Mehr Spermien

Spermien sind nicht nur winzig, sondern auch empfindlich. Viel empfindlicher als die meisten Organe im Körper. Spermien reagieren auch prompt und erschreckend auf die allgemeine Umweltverschmutzung. Die bekanntlich schon mit der Antibabypille beginnt, wenn Hormonreste millionenfach über den Urin ins Grundwasser gelangen. Später dann ins Trinkwasser und so letzten Endes auch die Spermienzahl in Deutschland verringern.

Darum wird bei einem Kinderwunsch oder jahrelanger Unfruchtbarkeit auch ein Spermiogramm gemacht. Dabei geht es um die Lebensfähigkeit, um die Beweglichkeit, aber eben auch um die Anzahl dieser putzigen Dinger. Und da sind dann als Ergebnis ein paar Millionen Spermien pro ml viel zu wenig. Dank

Selen, Zink und wieder einmal viel Eiweiß

kann Mann es aber auf

1 Milliarde Spermien pro ml

schaffen. (News 30.07.2013)

Wenn nun also die Anzahl an Spermien pro ml passt, so können dennoch bis zu 4 % davon Chromosomendefekte aufweisen. Die kann man auch sehen. Solche Spermien zeugen dann auch kein Kind. Ebenfalls bemerkenswert dabei ist, dass

Männer mit hohem Folsäure-Konsum (700-1.150 mcg)

bis zu 20 % weniger Chromosomendefekte an ihren Spermien aufweisen. Das wurde 2008 an der University of California herausgefunden. Suzanne Young, die Studienleiterin, betonte aber, dass es sich dabei noch um eine Korrelation und keinen Beweis handeln würde.

Doch immerhin: Für Menschen mit gesundem Menschenverstand war es wohl schon immer eine Selbstverständlichkeit, dass für den erfolgreichen Kindersegen auch die Ernährung des Mannes eine Rolle spielt. Und … sogar die DGE spricht davon, dass

99 % der Deutschen zu wenig Folsäure aufnehmen.

Das sind quasi alle Bürger in Deutschland !

Bei dieser Gelegenheit und weil es mir wirklich am Herzen liegt, möchte ich aber betonen, dass Sie bitte NIE an die Heilung durch NUR EINEN EINZIGEN NÄHRSTOFF glauben. Es zählen immer mehrere bis hin zu letztlich allen 47 essentiellen Substanzen !! Die kann man alle im Blut „nachmessen“.

Folsäure, Selen und Zink sind 3 davon …

Depression als Nebenwirkung

Depression ist oft hausgemacht. Gilt für ein Drittel aller Fälle. Also Mitmenschen ohne Antrieb, ständig müde, lustlos, niedergeschlagen, mit Schlafstörungen. Und wenn ich richtig lese, dann überfällt dieser unangenehme Zustand jeden Dritten von uns – einmal im Leben.

Ein Überfall ?

Nun, als Auslöser einer Depression gilt in der Regel zu viel Stress, eine Scheidung oder Trennung vom Partner sowie erbliche Einflüsse. Dass aber jeder 3. dieser depressiven Zustände „hausgemacht“ ist, lerne auch ich soeben ein wenig bestürzt:

In einer US-Studie an 26.000 Teilnehmern eines allgemeinen Gesundheitsüberblicks wurden auch der Medikamentenkonsum und mögliche Symptome einer Depression erhoben. Der erschreckende Befund:

Über ein Drittel nahm Medikamente ein, die eine Depression auslösen können.

Demzufolge erhöht bereits ein Medikament das Risiko einer Depression signifikant. Bei 2 Medikamenten verdoppelt es sich. Haben Sie das gewusst ? Müsste man nur noch die Medikamente kennen, die dafür verantwortlich sind. Da wurden genannt:

  • Antibabypille
  • Magensäureblocker
  • Betablocker
  • Finasterid (Prostata)

Magensäureblocker habe selbst ich früher als Gastroenterologe reichlich verordnet. Offenbar oft eine Depression gleich mit dazu. Das mit der Pille war mir wohl bekannt, seit ich Frau Dr. Annelie Scheuernstuhl gelesen habe (News vom 24.01.2017). An Betablockern herrscht ohnehin Massenkonsum in Deutschland. Bei nervösem Herzen, bei Bluthochdruck etc. Und Finasterid? Wohlfeiles Mittel gegen männlichen Haarausfall, sehr wirksam gegen vergrößerte Prostata.

Aber dass dort die Depression mit inbegriffen ist ?

Da sind wir gleich wieder bei der grundsätzlichen Frage, was eigentlich Pharma-Tabletten taugen. Ihren gewünschten Zweck werden sie wohl oft erfüllen …. Aber wenn sich sog. Nebenwirkungen eigentlich als Hauptwirkungen herausstellen? Was gibt es Schlimmeres als eine Depression? Einen Abschied vom Leben? Wenn man gar nicht mehr will … Ich denke, Sie haben mich verstanden.

Ein (leider) typisches Beispiel: Junge Frau kämpft verzweifelt mit Ihrer Schwermut, schluckt Antidepressiva, erforscht ihr Inneres bzw. lässt es erforschen … und nimmt weiterhin die Pille. Ein Teufelskreis, solange man ihr nichts sagt !

QUELLE: Der Spiegel 25/2018

Innere Begeisterung

Das Geheimnis eines aktiven Lebens ist „innere Begeisterung“. Die braucht jeder von uns, der leben möchte. Ich meine, wirklich leben und nicht nur so die Jahre überstehen. Auf der anderen Seite nehmen die häufigsten Krankheiten (Herzinfarkt, Krebs usw.) in Deutschland zu. Nicht etwa ab. Und das trotz der Milliarden € an jährlichen Gesundheitsausgaben.

Der Grund ist nicht etwa das fehlende Wissen. Sie wissen, die Wissenschaft weiß … Der Grund ist eher die fehlende Konsequenz. Demonstriert schon 2008 von Nürnberger Herzspezialisten in folgendem wunderschönen Satz:

Bei einem Drittel der Patienten lösen die Gene den Herzinfarkt aus. Alle anderen sind gewissermaßen selbst schuld.

Gewissermaßen ?

Kann denn in diesem Land niemand mehr klar sprechen? Klar Stellung beziehen? Eine eindeutige Meinung haben? Muss wirklich alles „gewissermaßen“ ausgedrückt werden? Dann brauchen uns wir Ärzte über das fehlende Mitmachen der Bevölkerung bei der Verhinderung von Herzinfarkt oder Krebs auch nicht zu wundern.

Dabei kann die Medizin sehr wohl kreativ sein. So steht im selben Bericht:

Junge Frauen um die 20 Jahre landen besonders häufig in der Klinik. Ihr Körper hat den Mix aus Zigaretten und Verhütungspillen nicht verkraftet.

Den täglichen Mix. Das trifft’s und hat zugleich etwas Cooles an sich.

Herzinfarkt gäbe es nicht, wenn der Mensch die 2 Beine nicht nur hätte, sondern sie auch bewegen würde. Wenn jeder Mensch täglich begeistert laufen würde. Und wie begeistert man Menschen? Am besten, in dem man selbst begeistert ist. Diese innere Begeisterung – hat die ein jeder der 450.000 Ärzte in Deutschland ?

Läuft jeder Arzt ?

Begeisterung ist etwas Herrliches. Begeisterung ist die Würze des Lebens. Begeisterung können Sie … geschenkt bekommen. (News vom 13.12.2010)