Vitamin E gegen Krebsstammzellen

Jeden Tag berate ich Krebspatienten. Jeden Tag besprechen wir das gleiche Phänomen: Der Krebs kommt wieder. Die Erklärung? Ein Wort: Krebsstammzellen

In der Medizin wächst die Erkenntnis (Emerging evidence supports …), dass mit Krebs gar nicht die sichtbare Geschwulst gemeint ist, denn die kann man wegoperieren. Die schmilzt auch unter einer Chemotherapie oder Bestrahlung. Sondern, dass

Krebs tatsächlich aus einigen wenigen Stammzellen entsteht.

Also einer kleinen Untergruppe. Die übliche Krebstherapie (überall in Deutschland, auch in Ihrem Krankenhaus) bekämpft leider nur die „differenzierten Tumorzellen“, also den sichtbaren Teil, nicht aber die Krebs-Stammzellen. Das ist der Grund für die Wiederkehr von Krebs.

Aber schon im Mai 2011 wurde ein neuer Weg aufgezeigt: Gamma-tocotrienol (Ihnen bekannt als normales Vitamin E) tötet sowohl Stammzellen als auch die restlichen Krebszellen. Bewiesen im Labor, in Krebszellkulturen (PC-3 und DU145). Das heißt für mich:

Die Natur lässt uns wirklich nicht im Stich. Im Stich lassen uns die Chemotherapie, die Bestrahlung, unsere Onkologen !

Genau das hat schon Univ.-Prof. Otmar Wiestler, der oberste Krebsarzt vom DKFZ Heidelberg beklagt. Genau diesen Punkt:

  • Stammzellen versteht man nämlich als eher ruhend, verglichen mit den übrigen aktiven Krebszellen.
  • Und dieses „ruhend“ macht sie resistent gegen Chemotherapie, welche die aktiven, sich vermehrenden Krebszellen bekämpft.
  • Kommt hinzu, dass Stammzellen mehrere Gene tragen, die gegen Medikamente resistent machen (MDR1, ABC-Transporter)
  • Stammzellen in der Prostata sind leider auch hormonunabhängig, können also mit der üblichen Testosteronblockade nicht erfasst werden.

FAZIT: Stammzellen können den (bekämpften) Krebs immer wieder aufleben lassen.

Also richtet sich effektivste Krebsbekämpfung gegen die Stammzellen, nicht gegen die sichtbaren Krebszellmassen, auf die man sich bisher gestürzt hat!

Und jetzt also Vitamin E genauer gesagt: Gamma-tocotrienol, wie vom Biologen Dr. Coy seit Jahren propagiert. Der wusste schon immer, dass es um die Stammzellen geht. UND dass man sie – genau wie den übrigen Krebszellen – nicht mit Zucker füttern darf. Das ist in der Praxis schwieriger als man glaubt !

QUELLE:  Int J Canc May 2011, Vol. 128ISS9, S. 2182