Essen und entgiften

Einige Wirtschaftsnobelpreisträger und Armutsforscher wollen neu über die enorme Bedeutung der Böden nachdenken: Armut, so meinen die Experten, bekämpft man mit dem Ausmerzen von Kindersterblichkeit und Mangelernährung. Also mit Essen, das angefüllt ist mit allem, was der Mensch braucht: 47 essentielle Nährstoffe (News 23.03.2018). Das wäre endlich mal eine konkrete Anleitung gegen Armut vorzugehen !

Und von wo würden diese Nährstoffe herkommen ? Aus dem Boden, ganz richtig. Geerntet von Bauern. Der erst kürzlich erfolgte Aufmarsch von 10.000 Bauern in München untermalt mir die wahren Machtverhältnisse. Man könnte sonst – infantil – glauben, wir leben von Aldi & Lidl … Wozu braucht man Bauern ?

Doch Essen kommt nun mal aus dem Boden. Ob Pflanzen oder tierische Nahrung (News 21.09.2015). Und um das Bestellen des Feldes kümmert sich – der Bauer ! Aber auch viele Tiere fressen, was aus der Erde kommt. Ob die auch wissen, dass z.B. Jod, Selen oder Magnesium kaum mehr in unseren Böden vorkommt, das weiß man nicht wirklich. Wir Menschen jedoch könnten und sollten das ausgleichen, was in unserer Nahrung nicht mehr erhalten ist

Zum Glück gibt es NEMs. NEMs sind Glück !!!

Mehr und mehr werden aber auch Dinge zum Thema, die in unseren Böden nicht so gesund sind. Dass uns sozusagen nicht alles „aus dem Boden“ weiterhilft: Schwermetalle, Plastik und Giftstoffe werden durch den sog. Fortschritt des Menschen seit jeher in das Wasser und damit in die Nahrung eingeschleust.

Die Römer hatten sich einst bzw. im Laufe ihres zivilisatorischen Fortschritts noch durch Blei vergiftet. Heute haben wir aber Angst vor neuen bösartigen Giften, und das zu Recht. Da braucht man z.B. nur Nabelschnur-Blut oder Muttermilch zu untersuchen. Dokumentiert sind dabei Pestizide, flammenerstickende Substanzen, Plastikmoleküle, Quecksilber, Blei und Arsen. Übrigens Pestizide, die seit Jahren verboten sind (Lit. z.B. Reprod Toxicol 2007; 23 (3): 260). So was aber auch !! Mehr dazu steht in den News 15.11.2017.

Die gute Nachricht lautet: Trotz der Gifte, denen man kaum entkommt, kann man sich schützen. Besser gesagt: Könnte ! Denn dazu braucht man seine

Mitochondrien.

Diese Kraftwerke in unseren Körperzellen haben nämlich auch die Aufgabe, körperfremde Gifte chemisch so zu verändern, dass sie mit Galle, Schweiß oder Urin ausgeschieden werden können. Und das ist auch die Lösung: Denn nur gesunde, in meiner Sprache übergesunde Mitochondrien können die nötigen Schwefel- oder Methylgruppen leicht an diese giftigen Substanzen heften, damit die dann vom Körper ausgeschieden werden.

Laut Frohmedizin also – richtig verstanden und durchgeführt – braucht man vor den Umweltgiften fast keine Angst zu haben. Was man aber sehr wohl braucht, das sind

  • Antioxidantien
  • B-Vitamine
  • Selen (für die Schwermetalle)
  • Zink (für die Leichtmetalle)
  • und Aminosäuren.

Um das zu verstehen, braucht man keinen Nobelpreis. Und bitte lassen Sie sich nicht zusätzlich auch noch von den Angstparolen der Medien oder so mancher Experten einschüchtern. Die Stichworte lauten Orthorexia nervosa oder warum selbst gesunde Ernährung krank machen kann. Wir zitieren stattdessen lieber Herrn Kant mit „Sapere aude !“ Habe den Mut, selbst zu denken …

Zum Thema passend:  Was soll man essen ? (25.01.2018),  Selen hilft phänomenal (News 12.12.2017),  Entgiftung (News 15.11.2017)

Potentiation

Dass 1+1=5 sein kann, das kommt vor in der Natur. In unserem Denken nicht mehr. Wir sind ja erwachsen. Was ich damit sagen will ist, dass uns die Natur oft in ungeahnter Weise hilft. Wir merken das dann eher zufällig: Wenn wir 2 Heilung fördernde Prinzipien anwenden, ist der Erfolg oft überwältigend. Sehr viel stärker, als wenn wir jedes Prinzip einzeln angewandt hätten.

Nennt man Potentiation. Vervielfachung.

