Covid-19: 300 Firmen sollen in Europa die Impfstoffproduktion ankurbeln

Die EU-Kommission hat 300 Firmen aus 25 Mitgliedstaaten eingeladen, in Europa mehr Impfstoff gegen Covid-19 zu produzieren. Das „Matchmaking“ bringt an 2 Tagen die Impfstoffhersteller mit Dienstleistern wie Abfüllbetrieben und Geräteherstellern zusammen. Dazu erklärte EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton: „Das aktuelle Hochfahren der Impfstoffproduktion in Europa ist bislang ohne Beispiel, sowohl für den sofortigen als auch für den mittelfristigen Impfstoffbedarf. Wir müssen daher mit der Industrie zusammenarbeiten, um die vorhandenen Kapazitäten besser zu nutzen und auch um weitere Kapazitäten in ganz Europa aufzubauen.“ Am 1. Tag der Veranstaltung gehe es um Rohstoffe, Herstellung und Abfüllung. Am 2. Tag dann um die Lieferanten der gesamten Wertschöpfungskette der Impfstoffproduktion, also auch die Verpackung, Lagerung, den Versand und Vertrieb sowie der Herstellung von Zubehör wie Spritzen und Fläschchen.

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EU beantwortet kritische Fragen zur Impfstoffstrategie

Weil die Impfstoffstrategie der EU immer mehr in Verruf gerät, geht nun die EU-Kommission ihrerseits in die Offensive und beantwortet in einer Medienmitteilung die schwerwiegendsten Vorwürfe. Darunter sind z.B. folgende Fragen: (1) Hätten die EU-Staaten nicht besser alleine den Impfstoff einkaufen können ? (2) Hätte die Zulassung der Impfstoffe schneller gehen müssen ? (3) Warum kommen andere Länder wie die USA und Israel mit dem Impfen schneller voran ? (4) Was hätte man besser machen können ? (5) Wie können die Produktion und die Lieferung von Impfstoffen beschleunigt werden ? (6) Was genau haben die EU-Kommission und die Mitgliedstaaten mit den Impfstoffherstellern verhandelt ?

Von der EU wurden inzwischen 4 Impfstoffe zugelassen und davon für alle 27 Mitgliedstaaten rund 1,8 Mrd. Impfdosen auch schon bestellt.

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Covid-19: Regelmäßige Impfung könnte zur Norm werden

„Die regelmäßige Impfung gegen das Corona-Virus und seine Mutationen könnte auf Dauer zur Norm werden“, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gegenüber Journalisten. Deshalb würde die EU auch eng mit den Pharmakonzernen zusammenarbeiten und deren Forschung unterstützen. „Ich treffe mich regelmäßig mit den CEOs der 6 erfolgreichsten (!) Impfstoffproduzenten. Diese Konzerne wollen mit dem neuen HERA Inkubator zusammenarbeiten, der unsere Antworten auf die Virusmutationen beschleunigen kann.“

In der Rückschau sei klar, so die ausgebildete Ärztin, dass die Wissenschaft die Industrie bei der Entwicklung der Impfstoffe überholt habe. Engpässe bei den Rohstoffen oder in den Zulieferketten schnellstmöglich zu beseitigen, habe sich nämlich als schwieriger und holpriger erwiesen als erwartet. „Deshalb ging es mit den Impfstoffen am Anfang auch sehr schleppend los.“ Die EU wolle daher auch nicht als „alleiniger Sündenbock“ gelten. So habe z.B. AstraZeneca bislang weniger als 10 % der bestellten Menge geliefert.

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Aktuell 30 Millionen Europäer gegen Covid-19 geimpft

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat den Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsländer in einer Videokonferenz das Impftempo gegen Covid-19 sowie weitere Schritte erläutert. Demnach seinen aktuell knapp 30 Mio Europäer geimpft worden. Das entspreche 8 % der erwachsenen Bevölkerung. Zudem sollten bis Sonntag dieser Woche dann auch insgesamt 50 Mio. Impfdosen in die EU geliefert worden sein.

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„Europa sollte weiterhin größte Anstrengungen unternehmen, damit das Impftempo steigt“, findet die ausgebildete Ärztin. „In 20 Ländern verzeichnen wir stabile und rückläufige Trends, in 7 Ländern jedoch ist die Tendenz steigend. Gleichzeitig nimmt die Covid-19-Müdigkeit bei den EU-Bürgern ab. Aber wir sollten jetzt nicht nachlassen, denn die Lage ist in vielen Teilen Europas weiterhin ernst.“

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Impfstoffe: von der Leyen versteht „die Frustration der Menschen“

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat gegenüber Medien ihr Verständnis für die Ungeduld der Menschen geäußert, die möglichst schnell geimpft werden wollen. „Dank des europäischen Ansatzes jedoch können alle 27 EU-Staaten gleichzeitig auf ein breites Angebot an Impfstoffen zugreifen, die auch gegen die Mutationen wirken“, versicherte die ausgebildete Ärztin. Die EU habe auch auf die richtigen Impfstoffhersteller gesetzt. Sie verwies aber auch auf die Tatsache, dass andere Teile der Welt mit Impfstoffen aus der EU versorgt würden. „Das machen die USA nicht. Doch Europa weiß um seine Verantwortung für die Nachbarstaaten.“ Die EU würde also Impfstoffe für die Welt produzieren, „aber natürlich auf unseren fairen Anteil bestehen“.

Von der Leyen könne die Frustration der EU-Bürger „gut“ nachvollziehen, nach den Bestellungen der Impfstoffe seinen jedoch 2 Dinge zusammengekommen: Zum einen wurden die wirksamen Impfstoffe viel schneller „gefunden“ als es zu erwarten war.  Das sei eine großartige Leistung der Wissenschaft gewesen. Zum anderen aber sei die nötige Massenproduktion der Impfstoffe schwieriger als erwartet.

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HERA Inkubator: EU rüstet sich gegen Virusmutationen

Um den Gefahren durch neue Virusvarianten rasch und effektiv begegnen zu können, hat die EU-Kommission einen neuen Plan namens HERA Incubator präsentiert, der auch die Wissenschaft, Industrie und öffentliche Stellen einbezieht. Mindestens 75 Mio. € werden in spezielle Tests fließen, um mutierte Viren rasch zu entdecken und den Mitgliedstaaten bei der Verfolgung zu helfen. Das Ziel ist, zumindest 5 % der positiven Corona-Tests zu verfolgen. Zudem wird die Forschung und der Datenaustausch über die neuen Virus-Varianten mit 150 Mio. € gefördert wie auch ein Netzwerk für klinische Prüfungen zu Covid-19 eingerichtet.

HERA Inkubator Teil 1. (Bild: EU Kommission)

Die EU wird, so Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, auch weiter in die Produktion von Impfstoffen gegen Covid-19 investieren. „Der HERA Inkubator wird eng mit der Industrie zusammenarbeiten. Unsere Priorität besteht darin sicherzustellen, dass alle Europäer so bald wie möglich Zugang zu den Covid-19-Impfstoffen haben. Um aber dem Virus einen Schritt voraus zu bleiben, wird nunmehr der HERA Incubator ins Leben gerufen.

HERA Inkubator Teil 2. (Bild: EU Kommission)

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