20. Juni 2019: Meldungen des Tages aus der Medizin

Deutschland

Die meisten Arzneimittel in Tablettenform benötigen eine Zimmertemperatur von 15-20 Grad. Wurden sie falsch gelagert oder waren zu großer Hitze ausgesetzt, so sollte man Sie sie auf keinen Fall mehr verwenden. Ist man auf Arzneimittel angewiesen, die gekühlt werden müssen (2-8 Grad), so braucht man im Urlaub eine Kühltasche. Aber Achtung: Kühl-Akkus enthalten eine Flüssigkeit, für die man auf Flugreisen eine (englischsprachige) Genehmigung des Arztes braucht. (Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie, 20.06.2019)

Infografik: ADAC SE

Der Start in den Ruhestand ist eine große Wende im Leben, auf die man sich so sorgfältig vorbereiten sollte wie auf den Berufseinstieg. (Apotheken Umschau, 20.06.2019)

Polen / Rumänien

Abris Capital Partners, ein mittel- und osteuropäische Private Equity-Fonds, beabsichtigt die Übernahme von „Dentotal Protect“ in Rumänien, einem führenden Anbieter von zahnärztlichen Verbrauchsmaterialien, Instrumenten und Geräten. Das Hauptziel für die kommenden Jahre besteht darin, Zahnkliniken und Labors ein umfassendes und zeitgemäßes Portfolio an hochwertigen Dentalprodukten, -geräten und -lösungen anzubieten. … Dentotal ist seit 2017 die insgesamt 7. Neuübernahme durch Abris Capital. (Abris Capital Partners, 20.06.2019)

Schweiz

Curafutura, das sind die Krankenversicherer CSS, Helsana, Sanitas und KPT. Curafutura setzt sich für ein solidarisch gestaltetes und wettbewerblich organisiertes Gesundheitssystem in der Schweiz ein. In einer Charta bekennt sich Curafutura zum Wettbewerb auch im Gesundheitswesen als Grundlage von Qualität und Innovation. Für die maßvolle Regulierung eines solchen Systems, im Einklang mit einer wirksamen Governance sowie einer nachhaltigen Finanzierung. Curafutura setzt zudem auf eine starke Tarifpartnerschaft mit den Leistungserbringern zugunsten von Qualität und Effizienz in der medizinischen Versorgung. (Curafutura, 20.06.2019)

„Sanitas“ macht sich als Krankenversicherung für ihre Kunden im Bereich Gesundheitsförderung und innovativer Versicherungsmodelle stark. Die Migros-Tochter „Medbase“ ist eine Healthcare-Providerin mit breiter Abstützung in der medizinischen Grundversorgung, Therapie und Pharmazie und verfügt über ein großes Repertoire an Präventionsdienstleistungen für Privat- und Firmenkunden. Gemeinsames Ziel der langfristigen Zusammenarbeit ist die Entwicklung maßgeschneiderter Angebote und Produkte im Gesundheitsbereich. (Sanitas Krankenversicherung, 20.06.2019)

19. Juni 2019: Meldungen des Tages aus der Medizin

Deutschland

Obwohl Schlaganfälle die dritthäufigste Todesursache in Deutschland sind, wird viel zu selten darüber gesprochen. So machen sich 70 % der Deutschen keine Gedanken über ihr Schlaganfallrisiko. 60 % der befragten Personen sprechen grundsätzlich nicht über das Thema Schlaganfall, weil sie es als zu privat empfinden. Damit erklären Experten auch die Tatsache, dass rund 35 % der Befragten bei einem Anfangsverdacht lieber Google befragen als einen Arzt. (Boston Scientific – Watchman, 19.06.2019)

Infografik: Boston Scientific – Watchman

Am 27. Juni ist Tag der Sonnenbrille: Eine gute Gelegenheit, mit ein paar Behauptungen rund um die getönten Brillengläser aufzuräumen. Mythos 1: Dunkle Brille = hoher Schutz. Mythos 2: Eine Sonnenbrille verhindert die positiven Effekte des Sonnenlichts. Mythos 3: Wer ständig eine Sonnenbrille trägt, schadet seinen Augen. (Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen, 19.06.2019)

