten Medikamente bekommen oder nicht. Besonders viele Medikamente entwickeln die vfa-Unternehmen gegen Lungenkarzinom (Typ NSCLC), Brust- und Prostatakrebs sowie 41 weitere Krebsarten. 9 Medikamente sind auch gegen Neurodermitis in Entwicklung. (Verband forschender Pharma-Unternehmen, 06.02.2020)

Seit 1996 ist die gesetzliche Krankenkasse in Deutschland frei wählbar. 2019 war bei 46 von 105 Krankenkassen in Deutschland die Versichertenstatistik allerdings rot. Einige verloren fast 7 % ihrer Versicherten, bei anderen verschwanden über 200.000 Versicherte aus den Statistiken. Der Wettbewerb zwischen den 105 Kassen ist hart und kennt traditionell Gewinner und Verlierer. Die absolute Gewinnerin „nach Köpfen“ war auch 2019 die Hamburger Ersatzkasse Techniker Krankenkasse. Bei den „Verlierern“ des GKV-Wettbewerbs tat sich die Wuppertaler Ersatzkasse BARMER hervor. (MC.B Verlag GmbH, 06.02.2020)

70.000 Frauen in Deutschland bekommen jedes Jahr die Diagnose „Mammakarzinom“, ein bösartiger Tumor der Brust. Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Das Risiko zu erkranken steigt mit zunehmendem Alter. Jüngere Frauen sind nur selten betroffen. Brustkrebs ist zwar die häufigste Krebsart bei Frauen, aber nicht die Gefährlichste. Dennoch sterben in Deutschland immer noch jährlich 17.000 Frauen daran. Frühzeitig erkannt, ist der Krebs durch eine Operation, Chemo- oder Bestrahlungstherapie oft gut heilbar. (Südwestrundfunk, 06.02.2020)

10-15 % der Frauen entwickeln zwischen Pubertät und Wechseljahren eine Endometriose. Bei dieser gynäkologischen Erkrankung bilden sich Zysten und Tumore im Unterleib, die sich an Eierstöcken, Darm oder Bauchfell ansiedeln. Obwohl gutartig, können sie dennoch bleibende Schäden an Organen verursachen. (Südwestrundfunk, 06.02.2020)

Österreich

Das riesige Netz an Vertragsärzten kann die Österreichische Gesundheitskasse aktuell bei Allgemeinmedizinern zu 97,61 % und bei Fachärzten zu 97,04 % besetzen. Österreichweit sind derzeit nur 72,5 Planstellen für Fachärzte und 90,5 Planstellen für Allgemeinmediziner vakant. … Um im (internationalen) Wettbewerb um Ärzte attraktiv zu bleiben, ist auch eine sehr gute Honorierung nötig. So ergab eine Studie für das Jahr 2015, dass Vertragsärzte für Allgemeinmedizin im Durchschnitt ein Einkommen über 6.000 € netto haben. Vertragsfachärzte und insbesondere die technischen Fächer (Radiologie und Labor) erzielen ein noch höheres Einkommen. (Österreichische Gesundheitskasse, 06.02.2020)

Am 15. Jänner wurde der offizielle Beginn der Influenza in Österreich ausgerufen. In Österreich werden in den analysierten Proben aktuell hauptsächlich Influenza-A-Stämme nachgewiesen. Influenza A(H1N1)pdm09 und A(H3N2) sind derzeit fast gleich verteilt. Die Impfung benötigt etwa 10-14 Tage bevor die Schutzwirkung vollständig eintritt, die Zirkulation der Influenza dauert üblicherweise aber 8-12 Wochen. (Sanofi-Aventis GmbH, 06.02.2020)

Schweiz

Der Medikamentenmarkt in der Schweiz erzielte 2019 ein Volumen von 6,136 Mrd. CHF zu Fabrikabgabepreisen. Dies ist ein Plus von 2,8 % gegenüber 2018. Der Umsatz mit patentgeschützten Medikamenten war dabei rückläufig (-1,2 %). Die Menge der verkauften Packungen stagnierte bei 187,1 Mio.. (Interpharma, 06.02.2020)

Schulmedizin aktuell am 31. Januar 2020

Europa

Zur Erforschung des Coronavirus stellt die Europäische Kommission 10 Mio. € aus ihrem Forschungsförderprogramm Horizont 2020 bereit. In einem dringenden Aufruf zur Interessensbekundung werden bis 12. Feb. 2020 Forschungsprojekte gesucht, die sich mit dem Virus, der klinischen Betreuung von Infizierten und dem Schutz der öffentlichen Gesundheit befassen. Insgesamt sollen bis zu 4 Projekte gefördert werden. (EU Kommission, 31.01.2020)

