Goldene Worte

„Eine Quelle an Inspiration“ nennt ein Leser diese meine täglichen News. Und da frage ich mich natürlich sofort: Wie meint der das ? Was steckt dahinter ? Wie kommt er darauf ? Und lese dann eine tatsächlich spannende Geschichte, die viele von Ihnen, entweder direkt oder im übertragenen Sinne, ebenfalls überzeugen könnte. Ist eine „Voll ins Schwarze“-Erzählung. Darf ich ?

Im Frühjahr traten bei mir plötzlich Knieschmerzen auf – wahrscheinlich Folgen eines früheren Sturzes. Gehen ging danach nur unter Schmerzen, Laufen gar nicht mehr. Besuchte zunächst den Hausarzt, dann den Orthopäden und laut MRT war der Innenmeniskus kaputt (Grad 4), das Kreuzband gerissen und das Knorpelgewebe zerstört. Der Orthopäde meinte: „Operieren können wir immer noch, versuchen Sie es zuerst einmal mit Krankengymnastik und Zink-Leim-Verbänden.“ Das klang mal gar nicht schlecht … !

Überraschend ist in der Tat, dass der gute Mann nicht sogleich operiert wurde. Auch Orthopäden werden diesbezüglich langsam zögerlicher. Der Patient hat also die Eigenverantwortung übernommen und folgendes Selbsthilfe-Programm gestartet:

  • Jogging trotz Schmerzen: Zunächst nur humpelnd, wurde es langsam besser …
  • Kieser-Training angepasst.
  • NEM eingenommen: Vitamin E hochdosiert, Vitamin C hochdosiert, Zink hochdosiert, Grünlippmuschel-Kapseln, Curcuma-Kapseln, Aminosäuren und Omega-3.

Schreibt der Patient weiter:

Das half mir sehr. Aber ebenso wichtig waren 2 Sätze aus Ihren News:

  1. Starke Muskeln können die Funktion von Gelenken übernehmen.
  2. Warum die ganze Aufmerksamkeit auf die 5 % lenken, die nicht funktionieren ? Die übrigen 95 % sind viel wichtiger !

So oder ähnlich hatten Sie es doch geschrieben – oder ? DIESE WORTE SIND GOLD WERT. Noch im selben Jahr (!!) habe ich dann (knapp über 60 Jahre) zum 41. Mal hintereinander das Sportabzeichen in Gold erfolgreich absolviert. Bin dabei die 3.000 m in 16 Min. gelaufen. Kein Weltrekord, aber für mich ein Wunder ! Für 2020 plane ich wieder einen Halbmarathon … Ach, und die Schmerzen sind wenig bis kaum mehr vorhanden. Das Knie ist noch etwas geschwollen, aber das wird schon wieder. Vielen Dank, Herr Doktor ! Das Alles ist auch eine Bestätigung für Sie und Ihr tägliches Schaffen.

Ich liebe Geschichten mit einem Happy End … Also: Eigenverantwortung und Selbstheilung ! Was denn sonst ?

Lebensziel Glück

Bitte lesen Sie heute mit mir zusammen einen kurzen Text. Gefunden in dem neuen Büchlein „Waldpfade“ von Thomas Schmidtkonz. Sie wissen schon, jenem Mann, der mehrfach durch Deutschland gelaufen ist. Dabei lässt mich der Titel aufhorchen. Erinnert mich an Martin Heideggers „Holzwege“ … Das war lange Jahre mein Lebensführer !

„Waldpfade“ ist, so der Autor, ein Mittelding zwischen Sachbuch und Erlebnisbuch. Der Untertitel lautet „Wege ins Glück“. Das Hauptthema also „wie geht Glück ?“. Und das geht nach Meinung von Schmidtkonz „anders als wir oft denken“. Seine zentrale Erkenntnis:

Wenn man Probleme bewältigt, dann macht das ungemein glücklich !

Aber lesen wir doch einfach mal hinein:

Ich tat, was von mir verlangt wurde. Das Leben geschah, ohne dass ich es steuerte – und glücklich war ich auch nicht. Wäre da nicht das unfreiwillige Fitness-Seminar gewesen, hätte man mich wohl eines Tages tot vom Balkon meiner Eigentumswohnung abtransportiert, ohne dass ich davor erlebt hätte, was Glück, was Lebenslust bedeutet.
Das LAUFEN aber gab mir ein neues Bild – von mir wie auch von der Welt. Eine Vorstellung davon, was es heißt, sich Ziele zu setzen. Das zu tun, was ich liebe, was mich glücklich macht.

Das Ziel des Lebens muss Glück sein !

Wenn ich ein klares Bild meines Ziels habe, weiß ich, was ich zu tun und zu lassen habe. Bei meinen Touren war das einfach: jeden Tag entweder nach oben laufen oder in eine bestimmte Richtung. Genügend Pausen einlegen zur Regeneration, viel trinken, gut essen und trotzdem täglich so viele Kilometer wie möglich laufen !

Wenn man kein klares Bild hat, verliert man sich im eigenen Leben.

Dann ist es nicht verwunderlich, wenn man sich in Situationen wiederfindet, die man so nicht wollte: Arbeit, die keinen Spaß macht, Freunde, die nerven oder Hobbys, die mehr belasten als inspirieren. Ich glaube, dass sich viele Menschen nicht bewusst sind, dass ihre fehlenden Ziele zu ihren unbefriedigenden Lebenssituationen führen. Stattdessen geben sie der Gesellschaft, dem Chef, der Politik oder sonst wem die Schuld.
Das wichtigste Ziel im Leben ist Glück. Ob einem das gelingt oder nicht, liegt in der jeweils persönlichen Verantwortung.

Doch auf diesem Weg gibt es laut dem Marathomy, so heißt sein Youtube-Kanal, auch eine große Gefahr:

Die Verführung !

Ein Ziel möglichst schnell und mit geringem Aufwand zu erreichen ist ideal. Ich glaube, der Mensch sucht ständig nach diesem Idealzustand, auch wenn er sich dessen nicht immer bewusst ist. Und verführerische Abkürzungen gibt es viele: Ein gekaufter Doktortitel im Berufsleben, Doping im Sport uvm.. Wenn man solche oft auch illegalen Abkürzungen wählt, dann ignoriert man Tatsachen. Langfristig zahlt sich das oft nicht aus.
Denn um die Folgen solcher Abkürzungen zu beheben, braucht man oft mehr Energie als der ordentliche Weg gekostet hätte. Wären Abkürzungen nämlich der richtige Weg zum Erfolg, dann wären sie von Anfang an gangbar, gebahnt.

So spricht jemand, der läuft. Der schon über 100 Marathons hinter sich hat. 2016 vom tiefsten Punkt Deutschlands zum höchsten Punkt gelaufen ist. 2017 dann vom westlichsten Punkt zum östlichsten Punkt. Der beschreibt in seinem neuen Buch auch, wie er auf die Idee der

FREIHEIT

kam. Der gute Mann ist wahrscheinlich den Meisten von uns schon weit voraus. Überlegen in der Lebensgestaltung: Der sitzt nicht mehr, der läuft schon. Der LEBT !