Foto: ZVA

Tages- und Sonnenlicht steuert den Tag-Nacht-Rhythmus sowie die Ausschüttung bestimmter Hormone. Eine Sonnenbrille filtert ultraviolettes Licht im Wellenlängenbereich von 100 bis 400 nm. Für den Biorhythmus ist aber Licht aus dem türkis-blauen Spektrum wichtig. Dieses wird auch mit Sonnenbrille aufgenommen, da es im Bereich von 440-480 nm liegt. (Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen, 19.06.2019)

Das derzeit gültige Festbetragssystem ist zwar ein Erfolgsmodell, bedarf aber nach 30 Jahren dringend einer Weiterentwicklung. Vor allem differenziert es nicht ausreichend nach therapierelevanten Kriterien bei Arzneimitteln. Weil sich die Höhe der Festbeträge nämlich im Wesentlichen an Wirkstoffmengen und Packungsgrößen orientiert, bekommen aufwendig hergestellte Darreichungsformen den gleichen Preis wie günstigere. So erhalten bestimmte Patientengruppen oft Arzneimittel nur noch gegen eine Mehrzahlung. Oder Arzneimittel verschwinden gar vom Markt, weil Hersteller sie nicht mehr kostendeckend produzieren können. (Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller, 19.06.2019)

Infografik: Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller

Die Gewebespende ist für tausende Patienten, die auf ein Gewebetransplantat warten, ein Segen. Die positive Entwicklung in der Gewebespende zeigt auch die hohe Solidarität in der Bevölkerung: Fast 3.000 Mal wurde 2018 in Deutschland einer Gewebespende zugestimmt. Die DGFG konnte im Vorjahr insgesamt 2.732 Gewebeentnahmen realisieren. Das sind über 16 % mehr als in 2017. (Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation gGmbH, 19.06.2019)

In Deutschland gibt es etwa 5,4 Mio. schwerhörige Menschen. Tendenz steigend. Schwerhörigkeit zählt zu den 10 häufigsten gesundheitlichen Problemen. Die bislang größte von den gesetzlichen Krankenversicherungen durchgeführte Befragung zur Qualität der Hörsystemversorgung in Deutschland ergab Bestnoten für das Hörakustiker-Handwerk. So sind 90 % der Versicherten mit der individuellen Versorgungssituation „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“. Und obwohl fast alle GKV-Versicherten über leistungsfähige und für sie kostenlose Versorgungen informiert wurden, entschieden sich mehr als 60 % für eine private Zuzahlung. Als Gründe gelten ein Plus an Komfort, Ästhetik oder Bequemlichkeit. … Mit rund 6.600 Hörakustiker-Betrieben und ca. 15.000 Hörakustikern versorgt diese Branche bereits rund 3,7 Mio. Menschen in Deutschland. (Bundesinnung der Hörakustiker KdöR, 19.06.2019)

Infografik: Bundesinnung der Hörakustiker KdöR

In Deutschland gibt es derzeit Lieferengpässe bei der Versorgung mit medizinischem Cannabis. Aktuell stehen nach Angaben des Verbandes „Cannabis Versorgender Apotheken“ von 45 gelisteten Sorten weniger als ein Drittel zu Verfügung. Importeure führen die Engpässe auf die weltweite Nachfrage nach medizinischem Cannabis zurück. Ärzte in Deutschland können seit 1. März 2017 Cannabisblüten und Extrakte aus Cannabis verordnen. (MDR Exklusiv-Meldung, 19.06.2019)

Um selbst mal wieder schlafen zu können, geben manche Eltern ihrem unruhigen Kind Medikamente, die träge machen. Doch Kinder- und Jugendärzte warnen eindringlich vor diesem bedenklichen Trend: Von Kinderschlafsäften bis hin zu hochwirksamen Medikamenten wie Allergietropfen, Säften und Zäpfchen gegen Reisekrankheit und Übelkeit, Husten- und Erkältungspräparaten ist offenbar alles Mögliche dabei. Dass sie schläfrig machen, ist eigentlich eine Nebenwirkung der Mittel. Sie sind zwar ohne Rezept erhältlich, aber keinesfalls harmlos. (Baby und Familie, 19.06.2019)