Deutschland

Die Arzneimittelausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland sind 2019 um 6 % auf 38,4 Mrd. € gestiegen. (ABDA, 31.01.2020)

Pflanzenbasierte Ernährung ist gesund. Krankenhäuser, die pflanzenbasierte Kost anbieten, machen sich als verantwortungsvolle, zukunftsweisende und ganzheitliche Institutionen sichtbar.  (BKK ProVita, 31.01.2020)

Beim sog. Tissue Engineering werden Körperzellen im Labor vermehrt und den Patienten dort implantiert, wo ein Schaden behoben werden soll. So lassen sich z.B. schon verletzte Gelenkknorpel am Knie reparieren. Auch an mitwachsenden Herzklappen für Kinder und Organen aus dem 3D-Drucker wird geforscht. (Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie, 31.01.2020)

Tissue Engineering zählt zum Bereich der modernen Biotechnologie. Dort ist die Personalisierung der Medizin bereits weit fortgeschritten: Eigene Stamm- oder Gewebezellen des Patienten dienen als Vorstufe für das Gewebeprodukt, das später das geschädigte oder zu ersetzende Gewebe erneuert. Sie werden dem Patienten entnommen, im Labor vervielfältigt und aufbereitet. Im nächsten Schritt wird das so neu gezüchtete gesunde Gewebe in den Körper transplantiert. Ein weiterer Vorteil: Dadurch, dass eigene Körperzellen des Patienten verwendet werden, lassen sich Abstoßungsreaktionen gut verhindern. (Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie, 31.01.2020)

2020 werden in Deutschland über 500.000 Menschen an Krebs erkranken. Doch während vor 40 Jahren noch über 66 % aller Patienten an ihrer Krebserkrankung starben, können heute mehr als 50 % darauf hoffen, wieder gesund zu werden. In den USA hingegen sinkt die Krebsrate seit 1991 pro Jahr um 1,5 %.  … Wie hoch die Überlebensrate bei Krebs ist, hängt auch davon ab, in welchem Land man lebt. (Pharma Fakten, 31.01.2020)

Saunagänge sind gesund und stärken das Immunsystem. Aber Kranke haben in der Sauna nichts zu suchen -- nicht nur wegen der Ansteckungsgefahr für andere Saunagänger. Ein Infekt nämlich kann durch den Wechsel von Kälte und Hitze noch schlimmer werden. (R+V Infocenter, 31.01.2020)

Österreich

Rund 40.000 Wiener sind in einer Selbsthilfegruppe aktiv tätig. Damit hat sich die Selbsthilfe als wichtiger Bestandteil im Wiener Gesundheits- und Sozialwesen etabliert, weil sie in schwierigen Lebenslagen Hilfestellung bietet, die im Rahmen des institutionellen Gesundheitswesens nicht geleistet werden kann. (Wiener Gesundheitsförderung gemeinnützige GmbH, 31.01.2020)

Die Arthroskopie ist heute aus der orthopädischen Chirurgie nicht mehr wegzudenken. Am Herz-Jesu Krankenhaus Wien z.B. wurden 2019 rund 2.000 Operationen an Schulter, Ellbogen, Hand, Hüfte, Knie und Sprunggelenk arthroskopisch durchgeführt. Der Großteil waren Kniearthroskopien, gefolgt von Schulterarthroskopien. Meniskus- und Kreuzbandrisse sind die häufigsten Knieverletzungen bei Patienten aller Altersgruppen. (Herz-Jesu Krankenhaus Wien, 31.01.2020)

Vor allem bei ausgedehnten Meniskusrissen kann durch eine Arthroskopie in den meisten Fällen der Meniskus wieder genäht und dadurch erhalten werden -- und damit letztlich der Gefahr einer Arthrose-Bildung vorgebeugt werden. Bei einer Schulterarthroskopie beispielsweise wird eine Gelenksspiegelung des Schultergelenkes durchgeführt. Dabei wird Flüssigkeit in das Gelenk gepumpt und eine spezielle Kamera über einen kleinen Hautschnitt eingeführt. Im Gegensatz zu einer offenen Operation wird bei einer Schulterarthroskopie weniger Gewebe verletzt. Die Arthroskopie stellt damit eine schonende, kosmetisch ansprechende, sichere und exakte Operationsmethode dar, um Schulterverletzungen zu behandeln. (Herz-Jesu Krankenhaus Wien, 31.01.2020)

Schweiz

In der Schweiz leben rund 1,7 Mio. Menschen mit einer Behinderung. Menschen mit Behinderung sind selbstverständlicher Teil einer Gesellschaft. (Pro Infirmis Schweiz, 31.01.2020)

