Großglockner Berglauf … und die deutsche Leichtathletik

Den Lauf auf Österreichs höchsten Berg gab es auch 2018 wieder. Sie wissen schon: Der Großglockner hat eine (vielleicht noch schönere) Straße, auf der dann hinauf gerannt wird. Die Profis schaffen das in so 50 Minuten … Davor, im März, hatte mich in der Praxis ein „junger“ Mann mit blitzenden Augen besucht. Der war den „Glockner“ schon 11 Mal hochgelaufen. Seit seinem 55. Lebensjahr, wie er sagte. Und den hat es furchtbar geärgert, dass man im Lauf der Jahre langsamer statt schneller würde. Ob man das denn nicht ändern könnte ?

Laut dem allwissenden Läufer Manfred Steffny geht es beim Laufen mit der Leistungsfähigkeit so ab 60 tatsächlich bergab. Das wusste natürlich auch dieser 68-jährige Herr. Hat mir aber trotzdem die Aufgabe gestellt. Der wollte dieses Gesetz umdrehen in:

Ich will schneller werden und eine neue Bestzeit !

Und glauben Sie mir, so ein Vorhaben macht mir dann richtig Spaß. Weil ich genau weiß, dass meine Ratschläge auch wirklich befolgt werden. Dem Herrn geht’s nämlich um etwas ganz Bestimmtes. Der will etwas scheinbar Unmögliches schaffen ! Und trifft in mir dazu genau den Richtigen. Ich glaube nämlich, dass man das kann. Immer. Ich glaube nicht an die Unerbittlichkeit des Leistungsabfalles im Alter. Habe das auch oft begründet. Zuletzt in den News vom 18.07.2018.

Und was passierte ? Hören wir doch dem noch jungen alten Mann zu:

Im März 2018 war ich bei Ihnen zur Blutanalyse. Hatte dann Ihre Ratschläge befolgt, alles Nötige aufgefüllt und bin beim Großglockner Berglauf 2018 tatsächlich meine persönliche Bestzeit gelaufen. Nach 11 Teilnahmen die Zeit von 2017 um 9 Minuten verbessert.

Wieder so ein Beweis, dass es geht. Es geht tatsächlich ! Und 9 Min. sind eine dramatische Verbesserung. Bei einem Marathon wären das sogar 20 Min. Probieren Sie das ein Mal ?

Für die jüngeren Leser unter Ihnen hier noch meine Feststellung: Da sehen Sie nun, woran die deutsche Leichtathletik krankt. Deutsche Leichtathleten bekommen bei Weltmeisterschaften vielleicht aus Versehen mal eine Medaille. Dabei trainieren diese Menschen wahrscheinlich so hart wie die Sieger. Aber den Unterschied macht dann aus

die fehlende Blutanalyse und das fehlende Bluttuning.

Die deutschen Sportler glauben heute vielfach noch an Ernährung durch Nudeln und Vollkorn auf der einen Seite sowie an Doping (pfui, bäh) auf der anderen Seite. Die Sieger würden dann wohl Doping betreiben … Dass es aber dazwischen noch eine Stufe gibt, eine völlig gesunde und absolut legale Möglichkeit der Leistungssteigerung, das ist vielfach noch ein Geheimtipp. Der fängt oft schon beim banalen Eisenspeicher Ferritin an …

Das interessiert Sie alles nicht ?

Sie wollen weder den Großglockner hinauf laufen, noch haben Sie von der deutschen Leichtathletik etwas am Hut ? Na gut, aber vielleicht wollen Sie ein bisschen mehr Geld verdienen ? Im Job ein bisschen erfolgreicher sein ? Müheloser bis nachts um 23 Uhr am Schreibtisch arbeiten können oder mit Freude morgens um 4 Uhr aus dem Bett springen ?

Dieses Prinzip der Optimierung, des Bluttunings, das gilt nämlich auch für das Gehirn. Wurde schon 2014 wunderschön herausgearbeitet in der Zeitschrift „Gehirn und Geist“ von den 11 führenden deutschen Neurowissenschaftlern. Die da schrieben:

Genetik ist out, Neurobiologie ist in.