Österreich

Unter Lebensmittelbetrug versteht man das Inverkehrbringen von Lebensmitteln mit dem Ziel der vorsätzlichen Täuschung, um höhere Gewinne zu erzielen. Dazu zählt Ware, die fälschlicherweise als „bio“ gekennzeichnet wurde ebenso, wie umgeröteter Thunfisch. Schutz vor „Food Fraud“ bieten etliche Programme der EU, aber auch Gegenmaßnahmen der Lebensmittelhersteller selbst. So hilft eine genaue Überprüfung der Herkunft der eingesetzten Rohstoffe und der bereits vorliegenden Betrugsvorfälle, das Betrugsrisiko zu reduzieren. (TÜV Austria Group, 19.06.2019)

Foto: TÜV Austria/ A. Amsüss

Laut der Studie vom Zentrum für Öffentliche Gesundheit gehen immer mehr Österreicher direkt in eine Krankenhausambulanz. Österreichweit sind die Ambulanzfälle von 2005-2017 um 34 % angestiegen. Die Zahl der Ambulanzbesuche ohne vorherigen Hausarztkontakt erhöhte sich auf 15 %. 2017 wurden in Österreich 8,760.806 Ambulanzfälle dokumentiert. Das bestätigt den von der ÖÄK aufgezeigten Trend der Überlastung von Spitalsambulanzen. Jedoch ohne eine gezielte Patientensteuerung wird dieses System nicht mehr funktionieren.  (Österreichische Ärztekammer, 19.06.2019)

Mit der App „Cleo“ steht ab sofort ein neuer digitaler Service von Biogen für alle Menschen mit Multipler Sklerose zur Verfügung. Ein besonderes Feature dabei ist der MS-Coach, der sich mit Auskünften an keine Öffnungszeiten halten muss. (Biogen Austria GmbH, 19.06.2019)

Bild: Biogen

Die Digitalisierung unterstützt die Pharmaindustrie dabei, virtueller zu forschen, die Entwicklung von Arzneimitteln zu beschleunigen und Patienten schneller zu behandeln. Allein im Bereich der klinischen Forschung erscheinen weltweit täglich mindestens 50 neue Publikationen. Bringt man diese Daten in ein digitales System, so lassen sich daraus neue Ansätze für die Arzneimittelentwicklung gewinnen. (Pharmig, 19.06.2019)

Am 21. Juni ist der internationale Tag „Nimm deinen Hund mit zur Arbeit“. Zugegeben, der ist kurios, hat aber seine Berechtigung. Hundebesitzer kommen nämlich mit andauerndem Stress besser zurecht als Nicht-Hundebesitzer. (Vier Pfoten – Stiftung für Tierschutz, 19.06.2019)

Schweiz

Die Meinungen zu Bandagen und Orthesen gehen weit auseinander: Während die Einen auf das Hilfsmittel schwören und ihnen Stütze und Stabilität zuschreiben, lassen die Anderen sie ungenutzt im Schrank verstauben und setzen lieber auf die eigene Muskelkraft. … Das dauerhafte Tragen einer Bandage kann die Kraft der angrenzenden Muskulatur tatsächlich schwächen, da weniger Kraft für die Kniestreckung und -beugung nötig ist. Eine Kniebandage kann durch ihre Stützfunktion das Führen des Kniegelenkes erleichtern, ersetzt aber kein gezieltes Muskel- und Koordinationstraining. (AGA Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie, 19.06.2019)

18. Juni 2019: Meldungen des Tages aus der Medizin

Deutschland

Viele Medikamente vertragen sich nicht mit Alkohol. Darum ist es ratsam, während einer Medikamententherapie grundsätzlich auf Alkohol in jeglicher Form zu verzichten. Ansonsten kann es zahlreiche hochproblematische Wechselwirkungen geben, die sich nicht abschätzen lassen. Viele sog. zentral dämpfende Arzneien wirken mit Alkohol deutlich stärker. Dazu zählen neben Opiaten auch Schlaf- und Beruhigungsmittel wie Benzodiazepine sowie Antidepressiva oder Neuroleptika. Arzneien wie das Schmerzmittel Paracetamol oder das Rheumamedikament Methotrexat belasten in Kombination mit Alkohol die Leber stärker. (Apotheken Umschau, 18.06.2019)