Ist mir als (kleinem) Forscher an der Universität schon aufgefallen: Muskelfasern aus dem Darm verkürzen sich, wenn man eine bestimmte Substanz dazu gibt. Und verkürzen sich auch bei einer weiteren Substanz. Gibt man beide Substanzen zusammen, verkürzt sich der Muskel nicht doppelt, sondern 3-fach oder 4-fach. Jedenfalls viel stärker als erwartet. Hat mich fasziniert ! Ich habe verstanden, dass das

ein Gesetz der Natur ist.

Auf das man bauen kann. Aber Vorsicht ! Das Ganze gilt auch für die umgekehrte Richtung. Das vergessen die immer, unsere Herrn Chemiker. Will heißen: Wenn Sie sich z.B. mit einem Pflanzenschutzmittel vergiften, passiert dies. Mit einem anderen Pflanzenschutzmittel passiert das. Mit beiden Pflanzenschutzmittel zusammen passiert dann noch viel Schlimmeres. … So werden wir nämlich beim Thema Pestizide bis hin zu Konservierungsstoffen an der Nase herumgeführt !

Also wollen wir in Zukunft diesen Effekt ausnützen. Dazu nehmen wir

  • statt Beta-Carotin besser Astaxanthin.
  • statt Alpha-Tocopherol (Vitamin E) besser Tocotrienol

Sind beides starke Antioxidantien. Erinnern Sie sich bitte an Dr. Marcus Conrad im Helmholtz-Institut München (News vom 14.06.2011), der erstaunliche Beobachtungen zu Vitamin E gemacht hat.

Die 2 neuen Stoffe, also

„Asta“ und „Toco“

sind von vorneherein besser, stärker und wirksamer als die Ausgangsstoffe. So kann man z.B. die Haut mit Asta (transdermal) tränken und damit die Melaninproduktion durch Sonnenlicht verhindern. Man wird einfach nicht braun. Kurz nachdenken über Braunfärbung, Melanom, Unglück. Könnte man so verhindern … Wie Sie wissen, versuche ich das halbherzig: Nehme täglich 100 mg Beta-Carotin. Das schützt mich zu 40 % vor dem schädlichen UV-Licht.

In einer recht chemischen, wissenschaftlichen Arbeit hat man 2016 bewiesen, dass Asta und Toco – zusammen eingekapselt in Liposome – eine viel stärkere antioxidative Wirkung haben als die Einzelstoffe allein. Obwohl die selbst schon sehr potent sind. Finde ich als fröhliche Nachricht in dem Stapel von Arbeiten auf meinem Schreibtisch.

Publiziert in: J Clin Biochem Nutr 2016 Sept; 59(2):100

Beide Präparate, Astaxanthin und Tocotrienol, nehme ich täglich zusammen ein. Am Nachmittag. Zwar nicht in Liposome eingekapselt (Wo gibt es das ?), aber mein Magen wird es schon richten. … Die Bekämpfung freier Radikale ist eines der Hauptziele einer vernünftigen, naturwissenschaftlich begründeten Medizin !

Zum Nachlesen: Astaxanthin 550 Mal wirksamer , Tocotrienol: Das stärkere Vitamin E

Immunoseneszenz

Die Sache mit dem Älterwerden ist vielleicht einfacher und durchsichtiger, als wir (wohl alle) bisher gedacht haben. Weitergeholfen hat uns da die Genetik und die Epigenetik. Man kommt darauf, wenn man sich einmal auf das Immunsystem konzentriert. Also jenes System des Körpers, das über Gesundheit und Krankheit entscheidet.

Alt werden geht Hand in Hand mit der sog. Immunoseneszenz, einem Zustand, in dem Immunzellen in eine Art Schlummerzustand fallen. Der wiederum bewirkt eine allmähliche und ganz natürliche Veränderung der Struktur und der Funktion des Immunsystems !

Diese Immunalterung ist gekennzeichnet durch die abnehmende Fähigkeit des Immunsystems, sich anzupassen wie auch durch die Entwicklung einer chronischen Entzündungsphase. Erinnern Sie sich?

Jede Krankheit ist eine Entzündung.

Da können Sie Depression (Entzündungszeichen im Kernspin) nehmen oder Asthma (Entzündung der Bronchien) oder Krebs (deshalb hilft Vitamin C) oder Diabetes (Innenseite der Blutgefäße) uvm..

Wegen dieser Immunalterung haben ältere Menschen ein erhöhtes Risiko für Infektionen, für eine verzögerte Wundheilung, eine Vielzahl an chronisch entzündlichen Erkrankungen wie Rheuma, Arteriosklerose und den Typ-II-Diabetes.

