Gene sind epigenetisch steuerbar

Fast jede Krankheit ist heilbar. Eine meiner Überzeugungen. Gewachsen in 47-jähriger täglicher Beschäftigung mit dem Thema. Der Hintergrund: Wir werden durch unsere Gene bestimmt. Jede einzelne Körperfunktion. Selbst unser Denken. ABER: Gene sind epigenetisch steuerbar. Seit 2019 weiß man, dass

sich 17.000 der etwa 20.000 menschlichen Gene gezielt abschalten lassen.

Sagt die Wissenschaft. Im Labor. Wir haben die Wirkung der Gene (nicht die Gene selbst) tatsächlich in der eigenen Hand ! Und Läufer haben wohl auch die restlichen 3.000 Gene im Griff.

Daher ist wahrscheinlich auch Multiple Sklerose heilbar. Als Beispiel für eine ganz fürchterliche Krankheit. Und am Beispiel Multiple Sklerose sei hier noch einmal das ALLGEMEIN GÜLTIGE REZEPT, KRANKHEITEN ZU HEILEN, dargestellt. Ist leider, leider sehr einfach. Gleichwohl oder gerade deshalb genial. Dazu ein wohl sehr überzeugendes Beispiel, kurz erzählt:

Dr. Terry Wahls, Internistin an der Universität Iowa, saß mit 52 im Rollstuhl. Diagnose: Multiple Sklerose. Und die Dame hatte mit Sicherheit alle medizinischen Möglichkeiten ausgeschöpft. Hier noch einmal ganz laut für alle, die noch hören können: Medizin heißt überwiegend Pharmaindustrie. Ergab bei Frau Dr. Wahls den Rollstuhl …

Deshalb nenne ich die Schulmedizin auch oft Resignationsmedizin !

Doch dann tat die Frau Doktor im Rollstuhl etwas ganz Außergewöhnliches: Die fing an viel Literatur über Biochemie, Physiologie und Molekularmedizin zu lesen. Hatte sie vorher so nicht getan, als sie „nur“ ihre Patienten behandelt hatte. Jedenfalls kam sie zu dem für sie überraschenden Schluss, dass für ihre Krankheit „DEFEKTE IN DEN MITOCHONDRIEN, den Kraftwerken in den Zellen“ (Zitat) mitverantwortlich seien.

Ja was denn sonst, möchte man meinen ? „Kümmere Dich um Deine Mitochondrien!“ hab auch ich Ihnen Immer und immer wieder zugerufen.

Wer seine Mitochondrien beleidigt, zwingt die Körperzelle, eine Krebszelle zu werden !

Also krank zu werden. Und wie kümmert man sich um seine Mitochondrien ? Durch genetisch korrekte Kost. Durch ein genetisch korrektes Leben. Durch die 47 lebensnotwendigen Nährstoffe. Sie kennen das alles. Jedoch die Frau Doktor im Rollstuhl begann sozusagen eine Diät mit Obst, Gemüse und eiweißhaltige Lebensmittel.

War das Gegenteil von bisher und auch absolut keine leeren Kohlenhydrate mehr. Dafür Eiweiß und Vitamine. Gleichzeitig hatte sie mit Muskeltraining begonnen !! ALSO: Eine Internistin, durch Multiple Sklerose an den Rollstuhl gefesselt, stoppt die alberne Resignationsmedizin. Die Pharmamedizin. Und beginnt mit Frohmedizin. Bekanntlich u.a. genetisch korrekter Kost und Körpertraining.

ERGEBNIS: Frau Dr. Terry Wahls konnte nach 3 Monaten wieder gehen, nach 7 Monaten sogar wieder Rad fahren.

Frohmedizin ist Epigenetik.

Wie sehr, das hatte selbst ich mir damals, vor 30 Jahren, so nicht gedacht. Vom Rollstuhl auf‘s Rennrad ! Deutlicher kann man es nicht zeigen, dass die Universitätsmedizin, die Schulmedizin nur einen sehr, sehr kleinen Stellenwert hat, dann, wenn es um das Gelöbnis des Arztes geht: „ …Gesundheit zu erhalten und wiederherzustellen“.

Pilates

Ist ein systematisches Ganzkörpertraining zur Kräftigung der Muskulatur. Übrigens eine „Erfindung“ des deutschen Auswanderers Joseph Hubertus Pilates (1883–1967). Nun lese ich, Pilates sei auch die Tür zum Ausdauersport. Die Begründung:

Dank Pilates habe ich keine Sportverletzungen mehr.

Da höre ich dann gerne weiter zu.

