Folsäuremangel

An der McGill‐University in Montreal erhielten Testpersonen 3 Wochen lang ohne ihr Wissen Lebensmittel mit sehr wenig Folsäure. Sie wurden reizbar, nervös, bekamen Schlafstörungen. Sie selbst beschrieben Ihren Stresspegel während dieser Zeit als „sehr hoch“ bis „extrem“. Wurde daraufhin die Ernährung auf mehr Folsäure umgestellt, verschwanden diese Stresssymptome innerhalb von 2 Tagen.

Kommentar: In Canada und den USA wird Folsäure per Gesetz jedem Mehl beigesetzt. Als tiefer Wert gilt dort 8 ng/ml, hoch ist über 18 ng/ml. In Deutschland ist laut DGE Folsäure das Mangelvitamin Nr. 1. Aber darum müssen Sie sich selbst kümmern. Kennen Sie überhaupt Ihren Folsäurespiegel im Blut? Sind Sie ausreichend versorgt mit diesem B-Vitamin? Erst eine Messung gibt Ihnen Sicherheit – und Stressresistenz.

Und dabei finden wir gemessene Werte so zwischen 2 und 10 ng/ml. Offenbar kein Problem in Deutschland. Laut den meisten Labors „normal ab 2 ng/ml“. Medizin in Deutschland … Ich korrigiere dann solche Laborzettel und fordere statt 2 ng/ml von Ihnen 20. Wissen Sie, warum? Weil erst bei diesem 10-fach höheren Spiegel Ihr Risikofaktor Homocystein unter die gefährliche Schwelle sinkt. Ich richte mich also nach Ihrem Körper, nach der Natur und nicht nach Laborzettel. (News vom 16.09.2009)

Mehr über Folsäure steht übrigens auch in „Topfit mit Vitaminen“ (dtv, S. 65).

Hier nur in Kürze: Ihr typisch tiefer Folsäurespiegel im Blut ist der Engpass bei der Herstellung des

  • Antriebshormones Dopamin
  • Glückshormones Serotonin
  • positiven Streßhormones Noradrenalin

Und wissen Sie, was ich tag-täglich denke, wenn ich so Ihre tiefen Folsäurespiegel sehe? „Selbst Schuld“. Wären wir wieder bei der Eigenverantwortung … Als Frohmediziner empfehle ich Ihnen die Einnahme von 0,4-0,8 mg Folsäure täglich.

PS: In Schweizer Supermärkten kann man schon 300 eigens mit Folsäure angereicherte Produkte zu kaufen!