Vitamin C streng wissenschaftlich

Jeder von uns wird von seinen Glaubenssätzen geleitet. So schlummert in mir beispielsweise die ÜBERZEUGUNG, dass

Vitamin C eine der stärksten Waffen gegen Viren ist.

Übrigens auch gegen aggressive Krebszellen. Ich habe darüber einfach zu viele wissenschaftliche Beweise gelesen. Das hat die Bevölkerung nicht. Und viele sog. Experten haben das auch nicht. Die halten das für Unfug und Vitamin C für sozusagen „irgendein“ Vitamin. Laut DGE würden davon 110 mg am Tag reichen … Bitte lachen Sie jetzt nicht. Das ist vielmehr traurig !

Überzeugungen lassen sich auch nicht so leicht verändern. Außer … außer man wird schwer krank (EBV-Infektion) und ist nach Vitamin C-Infusionen in wenigen Tagen wieder gesund. Das wirkt ! Eine andere Methode ist der stete Tropfen. Und einen Solchen drucke ich Ihnen heute aus einem lustigen kleinen Büchlein mal ab:

Vitamin C rein, Virus raus

Aus bisherigen Studien weiß man, dass Vitamin C am stärksten wirkt bei den Patienten, die zuvor schlecht mit Vitamin C versorgt waren. Das trifft z.B. auf alle Raucher zu, bei Alkoholabusus, bei extrem einseitigen Diäten und zerkochtem Kantinenessen, bei Stress. Wichtig auch: Einen Vitamin-C-Mangel haben fast alle Männer über 65, also genau die Risikogruppe, die nach jeder Viruswelle am häufigsten sterben.

Man weiß weiters aus Studien, dass ein paar Hundert Milligramm Vitamin C täglich überhaupt keinen Unterschied machen !

Messbar wirksam wird Vitamin C nur in hoher Dosis: Bei beginnenden Infektionen empfehle ich 1.000 mg Vitamin C und 10 mg Zink alle 2 Stunden. Das verkürzt übrigens auch „die üblichen Erkältungen“. Bei heftigen Infektionen, Stichwort Corona, arbeiten Ärzte wie Hyoungjoo Shin in Südkorea mit 30.000 mg Vitamin C als Infusion. Ergebnis: „Some people got better after about 2 days and most had symptoms go away after one injection. Heißt übersetzt: Vitamin C rein, Virus raus.

Vitamin C stellt das Immunsystem scharf:

  • Vitamin C fördert die Antikörperproduktion,
  • stimuliert die Produktion von Interferonen (Proteine mit antiviraler Wirkung),
  • unterstützt die Bildung von Killerzellen, T- und B-Immunzellen,
  • steigert die Aktivität weißer Blutkörperchen (Granulozyten und Monozyten gehören zur zellulären Immunabwehr),
  • schützt die Zellmembran weißer Blutkörperchen vor Selbstzerstörung durch freie Radikale, die während der Immunabwehr entstehen,
  • schützt das Bindegewebe und damit die erste Abwehrbarriere,
  • stimuliert die Abwehrzellen der Darmschleimhaut
  • und verhindert die Bildung von krebserregenden Nitrosaminen im Magen-Darm-Trakt.

Heißt umgekehrt: Ist zu wenig Vitamin C im Körper, ist das Immunsystem schwach. Das Vitamin steckt reichlich in Paprika, in Brokkoli und Beeren, in Kiwi, Zitronen, Orangen und, was viele nicht wissen, auch in Petersilie. Also, worauf warten Sie ? Essen Sie Leben ! Oder Vitamin C auch als Nahrungsergänzung.

QUELLE: Das neue Büchlein „Die 15 besten Tipps für ein starkes Immunsystem“. Kurz, knapp, streng wissenschaftlich gehalten. Ausdrücklich ! Denn dort wird das sensible Thema „Corona-Katastrophe“ zum Anlass genommen und auch meine Wortwahl ein bisschen ernsthafter.

PS: Und falls Sie Vitamin C noch immer unterschätzen sollten, dann verrate ich Ihnen, dass ich täglich mitunter 15 Gramm davon nehme. Siehe News „Vitamin C oder tausende Medikamente“ vom 10.05.2017. … Das ist das gut 130-Fache der DGE-Empfehlung.

So geht Immunsystem

Immunsystem ? Selbst für viele meiner Ärzte-Kollegen ein amorpher, schwammiger Begriff. Da gebe es so unendlich viele Beschreibungen. Auch die abenteuerlichsten Therapieversuche: Eigenblut, Thymus, Ozon, Bioresonanz, Homöopathie … Zudem gehe es da um irgendwelche T- oder B- Zellen. Alles ziemlich wirr. Doch eines ist ganz klar:

Das Immunsystem ist der Knackpunkt der Gesundheit. (News 19.11.2015)

Nun, das können wir ein bisschen aufklären. Auch ein bisschen ordnen:

Die Haut ist die erste Mauer: Jeden Teil dieser natürlichen Barriere können wir unterstützen. Die Haut durch Waschen und Pflege. Die Schleimhäute in Nase und Mund, indem wir auf Abstand gehen. Schleimhäute können antimikrobielle Proteine erzeugen. Diese Proteine sind natürliche Antikörper gegen alles, was nicht in den Körper eindringen soll. Proteine sind Eiweiß !

Plasmaproteine als schnelle Einsatztruppe: Konnte ein Erreger die Mauer Haut überwinden, trifft er auf eine mobile Einsatztruppe aus Plasma-Proteinen. Diese Proteine zirkulieren permanent im Blut und den Körperflüssigkeiten. Bei einer Infektion werden sie scharf gestellt und eliminieren Eindringlinge. So schützen sie uns innerhalb von Minuten, noch bevor unser Körper Antikörper gebildet hat. Je mehr Eiweiß im Blut, desto stärker das Immunsystem !