Für 45 % der männlichen Erwerbstätigen in Deutschland ist ein Dienstwagen ein besonders wichtiges Kriterium bei der Jobwahl. Die Mehrheit (33 %) der Frauen hingegen will kostenlose oder vergünstigte Fitnessangebote. (Jobware GmbH, 18.06.2019)

Diabetiker sollten alles vermeiden, was an den Füßen zu Fehlstellungen führen oder scheuern könnte. Beides führt zu Druckstellen, woraus sich langwierige Wunden entwickeln können. Spätestens wenn eine Nervenschädigung festgestellt wird, sollten Diabetiker möglichst nur noch Schuhe tragen, die als Prophylaxeschuhe oder auch als Diabetesschutzschuhe bezeichnet werden. Sie sind in der Regel innen gepolstert, um Druckstellen zu verhindern. Sie sind ausreichend breit und weit. Und haben weiche Vorderkappen, damit kein Druck auf die Zehen entstehen kann. Die Schuhe sollten nahtfrei sein, um Reibung zu vermeiden, und sie bestehen aus atmungsaktivem Material, um die für Keime anfällige Haut von Diabetikern zu schonen. Spezielle Formen bei Sohle und Fersenkappe schützen den Fuß. (Diabetes Ratgeber, 18.06.2019)

Jeder 6. Patient mit einem Tumor der Hirnhaut, einem sog. Meningeom, erleidet nach der Therapie einen Rückfall. Ein Meningeom ist die häufigste Krebserkrankung des Gehirns. In der Regel umfasst die Therapie das operative Entfernen des Krebsgewebes. Während manche dieser Hirntumoren eher langsam wachsen und nach der Operation nicht wieder auftreten, entwickeln sich andere aggressiv und kehren zurück. … Das Ziel der Forscher: Schon vor der Operation sollen Blutuntersuchungen und neue bildgebende Verfahren zukünftig Rückschlüsse auf den Krankheitsverlauf ermöglichen. Während der Operation sollen dann die Grenzen zwischen dem Tumor und gesundem Gewebe deutlicher als bisher unterscheidbar sein. Zudem sind die Heidelberger auf der Suche nach charakteristischen biologischen Merkmalen, sog. Biomarkern. (Deutsche Krebshilfe, 18.06.2019)

Österreich

Im Sommer ist die Gefahr einer Scheideninfektionen erhöht. Fast 70 % der österreichischen Frauen sind regelmäßig davon betroffen. Die Therapie einer Scheideninfektion richtet sich immer nach dem Erreger, der nur vom Facharzt mittels Abstrich festgestellt werden kann. Es ist auch nicht immer nur eine Erregerart (u.a. Bakterien, Pilze) für das Krankheitsbild verantwortlich. (Schülke & Mayr GmbH, 18.06.2019)

Das vaginale Gleichgewicht kann durch zahlreiche körpereigene und äußere Faktoren gestört werden: Stress, Antibiotika, orale Kontrazeptiva (Pille), ein geschwächtes Immunsystem, chronische Erkrankungen (z.B. Diabetes) übertriebene Intimhygiene, ungeschützter Geschlechtsverkehr, hormonelle Veränderungen (z.B. Schwangerschaft, Wechseljahre) oder Keime des Magen-Darm-Trakts können die Balance des natürlichen Scheidenmilieus leicht zum Kippen bringen. Die wichtigen Laktobazillen werden dann reduziert und in Folge können sich unerwünschte Mikroorganismen ansiedeln und ungehindert vermehren. (Schülke & Mayr GmbH, 18.06.2019)

Schweiz

Die Schweizer Bevölkerung fordert eine wohnortnahe und persönliche medizinische Grundversorgung. Sie befürwortet Apotheken, die Kosten sparen und Lösungen bringen. … Aktuell entfallen nur 4,2 % der Krankenkassenprämien auf Apotheken. Rund 20 % der Apotheken sind wegen ihres geringen Ertrags in einer wirtschaftlichen schwierigen Lage. (pharmaSuisse, 18.06.2019)

