Schulmedizin aktuell am 30. März 2020

Welt

Nach Angaben der WHO nimmt Covid-19 in rund 80 % der Fälle einen milden Krankheitsverlauf. Der übrige Teil der Infizierten allerdings muss mit schweren Symptomen bis hin zu lebensbedrohlichen Auswirkungen rechnen. Ein neuer Erklärfilm von health tv zeigt, was bei einer Infektion mit dem Coranavirus SARS-CoV-2 im Körper passiert. Das Virus dringt vor allem über die Schleimhäute von Mund und Nase in den Körper ein. Dort kann es sich vervielfältigen, indem es an Körperzellen andockt und diese auf „Vermehrung“ umprogrammiert. (health tv, 30.03.2020)

Doch bis es zu einer schweren Covid-19-Erkrankung kommt, kann es dauern. Eine große Rolle spielt das Immunsystem. Ältere oder Vorerkrankte sind klar im Nachteil bei der Abwehr von SARS-CoV-2. Ab dem 50. Lebensjahr steigt das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs stetig an. Auch Erkrankungen des Herzens, des Atmungssystems, der Leber und der Niere, Diabetes, eine Immunschwäche sowie Krebserkrankungen scheinen unabhängig vom Alter das Risiko zu erhöhen. Raucher sind ebenfalls stärker gefährdet. (health tv, 30.03.2020)

Europa

Um die Produktion dringend benötigter medizinischer Ausrüstung in der EU zu steigern, hat die Europäische Kommission heute drei Produktionsleitlinien veröffentlicht: für persönliche Schutzausrüstung wie Atemschutzmasken, für Handdesinfektionsmittel sowie für Ausrüstung aus dem 3D-Drucker. Binnenmarktkommissar Breton will mit den Leitlinien jene Unternehmen unterstützen, die ihre Produktion ausweiten oder neu auf medizinische Ausrüstung umstellen, und ihnen helfen, die Gesundheits- und Sicherheitsstandards einzuhalten. (EU Kommission, 30.03.2020)

Deutschland

Eine Umfrage in Deutschland ergab, dass die Apotheke vor Ort eine zentrale Rolle im Leben der Menschen spielt. So schätzt der Großteil der Befragten vor allem die schnelle Möglichkeit der Medikamentenbeschaffung, die Beratung und die fachliche Kompetenz der Apotheke, aber auch den persönlichen Kontakt. Dennoch haben die Deutschen Wünsche an ihre Vor-Ort-Apotheke. Ganz oben auf der Liste steht eine Medikamentenabholung rund um die Uhr. Insgesamt 45 % der Deutschen möchte die Möglichkeit einer Medikamentenabholung an einem Terminal 24/7 gerne in Zukunft nutzen. 38 % wünschen eine diskretere und individuellere Beratung sowie 35% eine schöne und angenehme Einkaufsatmosphäre. (Becton Dickinson Rowa Germany GmbH, 30.03.2020)

Infografik: Becton Dickinson Rowa Germany GmbH

Apothekenkunden möchten also einerseits die Flexibilität haben, ihre Medikamente und weitere Produkte 24/7 abholen zu können, aber andererseits auch wie beim Einzelhandel in der Apotheke zu shoppen. Zudem können sich die Deutschen durchaus vorstellen, für manche Leistungen in die Apotheke anstatt zum Arzt zu gehen. Dazu gehören mit 37% kleine Untersuchungen, Impfungen und auch Impfberatungen mit 34 %. 31 % würden ihre Apotheke auch gerne mit in ihre Medikationsplanung einbinden und 26 % möchten andere individuelle Gesundheitsleistungen dort beziehen. (Becton Dickinson Rowa Germany GmbH, 30.03.2020)

Volkskrankheit Nagelpilz ? 14-18 % der Bevölkerung sind schätzungsweise von einem Nagelpilz (Onychomykose) betroffen. Rund 50 % davon sind über 60 Jahre alt. Ansteckungsfallen dafür lauern überall: Ob im Schwimmbad, Fitnessstudio oder im heimischen Badezimmer -- Pilzerreger fühlen sich dort wohl, wo es warm und feucht ist. Aber auch Sportler gehören zur Risikogruppe. Grund dafür sind die Stoßbewegungen beim Laufen , die zu Mikroverletzungen an den Nägeln führen, wo dann Pilzerreger freie Bahn zum Eindringen haben. (Almirall Hermal GmbH, 30.03.2020)

