Dicke Dünne

Oder auch dünne Dicke, ganz wie Sie möchten. Sind zumeist weiblich. Ich hatte Ihnen einmal von einem Model erzählt, sehr attraktiv und sehr schlank. Der BMI aber nur 17 (also untergewichtig). Doch die junge Dame hatte tatsächlich 32 % Körperfett. Wir hatten mehrmals nachgemessen !

Das Problem dabei ?

Dicke Dünne haben das gleiche Krankheitsrisiko wie Übergewichtige !

Haben Sie das gewusst ? Dieses merkwürdige Phänomen beschrieb kürzlich Frau Dr. Anne Fleck überaus treffend. „DocFleck“ kennen Sie vielleicht oder zumindest die Methode. Ich darf zitieren … und Models aufgepasst:

 … äußerlich sehen sie schlank aus, haben aber zu viel Fett- und zu wenig Muskelmasse. Man erkennt sie an schlaffen Armen, kleinen Speckrollen am Bauch und schmalen Gelenken. Innerlich aber sind die Bauchorgane, das Herz und die Arterien verfettet. Dieses sog. viszerale Fett produziert Botenstoffe, die im ganzen Körper chronische Entzündungen befeuern.

Studien mutmaßen, dass dünne Dicke potentiell mehr Risikofaktoren aufweisen als tatsächlich Dicke, weil sie kaum aktive Muskelmasse besitzen. Diese würde nämlich Myokine produzieren – hormonähnliche Botenstoffe, die antientzündlich wirken. Darum auch weisen dünne Dicke mit einer bestehenden Herzkrankheit unter allen Übergewichtsrisikogruppen die höchste Sterblichkeit auf, doch bleiben medizinisch oft unter dem Radar.

So kann man sich also täuschen, hat man die

Bikinifigur auf Kosten der Muskelmasse erhungert !

Wenn man glaubt, durch Essen allein könnte man seinen Körper „ideal“ formen. Wie schon öfters betont, die Natur lässt sich nicht betrügen. Bewegung gehört auch zum Abnehmen immer dazu. Und auch Krafttraining für den Muskelaufbau. Also bitte wundern Sie sich beim nächsten Mal nicht, wenn Sie mir Ihr Untergewicht klagen, dass ich etwas ungläubig blicke …

Wie man richtig abnimmt, stand übrigens schon in den News 02.03.2013, denn Körpergewicht zu reduzieren lohnt sich. Selbst für Leistungssportler und Schreibtischtäter. Doch sollte man vorher abklären, wie viel man überhaupt abnehmen kann. Das ist individuell sehr verschieden. Man muss also messen, bevor man eine Diät wählt ! Wir bei Strunz messen BMI und Körperfett. Daraus lässt sich dann alles Andere errechnen.

Das Körperfett kann man maximal und ideal absenken auf 4 %. Beweisen Ihnen die Weltklassesportler. Dazu sollte man im BMI-Bereich 20-24 sein. Das ist der langlebigste Bereich. Rutscht man bei der Gewichtsreduktion unter 20, muss man das fehlende Gewicht durch Muskelaufbau kompensieren. Liegt man andererseits trotz minimalen Körperfettes über der BMI-Grenze von 24, dann hat man einen sehr, sehr muskulösen Körper und sollte darüber nachdenken, wie man die Muskulatur leichter und schlanker gestaltet.

Wie nimmt man gesund ab, dass sogar die Leistungsfähigkeit weiter steigt ?

Das geht natürlich nicht mit Hungerkuren und Mangelernährung. Das geht nur so, indem man das (immer) überflüssige Fett reduziert und Körpersubstanz wie Muskeln aufbaut oder zumindest unbeschädigt lässt. Und wie man gezielt Fett verbrennt, ist Ihnen mittlerweile doch klar. Das macht der Körper automatisch, wenn man ihn nicht durch Kohlenhydrate ständig daran hindert.

Bis 50 g Kohlenhydrate am Tag geht noch. Bis dahin setzt die Fettverbrennung mit der Zeit zu 100 % ein. Für den Speiseplan heißt das vor allem

Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe und Omega-3.

