„Forever young“ als Welt vereinigende Emotion

Sucht man mit Google nach „größtmögliches Leid“, so erscheint als 1. Suchergebnis der Artikel „Das größte Leid fügt sich der Mensch selbst zu“. Den Verfasser Robert Betz kennt unsere Leserschaft mindestens seit 2012. Und fett gedruckt steht dann dort:

So wird die chronische Selbstverurteilung, die gelernte Unliebe zu uns selbst zur ersten Ursache für späteres Leid. (…)
Die Verurteilung anderer ist bei uns der „Volkssport Nr. 1“ (…)
Durch unsere vielen Gedanken erzeugen wir eine Menge an Emotionen, allen voran Angst, Trauer, Wut, Ohnmacht, Scham, Schuld und andere.

Sie wissen mittlerweile, dass Emotionen das Resultat von Handlungen sind (s. Prof. Lisa Feldman Barrett) und nicht umgekehrt. Dass man also für sein Glück laufen müsste. Aber man Emotionen auch schlucken kann, Stichwort Rauschmittel. Doch anstelle von Koks oder LSD empfiehlt die Frohmedizin die bessere und natürlichere Alternative der

47 essentiellen Nährstoffe.

Darum stehen auf meinem Schreibtisch immer griffbereit:

Alle 8 essentiellen Aminosäuren, Omega-3 aus Fischöl, L-Tryptophan, Magnesium und Zinkpicolinat. Das ist meine Grundausstattung für den Schreibtisch. Zusammen mit Kaffee bilde ich mir hier meinen Schreibtischschutzschild für den Kopf. Denn es geht immer mal wieder los mit der kollektiven Angst. So heißt es etwa im genannten Artikel:

Wenn sich das menschliche Verhalten, das zu Treibhausgasausstoß und anderen den Klimawandel begünstigenden Faktoren führt, nicht grundlegend und anhaltend ändert, dann ist unsägliches menschliches Leid nicht mehr zu verhindern.

Bezieht sich alles auf einen „Viewpoint“ (Sichtweise, Standpunkt, Perspektive), aus einem ordentlichen Journal, Hersch Index von 189, finanziell unterstützt vom „Worthy Garden Club“.

Eine echt lohnenswerte Darstellung, diese „Sichtweise“, denn sie beinhaltet auf einen Schlag 15 kleine Graphiken, die die gesamte Welt beschreiben wollen, und 6 einfache Vorschläge, zur Rettung der Welt.

Die 6 simplen Vorschläge kennen Sie. Sind Mammut-Aufgaben. Die letztendlich von uns Menschen zu lösen wären. Und wie löst der Mensch Probleme seit Urzeiten, wenn man nicht mit jedem Einzelnen kommunizieren kann ? Wenn man argumentativ gegen Wände läuft ? Durch stille Kommunikation !

Um globale Probleme zu lösen, braucht man also ein universales „Ding“, ein uns alle vereinendes Gefühl … für eine Wahrheit. Grob gesagt, eine Emotion, die aus einer für uns alle einleuchtenden, natürlichen Handlung auf einer gemeinsamen Grundlage entspringt.

Das könnte z.B. ein Gefühl von DEMUT sein. Der freiwillige (!) Schritt zurück !

Und statt 6 simpler Vorschläge zur Rettung der Welt propagieren wir Frohmediziner lieber 3 Ihnen bekannte Wunder:

  • Demut durch Meditation
  • Bewegung durch Laufen
  • Ernährung als körperliche und geistige (!!!) Grundlage

Das vereinende Gefühl, die Emotion dahinter lautet: FOREVER YOUNG

Meditation an einem guten Ort

Gehen Sie zum Meditieren an einen guten Ort. Beobachten Sie das Geschehen. Lassen Sie die Gedanken fließen – oder auch nicht. Darüber braucht man sich keine Gedanken zu machen. Das ist Meditation !

Ganz anders klingt das in „Arzt & Wirtschaft. Erfolgreiche Praxisführung für Ärztinnen und Ärzte.“, Ausgabe 03/2018, auf Seite 42. Eine Seite über Stress. Und Meditation:

Zwei Komponenten sind wichtig, wenn sie eine Entspannungsreaktion auslösen sollen. Das ist zum einen ein mentaler Fokus. Man beobachtet den eigenen Atem, wiederholt ein Wort, ein Mantra oder eine rhythmische, muskuläre Aktivität. Es geht darum, den Strom der Alltagsgedanken zu unterbrechen und den Kopf „frei“ zu bekommen“.

Das klassische Kuchenrezept im Artikel „Stress erkannt, Gefahr gebannt“, des Autors Thomas Eckardt, Diplom-Psychologe.

Wie bekommt man den „Kopf frei“ – in einem Plattenbau, in einem Hocheffizienz-Massenviehhaltungsbüro? Bei stickiger Luft, passiv aggressiven Mitarbeitern. Kaffeebluthochdruck …

Machen Sie sich von solchem Relativismus frei. Es gibt überall einen guten Ort! Vielleicht im Stiegenhaus, vorletzter Stock, wo sich selten jemand aufhält, direkt vor dem Fenster, von wo aus man einen Baum sieht. Der 3. Hinterausgang, den kaum jemand benutzt, weil er fast ein Umweg ist, aber mit Blick auf eine kleine Grünfläche. Der (bemooste) Fluchtweg aus dem Werk, neben der Schnellhungerstraße zur Konzernkantine. Ebenfalls mit Blick auf unscheinbare Bäume.

