Wenig Schlaf bedeutet dreifaches Infektionsrisiko

Viele, viele Leser dieser täglichen News sind schon zu medizinischen Experten geworden. Wissen also, Schlafen hilft dem Immunsystem. Vor allem in den Phasen des Tiefschlafs räumt sich der Körper so richtig gründlich auf. Selbstheilung !!

Dr. Sheldon Cohen vom Department of Psychology der Universität Pittsburgh wollte den Zusammenhang von Schlaf und Immunsystem ganz genau wissen, und unternahm mit 153 gesunden Männern und Frauen folgenden Versuch:

Die Personen protokollierten 2 Wochen lang, wie viele Stunden sie schlafend im Bett verbracht hatten und gaben dann auch an, wie ausgeruht sie sich fühlten. Anschließend gingen die Teilnehmer in Quarantäne. Am 2. Tag bekamen sie fiese Rhinoviren (Schnupfenviren) in die Nase gesprüht und blieben danach – unter Beobachtung – weitere 5 Tage in Quarantäne.

Das Ergebnis:

Wer im Schnitt weniger als 7 Stunden pro Nacht geschlafen hatte, bekam 3 Mal (!) öfter eine Erkältung als diejenigen, die mehr als 8 Stunden schliefen. Das überzeugt !

Doch der sprichwörtliche Witz bei diesem Experiment ist eigentlich ein ganz anderer. Denn, wer kann schon mehr als 8 Stunden pro Nacht schlafen ? Die wenigsten tun oder können das. Das heißt also:

Schon bei einem ganz normalen, ein wenig zu kurzen Alltagsschlaf setzen wir uns einem DREIFACHEN Infektionsrisiko aus !

Andere Studien zeigen, dass chronischer Schlafmangel Entzündungen auslöst und dass dies wiederum zu verschiedenen Krankheiten wie Diabetes, Atherosklerose und sogar zu der gefährlichen Autoimmunerkrankung Lupus erythematodes (SLE) führen kann. Kurz gesagt:

Schlafmangel macht krank.

Jetzt weiß man auch, warum TRYPTOPHAN indirekt (!) gegen das Corona-Virus hilft. Weil daraus das Schlafhormon (Tiefschlaf) Melatonin entsteht, Achtung: Wenn Sie genügend Zink uvm. im Körper haben !

Nicht nur darum lege ich so großen Wert auf diese Aminosäure, die Seltenste in der Natur. Tryptophan ist bekanntlich auch eine Mauer gegen den exponentiell zunehmenden Alltagsstress, potenziert nochmals durch die Digitalisierung. Stichwort ständige Erreichbarkeit. Da brauchen wir uns dann auch nicht zu wundern, wenn künftige typische Grippeepidemien immer schlimmer verlaufen sollten.

Vielleicht hilft uns die derzeitige Corona-Katastrophe, solche menschenunfreundliche Sachverhalte einmal zu überdenken !

QUELLE: „Die 15 besten Tipps für ein starkes Immunsystem“ (2020) by Heyne

Melatonin

Wird Ihnen die Nacht zum Feind? Wachen Sie immer wieder auf? Wälzen Sie sich „stundenlang“ im Bett, können nicht einschlafen und stehen dann morgens wie gerädert auf? Ja? Dann sollten Sie sich aber schleunigst auf Ihre Eigenverantwortung besinnen …

Und nicht schon wieder alles an Ihren Arzt und die Pharmaindustrie delegieren. Kennwort Schlaftabletten. Oder Beruhigungstabletten (ist doch „nur“ Baldrian). Oder Ihr Gläschen Wein (Alkohol ist Gift) am Abend. Das ist alles andere als Eigenverantwortung wahrnehmen! Das Ganze hat auch etwas mit Selbstrespekt zu tun. Für mich auch mit der Würde des Menschen.

Aber gut, Dr. Strunz, genug geschwätzt. Was soll man nun tun (dagegen)? Die Antwort gibt wieder einmal die Molekularmedizin. Die Biochemie. Ihre körpereigenen Moleküle. Das magische Wort in diesem Zusammenhang heißt: Melatonin.

Ihr Schlafhormon.

Das sorgt für den Durchschlaf. Den Tiefschlaf. Also für das erholsame Aufwachen am Morgen. Und dabei springen wieder einmal manche von Ihnen “zeittypisch” zu kurz. Die kaufen sich Melatonin einfach und erleben dann vielleicht Albträume. Liegt am fehlenden Wissen … Also folgt hier eine kurze Lektion über Melatonin. Sozusagen Wissensvermittlung bzw. die vornehmste Aufgabe des Arztes. Ich zitiere:

So baut der Körper das Schlafhormon:

Tryptophan, eine Aminosäure, ist das wichtigste Baumaterial für die Herstellung von Melatonin. Besonders proteinreiche Nahrungsmittel wie Fisch, Fleisch, Nüsse, Samen und Eier enthalten viel Tryptophan.

Tryptophan wird in 4 Schritten zu Melatonin umgebaut. Nach dem 2. Schritt entsteht Serotonin, der Stoff, der gute Laune macht. Jeder der 4 Umwandlungsschritte ist auf die richtigen Enzyme angewiesen. Und die können ihre Aufgabe nur vollbringen, wenn auch die passenden Vitalstoffe da sind:

Vitamin B3, B6 und B12, Magnesium, Pantothensäure, alpha-Liponsäure, Betain und Folsäure.

Fehlt davon auch nur ein Wirkstoff, kann noch so viel Tryptophan vorhanden sein, der Körper wird es nicht in Melatonin umwandeln können.

Man braucht also die nötigen Katalysatoren. Hilfsstoffe, welche die Melatoninbildung überhaupt erst ermöglichen. Man braucht? Nun: Sie, persönlich, brauchen nicht: Bestätigt uns dieser Tage wieder eine gesetzliche Krankenkasse schriftlich. Nahrungsergänzungsmittel seien völlig überflüssig. Das sagen selbst „seriöse“ Ärzte. Sie müssten sich nur ausgewogen ernähren.

“Ausgewogene Ernährung” ist scheinbar die Lösung all unserer Probleme. Ich jedenfalls schaffe die nicht. Ich weiß das deshalb, weil ich regelmäßig nachmesse.

Alle diese Vitalstoffe kann man im Blut messen !

Und erschrickt danach … Versteht plötzlich, warum man in Deutschland grundsätzlich die Mundwinkel nach unten zieht. Versteht den Mangel an Serotonin. Versteht, warum die Menschen so häufig gereizt, unausgeschlafen und ohne Energie sind. Der Grund ist

Melatoninmangel.

Aber wir Frohmediziner – und Sie hoffentlich auch – sehen das Meiste ja positiv. Das Leben wird plötzlich so leicht, so schön, so hell, wenn man hier liest, dass es natürlich Möglichkeiten gibt, am Ende des Tunnels wieder ein Licht zu sehen. Hier steht sogar, wie das geht !

QUELLE: Das schlaf-gut-buch. Gibt’s ab 15.10.2018 im Buchhandel.