83 % aller Infektionen werden durch Fadenpilze wie Trichophyton rubrum verursacht, deutlich weniger durch Schimmelpilze (16 %) oder Hefepilze (1 %). Fadenpilze wirken auf das Immunsystem und verhindern die Immunantwort der Zellen. Dadurch können die Abwehrkräfte den Pilz ohne Zuhilfenahme von Medikamenten nicht mehr bekämpfen. Haut- und Nagelpilz begünstigen sich übrigens gegenseitig. Und selbst eine Ansteckung am restlichen Körper ist möglich. „Fahrstuhleffekt“ nennt sich dieses Phänomen, bei dem Pilzerreger vom Fuß aus andere Körperstellen befallen können -- etwa, wenn die Socken erst nach der Unterwäsche angezogen werden. (Almirall Hermal GmbH, 30.03.2020)

Irland

Der Medizintechnik-Hersteller Medtronic gibt die ersten klinischen Daten der Spyral HTN-OFF MED Pivotstudie bekannt. Die „gepowerte, prospektiv angelegte Studie bei Patienten mit unkontrolliertem Bluthochdruck ohne blutdrucksenkende Begleitmedikation“ erreichte ihre primären und sekundären Endpunkte mit einer Überlegenheitswahrscheinlichkeit von >99,9 % gegenüber denjenigen Kontrollgruppen mit einem Scheinverfahren. Darüber hinaus gab es 3 Monate lang keine größeren Vorfälle im Zusammenhang mit der Geräte- oder Verfahrenssicherheit. In der Studie wurden die Daten von 331 Patienten evaluiert, von denen 166 für die renalen Denervierung (RDN) randomisiert wurden. (Medtronic GmbH, 30.03.2020)

Die renale Denervierung mit dem „Symplicity Spyral“ Multielektroden-Katheter ist ein interventionelles Verfahren bei Bluthochdruck. (Bild: Medtronic GmbH)

RDN ist ein minimal-invasives Verfahren zur Regulierung überaktiver Nerven, die zu und von der Niere führen. Die Ergebnisse zeigten nach 3 Monaten eine statistisch signifikante Senkung des systolischen Blutdrucks um 9,2 mmHg in der Praxismessung und um 4,7 mmHg in der ambulanten 24-Stunden Blutdruckmessung (ABDM) bei den Patienten, die mit dem Symplicity-Spyral-RDN-System behandelten wurden. Die Blutdrucksenkungen wurden während der gesamten Tages- und Nachtzeit konstant aufrechterhalten. Dies kann einen wichtigen Vorteil darstellen, da das kardiovaskuläre Risiko während der Nachtzeit höher ist. Blutdrucksenkenden Medikamente (falls verschrieben) wurden mindestens 3 Wochen vor der Randomisierung abgesetzt. Diese Ergebnisse zeigen eindeutig, dass RDN den Blutdruck senkt, und das auch über den 24-Stunden-Zeitraum. (Medtronic GmbH, 30.03.2020)

Österreich

Aktuell werden in Österreich sog. PCR-Tests durchgeführt, bei denen nach dem Erbgut von Sars-CoV-2 gesucht wird. Das ist die sicherste Methode, um eine aktive Erkrankung festzustellen. Jedoch sagt der PCR nichts darüber aus, ob jemand die Erkrankung bereits durchgemacht hat und damit immun gegen Corona ist. Ein Antikörpertest würde auch Aufschluss über die Dunkelziffer im Land geben, denn diejenigen, die nicht mehr krank sind und Antikörper haben, können nicht mehr angesteckt werden und den Virus auch nicht mehr übertragen – und daher vorbehaltlos wieder in Kontakt zu anderen treten und an ihren Arbeitsplatz, in die Spitäler, Geschäfte usw. zurückkehren. (Universität für Bodenkultur Wien, 30.03.2020)

