Grenzübergreifende IDMP erhöht Druck auf Pharmabranche

Zukünftig muss eine Vielzahl von strukturierten Daten bei den Behörden eingereicht werden, um eine grenzübergreifende Identifikation von Arzneimitteln (IDMP – Identification of Medicinal Products) auf dem europäischen Markt zu ermöglichen. Nach Jahren der Vorbereitung wurde nun die finale Implementierungsrichtlinie veröffentlicht, die den Druck auf die Pharmabranche erhöht. Pharmafirmen benötigen dann zwingend eine tragfähige Lösung für ein regulatorisches Informationsmanagementsystem, das die Daten zu ihren Medikamenten verwaltet und eine Harmonisierung erleichtert.

Vergleichbarkeit von Medikamenten

Bisher sind in Pharmafirmen die verschiedenen Datenbestände zwischen den einzelnen Landes- und Tochtergesellschaften noch kaum auf einem gemeinsamen Standard.  Doch Medikamente sollten sich vergleichen und Wirkstoffe schnell zum Hersteller zurückverfolgen lassen. Für die Umsetzung der IDMP-Initiative konsolidiert die EU 5 ISO-Normen, eine weltweite weitere Verbreitung ist denkbar.

Pharmafirmen stehen vor der Herausforderung, die wachsende Anzahl von strukturierten Daten zu managen und gewinnbringend für die Optimierung von Prozessen im Unternehmen zu nutzen. Gleichzeitig profitieren aber auch Prozesse für Krankenkassen und auch Patienten, denn mit der IDMP ist erstmals eine grenzübergreifende Vergleichbarkeit von Medikamenten, Dosierungen und Wirkstoffen gegeben. Das hat für das Kassenwesen Einsparpotenziale. (Main5 GmbH, 04.03.2020)