Bitte bleiben Sie krank !

Das meine ich natürlich mit einem Augenzwinkern. Damit helfen Sie unzähligen Menschen. Z.B. allein den zigtausenden Angestellten in der Pharmaindustrie. Haben Sie schon einmal nachgedacht über deren Halbwahrheiten oder gezielte Falschinformationen und das aktive Bemühen, Sie krank und damit abhängig zu halten. Ja? Dann sollten Sie das sehr sachlich und neutral sehen. Ohne Schaum vorm Mund. Denn die wollen schließlich auch leben …

Bevor ich diese Sätze hingeschrieben habe, habe ich mich selbstverständlich abgesichert. Ich bin viel kritischer und vorsichtiger als Sie vielleicht glauben. Dazu frag‘ ich Sie erstmals:

Kennen Sie Prof. Dr. Ingo Froböse ?

Der Herr ist eines der letzten großen Vorbilder in meinem Leben.

Geboren 1957 war der während seiner Studienzeit viele Jahre deutscher Vizemeister über 100 m und 200 m. Dazu noch deutscher Vizemeister im Vierer-Bob. Ein äußerst sportlicher Mann. Nun sind das viele Leute in ihrer Jugend. Und werden dann alt und fett. Nicht so Froböse. Der wird immer jünger und schlanker. Ist eine unglaubliche Erscheinung. Schauen Sie sich doch bitte mal seine Fotos auf www.ingo-froboese.de. an. Da strahlt Sie dieser Mister Fitness, dieser Mister ewige-Jugend an mit seinen blauen Augen. Unglaublich !

Dass er über 30 Bücher geschrieben hat, versteht sich sozusagen von selbst. Und was für Bücher ! Derzeit ist er – einer von unendlich vielen Jobs – Chef der Sporthochschule Köln. Und hat kürzlich ein Interview gegeben, das ich Ihnen wörtlich zitieren möchte.

Jetzt wird’s spannend:

Ich habe 2004 sehr intensiv an der Entstehung des neuen Präventionsgesetzes in Deutschland mitgewirkt. In der letzten Anhörung zum Gesetzesentwurf im deutschen Bundestag hat man mir gesagt: „Froböse, Du hast sehr ehrenhafte Ideen. Aber das Geld im Gesundheitstopf, die 250 Mrd. €, das ist verteilt. Und niemand hat ein Interesse daran, dass wir es anders aufteilen.” Das war also eine ganz klare Botschaft an mich und hat mir damals schon eine Sache ganz deutlich gemacht:

Es gibt offenbar kein Interesse daran, das Thema Gesundheit, Prävention und Leistungsfähigkeit im Sinne des Gemeinwohls voranzutreiben.

Es gibt auch kein Geld mehr, um die Gesundheits- und Präventionsforschung nennenswert zu fördern. Das hängt vor allem damit zusammen, dass viele Industrien erst dann verdienen, wenn die Gesundheit der Menschen nicht mehr optimal ist. Also der Schaden schon entstanden ist. Diese Industrien haben gar kein Interesse daran, dass unsere Gesellschaft gesund und leistungsfähig ist oder bleibt.

Wir müssen also selbst ran – jeder für sich !

Hat Herr Prof. Froböse nicht recht ? Spricht klar und wahr. Ist auch dabei eine Ausnahme in Deutschland. Im Gegensatz zu den vielen Politikern. Da gäbe es also 250 Mrd. €, aber offenbar keinen Euro mehr für Gesundheit, Prävention und Leistungsfähigkeit. Nun, das sieht man den Politikern auch an ! Das passt direkt gut ins Bild …

Aber wir wollen uns darüber nicht aufregen, sondern vielmehr an die Quintessenz der Aussage von Prof. Froböse denken:

EIGENVERANTWORTUNG

Dazu passt übrigens herrlich ein Fundstück der Münchner Autorin (u.a. 20 Bücher) und Filmemacherin Luisa Francia, das oft in den sozialen Medien zirkuliert. “Überleben” heißt das Gedicht:

Geh’ ich heute zum Arzt,
denn der muss auch leben.
Der verschreibt mir Medikamente,
denn die Pharmaindustrie muss auch leben.
Die hab’ ich dann in der Apotheke gekauft,
die muss schließlich auch leben.
Wieder zuhause hab’ ich das ganze Zeug weggeschmissen,
denn ich will auch leben …