Die Zahl der Grippe-Erkrankungen ist in Österreich nicht höher als in anderen Jahren, auch nicht in China oder Italien. Die gemachten Tests haben keine medizinische Aussagekraft, da daraus nicht auf die jeweiligen Krankheits- bzw. Todesursachen geschlossen werden kann. Daher können auch neue Medikamente oder Impfstoffe gegen „Corona-Viren“ keine gesundheitsfördernden Auswirkungen haben. Die „explosionsartig“ steigenden „Corona-Virus“-Fälle aufgrund vermehrter Tests sind daher keinerlei Grund zur Panik. (Initiative Heimat und Umwelt, 30.03.2020)

Die Allgemeinmediziner bilden auch in den schwierigen Tagen der Corona-Krise das Rückgrat der wohnortnahen Gesundheitsversorgung in Österreich. Man darf auch nicht die Bedeutung der Ärzte mit Hausapotheke unterschätzen. Diese stellen die Arzneimittelversorgung für rund 3,5 Mio. Bürger in den ländlichen Gemeinden sicher. (Österreichische Ärztekammer, 30.03.2020)

Österreich verfügt über ausgezeichnet ausgebildete Fachkräfte in den Gesundheitsberufen auf allen Ebenen. Allerdings wird das Potenzial zu wenig genützt. Wesentlich ist eine konkrete Definition einer abgestuften Betreuung von Patienten, damit sie bestmöglich durch das Gesundheitssystem gelotst werden. Dazu müsse man überlegen, welche Berufsgruppe welche Aufgabe übernehmen könne. Unbestritten ist nach wie vor die freie Arztwahl. (Praevenire, 30.03.2020)

1,25 Mio. Österreicher halten sich in 1.299 Fitnessclubs gesund und fit. Die 1.299 gewerblichen Fitnesscenter sind zudem auch Arbeitgeber für rund 40.000 Mitarbeiter. (fitness.at, 30.03.2020)

Sexarbeiter*innen massiv von Corona-Armut betroffen: Über 2.000 Frauen in Wien stehen vor dem Nichts. (Volkshilfe Wien Gemeinnützige Betrieb GmbH, 30.03.2020)

Liechtenstein

Die Drive-Through-Anlage zur Überprüfung des Corona Virus in der Marktplatzgarage von Vaduz wurde heute in Betrieb genommen. (Fürstentum Liechtenstein, 30.03.2020)

Schulmedizin aktuell am 23. März 2020

Welt

Seit Ausbruch der Covid-19-Pandemie werden die Sozialen Medien nicht nur mit Informationen, sondern auch mit Falschmeldungen über das neue Coronavirus und seine Folgen überschwemmt. Die WHO spricht bereits von einer „Infodemic“ und versucht, mit einem eigenen Social Media Team gegenzusteuern. (Faktenkontor, 23.03.2020)

Deutschland

Bargeld war schon immer schmutzig, es hat nur niemanden gestört. Über 3.000 Spuren findet man auf Geldscheinen -- von Noroviren bis zur DNA von Breitmaulnashörnern. Seit in China und den USA Geldscheine desinfiziert werden, fragt man sich auch in Deutschland, ob durch Bargeld der Corona-Virus übertragen werden kann. Die Schnellantwort lautet: Höchstwahrscheinlich nicht. (BE Bezahlexperten GmbH, 23.03.2020)

Der AOK-Bundesverband begrüßt das neue Covid-19-Krankenhaus-Entlastungsgesetz. Das Gesetz sorgt dafür, dass die Krankenhäuser zeitnah mehr Geld bekommen und somit liquide bleiben. Höhere Vergütungen gleichen die Mehrkosten für das Aufstocken der Intensivkapazitäten oder die Anschaffung von Schutzausrüstungen aus und federn Einnahmeausfälle ab, die z.B. durch das Aufschieben oder Aussetzen planbarer Operationen entstehen. Dass jetzt den Krankenhäusern, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen zuerst geholfen wird, ist vollkommen richtig. Sie stehen im Kampf gegen das Virus an vorderster Front. Das Gesetz kann aber nur der 1. Teil eines umfassenden Rettungsschirms für das deutsche Gesundheitswesen sein. (AOK-Bundesverband, 23.03.2020)

