GABA

Man kann sich durchaus gesund schlafen: mit Wachstumshormon, mit Melatonin, mit Sauerstoff. Das alles sind komplexe Zusammenhänge, die zeigen, dass beim Schlafen die kleinsten Zutaten den großen Unterschied ausmachen. Und weil es so wichtig ist, weil es in Ihrem Leben einen so gravierenden Unterschied macht, ob Sie gut schlafen oder sich nur stundenlang herumwälzen, möchte ich Ihnen jetzt noch einen weiteren molekularen Wunderstoff zur Kenntnis bringen.

Heißt Gamma-Aminobuttersäure oder kurz GABA.

GABA ist einer der wichtigsten Neurotransmitter im menschlichen Gehirn.Mit 30 % sogar der Häufigste. Etwas wohl Vertrautes und hoch wirksam:

  • GABA entspannt und beruhigt.
  • GABA ermöglicht klares Denken, Fokus und sogar Flow.
  • GABA zählt zu den natürlichen Anti-Stress-Mitteln. Sie hemmt die Signale, die von Angst- oder Stressreaktionen ausgehen und zu den motorischen Zentren des Gehirns gelangen wollen.
  • GABA ist an der Regulierung von Insulin beteiligt und blockiert das Ausschütten von Entzündung auslösenden Zytokinen. So lässt uns GABA jung aussehen, hilft bei der Heilung und beugt Diabetes vor.
  • Während der Nacht sorgt GABA für den Übergang der Gedanken in Träume, sie ist das natürliche Einschlafmittel.

Um das gleich vorwegzunehmen: Die Produktion von GABA im Gehirn wird durch Serotonin angeregt, dem Glückshormon. Das wiederum wird aus Tryptophan und Zink – beides ganz leicht messbar, beides ganz leicht aufzufüllen von Ihrem Arzt oder Apotheker – zusammengebaut. Nach Risiken und Nebenwirkungen aber brauchen Sie gar nicht erst zu fragen. Die gibt es nicht, nur die positive Wirkung:

Richtig guter Schlaf und … Glücksgefühle !

Neugierig geworden? Möchten Sie mehr darüber wissen ? Können Sie haben ! Oft genug schreiben hilfreiche Menschen sogar ein Buch oder gar mehrere. Und da gibt’s doch glatt seit ein paar Tagen so ein Buch im Handel. Heißt

„das schlaf gut buch“.

Der Autor ist Ihnen sehr wahrscheinlich vertraut. Nennt das Buch sein Herzblut. Hält es auch für einzigartig, weil es voll von konzentrierten Anleitungen zum Glück ist !

Dazu passend: Schnelles und langsames Denken (News v. 15.02.2018)

Melatonin

Wird Ihnen die Nacht zum Feind? Wachen Sie immer wieder auf? Wälzen Sie sich „stundenlang“ im Bett, können nicht einschlafen und stehen dann morgens wie gerädert auf? Ja? Dann sollten Sie sich aber schleunigst auf Ihre Eigenverantwortung besinnen …

Und nicht schon wieder alles an Ihren Arzt und die Pharmaindustrie delegieren. Kennwort Schlaftabletten. Oder Beruhigungstabletten (ist doch „nur“ Baldrian). Oder Ihr Gläschen Wein (Alkohol ist Gift) am Abend. Das ist alles andere als Eigenverantwortung wahrnehmen! Das Ganze hat auch etwas mit Selbstrespekt zu tun. Für mich auch mit der Würde des Menschen.

Aber gut, Dr. Strunz, genug geschwätzt. Was soll man nun tun (dagegen)? Die Antwort gibt wieder einmal die Molekularmedizin. Die Biochemie. Ihre körpereigenen Moleküle. Das magische Wort in diesem Zusammenhang heißt: Melatonin.

Ihr Schlafhormon.

Das sorgt für den Durchschlaf. Den Tiefschlaf. Also für das erholsame Aufwachen am Morgen. Und dabei springen wieder einmal manche von Ihnen “zeittypisch” zu kurz. Die kaufen sich Melatonin einfach und erleben dann vielleicht Albträume. Liegt am fehlenden Wissen … Also folgt hier eine kurze Lektion über Melatonin. Sozusagen Wissensvermittlung bzw. die vornehmste Aufgabe des Arztes. Ich zitiere:

So baut der Körper das Schlafhormon:

Tryptophan, eine Aminosäure, ist das wichtigste Baumaterial für die Herstellung von Melatonin. Besonders proteinreiche Nahrungsmittel wie Fisch, Fleisch, Nüsse, Samen und Eier enthalten viel Tryptophan.

