Es gibt Praktiker, Gewinner und die Akademiker

Ein Six-Pack ist das, was Sie sozusagen auf jeder Ausgabe des Magazins Men’s Health sehen. Der sog. Waschbrettbauch ist der  Inbegriff männlicher Schönheit, männlicher Kraft. Gleichsam das Ziel eines jeden echten Mannes. Genau das suggeriert uns diese Zeitschrift. Gleichzeitig ist ein Six-Pack auch der Inbegriff kompletter Gesundheit.

Wer solch einen entwickelten Six-Pack hat, der muss einfach schlank, fit, fröhlich, gesund sein. Irgendwie haben wahrscheinlich wir alle dieses Bild in uns verankert. Dazu hatte ich Ihnen einmal ein Geheimnis verraten (News 23.09.2018): Mein Physiotherapeut lächelt bei dem Wort Waschbrettbauch immer. Der meint, Bauchmuskeln habe ohnehin jeder. Leider würden aber die meisten Menschen diese recht gschamig und effektiv mit einer Fettschicht verhüllen.

Stimmt das wirklich so ? Also habe ich bei Mister Six-Pack nachgelesen. Der außergewöhnliche Mann heißt Christian Rumerskirch und ist staatlich diplomierter Fitnesstrainer. Der hat als Fachmann freilich eine differenzierte Sicht. Ich zitiere:

Der Begriff SIX-PACK wird oftmals falsch verstanden – und zwar primär im trainingstechnischen Bereich !

Wenn es darauf ankommt, sich ein Six-Pack anzutrainieren, dann geht es in erster Linie darum, ein sichtbares Profil der geraden und der schrägen (in erster Linie der äußeren schrägen Bauchmuskulatur) zu entwickeln.

Dazu liest man immer wieder Hinweise oder Ratschläge in Bezug auf Ernährung oder eine bestimmte Art von “Diät” wie auch von einer Erhöhung des Energieumsatzes durch Krafttraining oder „Cardio-Training“. Das Argument dazu lautet, dass zwar jeder Mensch Bauchmuskeln und damit das begehrte Six-Pack hat, es aber wegen der darüber liegenden Fettschicht niemals zu Gesicht bekommt. Das stimmt !

Doch leider kann ich aber aus meiner über 15-jährigen Erfahrung als Trainer im Bereich Kraft und Fitness sagen, dass die Mehrzahl der erwähnten Personen keine gut entwickelte Bauchmuskulatur hat ! Wenn es also um die Entwicklung einer soliden kräftigen Bauchmuskulatur – dem sog. Six-Pack – geht, müssen die Bauchmuskeln richtig trainiert werden!

Der menschliche Körper weist anatomisch 5 verschiedene Bauchmuskeln auf ! Allein um Trainingsreize in allen diesen Muskelgruppen zu setzen, ist ein Minimum von 10 verschiedenen Übungen notwendig ! Um den Bauch effektiv zu entwickeln, sind Kenntnisse über die einzelnen „Kompartimente“, und damit auch der unterschiedlichen Belastungsrichtungen und Drehachsen notwendig!

Mit ein wenig Variation kommt man da sofort auf 20 und mehr Übungen, um die Bauchmuskulatur gezielt zu trainieren. Wenn man jetzt noch die Standardausstattung eines Fitnessstudios oder nur ein paar Kleingeräte hernimmt, sind einem abwechslungsreichen Bauchmuskeltraining keine Grenzen mehr gesetzt.

Sie merken schon: Kaum spricht der Fachmann, wird’s kompliziert. Und selbstverständlich haben solche Experten immer Recht. Besonders dann, wenn sie es selbst vorleben. So wie Christian.

Warum ich darüber schreibe? Weil dahinter eine Botschaft steckt. Kurz und knapp in nur einem Satz:

Rumerskirch isst strikt keto …

Hätten Sie das gedacht? Null Kohlenhydrate ! Das Gegenteil wird Ihnen wohl in jedem Fitness Center geraten, damit Sie

  • besser trainieren könnten und
  • Insulin zum Muskelwachstum benutzen.

Nur, wenn ich mir dann das Ergebnis anschaue: In meiner Sprache „teigige Muskeln“. Außen von Fett überzogen und innen sicher auch voller Fettinseln. Die widersprechen meinem Schönheitsideal. Da bin ich voll der Meinung von Christian Rumerskirch. Der sehr wohl manchmal auch „die Sau raus“ lässt. Und dann für ein paar Tage LOGI lebt.

Ich glaube, wir werden noch mehr von diesem Wundertrainer hören auf den nächsten Keto-Kongressen !

Oder haben Sie den Ironman Hawaii 2018 gesehen ? Sieger wieder Patrick Lange. Unvergleichlich, unvergesslich sein Laufstil. Und wie sieht sein alltäglicher Vormittag aus ?

Als Frühstück einen Espresso,
dann 4 Stunden radfahren,
dann einen Eiweiß-Shake und
dann ab zum Schwimmen.

Es gibt eben die Praktiker, die Gewinner und dann gibt es die Masse der Akademiker in den Universitäten. Für die Letztgenannten die ketogene Ernährung „schwach macht“, zu „Muskelschwund“ führt. Meint z.B. Frau Dr. Jutta Hübner von der Deutschen Krebsgesellschaft. Den vermeintlich keto-bedingten Muskelschwund besichtigen Sie bitte an Christian Rumerskirch !