Das Bundeskabinett beschließt heute den Entwurf für das „Gesetz zum Ausgleich Covid-19 bedingter finanzieller Belastungen der Krankenhäuser und weiterer Gesundheitseinrichtungen“ (Covid-19-KrankenhausentlastungsG). Das Gesetz regelt auch die Beteiligung von Reha-Einrichtungen an der Versorgung von Corona-Infizierten. (Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation (DEGEMED), 23.03.2020)

Der deutsche Gesetzesentwurf zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite sieht erhebliche Eingriffe in die unternehmerische Freiheit vor. So soll der Bund unter anderem Arzneimittel sicherstellen und beschlagnahmen dürfen. Er darf den Verkauf verbieten und in bestehende Lieferverträge eingreifen. Er darf in Preisbildung, Erstattung sowie Vergütung eingreifen. Er darf Verpflichtungen zur Aufrechterhaltung, Umstellung, Eröffnung oder Schließung von Produktionsstätten oder einzelnen Betriebsstätten von produzierenden Unternehmen verfügen. Entschädigungsregelungen sind vorgesehen, deren Ausgestaltung bleibt aber offen. (Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie, 23.03.2020)

Erstmals sichtbar wurden die Auswirkungen von Corona auf den deutschen Einzelhandel durch den flächendeckenden Ausverkauf von Desinfektionsmitteln und Atemschutzmasken. Der Run darauf erreichte auf Idealo Ende Februar seinen Höhepunkt. Während die Nachfrage nach Toilettenpapier (8.770 % Nachfrageanstieg im März gegenüber Januar) und Nudeln (+ 671 %) nach wie vor steigt, wird zuhause auch eine sportliche Betätigung ins Auge gefasst -- als Folge der Schließung aller Fitnessstudios in Deutschland. (Idealo Internet GmbH, 23.03.2020)

Infografik: Idealo Internet GmbH

So steigt die Nachfrage nach Sportzubehör stark an -- bei Hanteln etwa um 2.740 % gegenüber Januar. Auch wenn sich der Wunsch nach (spielerischer) Ablenkung im Online-Handel deutlich abzeichnet -- die Gesundheit steht bei den Deutschen offenbar immer noch an 1. Stelle: Die Nachfrage nach Erkältungsmitteln stieg mittlerweile um 203 % an. Noch beliebter sind Fieberthermometer mit + 2.968 %. (Idealo Internet GmbH, 23.03.2020)

Die Aufklärung über Sars-CoV-2 im Social Web sollte vor allem auf YouTube und in Internet-Foren erfolgen. Denn auf diesen Kanälen tauschen sich mehr Nutzer über Gesundheitsfragen aus als irgendwo sonst im Web. 16 % aller Internet-Nutzer ab 16 Jahren in Deutschland befassen sich auf YouTube mit Gesundheitsthemen, und 10 % nutzen dafür klassische Internet-Foren. (Faktenkontor, 23.03.2020)

Viel Weißmehl, Zucker und Fett machen das Immunsystem regelrecht aggressiv. Darauf reagiert man wie auf einen bakteriellen Infekt und das wiederum fördert langfristig Entzündungen. (Jentschura International GmbH, 23.03.2020)

Die bundesweit an rund 160 Standorten aktive Asklepios Kliniken Gruppe verfügt aktuell über rund 800 Beatmungsbetten. (Asklepios Kliniken GmbH, 23.03.2020)

Österreich

Geschlossene Sportplätze, abgesagte Sportveranstaltungen und ein stillgelegtes Vereinsleben bringen Österreichs Vereine derzeit in eine äußerst schwierige wie auch existenzbedrohende Lage. Es handelt sich um einen irrsinnigen Einschnitt für den gesamten Sport, den viele Sportler und Funktionäre so noch nie erlebt haben. Hinzu kommt, dass österreichische Vereine in der Regel gemeinnützig organisiert sind und keine Rücklagen bilden dürfen. Laut Sportunion muss es das Ziel sein, alle 15.000 Sportvereine des Landes durch diese Krise durchzubringen, damit Österreichs kritische Infrastruktur für sozialen Zusammenhalt und Gesundheit erhalten bleibt. (Sportunion Österreich, 23.03.2020)