Tryptophan wird in 4 Schritten zu Melatonin umgebaut. Nach dem 2. Schritt entsteht Serotonin, der Stoff, der gute Laune macht. Jeder der 4 Umwandlungsschritte ist auf die richtigen Enzyme angewiesen. Und die können ihre Aufgabe nur vollbringen, wenn auch die passenden Vitalstoffe da sind:

Vitamin B3, B6 und B12, Magnesium, Pantothensäure, alpha-Liponsäure, Betain und Folsäure.

Fehlt davon auch nur ein Wirkstoff, kann noch so viel Tryptophan vorhanden sein, der Körper wird es nicht in Melatonin umwandeln können.

Man braucht also die nötigen Katalysatoren. Hilfsstoffe, welche die Melatoninbildung überhaupt erst ermöglichen. Man braucht? Nun: Sie, persönlich, brauchen nicht: Bestätigt uns dieser Tage wieder eine gesetzliche Krankenkasse schriftlich. Nahrungsergänzungsmittel seien völlig überflüssig. Das sagen selbst „seriöse“ Ärzte. Sie müssten sich nur ausgewogen ernähren.

“Ausgewogene Ernährung” ist scheinbar die Lösung all unserer Probleme. Ich jedenfalls schaffe die nicht. Ich weiß das deshalb, weil ich regelmäßig nachmesse.

Alle diese Vitalstoffe kann man im Blut messen !

Und erschrickt danach … Versteht plötzlich, warum man in Deutschland grundsätzlich die Mundwinkel nach unten zieht. Versteht den Mangel an Serotonin. Versteht, warum die Menschen so häufig gereizt, unausgeschlafen und ohne Energie sind. Der Grund ist

Melatoninmangel.

Aber wir Frohmediziner – und Sie hoffentlich auch – sehen das Meiste ja positiv. Das Leben wird plötzlich so leicht, so schön, so hell, wenn man hier liest, dass es natürlich Möglichkeiten gibt, am Ende des Tunnels wieder ein Licht zu sehen. Hier steht sogar, wie das geht !

QUELLE: Das schlaf-gut-buch. Gibt’s ab 15.10.2018 im Buchhandel.

„Unser“ Tagesrhythmus

Es gibt Menschen, die wollen genau wissen, wie die Evolution unseren 24-Stunden-Tag eingeteilt hat. Nicht nur in Wachsein und Schlafen, sondern auch in Hochs und Tiefs, in Leistungsfähigkeit und Regeneration usw.. Wer sich an diesen „natürlichen Zyklen“ orientiert, der oder die habe dann wohl auch mehr vom Tag, vom Training oder gar vom Leben. Klingt einleuchtend …

Dazu habe ich Ihnen einmal versuchsweise das heutige Wissen in der Medizin in ein farbiges Bild übersetzt. Von 12 Uhr mittags (oben) bis Mitternacht (unten). Schauen Sie es sich einfach mal an … Und, finden Sie sich wieder ?  Vielleicht können Sie Ihren Alltag doch noch ein bisschen optimieren ?

Sich optimieren ohne jede Anstrengung. Dieser Gedanke verführt mich immer mehr !

Copyright: Dr. Ulrich Strunz (2018)

Die meisten Menschen bewegen sich in einem 6 x 4 Stunden-Takt durch den Tag:

  • Vier Stunden nach dem Aufstehen sind Sie im Leistungshoch, 4 Stunden danach beenden Sie ihr Mittagstief.
  • Nach einem kürzeren Leistungshoch im nächsten 4-Stunden-Abschnitt läuten Sie den Abend ein. Manche fühlen sich jetzt noch einmal fit und schaltet dann langsam herunter.
  • Es folgen 4 Stunden Heilschlaf, dann für viele ein kurzes Aufwachen und schließlich ein Schlaf voller Träume.

Ihr persönlicher Rhythmus richtet sich jedoch und natürlich nicht exakt nach diesem Modell. Jeder ist nämlich so einzigartig wie seine Chronobiologie !

„das schlaf gut buch“ erscheint am 15.10.2018

Für erholsamen Schlaf muss man tagsüber sorgen. Aber nicht, wie Sie jetzt vielleicht denken, sondern durch Sauerstoff erstens und Müdigkeit zweitens – für die Nacht. War Thema der News vom 03.10.2017. Laufen oder jede andere Form körperlicher Aktivität verhilft Ihnen zu beiden. Und Deutschland schläft schlecht ! Vier von 5 Erwachsenen fühlen sich von zeitweiligen oder chronischen Schlafstörungen betroffen, ergab eine aktuelle Studie der DAK. Damit haben Schlafstörungen seit 2010 um 66 % zugenommen.

Für unser Leben, unsere Leistungsfähigkeit und unsere Gesundheit ist Schlaf mindestens so wichtig wie Wachsein. Ohne dass wir es merken, sind während des Schlafs alle unsere Organe genauso aktiv wie in den Stunden, in denen wir wach sind. Es regenerieren sich alle Zellen, wir lernen, haben neue Ideen und erleben Heilung. Mehr noch: Wir sorgen für gutes Aussehen. Und … Glück ! Also:

Schlafen Sie. Und zwar gut !