Die führen die Arbeit des Gehirns ausdrücklich auf klare biochemische Prozesse und molekularbiologische Mechanismen zurück. Und genau das tun wir. Tagtäglich. Mit jedem von Ihnen. Ob Sie das wollen oder nicht. Die „überraschenden“ Erfolge sind dann mehr Glück und Elan für Sie, eine bessere Konzentration usw..

Wie schon so oft gesagt: Es geht um Molekularbiologie und Molekularmedizin. Die wissenschaftliche Medizin weiß das alles, nur eben die Uniklinik, Ihr Krankenhaus und Ihr Facharzt nicht. Die gehören zur Schulmedizin …

PS:  Der nächste Großglockner Berglauf findet am 14.07.2019 statt.

Zufrieden oder glücklich ?

Manchmal fliegen einem Bücher zu, die die Seele erschrecken lassen. Solch ein Büchlein hat mir soeben Hubert Schwarz geschenkt. Sie wissen schon: Jener Extremsportler, der mich zum Ironman gemacht hat. Dem ersten deutschen RAAM-Finisher (Wissen Sie, was das ist?). Der mit dem Rad um Australien und dann 1 Mal um die Welt fuhr. Und neuerdings zum Frühstück ziemlich regelmäßig den Kilimandscharo besteigt.

Schickt mir also ein Büchlein von Hermann Scherer. Der studierte Betriebswirt schrieb u.a. „Sie bekommen nicht, was Sie verdienen, sondern was Sie verhandeln“, „Spielregeln für die Pole-Position“ und eben „Glückskinder“. Und man merkt schon beim Durchblättern, dass der Mann offenbar viel nachgedacht hat. Im Untertitel heißt es: Warum manche lebenslang Chancen suchen – und andere sie täglich nutzen? Mich hat dann folgende Passage tief berührt.

Ich zitiere einfach aus GLÜCKSKINDER:

Wir wollen einmal 100 Menschen von der Geburt bis ins Alter begleiten. Stellen Sie sich dabei vor, Sie springen am 63. Geburtstag all dieser Leute aus einer Torte mit den Worten „Herzlichen Glückwunsch!“ und der Frage: „Betrachten Sie Ihr Leben als Erfolg?“ Wie viel Prozent würden mit einem Ja antworten?

Tatsächlich tun das nur 41 % und 36 % können die Frage leider gar nicht mehr beantworten, weil sie schon gestorben sind. Laut „the books of lists“ bleibt nur ein einziger Mensch davon übrig, der voller Freude herausschreien kann: „Halleluja! Ich bin eine einzige verdammte Erfolgsgeschichte!“ Und wenn Sie sich so umschauen, dann lässt sich das subjektiv auch bestätigen.

Aristoteles wiederum nannte Glückseligkeit das einzige Ziel, das um seiner selbst willen erstrebenswert ist – also das Ziel aller Ziele. Er sprach nicht von Zufriedenheit! Glück ist folglich ein Maßanzug. Die meisten Menschen sterben aber in abgetragenen Anzügen von der Stange oder aus dem Second-Hand-Laden …

Dabei kommt jeder liebend und lernend zur Welt. Uns wurde das Paradies geschenkt. Wir dürfen es ertasten, erschnuppern, erschmecken. Die Welt kennenlernen, ein Leben lang lernen. Doch was machen wir? Wir opfern das Paradies nach und nach: den Umständen, der Schule, der Karriere, der Familie. Wir sind keine Selbstliebhaber und wir sind auch keine Weltliebhaber. Wir sitzen vielmehr hinterm Ofen und kleben Rabattmarken. Und entscheiden uns dafür, zufrieden zu sein – statt glücklich !

Ich weiß schon heute, dass ich unzufrieden sterben werde, denn ich war mein Leben lang immer unzufrieden. Ja, die Unzufriedenheit hält mich am Leben, denn so gibt es immer etwas zu verbessern, immer etwas zu tun. Die Unzufriedenheit treibt mich in den Flow. Kann man unzufrieden glücklich sein? Ich hoffe es.

Übrigens: Der auch als Vortragsredner bekannte Scherer ist ein seltsam ehrlicher Mensch. Der versucht sogar merkbar, sich selbst möglichst wenig schön zu reden.