Bild: Pro Infirmis Schweiz

Schulmedizin aktuell am 14. Januar 2020

Deutschland

9 von 10 Deutschen sind sehr daran interessiert, mehr Informationen über die Fortschritte in der Medizin zu erhalten und wünschen sich, dass Forschungsergebnisse für jeden einsehbar sind und verständlicher dargestellt werden. … Am besten gefällt es den Deutschen offensichtlich, wie TV-Sendungen Medizinthemen transportieren. Unter den Befragten, die ihren Kenntnisstand als eher gut oder sehr gut einschätzen, beziehen 96 % ihr Wissen aus TV-Beiträgen. 64 % dagegen informieren sich durch soziale Medien. (Amgen GmbH, 14.01.2020)

Medizinischer Fortschritt ist streng demokratisch.  Nur mehrheitsfähige Innovationen werden überleben. (Dr. Gerd Wirtz, 14.01.2020)

Dr. Gerd Wirtz. (Foto: Dr. Gerd Wirtz)

Immer mehr deutsche Krankenhäuser sind in der Krise: Pflegenotstand, Ärztemangel, rote Zahlen. Von dieser Misere betroffen sind inzwischen auch die Patienten. Über dieses Problem diskutieren Experten im SWR Bürgertalk „mal ehrlich … Geld oder Gesundheit – Was zählt mehr im Krankenhaus ?“ am 22.01.2020. (Südwestrundfunk, 14.01.2020)

Krankenhausessen hat in Deutschland einen schlechten Ruf – und das zu Recht. Jetzt belegt eine Studie des Deutschen Krankenhausinstituts, dass die Verpflegung in deutschen Kliniken wegen des hohen Kostendrucks eher nachrangig behandelt wird. Demnach sanken seit 2005 sind die realen Kosten pro Patient und Tag um 9 %. So gaben Krankenhäuser 2018 für Lebensmittel im Schnitt 3,84 € pro Tag und Patient aus. 2005 waren es noch 4,45 €. Zudem investieren Krankenhäuser auch kaum Geld in die eigenen Küchen. Die aktuellen Krankenhausküchen seien im Schnitt 29 Jahre alt. (Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), 14.01.2020)

Die Entwicklung präzisionsonkologischer Arzneimittel ist ein weiterer Fortschritt in der Krebstherapie. Dabei wird nicht geschaut, wo der Tumor im Körper sitzt, sondern welche molekulargenetischen Eigenschaften er aufweist. Diese können mithilfe eines Tests ermittelt werden und danach, individuell auf den Patienten abgestimmt, behandelt werden. Tumorgenomtests sind jedoch noch nicht immer Bestandteil der Routineuntersuchung. Bayer möchte daher zum Weltkrebstag am 4. Februar mit Kerstins Geschichte darauf aufmerksam machen, wie molekulare Diagnostik die Krebstherapie verbessern kann. (Bayer Vital GmbH, 14.01.2020)

Immerhin 35 % der deutschen Raucher haben noch nie versucht, mit dieser Sucht aufzuhören. Für alle anderen Raucher können Verhaltenstherapien über Nikotinersatzprodukte wie Nikotinpflaster und -sprays bis hin zu Hypnosebehandlungen oder Behandlungen mit Psychopharmaka – theoretisch – eine Ausstiegshilfe sein. Eine Studie mit Nikotinersatzprodukten (Nikotinpflastern, Nikotinkaugummis und Nikotinnasen oder -mundsprays) ergab, dass dadurch 16 von 100 Personen nach 6-12 Monaten das Rauchen aufhörten. Bei den Personen, die sie nicht verwendeten, waren es 11 von 100. (Stiftung Gesundheitswissen, 14.01.2020)

England

U.S. Food and Drug Administration (FDA) bestätigt das Phagenyx System, welches mittels Behandlung von neurogener Dysphagie die sichere Entfernung der Beatmungskanüle beschleunigt, als „Breakthrough Device“. Das Phagenyx-System ist ein innovatives Neurostimulationsgerät, das mithilfe Pharyngealer Elektrischer Stimulation (Elektrostimulation im Rachen) die neurologische Kontrolle über den Schluckvorgang wiederherstellen kann. (Phagenesis Ltd., 14.01.2020)

Österreich

Dass das Kapitel „Gesundheit“ nur 7 von 300 Seiten umfasst, lässt hoffentlich keine Rückschlüsse auf den Stellenwert zu, den die neue österreichische Regierung dem Thema Gesundheit, Gesundheitspolitik und Gesundheitsversorgung beimisst. Es erstaunt zudem, dass das angesichts der involvierten Milliardensummen große Thema Sozialversicherung mit nur anderthalb Sätzen gestreift wird. (Österreichische Ärztekammer, 14.01.2020)