Der Vorteil von Grün ist, dass sich dort zumeist Tiere tummeln. Gerade jetzt im Frühling. Während ich das hier schreibe, kann ich 2 Elstern beobachten. Die bauen zusammen ein Nest. Eine Amsel, die sich wie ein Hund mit dem linken Bein hinterm Ohr kratzt. Ein Eichhörnchen, das die Mauer entlangrennt. Und:

Die Amsel setzt sich. Dreht sich. Kratzt sich. Pufft das Gefieder auf. Es regnet leicht. Sie dreht den Körper. Sie muss den Kopf stetig bewegen, weil sie Bewegung nicht mit den Augen ausgleichen kann: Was kommt jetzt? Jede Bewegung ist Teil zu überleben. Oder auch nicht. Das Tier plant nicht. Es überlebt. Oder auch nicht. Sprung und weg. Drei Spatzen landen in Dreiecksformation, 50 m von hier. Neuformation, etwas näher beieinander. Einer fliegt weg, die anderen 2 bleiben kurz. Folgen dann. Der Regen ist nur leicht wahrnehmbar. Ein dünner Schleier. Fast wie vertikales, künstliches Rauschen durch die Fensterscheiben, …wie ein Zittern zu erkennen. Die Blätter bewegen sich kaum. Es tropft vom Metallgestell der Einfahrt in die Tiefgarage. Schaut man auf alle Tropfen gleichzeitig, erkennt man das Muster. Die Wassertropfen spielen miteinander. Ein Konzert aus zufälligen Ereignissen. Kein Computer der Welt könnte das berechnen. Ich rieche Un-veränderung. Hüpfen in den Ästen. Überleben und Naturgesetz, tausende kleine Abzweigungen in den Ästen, Millionen Tannennadeln. Und doch nur sanftes Wackeln der Mutteräste, massives Wachstum, durch die Stämme „geboren“. Eleganter Vogelflug durch dieses Laublabyrinth.

Mein Kaffee ist kalt. Ups! Wo sind die letzten 10 Minuten hin?

Bewegung ist Leben

Bewegung ist Leben: Diese Erkenntnis ist noch immer eine Sensation! (2009) Bewegung nämlich verjüngt den Körper und macht selbst dem Gehirn wieder Beine – durch mehr Gehirnzellen. Ja sogar eine Verlängerung der Telomere (Lebensdaueranzeiger) ist laut Dr. Ulrich Strunz möglich. (2008) Und last but not least hat auch Prof. Martin Halle nur einen Rat gegen Krebs, Diabetes und Depressionen: „Bewegung, Bewegung, Bewegung. Weil dadurch unser größtes Organ, die Muskulatur, aktiviert und etwas im Stoffwechsel bewirkt wird.“ (2012)

„Altern“ ist eine Einbildung, obwohl vielerorts viel zu wenig dagegen getan wird. (Infografik: obs / FIBO / TNS Infratest)

„Altern“ ist also nur eine (menschliche) Einbildung und kommt, so wie wir es verstehen, in der Natur gar nicht vor. (2012) Der Mensch hingegen wählt viel zu früh ein Alternativprogramm, das schon bei einer schlechten Körperhaltung beginnt. „Von Jugend sollte man nicht mehr nur träumen, sondern sie auch weiter leben“, so Dr. Strunz. (2009) Und im wirklichen Alter sei es dann auch mehr der Sport als der IQ, der das Gehirn auf Trab hält. (2007)

Das gelte insbesondere für das Laufen, das im Erbgut des Menschen verankert ist. „Der Körper braucht das Laufen wie die Luft zum Atmen“, weiß der Mediziner, und auch „dass auf dieser Welt nichts so unterschätzt wird wie das Laufen“. (2010) Laufen mache glücklich (2007) und verändere das Leben (2017). Kurz und gut: „Laufen scheint in der Tat der Schalter zwischen Leben und Tod zu sein, der noch dazu die Pharmaindustrie um Längen abhängt!“ (2010)

Sport ist mehr als nur ein Hobby ! (Infografik: obs / DVGE Verlag)

In Bewegung löst man Probleme um 60 % besser als im Sitzen am Schreibtisch. Laufen ist folglich nicht wirklich ein Hobby, sondern gelebte soziale Verantwortung. (2016) Laut Prof. Markus Walther hilft Bewegung auch bei Arthrose. Arthrose bekomme vielmehr, „wer sich nicht bewegt“. (2008) Und dabei könne man vorher ruhig noch einen Kaffee trinken, denn dieser erhöht den Zellschutz um sage und schreibe 120 %. Dr. Strunz: „Bewegung und Kaffee erhöhen den Zellschutz um insgesamt 400 %!“ (2013)

Jede Art Bewegung ist gut und senkt laut der Universität Wien bereits nach 5 Stunden pro Woche das Sterberisiko um 40 %. (2012) Oder anders gesagt: Sport verlängert das Leben um ganze 10 Jahre. (2013) Also: Lösen Sie die Handbremse und laufen Sie los – im Wohlfühlbereich und zumindest 30 Min. täglich, denn die Regelmäßigkeit zählt. (2006) Und glauben Sie bitte nicht, so Dr. Strunz, Ihr Leben werde durch Ihre Gedanken (Pläne) bestimmt. „Es ist Ihr Körper, der zählt!“ (2011)

Sport hat nur Vorteile … (Infografik: obs / DVGE Verlag)