Den Namen Pilates kennen wohl die Meisten von Ihnen, doch nur Wenige beschäftigen sich auch praktisch mit dieser Trainingsart. Und ich meine auch zu wissen, warum: Pilates tut weh. Sogar sehr weh. Das schreckt ab … Passt aber sehr gut zu meiner Lebensphilosophie:

Nur wenn etwas weh tut, lohnt es sich auch.

Nun, wer macht Pilates ? Vielleicht sogar regelmäßig ? Soweit ich das weiß:

  • Gelangweilte, aber fitnessbewusste New Yorker Hausfrauen.
  • Dirk Nowitzki, deutscher Starbasketballer in den USA.
  • Golf-Legende Tiger Woods: Nach unzähligen Rückenoperationen fast Sportinvalide, aber wieder am Weg zurück an die Weltspitze.
  • Jan Frodeno, der weltbeste Triathlet.
  • Praktisch jeder Skispringer: Die können beim Aufwärmen sogar ihre Beine hinter die Ohren legen.

Pilates wurde seinerzeit übrigens auch von Jürgen Klinsmann bei der deutschen Fußball-Nationalmannschaft eingeführt. Diese Liste ist doch beeindruckend … Frage ich natürlich nach dem Erfolg dessen. Der Knackpunkt scheint ganz einfach zu sein:

Bei Pilates werden Bewegungsabläufe gegen einen Widerstand wie in Zeitlupe trainiert. Abläufe, die man in den Sportarten sonst im Schnelldurchlauf absolvieren muss.

Das Geheimnis heißt Zeitlupe. Dadurch werden auch die tieferliegenden Muskeln viel intensiver trainiert. Und Pilates war von Pilates zu Beginn auch primär für die Männer gedacht. Ich sage das aus dem Grund, weil mir neulich das Buch „Pilates für Männer“ unterkam. Geschrieben von dem TV-Moderator Matthias Opdenhövel. Darin berichtet der Sportjournalist sympathisch verständlich, wie er 40 Jahre alt wurde. Doch dann sei es losgegangen:

  • Plötzlich hatte ich „Rücken“.
  • Die Zipperlein wurden immer mehr.
  • Immer öfter traten Sportverletzungen auf.
  • Und ich bekam einen Bauch. Wo kam denn der bitte her ?

Natürlich versuchte er zu joggen, doch verletzte sich prompt. Gelangte schließlich zur Einsicht: „Mein Körper brauchte ein Reset.“ Und fand dann Pilates !! Das Buch von Opdenhövel ist ein sehr motivierendes Bilderbuch. Eines der wenigen „Übungsbücher“, die auch mich spontan sagen lassen:

Das will ich auch. Wo ist denn das nächste Pilates-Studio ?

Kurzsichtigkeit

Wir reden bereits von der „Generation kurzsichtig“ und meinen damit die Jugend von heute. Laut Kuratorium gutes Sehen hat die Zahl der Brillenträger in Deutschland in den letzten 3 Jahren um über 1 Mio. zugenommen. Die sind praktisch alle kurzsichtig … Und warum ?

Falsches Training der Augenmuskeln

Ob wir kurz- oder weitsichtig sind, wird von der Form des Augapfels reguliert. Und diese wiederum durch kleine Augenmuskeln. Kleine Wunderwerke. Muskeln, die sich blitzschnell zusammenziehen oder wieder entspannen. Die es uns so ermöglichen, in die Ferne zu schauen und kurz wieder in die Zeitung. Will heißen: Der Augapfel verändert blitzschnell seine Form, wodurch die Sehschärfe variiert und angepasst wird. Ganz nach Wunsch. Verdanken wir Muskeln.

Das mit den Muskeln dürfte ein Satz von allgemeiner Gültigkeit sein. Glaub‘ ich immer mehr, seit ich Prof. Uhlenbruck (inzwischen 88) zum Thema Muskeln verstanden habe (News vom 10.01.2014).

Zumal man Muskeln trainieren kann. Die passen sich an, wenn man z.B. als Bodybuilder Tag für Tag den Bizeps anspannt. Dann wird der eben groß und unbeholfen. Das Gleiche passiert mit den Augen. Wenn Sie zu den Millionen „Schreibtischtätern“ in Deutschland gehören oder zu den 14 – 29-Jährigen gehören, die täglich 4,5 Stunden auf das Handy oder in den Fernseher starren … dann haben Sie in dieser Zeit (ebenfalls) Ihre Muskeln trainiert.

Haben das Auge daran gewöhnt, sich lang zu machen. Damit man auf 30 cm scharf sieht. Das hat der Muskel dann gelernt, macht es immer so und „verkürzt“ sich schließlich. Mit einem Wort: Wenn man nicht ständig die Augen sozusagen zwingt, zwischen nah und fern zu unterscheiden, dann verkümmern dort die Muskeln und Sehnen. Das Resultat ist dann Kurzsichtigkeit.