Schweiz

Rauchen ist unbestrittenen ein wichtiger Risikofaktor für viele Atemwegserkrankungen. So haben Raucher ein deutlich höheres Risiko an COPD (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung). Rund 400.000 Schweizer leiden an COPD und auch Covid-19 ist eine Lungenkrankheit so wie die im Vergleich dazu harmlosere saisonale Grippe. Rauchen schwächt das Immunsystem und erhöht das Risiko für einen schweren Verlauf sämtlicher Atemwegserkrankungen. (ARGE Tabakprävention Schweiz, 23.03.2020)

So wirkt sich die Corona-Pandemie auf die Schweizer Zahnarztpraxen aus: Auf Weisung des Bundesrats dürfen nicht zwingende Behandlungen und Wahlbehandlungen bis auf Weiteres nicht mehr ausgeführt werden -- die zahnmedizinische Behandlung in Notfällen und bei starken Schmerzen bleibt aber gewährleistet. Für Patienten bedeutet dies: Wer einen Termin für die Zahnreinigung oder eine Kontrolluntersuchung hat, muss diesen auf später verschieben. Ebenso können Kariessanierungen sowie prothetische oder ästhetische Eingriffe derzeit nicht ausgeführt werden. Wichtig aber: Die Behandlung bei Unfällen, Infektionen sowie starken Schmerzen bleibt vollumfänglich gewährleistet. (Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft SSO, 23.03.2020)

Liechtenstein

In Liechtenstein fanden die Tests auf das Corona-Virus im Landesspital statt. Für den Spitalbetrieb ist das eine Herausforderung. Die Probenentnahme wird daher zukünftig in einer Drive-Through-Anlage durchgeführt. Nach telefonischer Voranmeldung fährt die zu testende Person dazu im eigenen Auto vor. Für die Probeentnahme kann sie im Auto sitzen bleiben, denn diese erfolgt durch das Fenster. Es wird zudem auch eine Möglichkeit für Fußgänger geben, wodurch sich in Summe das Landesspital wieder auf den regulären Spitalbetrieb konzentrieren kann. (Fürstentum Liechtenstein, 23.03.2020)

Schulmedizin aktuell am 21. März 2020

Europa

Europa wird mit aktuell rund 120.000 Covid-19-Fällen und über 6.000 Todesfällen (davon 4.000 in Italien und 1.000 in Spanien) immer stärker zum weltweiten Epizentrum der Corona-Krise. (Bundesministerium für Soziales, Gesundheit und Pflege, 21.03.2020)

Deutschland

In Folge eines aktuellen Gesetzesentwurfes in Deutschland werden zahlreiche Gesundheitseinrichtungen in absehbarer Zeit in Finanznot geraten, Kurzarbeit anordnen und Mitarbeiter entlassen müssen. Der Gesetzentwurf riskiert damit die Gesundheit und das Leben von sehr vielen Menschen. (Asklepios Kliniken GmbH, 21.03.2020)

Folgende Aspekte werden die Kliniken in Deutschland in akute Existenznöte bringen: (1) Kein Ausgleich für den Mehraufwand für Verbrauchsmaterialien (2) Aufbau dringend benötigter Intensivkapazitäten wird grundlos verzögert (3) Pauschalbeträge decken Erlösausfall bei weitem nicht ab (4) Unverhältnismäßige Bürokratie wird nicht ausgesetzt und schränkt Versorgung ein ! Der aktuelle Gesetzesentwurf wird die Pleite von Krankenhäusern nicht verhindern. (Asklepios Kliniken GmbH, 21.03.2020)

Österreich

Im Kampf gegen das Coronavirus stellt die österreichische Bundesregierung insgesamt 23 Mio. € für die Erforschung von Medikamenten zur Verfügung. Die Förderung gilt vor allem Projekten, welche die Wirksamkeit bereits bestehender Medikamente im Kampf gegen das Virus erforschen. Die dazu nötigen klinischen Studien sollen durch das zusätzliche Geld beschleunigt werden. (Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaft, 21.03.2020)

