Ketose noch besser als „No carb“

Seltsam, wie sich gerade in den letzten Jahren fast exponentiell die Gewissheit verdichtet, dass Hippokrates tatsächlich recht hatte. Dass die Ernährung vermutlich der Hauptfaktor für die Gesundheit ist. Ja, noch mehr: Dass geschickte Ernährung Krankheiten bekämpfen und auch besiegen kann …

Krebs besiegen kann, Multiple Sklerose, Asthma, Herzinfarkt, Schlaganfall usw.

Nun nehmen aber die Zivilisationskrankheiten nicht nur in Deutschland zu. Da stimmt also irgendetwas nicht. Könnte es an den künstlichen, leeren Kohlenhydraten liegen ? Die entscheidenden Anstöße dazu – obwohl schon 100 Jahre bekannt – kamen durch die Low carb-Bewegung. Einer ihrer Vorreiter ist Prof. Nicolai Worm mit der LOGI-Methode. Auch Robert Atkins, der als Diät-Papst durchaus missverstanden wurde. Die Kohlenhydrate rückten jedenfalls in den Mittelpunkt des Interesses.

Oder besser gesagt: „Des Abscheus“, so Prof. Robert Lustig, der bekanntlich von „Zucker ist Gift“ spricht. Es folgte sodann eine Studie nach der anderen, in der der weitgehende Verzicht auf Kohlenhydrate (täglich nur 20-50 g) zu sog. „Wunderheilungen“ führte. Und es dauerte gar nicht lange, bis der Gedanke auf die Spitze getrieben wurde:

Ketogene Diät oder die Ketose

Von der ich Ihnen im Alltag bisher abgeraten habe. Zu umständlich, zu mühsam, und auch, weil – ich gestehe – Fett mir ein Graus ist. Vielen von Ihnen auch ! Doch diese meine Meinung ändert sich (wieder einmal !) ganz langsam. Seit wir nämlich verstehen, dass

Ketose besser ist als No carb.

Und zwar aus einem einfachen Grund: Beide fordern den so gut wie gänzlichen Verzicht auf Kohlenhydrate, wodurch ganz generell die Entzündungsfaktoren im menschlichen Körper sinken. Eine außerordentliche Einsicht ! Ein Wendepunkt der Medizin, nachdem praktisch jede Krankheit auf einer Entzündung beruht.

Damit haben wir das wohl stärkste Prinzip, Entzündungen zu reduzieren, in der Hand: Einfach die Kohlenhydrate weglassen !

Bitte vertiefen Sie sich ein paar Minuten in die außerordentlichen Bedeutung dieses Punktes …

Ketose aber, die ketogene Diät, hat einen 2. Vorteil über No carb hinaus. Es entstehen

Ketonkörper (Ketone)

Die haben eine ganz eigenständige, heilende Bedeutung. Dazu 2 Beispiele:

Ketone verlangsamen die Gehirnfrequenz. Beim Lesen dieser News findet sich im Gehirn eine (überwiegende) Frequenz von 20-30 Schwingungen pro Sekunde. Bei Panik wären es 50-60 Schwingungen pro Sekunde. Dann wäre alles irr und wirr. Sie könnten keinen klaren Gedanken mehr fassen.

In der Meditation hingegen verlangsamt sich die Hirnfrequenz auf 10 oder weniger Schwingungen pro Sekunde. Da kann man plötzlich glasklar denken. Hat Zugang zu Intuition und Kreativität. So glückten auch die epochalen Erfindungen der Menschheit (siehe Einstein). Und genau das bewirken Ketone: Sie verlangsamen die Gehirnfrequenz. Imitieren damit Meditation und lassen ähnlich dem 2-wöchigen Fasten so wach und fast hellsichtig werden.

Das 2. Beispiel hatte ich Ihnen kürzlich genannt:

Ketone wirken epigenetisch. Ketone schalten Tumor-Suppressor-Gene wieder an. Also jene Gene, welche Tumorzellen unterdrücken, abschalten oder vernichten sollen.

So wirken Ketone direkt gegen Krebszellen. Was für eine Entdeckung !

Zudem heilen Ketone Entzündungen. Kann man direkt im Blut an ganz bekannten Entzündungsfaktoren ablesen. CRP, z. B..