Bild: www.strunz.com

Immunzellen als Tatortreiniger: Einige Stunden nach dem Eindringen eines Krankheitserregers melden sich dann die Immunzellen: Als Killerzellen töten sie befallene Zellen ab. Makrophagen räumen Zelltrümmer weg und schlagen Alarm, indem sie Botenstoffe (Zytokine) aussenden.

Spezialtruppen mit Gedächtnis: Am Schluss kommt die Spezialabwehr. Die dauert zwar länger, aber ist sehr genau: T-Zellen lernen, wie ein Virus aussieht (so funktioniert Impfen). Sie entwickeln passgenaue Rezeptoren, vermehren sich zu einer ganzen Armee und ziehen los, das Virus anzugreifen. B-Zellen produzieren passgenaue Antikörper, vergleichbar mit Projektilen. Treffen diese Projektile auf Viren, dann heißt es „versenkt !“. Beide Zelltypen übrigens merken sich das Virus. Kommt es wieder, wird es sofort eliminiert !

Das ist nur ein kleiner Einblick in die Funktionsweise des menschlichen Immunsystems. Das angeborene (!) Immunsystem besteht – wie schon oft erwähnt – aus 1,5 kg reinem Eiweiß und braucht zum Funktionieren Vitamine und Mineralstoffe. Dann wird es auch mit den täglichen Anfeindungen von außen locker fertig !

QUELLE: Einband-Text meines neuen Büchleins „Die 15 besten Tipps für ein starkes Immunsystem“.

PS: Haben Sie schon mal an ein Aminogramm gedacht ? Nicht nur zu Corona-Zeiten eine wirklich gute Idee …

Leucin, Isoleucin und Valin

Die gehören zu den 10 lebenswichtigen Aminosäuren. Sind sog. verzweigtkettige Aminosäuren. Die Abkürzung davon lautet BCAA (Branched Chain Amino Acids). Mit denen habe ich die von mir betreuten Triathleten und Marathonläufer 20 Jahre lang buchstäblich vollgestopft. Weil bekannt war, dass diese 3 BCAA entscheidend die körperliche Ausdauer regulieren. Heute weiß die Medizin noch mehr …

Doch zunächst: Es stimmt ! Wenn sich ein Marathonläufer von 2 Std 13 Min auf 2 Std 09 Min verbessert – allein dank dieser (erlaubten) Formel 1-Kost, dann weiß ich: Stimmt.

Das war soeben ein wesentlicher Gedanke, weil ich glaube fast nur mehr, was ich auch messe. Und die 3 BCAA messen wir natürlich in Ihrem Blut, heben die Werte an und bringen Sie dadurch in Bestform.

Marathonzeiten sind ein Beweis !!

Jetzt, 20 Jahre später, werden BCAA modern. Werden nunmehr als „Powerdrink“ angepriesen. Sogar in wissenschaftlichen Arbeiten. Seit man in Versuchen das Leben von Mäusen allein durch die Gabe dieser 3 Aminosäuren deutlich verlängern konnte. Diese Aussage allein sollte eigentlich schon überzeugen. Interessant aber ist dennoch, wie man das erklärt.

  • BCAA vermehren die Anzahl der Kraftwerke in den Muskelzellen. Und zwar in den Beinen genauso wie im Herzmuskel. Man hat also (plötzlich) mehr Kraft.
  • BCAA stimulieren eine ganze Enzymklasse, die sog. Sirtuine. Die sind wichtig, weil sie bestimmte Gene und Proteine stumm schalten. Gene für Krebs oder Diabetes z.B. Auch Gene für neurogenerative Erkrankungen (z.B. Verblödung). Und dadurch lebt man sehr wahrscheinlich länger.
  • BCAA verringern die Produktion von ROS, also freien Radikalen. Das ist besonders wichtig für Sportler, denn Sport vermehrt den Sauerstoffdurchsatz und ist dadurch zunächst (tatsächlich) gefährlich. Doch genau dagegen wirken die BCAA. Und die machen noch etwas, was Prof. Dr. Gerhard Uhlenbruck immer so betont: Die 3 BCAA verstärken das Immunsystem. Wirken also antioxidativ. Schützen die Körperzellen vor dem Untergang. Verlängern also das Leben !

Leucin, Isoleucin und Valin haben also eine starke Anti-Aging-Wirkung und schenken insbesondere Sportlern mehr Kraft und mehr Ausdauer – durch direkte Einwirkung auf die Muskelzellen !

Veröffentlicht übrigens von Prof. Giuseppe D’Antona et al. von der Universität Pavia in der Fachzeitschrift „Cell Metabolism“. Und noch eine Anmerkung: Wenn Sie diese Studien durchdenken, dann verstehen Sie vielleicht wieder ein bisschen besser meine Verzweiflung. Meine Verzweiflung seit 20 Jahren. Mein völliges Unverständnis darüber, dass sich die Sportmedizin immer mit dem lumpigen „Benzin“ als dem Brennstoff beschäftigt. Gemeint sind die Kohlenhydrate ! Und sich viel zu selten mit dem Motor beschäftigt, den Aminosäuren.

Und noch eine Neuentdeckung zum Schluss:

BCAA eliminieren Viren ! Genauer gesagt: Sirtuine wirken direkt gegen das Corona-Virus, Influenza, EBV … (Quelle: Wikipedia). Heißt übersetzt: Meine BCAA-Obsession hat die Sportler zusätzlich immun gegen Viren gemacht. Merken Sie etwas ?

Mit Aminosäuren – nicht mit Kohlenhydraten – kann man eigentlich nur Gutes tun.

Vor allem sich selbst !!!