Tocotrienol schützt vor zu viel Sonne

Wenn Sie bei der Überschrift jetzt spontan in Richtung Vitamin E denken, dann liegen Sie damit schon ziemlich richtig. Denn Vitamin E besteht bekanntlich aus 4 verschiedenen (Achtung !) Tocopherolen und weiteren 4 Tocotrienolen. 90 % von Vitamin E im Körper sind alpha-Tocopherol. Daher werden die meisten Studien auch mit dieser Substanz gemacht. Tocotrienol und seine wundersame Wirkung wurden daher erst später entdeckt. (News 11.03.2016)

Erst oder schon 1997, ganz wie man will, wurde in einer 5 Jahre dauernden Studie gezeigt, dass

Tocotrienol 40-60 Mal stärker oxidative Schäden bekämpft

als die hauptsächlichen Tocopherole – also das übliche Vitamin E. Die beste Quelle für Tocotrienole ist übrigens

Palmöl !!

Vorzeitige Hautalterung – insbesondere im Gesicht – erkennt man leicht bei Menschen, die viel „in der Sonne“ sind. Doch stimmt das tatsächlich, denn bekanntlich können 2 Individuen den gleichen äußeren Einflüssen ausgesetzt sein, und noch lange nicht die gleichen Folgen aufweisen. Warum ? Weil jeder Mensch seinen eigenen Schutzschild entwickelt !

Das gilt – so nebenbei gesagt – auch für die Seele: Viele Leute leiden nach einer Scheidung, andere wiederum fühlen sich befreit und blühen wieder auf … Frohmediziner schaffen sich daher solche Schutzschilder. Möglichst rechtzeitig und gegen alle Eventualitäten des Lebens ! So ein

Schutzschild gegen die vorzeitige Hautalterung ist Tocotrienol.

Also quasi eine Unterabteilung von Vitamin E. Man müsste es nur wissen … Tocotrienole schützen die Haut vor zu viel UV-Licht, vor Sonnenbrand, sogar vor Hautkrebs (Basaliom). Wussten Sie das ?

Allerdings sind Öle nicht jedermanns Sache und meine Lieblingsspeise auch nicht. Jeden Tag esslöffelweise Palmöl und Sesamöl zusätzlich konsumieren … Da schlucke ich lieber eine Kapsel. Doch das kann jeder halten wie er mag. Tocotrienole wirken ohnehin schon nach einigen Wochen …

Die Dosis ? Meine (stoische) Antwort: Messen. Man misst ohnehin Vitamin E insgesamt. Und die gewünschte Konzentration im Blut finden Sie in meinen Büchern. Z.B. dem hier:

Bild: www.strunz.com

Cathelicidin

Wundheilung kann sehr rasch gehen oder aber quälend langsam. Fragen Sie einmal eine Krankenschwester, die mit diesem Problem tagein tagaus konfrontiert wird: hochrot geschwollene Wundränder, Eiter, aufplatzende Schnitte, wochenlange Bemühungen, bis es zur sog. Sekundärheilung kommt. Oder auch gar nicht. Ich selbst habe als Nachtpfleger auf der Intensivstation Leute sterben sehen, bei denen nach einer Operation die Wundheilung überhaupt nicht funktioniert hat.

Kann man sich schützen? Kann man sich optimieren? Kann man sich auch hier das Leben leicht gestalten? Schauen Sie doch ins Tierreich, wo man sich immer mal wieder die Haut verletzt. Oder fragen Sie einfach mich … Gleiche Beobachtung! Was steckt dahinter ?

Vitamin D

Vitamin D wird zunehmend zur Wundertüte. Wir entdecken ständig neue Funktionen dieses Hormones. Schon 2004 gab es 2 Arbeiten, die den entscheidenden Einfluss von Vitamin D auf unser Immunsystem erhellten und so erstmals die Verbindung von Vitamin D und Infektionskrankheiten neu interpretierten.

Thomas Mann hatte schon Recht, den Zauberberg hoch oben im Gebirge stattfinden zu lassen – nahe der Sonne. Da ging es um Tuberkulose und ihre Heilung. Die Neuentdeckung heute: Vitamin D produziert ein Antibiotikum, das Tuberkulose-Bakterien abtötet. Finde ich sensationell.

Und genau diese Entdeckung können Sie benutzen, um Ihre Wunden – nach einer Verletzung, nach einer Operation – keimfrei zu halten. Dadurch eine rasche Wundheilung garantieren. Und dieses durch Vitamin D produzierte Antibiotikum heißt

Cathelicidin.

Die Konzentration dieses Wunderstoffes steigt mit zunehmendem Vitamin D-Spiegel ebenfalls an. Bewiesen schon 2004/2005. Heißt übersetzt: Ihre Wunde bleibt keimfrei, kann ohne Eiter verheilen, ohne schmerzhafte Rötung oder Schwellung.

Wie Vitamin D das bewirkt, wurde dann erstmals 2007 beschrieben. In einer hoch komplizierten, biochemischen Arbeit, in der es wieder einmal um das An- oder Abschalten von Genen ging. Dort lesen wir dann so schöne Sätze wie den, dass Vitamin D in der Wunde eine „physikalische Barriere“ errichtet, dass Vitamin D „rasch ein anti-mikrobielles Schutzschild“ aufbaut. Klingt überzeugend !

Kinder verletzten sich häufig beim Spielen. Vielleicht achten Sie ab jetzt neben dem täglichen Multivitaminpräparat noch mehr auf die richtige Dosis Vitamin D ?

QUELLE: J Clin Invest 117: 803(2007)