FAZIT:

Die seit über 100 Jahren bekannte, jetzt wiederentdeckte Tatsache, dass der Verzicht auf künstliche Kohlenhydrate (Mehl, Zucker) der wahrscheinlich entscheidende Beitrag zur Gesundheit, zur Heilung des menschlichen Körpers ist, wird nur noch übertroffen dadurch, dass durch zusätzliches Fett (80 %) ebenfalls längst bekannte, jetzt neu entdeckte Wunderstoffe wie die Ketone entstehen. Diese sorgen eigenständig für unsere Gesundheit !

Erinnern Sie sich an die News v. 12.01.2019 „Ketogene Diät heilt“ samt Auflistung der Krankheiten, welche erwiesenermaßen durch Ketone positiv beeinflusst werden können. Diese langsam wachsende Gewissheit verändert soeben mein ärztliches Verhalten. Heißt ganz praktisch:

  • Krebskranke sowie Menschen, die keinen Krebs bekommen möchten, erhalten das Büchlein „Ketogene Ernährung bei Krebs“ von Frau Prof. Ulrike Kämmerer.
  • Menschen, die einfach nur gesünder werden wollen, bekommen das Büchlein „Der Keto-Kompass“ von Ulrike Gonder et al..
  • Und wer nicht so gern liest (ich frage Sie immer !), dem schenke ich das schöne hellblaue Büchlein „Keto Basics“ von Dagmar Pfeifer.

Es grüßt Sie lächelnd, Ihr Buchhändler Strunz …

Zum Nachlesen: Wunderbare Küchengerichte (News v. 26.01.2019), Ganz plötzlich brillant werden (News v. 24.01.2019), Ketogene Ernährung (News v. 13.09.2016)

Ganz plötzlich brillant werden

Ketogene Diät ist nichts für Sie. Mit diesem Satz tröste ich so manchen Patienten. Denn fast immer kommen mir Patienten mit dem Wort Ketose dann, wenn sie abnehmen möchten. Und dazu genügt auch „no carb“. Besser noch ist no carb und Bewegung. Das wissen auch schon Viele …

Dass ketogene Diät noch besser wirkt, ist ebenfalls bekannt, nur eben … in der Durchführung manchen zu aufwendig. Also, wollen Sie abnehmen, dann lassen Sie doch einfach

Brot, Nudeln, Kartoffeln, Reis und Zucker

weg. Das machen auch Heidi Klum und Thomas Gottschalk so. ABER: Es kann sich dennoch lohnen, mit der Ketose, mit Ketonkörpern zu experimentieren. Sie ein Mal zu testen. Kostet schließlich nichts: Im Gegenteil, man lässt doch Dinge weg. Spart also Geld. Und man könnte, mit ein bisschen Glück auch ganz plötzlich

BRILLANT

werden. Plötzlich aufwachen im Kopf. Das Gehirn quasi leuchten lassen. Kreativ werden. Förmlich überquellen vor neuen Ideen … und sie möglicherweise (Ketone wirken auch auf die Leistungsfähigkeit des Körpers) sogar umsetzen !

Man könnte ja sein Leben, seinen Alltag ändern wollen. Wenn man nicht mehr zufrieden ist, z.B.. Oder wenn man all die Strahlemänner um sich herum beneidet, die offensichtlich ein „besseres“ Leben führen. Weil sie brillant im Kopf sind und dynamisch. Dann bekommen Sie meinen üblichen Rat:

Fangen Sie einfach an: Gehen Sie in die Ketose !

Doch lesen Sie vielleicht zuerst das blaue Büchlein „Keto Basics“ von Daniela Pfeifer. Das hat ohnehin nur 15 Seiten. Und dann werden Sie begreifen, praktisch begreifen, dass Ketone, also diese geheimnisvollen Super-Fettkörper nicht nur Energielieferanten des Gehirnes sind, sondern auch Bau- und Schutzstoffe des zentralen Nervensystem.