Liechtenstein

Vom 7. – 13. Juli 2019 ist Liechtenstein neben Österreich wieder Gastland der 16. Weltgymnaestrada. Bei der  Breitensportveranstaltung werden rund 20.000 Teilnehmer aus 60 Ländern ihr turnerisches Können zeigen. Die Abordnung des Fürstentums wird – angeführt vom Präsidenten des Liechtensteinischen Turnverbandes – 140 Sportler im Alter von 12-60 Jahren umfassen. (Fürstentum Liechtenstein, 18.06.2019)

14. Juni 2016: Meldungen des Tages aus der Medizin

Deutschland

Während gut abgegrenzte Lebertumore operativ entfernt werden können, werden große oder verstreute Herde üblicherweise mit einer intravenös gegebenen Chemotherapie behandelt. Allerdings kommt es vor, dass Tumore oder Metastasen nicht operabel sind und auch nicht gut auf eine Chemotherapie ansprechen. Genau dann kann die Chemosaturation eine Behandlungsmöglichkeit, denn dabei kann eine wesentlich höhere Dosierung eingesetzt werden, da die Therapie nur auf die Leber begrenzt wirkt und danach über ein spezielles Filtersystem wieder abgesaugt wird. Patienten, die unter einer Tumorerkrankung des Auges (Aderhautmeanom) leiden, werden regelmäßig so behandelt, wenn dieser Tumor Metastasen in der Leber bildet – auch beim Gallengangskarzinom. Bei der Chemosaturation führt der Operateur einen Katheter in die untere Hohlvene ein, der mit 2 Ballons versehen ist, die die Lebervenen verschließen. Dadurch wird die Leber vom restlichen Blutkreislauf isoliert. Über einen weiteren Katheter in der Leberarterie gelangt dann das Chemotherapeutikum in das Organ. Während der eigentlichen Therapie, die eine knappe Stunde dauert, wird das gesättigte – also saturierte – Blut außerhalb des Körpers gefiltert und anschließend zurück in den Blutkreislauf geleitet. (Asklepios Kliniken, 14.06.2019)

Jeder kann singen – und selbst wer nicht jeden Ton trifft, profitiert von den positiven Auswirkungen von Gesang auf Körper und Seele. Damit die Stimme bei jedem Song geschmeidig bleibt, setzen Profis und Hobby-Sänger auf GeloRevoice Halstabletten zum Befeuchten der Schleimhäute in Mund und Rachen. … Trockene und gereizte Schleimhäute verursachen Halskratzen, Hustenreiz, Heiserkeit oder ein Räusperbedürfnis – für ausdauerndes Singen und eine geschmeidige Stimme ist also die Befeuchtung der Schleimhäute in Mund und Rachen unverzichtbar. Deswegen ist es sinnvoll, vor und während des Singens ausreichend Wasser zu trinken. (G. Pohl Boskamp GmbH, 14.06.2019)

Bei leichten Menstruationsbeschwerden können auch pflanzliche Mittel Abhilfe schaffen. Mönchspfeffer etwa greift in den hormonellen Regulationsmechanismus ein. Eine Wirkung auf die Hypophyse und den Hormonhaushalt ist durch Studien belegt. Je nach Dosis verändern die Inhaltsstoffe der Pflanzen die Produktion von Prolaktin und Östrogen. (Apotheken Umschau, 14.06.2019)

Österreich

Österreichische Ärztekammer beschließt neue Notarztausbildung, deren Kostenübernahme müsse aber von den Ländern bzw. Krankenanstaltenträgern gesichert sein. Die neue Ausbildung beinhaltet – statt eines Kurses – nunmehr eine mindestens 33 Monate spitalsgebundene Ausbildung mit exakt definierten und zu erlernenden Fertigkeiten. Daran schließen sich ein Lehrgang mit 80 Stunden (bisher 60) an sowie 20 supervidierte Notarzteinsätze. Abgeschlossenen wird die Ausbildung mit einer bundesweit einheitlichen Prüfung. (Österreichische Ärztekammer, 14.06.2019)

Das Kurhaus Marienkron in Österreich wiedereröffnet als Zentrum für Darm und Gesundheit, denn Gesundheit beginnt im Darm. Dieser Fokus ist laut der neuen Leitung nicht nur in Österreich einzigartig, sondern auch im gesamten deutschsprachigen Raum. (Kurhaus Marienkron GmbH, 14.06.2019)