Wenn man aber nicht schlafen kann, dann tut man alles Mögliche dafür, dass man es kann. Eine ganz einfache und praktische Möglichkeit, endlich einschlafen zu können, ist nicht etwa die Schlaftablette, sondern – wieder einmal –

Mutter Natur.

Die liefert uns essentielle „Schlaf-Stoffe“. Warum also nicht einmal ausprobieren. Dazu haben wir Ihnen ein Mal eine ganze Tabelle dieser natürlichen Schlafhelfer zusammengestellt:

Copyright: „das schlaf gut buch“ von Dr. Ulrich Strunz (2018)

Meditation als Tor zum Unterbewusstsein

Meditation ist die 3. Säule der Frohmedizin. Das (tägliche) In-sich-gehen entspannt. (2015) Und haben Sie gewusst, dass sich durch den Zugang zum Unterbewusstsein das (Ihr) Leben neu programmieren lässt? Meditation also ist im Leben genau so wichtig wie das Laufen, jedoch schwer vermittelbar. Aber das Haupthindernis ist laut Dr. Ulrich Strunz die allseits verbreitete „biologische Unfähigkeit“ zu meditieren. Will heißen: Ihre innere Unruhe … (Stichwort Magnesium- und/oder Tryptophanmangel). (2011)

Mensch kein Computer

Man möge sich nicht täuschen lassen, fordert der Experte, denn Laufen (Bewegung) sei der Knackpunkt, um mentale Techniken mit Gewinn anwenden zu können! „Ein Grundirrtum vieler Menschen“, so Dr. Strunz. Beim Menschen gehe es nämlich nicht wie bei einem alten Computer nur die Festplatte (Gehirn) neu zu programmieren und den Rest (den Körper bzw. die Hardware) unberührt lassen. Man ahne zwar, dass einem Meditation helfen könnte, tut es (kann es) dann aber nicht!

53 % der Deutschen greifen bei Stress zu Süßigkeiten … (Infografik: obs / Weight Watchers (Deutschland) GmbH)

Haben Sie aber davor durch Bewegung (Laufen) Ihren (alten) Körper auf Vordermann gebracht, dann spielt beides wieder zusammen und meditieren geht plötzlich, Entspannung funktioniert … Dieses Prinzip sollten Sie bereits von der Ernährung her kennen: Erst Sport, wenn man so will, lässt Sie wieder „richtig“ essen. Das fängt schon damit an, heißt es bei Dr. Strunz, dass nur Läufer auch tatsächlich (immer wieder) den „Restzucker“ im Körper verbrennen. (2014)

Jedes Kind meditiert, ein Erwachsener leider nicht mehr. Laut Dr. Strunz wird erst Mensch (wach und aufmerksam), wer auch meditiert. (2011) Meditation hilft uns, in der Gegenwart zu leben bzw. die Vergangenheit ruhen zu lassen. (2015) „Wenn Sie den inneren Dialog stoppen, und genau das ist Meditation, sind Sie einfach Sie selbst. Erfahren sich selbst – zuweilen erstmals!“ (2016) Wie wär’s also mit einem Meditationslauf? (2016) Das Unterbewusstsein ist unsere stärkste gestaltende Kraft! (2016)

So entspannen z.B. gestresste Frauen in Deutschland … (Infografik: obs / Coca-Cola Deutschland / Fotolia.com)

Am leichtesten erlernbar ist jedoch der „Reflextiefschlaf“. 20 Minuten davon ersetzen 2 Std. Schlaf. Dr. Strunz: „Wenn Sie also 2 Mal am Tag 20 Min. opfern, dann kämen Sie nachts mit nur 4 Std. Schlaf aus!“ Bei dieser Methode wird neben körperlicher Entspannung gleichzeitig versucht, einen Gedanken für Minuten (nicht nur 12 Sek.) im Zentrum des Bewusst-seins zu halten. Haben Sie das reflexhaft gelernt, können Sie sie diese Art der Konzentration ins tägliche Leben hinüberretten. (2014)

Reflextiefschlaf: So geht’s …

Natürlich gibt es auch Methoden Yoga, religiöse Gebete und die „Aromameditation“ als Möglichkeit. Eine praktische Anleitung für den Reflextiefschlaf jedenfalls finden Sie hier. (2014) Zusammengefasst: Ohne Tiefenentspannung gibt es keine Höchstleistung. Das weiß jeder Olympiasieger. (2007) Und selbst die (millionenschweren) Weltstars vom WEF Annual Meeting in Davos beginnen ihren Tag mit einer halben Stunde Meditation. (2016) Sie ab nun auch?