Davon war ich auch so einer. Hatte ab dem 6. Lebensjahr jeden Tag viele Stunden gelesen – auch beim Essen. Hab‘ das auch meinen Kindern gelernt. Doch heute weiß man, dass Kinder, die weniger als eine Stunde pro Tag draußen sind, ein um 30 % höheres Risiko an Kurzsichtigkeit haben als Kinder, die mehr als 2 Stunden im Freien sind.

Und was heißt im Freien? Man adaptiert in die Ferne. Man guckt vielleicht sogar auf einen Berg, fast immer auf einen Baum, ein Eichhörnchen oder Vögel.

Das ist ein ganz anderes Muskeltraining.

Die Muskeln bestimmen wichtige Teile unseres Lebens. Das Schöne daran: Man kann sie – verkürzt – wieder „umtrainieren“. Ein Beweis?

Vor ein paar Jahren bekam ich eine Lesebrille. „Jetzt wirst du alt“, dachte ich. Hat mich jedenfalls gestört. Ich hab‘ dann aber bei Leo Angart nachgelesen. Ein Büchlein mit Muskelübungen für die Augen. Und siehe da: Nach nur 2 Wochen Augentraining konnte ich die Lesebrille wieder wegwerfen. Habe mich mittlerweile von -4,5 Dpd runtertrainiert auf -1,5. Immerhin. Schöner kann man das Gesagte es nicht beweisen !

Ihr Körper ist ein Wunderwerk. Bitte trainieren Sie auch Ihre Augenmuskeln ! Aber liebevoll. Nicht allzu „preußisch“ …

Der Beckenboden

Besteht, wie so vieles, aus Muskeln. Über den denkt man auch selten nach. Das wird zumeist erst interessant, wenn man – leider, leider – spontan Urin verliert. Also Wasser lässt. Immer ein bisschen. Dann geht man zum Gynäkologen und der findet bei Frauen eine „Senkung“ der Gebärmutter. Die würde nicht mehr fest genug gehalten, rutscht nach unten und drückt auf die Blase. Abhilfe? Operation. Natürlich …

System Schulmedizin !

Genau davon schreibt mir eine Patientin per E-Mail. Hätte vor Jahren schon eine „Straffungsoperation“ am Uterus gehabt. Dennoch weiterhin Schwierigkeiten mit dem „schwachen Beckenboden“. Heißt im Alltag noch einmal: Der Urin kann nicht immer gehalten werden. Peinlich. Logisch. Wie hilft man (sich) wirklich ?

Muskeltraining? Das glaubte auch diese Patientin. Ging zum Kieser. Einverstanden.

Nur blieb der Erfolg aus. Leider, wie so oft. Irgendwann sollte man sich vielleicht doch von Bodybuildern etwas abschauen. Die wissen eigentlich, was sie tun. Und kümmern sich rührend und praktisch um 2 Hormone: Testosteron und Wachstumshormon, die beiden Anabolika. Als Laie sollte man wenigstens um deren Bedeutung wissen und die Tricks kennen, beide Anabolika natürlich zu stimulieren.

Denn erst dann lohnt sich Muskeltraining !

Die Bestätigung dessen finden wir auch in der genannten E-Mail:

Überraschend kurz nach der Einnahme der Nahrungsergänzungen (NEM) kam es zu einer herrlichen Festigkeit in der Bauch- und Beckenbodenmuskulatur. Ich entdeckte Muskeln, von deren Existenz ich bisher keine Ahnung hatte. Der Uterus gewann an Stabilität, keine Verschlussprobleme mehr.

Erst operiert, kein Erfolg. Dann Kieser-Training, auch ohne Erfolg. Jetzt NEM und Training, gewonnen ! Haben wir alle wieder etwas gelernt …

Und es folgte in dem E-Mail noch ein kleines, wunderschönes Sätzchen:

Übrigens: Ich konnte meine persönliche Laufleistung steigern – naja, oldtimermäßig.

„Oldtimer“ übersetze ich Ihnen gerne: Die Dame ist 70 Jahre alt. Aber die kannte den Satz von Prof. Dirk Pette: „Auch die 80-jährige Muskelzelle weiß nicht, dass sie 80 ist. Sie ist genauso trainierbar wie die 20-Jährige.“

NEM sind also auch beim Training der Beckenbodenmuskulatur unverzichtbar. Ist aber irgendwie logisch. Ein Muskel kann durch Reiz bzw. Training selbstverständlich nur dann wachsen, wenn er alle nötigen Nährstoffe bekommt. Also alle essentiellen Stoffe !