Und zwar darum:

  • Ketone liefern pro Sauerstoffmolekül mehr ATP (reine Energie) als Zucker. Sind also besonders nachts hilfreich, wenn dem Gehirn im Schlaf weniger Sauerstoff zur Verfügung steht.
  • Die Verbrennung von Ketonkörpern erzeugt weniger freie Radikale als die Verbrennung von Zucker. Ist also deutlich gesünder.
  • Ketone können im Gehirn einen Teil der Insulinfunktionen übernehmen. Sind daher bei fehlender Insulinwirkung hilfreich. Sie erinnern sich? Prof. Kern, Lübeck (News v. 30.12.2006): Übergewichtige Menschen haben weniger Insulin im Gehirn. Die denken dann nicht so gut wie sie könnten. Ketone helfen denen.
  • Ketone sind im Gehirn eine wesentliche Ausgangssubstanz für die Bildung von Cholesterin und Myelin. Myelin umhüllt und schützt die Nervenfasern, Cholesterin braucht man zur Bildung von Progesteron (News v. 22.12.2018). Man produziert also sein eigenes Psychopharmakon.
  • Ketone (BHB) wirken epigenetisch auf die Aktivität einer ganzen Reihe von Genen im Gehirn.
  • Ketone wirken auf das sog. FOXO-Netzwerk (siehe News v. 29.06.2014), das für genügend antioxidative Enzyme wie Glutathion und Katalase sorgt. Erinnern Sie sich an Glutathion (News v. 14.06.2011) ?
  • Ketone (BHB) senken die Aktivität entzündlicher Botenstoffe (Zytokine).
    Ketone erhöhen den BDNF (brain derived neurotrophic factor), der die Bildung neuer Nervenfasern, die Bildung neuer Synapsen (zur Informationsüber-tragung) anregt.
  • Ketone (BHB) fördern die Umwandlung von Glutamat in die beruhigende GABA (News v. 01.11.2018).
  • Ketone fördern die Durchblutung des Gehirns und die Bildung neuer Mitochondrien !!!!!

Auch nicht gewusst ? Sehen Sie, darum kommen wir Menschen in milder Ketose zur Welt. Mit Ketonkörpern im Gehirn. Umgekehrt: Ohne Ketone … kein Gehirn. Und wie ist das bei Erwachsenen ? Da lohnt sich dann das Experiment …

Es ist Ihr Leben !

QUELLE: „Der Keto Kompass“ (S. 217) von Ulrike Gonder et al.

Frohmedizin geht es um Prinzipien

Wer sich mit den 3 Begriffen BewegungErnährungDenken beschäftigt, also im Grunde mit der Frohmedizin, spürt intuitiv, dass er/sie auf dem richtigen Weg ist. Auf dem Weg raus aus (schädlichen) Gewohnheiten und hin zu mehr Gesundheit, Wohlgefühl und Lebensfreude. Oft benutze ich dafür auch die Metapher „wieder zum Kind werden“ …

Doch dann kommen Sie und wollen angelesene Grundsätze umsetzen. Und scheitern. Können einfach nicht joggen. Kriegen dabei keine Luft. Oder das Knie schmerzt. Oder Sie können einfach nicht auf Kohlenhydrate verzichten. Stichwort Heißhunger. Und verzweifeln mit der Zeit.

Bleiben Sie doch locker !

Wir Menschen haben gerne Anleitungen. Lernen das auch so und glauben daher an Regeln, (Geheim-)Rezepte, an Ge- und Verbote. Und dennoch: Auch Frohmedizin ist ein Programm aus Bewegung – Ernährung – Denken. Aber ich versuche Ihnen in der Praxis täglich klar zu machen, dass es dabei um kein starres Programm für Alle geht. Sondern es geht um Prinzipien !

Prinzipien, die jeder für sich selbst mit Inhalten füllen darf.

Bewegung heißt für den einen Marathon laufen, für den anderen Ausfahrten mit dem Rad oder viel schwimmen. Und Ernährung heißt für den einen täglich Eiweiß-Shakes trinken, für den anderen mehr Fisch oder Quark essen. Und an NEM scheiden sich ohnehin die Geister. Während die einen darauf schwören, spielen sie für andere kaum eine Rolle. Meine brasilianischen Marathonläufer z.B. dürften anders essen – dort in Brasilien. Denen fehlen kaum Eisen, Magnesium oder B-Vitamine.