Liechtenstein

In Liechtenstein geht die starke Zunahme der Covid-19-Fälle weiter. … Abstand ist derzeit die beste Medizin. (Fürstentum Liechtenstein, 21.03.2020)

Schulmedizin aktuell am 16. März 2020

Welt

Nur 38 % der Eltern weltweit schränken die zuckerhaltige Ernährung ihrer Kinder ein, um eine gute Mundgesundheit zu gewährleisten. Das ergab eine Studie der FDI World Dental Federation. Die USA landen dabei übrigens auf dem vorletzten Platz. … Orale Gesundheit ist weltweit nach wie vor einer der am meisten vernachlässigten Gesundheitsbereiche. Das Tragische daran ist, dass Mundkrankheiten eine schleichende Epidemie darstellen, die mit rund 3,58 Mrd. Menschen mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung betrifft, aber weitgehend vermeidbar wäre. (FDI World Dental Federation, 16.03.2020)

Infografik: FDI World Dental Federation

Europa

Die EU-Kommission hat Maßnahmen ergriffen, um die Versorgung mit medizinischer Ausrüstung in der EU sicherzustellen. Einerseits bedürfen Ausfuhren von Schutzausrüstung in Drittstaaten nun einer Genehmigung seitens der EU-Mitgliedstaaten. Andererseits arbeitet die Kommission mit der Industrie zusammen, um die Produktion von Schutzausrüstung anzukurbeln, wie Präsidentin von der Leyen in einer Videobotschaft erklärt. Für persönliche Schutzausrüstung wie Atemmasken läuft die gemeinsame Beschaffung bereits. (EU Kommission, 16.03.2020)

Deutschland

Mit 10 Fragen des Selbsttests von Health TV können Interessierte ihr persönliches Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf bei einer Infektion mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) prüfen. (Health TV, 16.03.2020)

Bild: Health TV

Die Online-Jobplattform StepStone.de unterstützt Krankenhäuser und Arztpraxen in der Corona-Krise aktiv dabei, schnellstmöglich medizinisch geschultes Personal zu finden. Dazu wird StepStone ab sofort für die nächsten 4 Wochen Wochen alle Stellen, die innerhalb des Gesundheitssektors zur Bekämpfung des Virus benötigt werden, kostenlos veröffentlichen.  (StepStone.de, 16.03.2020)

Die deutsche Apothekerschaft sieht nach wie vor keine durch die Corona-Krise verursachten Engpässe in der Arzneimittelversorgung. Auch an Medikamenten für die Selbstmedikation mangelt es nicht. (ABDA, 16.03.2020)

Regelmäßiges Krafttraining ist wichtig für die Gesundheit. (Apotheken Umschau, 16.03.2020)

Der Mensch profitiert das ganze Leben lang von kräftigen Muskeln. Starke Muskeln helfen bei Rückenschmerzen, beugen Osteoporose und Diabetes vor und können bei älteren Menschen schwere Stürze verhindern. Zudem sind Muskeln der natürliche Feind von Fettpolstern, denn sie verbrauchen eine ganze Menge Energie. Doch schon ab dem 30. Geburtstag geht jedes Jahr fast 1 % der Muskelmasse verloren, ab 60 noch mehr. (Technische Universität München, 16.03.2020)

Liechtenstein

Eine Ansteckung mit dem Coronavirus hat bei den meisten Menschen milde Symptome zur Folge. Für ältere Menschen und Personen mit bestimmten Vorerkrankungen kann es aber lebensgefährlich werden. Die Regierung Liechtensteins empfiehlt daher Personen ab 65 Jahren sowie Personen mit Vorerkrankungen dringendst, die sozialen Kontakte auf das absolute Minimum zu beschränken. In Liechtenstein wurden bislang insgesamt 12 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Wegen der Entwicklungen in den Nachbarstaaten ist auch in Liechtenstein in den nächsten Tagen von einem starken Anstieg der Fallzahlen auszugehen. Die Regierung setzt alles daran, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und damit eine Überlastung des Gesundheitswesens zu verhindern. (Fürstentum Liechtenstein, 16.03.2020)