Forscher der Stanford University ist es nun gelungen, auf Genen, die für die Bildung von Immunzellen verantwortlich sind, sog. epigenetische Marker zu identifizieren. Die Anzahl dieser Marker auf den Immun-Genen war bei älteren Menschen deutlich höher als bei jüngeren. Wichtig: Auch bei älteren eineiigen Zwillingen war die Anzahl dieser Marker höher als bei jüngeren eineiigen Zwillingen.

Der letzte Punkt beweist, dass die Anzahl der Marker genetisch nicht einfach so vorbestimmt ist, sondern im Laufe des Lebens – beim Älterwerden – zunimmt. Und diese epigenetischen Markierungen beeinflussen und bestimmen weitgehend das Verhalten der Immunzelle bzw. des Immunsystems. Und jetzt kommt’s:

Diese Markierungen sind nicht statisch, sondern verändern sich.

Deren Anzahl wird durch Faktoren wie Nahrung, Schlaf, Bewegung, Infektionen, Arbeit, Wohnverhältnisse, Pestizide, physischer oder psychischer Stress bestimmt. Also durch unsern ganz normalen Alltag. Der – von Mensch zu Mensch – völlig verschieden sein kann. Und damit – auf dem Umweg über Epigenetik – den Zustand unseres Immunsystems bestimmt.

Ob zu schwach oder ob kompetent und schlagkräftig. Damit haben wir die „Alterskrankheiten“ – und damit den fast immer unnötig verfrühten Tod – selbst in der Hand. Gezeigt am Gen-Modell in der Stanford University !

Dort wurde auch ausdrücklich gesagt, dass der Mangel an „epigenetischen“ Lebensmitteln, also Nahrung, die der Körper von seiner Programmierung her erwartet, bereits ein wesentlicher Risikofaktor ist … für die Entstehung von Krankheiten. Beispiele gefällig?

Epigenetisch korrekte Lebensmittel wirken sich positiv auf diese Marker, auf die Methylierung aus. Dazu zählen:

Algen, Pilze, Fisch                                                   (Jod)
Eier                                                                                 (Cholin)
Rote Beete, Muscheln                                          (Betain)
Fisch, Nüsse                                                              (Methionin)
Brokkoli                                                                        (Sulforaphan)
Fisch, Meeresfrüchte                                            (Omega 3-Fettsäure DHA)
Eier, Kohl, grünes Gemüse, Geflügel             (B-Vitamine)

Instinktives Wissen unserer Vorfahren. Jetzt hochmodern auf dem Umweg über Genetik und Epigenetik nachvollzogen an einer führenden amerikanischen Universität.

EU-Gesundheitskommissar Andriukaitis in Wien: „Ugly food is brilliant food !“

Die Lebensmittelverschwendung in der EU mache ihm große Sorgen, sagte der EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittel, Vytenis Andriukaitis, im Rahmen eines EU-Bürgerdialoges in Wien. In der EU würden jährlich 88 Mio. Tonnen Lebensmittel im Müll landen, ärgerte sich der Litauer. „Das muss man sich ein Mal vorstellen. Und jedes Land sagt, seine Lebensmittel wären die Besten!“

EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis und Dr. Jürgen Molner, Gründer EUFOF, in Wien. (Foto: Molner Health Center)

Das sei auch deshalb ein Skandal, weil sich 55 Mio. Europäer nur jeden 2. Tag satt essen könnten. Und es liege auch daran, dass 10 % der Konsumenten Mindesthaltbarkeitsdatum (Qualität) und Ablaufdatum (Gesundheit) verwechseln. „Ugly food“ sei immer noch „brilliant food“, betonte der EU-Kommissar. Auf die Frage vom Molner Health Center, ob denn nicht das Ablaufdatum von den Konzernen bewusst kurz angesetzt würde, sagte Andriukaitis: „Wir schauen uns gerade an, welche Lebensmittel überhaupt so ein Datum brauchen!“

Die Lebensmittelsicherheit betreffend favorisiere der gebürtige Russe und langjährige Chirurg eine Bezeichnung „Made in EU“. Man dürfe nämlich keine Fragmentierung des Binnenmarktes zulassen, sondern müsse diesen fördern. „Alles Andere wäre ein Desaster“, versicherte Andriukaitis. „Es ist bereits an der Zeit, das zu diskutieren.“ Weiters sei Lebensmittelsicherheit nicht ident mit Lebensmittelgesundheit, aber dabei verlasse sich die EU auf die EFSA und ihre Entscheidungen.

Andriukaitis in Wien: „Sitzen ist wie das Rauchen …“ (Foto: Molner Health Center)

Und was den Einsatz von Pestiziden angeht, so könne darüber jedes Land frei entscheiden. „Willkommen in der Realität!“ Der 66-jährige Andriukaitis sprang übrigens immer auf, wenn er am Wort war, und ging auch ein paar Schritte. Seine Begründung: „Sitzen ist wie das Rauchen.“ Wie wahr, wie wahr …