Es geht also ums Prinzip ! Um die Metaebene, wenn Sie so wollen. Das ist anspruchsvoll, weshalb sich dann viele von Ihnen ganz konkrete Anweisungen wünschen. Die wollen fest an der Hand genommen werden und einen Weg gehen, auf dem sie „alles richtig“ machen !

Doch in der Frohmedizin darf man durchaus auch ein bisschen kreativ sein. Kann sich das Programm etwas aufpeppen. Etwa durch

  • Tanzen: Mit wem auch immer oder nehmen Sie Einzelstunden. Tanzen ist Lebensfreude und Bewegung zugleich !
  • Trampolinspringen: Sie glauben gar nicht, was das für ein Spaß ist.
  • Wenn Sie ängstlich sind oder falls sich in Ihnen Aggressionen stauen, dann lernen Sie doch eine Kampfsport wie Judo oder Taekwondo. Oder frönen Sie einem Ballsport: Badminton, Golf, Tennis, Tischtennis, Volleyball
  • Oder lassen Sie sich von Pilates überraschen. Auch von körperbetontem Yoga … Da kommt man ebenfalls ins Schnaufen !

Genauso ist es mit dem Essen. Niemand muss sich über das „verbotene“ Brot oder den Kuchen ärgern, sondern freuen Sie sich doch über die z.B. 100 neuen Omelett-Rezepte. Eines köstlicher als das Andere: Eiweiß und Fett. Und Sie glauben gar nicht, was man aus einem Stück Fleisch alles machen kann. Mir hat ein Sternekoch oft genug 12 Gänge Fleisch serviert: Alle 12 waren völlig unterschiedlich und zugleich delikat. Niemand muss ein langweiliger Paleo- oder No carb–Esser sein !

QUELLE: „das schlaf gut buch“. Wieder ein SPIEGEL-Bestseller und inzwischen in 3. Auflage erschienen.

Innere Begeisterung

Das Geheimnis eines aktiven Lebens ist „innere Begeisterung“. Die braucht jeder von uns, der leben möchte. Ich meine, wirklich leben und nicht nur so die Jahre überstehen. Auf der anderen Seite nehmen die häufigsten Krankheiten (Herzinfarkt, Krebs usw.) in Deutschland zu. Nicht etwa ab. Und das trotz der Milliarden € an jährlichen Gesundheitsausgaben.

Der Grund ist nicht etwa das fehlende Wissen. Sie wissen, die Wissenschaft weiß … Der Grund ist eher die fehlende Konsequenz. Demonstriert schon 2008 von Nürnberger Herzspezialisten in folgendem wunderschönen Satz:

Bei einem Drittel der Patienten lösen die Gene den Herzinfarkt aus. Alle anderen sind gewissermaßen selbst schuld.

Gewissermaßen ?

Kann denn in diesem Land niemand mehr klar sprechen? Klar Stellung beziehen? Eine eindeutige Meinung haben? Muss wirklich alles „gewissermaßen“ ausgedrückt werden? Dann brauchen uns wir Ärzte über das fehlende Mitmachen der Bevölkerung bei der Verhinderung von Herzinfarkt oder Krebs auch nicht zu wundern.

Dabei kann die Medizin sehr wohl kreativ sein. So steht im selben Bericht:

Junge Frauen um die 20 Jahre landen besonders häufig in der Klinik. Ihr Körper hat den Mix aus Zigaretten und Verhütungspillen nicht verkraftet.

Den täglichen Mix. Das trifft’s und hat zugleich etwas Cooles an sich.

Herzinfarkt gäbe es nicht, wenn der Mensch die 2 Beine nicht nur hätte, sondern sie auch bewegen würde. Wenn jeder Mensch täglich begeistert laufen würde. Und wie begeistert man Menschen? Am besten, in dem man selbst begeistert ist. Diese innere Begeisterung – hat die ein jeder der 450.000 Ärzte in Deutschland ?

Läuft jeder Arzt ?

Begeisterung ist etwas Herrliches. Begeisterung ist die Würze des Lebens. Begeisterung können Sie … geschenkt bekommen. (News vom 13.12.2010)