72 % der Österreicher empfinden ihr Leben als „sehr“ oder „ziemlich“ lebenswert. Die Ergebnisse zeigen auch, dass Menschen mit einem höherem Einkommen ihr Leben tendenziell lebenswerter empfinden. Hautfaktoren des Glücks sind für 28,2 % Familie, Liebe und Freunde sowie die Gesundheit für 7,5 %. Das gilt in besonderem Maße für Menschen mit geringerem Einkommen. (HDI Lebensversicherung AG, 14.01.2020)

Spitäler sind eine wichtige Säule im Gesundheitssystem Österreichs. Das darf man nicht vergessen. (Österreichische Ärztekammer, 14.01.2020)

Schweiz

Laut der Schweizerischen Nationalen Stiftung für Organspende und Transplantation, Swisstransplant, wurden 2019 in der Schweiz 157 Organe von Verstorbenen transplantiert. Ende 2019 warteten 1.415 Personen auf ein solch lebensrettendes Organ. Mit 18,4 verstorbenen Organspendern pro Million Einwohner ist diese Zahl im europäischen Vergleich weiterhin tief. (Swisstransplant, 14.01.2020)

Infografik: Swisstransplant

Schulmedizin aktuell am 8. Januar 2020

Deutschland

Jeder in Deutschland kann selbst entscheiden, ob er eine elektronische Patientenakte (ePA) möchte. Dazu lädt der Versicherte eine App seiner Krankenkasse auf das Smartphone oder Tablet und entscheidet dann, welche Ärzte über welchen Zeitraum Zugriff auf die jeweilige ePA haben dürfen. Die ePA erleichtere den Austausch der Dokumente zwischen verschiedenen Ärzten, Apothekern, Kliniken und dem Patienten. So können Mediziner z.B. besser erkennen, welche Behandlungen schon erfolgt sind und Doppeluntersuchungen vermeiden. (Apotheken Umschau, 08.01.2020)

75 der wichtigsten Kulturpflanzen sind von der Bestäubungsleistung durch Insekten abhängig. Doch diese sind mehr und mehr bedroht, obwohl Insekten das ökologische System jeden Landes am Laufen halten. Beim Wegfall der tierischen Bestäubung einzelnen Obst- und Gemüsesorten wie Äpfeln, Kirschen, Pflaumen oder Gurken droht ein Ernterückgang von bis zu 90 %. Insekten verbessern zudem durch das Zersetzen von Dung und abgestorbenen Pflanzenteilen die Bodenqualität und reduzieren Pflanzenschädlinge. Der globale Schwund von Insekten ist dramatisch. Ursache Nummer 1 ist die industrielle Landwirtschaft. … Ohne einen Umbau der Landwirtschaft ist das Sterben von Schmetterlingen, Hummeln und Käfern nicht zu stoppen. (BUND/Heinrich-Böll-Stiftung, 08.01.2020)

Infografik: BUND

Österreich

Im Rahmen einer Veranstaltung präsentierten Sanofi Österreich und die Initiative „Plattform Gesundheitswirtschaft“ der Wirtschaftskammer Österreich in Wien die bereits 11. Ausgabe des Jahrbuches für Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft. Was das Jahrbuch betrifft, so umreißen erstmals 4 Gastbeiträge in Form digitaler „Videocasts“ die neu strukturierten Kapitel des Jahrbuches: Innovationen im Gesundheitswesen, Gesundheitsversorgung in der Zukunft, Patientenmitbestimmung sowie
Wirtschaftsfaktor Gesundheit. (Sanofi-Aventis GmbH, 08.01.2020)

Diskussionsteilnehmer im Rahmen des 11. Jahrbuches für Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft. (Foto: Sanofi-Aventis GmbH / K. Schiffl)

Verankerung der Menschenwürde in der Verfassung, Beibehalten des Verbots der Leihmutterschaft, Einführung eines zentralen Keimzellspenden-Registers, Ausbau von Familienberatungsstellen, Sicherung des Kindesunterhalts, bessere Unterstützung werdender Mütter: Mit diesen Punkten werden wichtige Forderungen von aktion leben österreich im Regierungsprogramm festgeschrieben. Den Programmpunkt „Einführung einer anonymen Statistik über Schwangerschaftsabbrüche“ als Basis für Prävention sucht man allerdings vergebens. (Aktion Leben Österreich, 08.01.2020)

Schweiz

Langlauf ist unkompliziert. Ein idealer Sport also für naturverbundene Menschen, die fit bleiben wollen. Er bietet sich aber auch an für solche, die sich wegen einer Herz-Kreislauf-Krankheit regelmäßig bewegen müssen. Deshalb bauen die Schweizerische Herzstiftung und Loipen Schweiz das Netz an Herz-Loipen seit 2015 ständig aus. In diesem Winter wird die 14. Herz-Loipe in Engelberg eröffnet. … Bewegungsmangel ist einer der Hauptrisikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. (Schweizerische Herzstiftung, 08.01.2020)