Das „neue“ Kurhaus Marienkron hat sich der Darmgesundheit verschrieben. (Foto: Kurhaus Marienkron GmbH / APA-Fotoservice / Hautzinger)

Im Orthopädischen Spital Speising werden seit kurzem ausnahmslos alle künstlichen Schultergelenke mittels Computer und 3D-Modellen geplant und implantiert. damit bekommt jeder Patient eine maßgeschneiderte Schulter. Die Operationszeit ist durch die Vorab-Planung kürzer, was wiederum die Anästhesiedauer und den damit verbundenen Blutverlust reduziert. (Orthopädisches Spital Speising GmbH, 14.06.2019)

Dr. Alexandra Pokorny-Olsen ist „Spezailteamleiterin Schulterchirurgie“ im Orthopädischen Spital Speising. (Foto: Orthopädisches Spital Speising / Kawka)

Österreichische Forscher haben untersucht, wie die zum Immunsystem gehörenden Monozyten (eine Unterform der weißen Blutkörperchen) im Stressfall reagieren. Dabei schnüren Monozyten Teile ihrer Zellmembran in Form von sog. Mikrovesikeln ab. Diese Mikrovesikel können Alarmsignale zu anderen Zellen versenden. Ein Teil dieser Mikrovesikel enthält Mitochondrien, die normalerweise ein wichtiger Bestandteil von Zellen sind. Aber im Vergleich zu herkömmlichen Mitochondrien haben diese von gestressten Monozyten freigesetzten Mitochondrien ein sehr hohes Potenzial, Entzündungen auszulösen. (MedUni Wien, 14.06.2019)

Zwei Faktoren machen die „Stress-Mitochondrien“ der Monozyten gefährlich. Der mit ihnen verbundene Tumornekrosefaktor (Signalstoff des Immunsystems) und die veränderte mitochondriale RNS (Ribonukleinsäure). Über diese beiden Faktoren lösen „Stress-Mitochondrien“ jeweils Tumornekrosefaktor und Typ 1 Interferon Signalwege in Empfängerzellen aus. Das sind 2 der wichtigsten Signalwege in chronischen, entzündlichen Erkrankungen. Doch nun würden 2 Therapieansätze möglich. So könnte man zum einen durch Stimulierung des Immunsystems den Abbau der freigesetzten Mitochondrien gezielt (z.B. durch Antikörper) fördern und dadurch deren Aktivität im Blut reduzieren. Zum anderen könnte ein besseres Verständnis der Mechanismen, die zum Absetzen dieser Mitochondrien führen, dabei helfen, Moleküle zu finden, die genau das verhindern. (MedUni Wien, 14.06.2019)

Schweiz

Bluthochdruck ist ein Volksleiden: Bei geschätzt 25 % der Schweizer Bürger ist der Blutdruck erhöht. Viele Betroffene wissen dies jedoch nicht, denn Bluthochdruck verursacht keine Beschwerden. Den grössten Einfluss auf die Herzgesundheit haben Stress, Bewegung und Ernährung. Hier setzt die Sanitas Coach App an: Ihr Herzstück ist ein lernfähiger Chatbot. (Sanitas Krankenversicherung, 14.06.2019)

Bild: Sanitas Krankenversicherung

Um diese Beziehungen für die Öffentlichkeit transparenter zu gestalten, hat scienceindustries gestützt auf den „Disclosure Code“ der European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations in der Schweiz EFPIA, in Abstimmung mit weiteren Schweizer Pharmaverbänden, den Pharma-Kooperations-Kodex (PKK) verabschiedet, welchen rund 60 Pharmaunternehmen unterzeichnet haben. Gemessen am Umsatz decken diese schätzungsweise rund 85 % des gesamten Schweizer Markts für verschreibungspflichtige Medikamente ab. Der PKK schreibt vor, dass Pharmaunternehmen ihre Zusammenarbeit mit Fachpersonen und Gesundheitsorganisationen vertraglich regeln müssen. Die Abgeltung solcher Dienstleistungen haben Pharmafirmen jeweils jährlich offenzulegen. (Scienceindustries, 14.06.2019)