PS: Ausführliche Gebrauchsanleitungen find Sie in den Büchern „Die neue Diät“ und „Wieso macht die Tomate dick ?“.

Dicke haben einen Nährstoffmangel

Dieses Dilemma wird selten verstanden. Und selbst wenn es verstanden würde, kann es praktisch kaum abgestellt werden. Der knallharte Hintergrund: Dicke haben immer Hunger. Und essen. Das Resultat sieht man dann vorm Spiegel oder in der Badehose …

Hunger wird nach allgemeinem Verständnis durch einen Mangel an Kohlenhydraten und/oder Proteinen ausgelöst. Soweit sind wir uns einig. Frohmediziner meinen aber auch, dass ein Mangel an jedem anderen Nährstoff Hunger auslöst. Und

Vitamine, Mineralien und Spurenelemente sind essentielle Nährstoffe !

Um gesund zu bleiben, braucht der Körper bekanntlich dutzende verschiedene Nährstoffe. (News vom 23.03.2018) Wenn wir nun annehmen, dass es viele solcher Nährstoffdefizite gibt, die Hunger auslösen können, dann sollte man erwarten, dass

  • mangelernährte Menschen mehr Kalorien konsumieren.
  • mangelernährte Menschen stärker dazu neigen, übergewichtig oder adipös zu werden.

Es ist also zu vermuten, dass ein multipler Nährstoffmangel (dürfte die Regel sein) typisch für übergewichtige oder adipöse Menschen ist. Je mehr Nährstoffe ihnen fehlen, desto stärker wird sie das Gehirn antreiben, zu viel „Energie“ zu konsumieren. Dafür gibt es einleuchtende, fast zwingend klingende Korrelationen:

  • In einer Studie erhöhte ein Mangel an Vitamin D die Rate des abdominalen Übergewichts (Bauchfett) um das 2,57-Fache (BMC Public Health 2011 Sep 27;11:735). In einer anderen Studie war die Wahrscheinlichkeit, übergewichtig zu werden, bei Menschen mit einem niedrigen Vitamin D-Spiegel 3,2-mal so hoch wie bei Menschen mit hohem Vitamin D-Spiegel (Diabetes 2008 Feb; 57 (2): 298)
  • Bei übergewichtigen Menschen ist die intrazelluläre Menge an Magnesium weniger als halb so hoch wie bei nicht übergewichtigen Menschen (Diabetes Therapie 2010 Aug;1 (1): 25).
  • Ein Mangel an Eisen wird mit Adipositas assoziiert (Brit J Nutr 2012 Aug;108 (4): 710)
  • In einer Gruppe krankhaft übergewichtiger Menschen litten 73,8 % an einen Mangel an Zink und 67,8% an einem Mangel an Kupfer (J Gastro Int Surgery 2011, Dec;15 (12):2178)
  • Krankhaft übergewichtige Menschen leiden an einem fast vollständigen Mangel an Selen (Obesity Surgery 2011 Nov;21 (11): 1710)

Summa summarum klingt das wirklich so, als ob übergewichtige Menschen häufig mangelernährt sind. Mangelernährt im Sinne von zu wenig Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen !

Aber woher sollen die das wissen? Die langen folglich bedenkenlos zu in ihrer Not und hoffen, mit viel mehr „Essen“ z.B. den Selenspiegel zu normalisieren. Ist natürlich Unfug. Stattdessen nehmen sie zu und zu und zu … endlos.

Die Gegenprobe gibt’s auch: Bei einer klinischen Studie nahmen Frauen, die Multivitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente als Nahrungsergänzung konsumierten, 4 kg in 6 Monaten ab. Die Kontrollgruppe (ohne NEM) verlor nur 0,5 kg. Also mir leuchtet das alles sehr ein !

QUELLE: Perfect Health Diet (2018, Thieme Verlag)

PS: Die Lösung heißt somatische Intelligenz. (News vom 09.05.2012) Ein Fachbegriff von Dr. Peter Konopka. Sollten Sie kennen. Bedeutet: Wenn man genetisch korrekt lebt, dann steuert der Körper Hunger und Sättigung auch „richtig“. Richtig heißt: Man wird schlank, ausdauernd und gesund. Voller Lebenslust und Lebensenergie !

Das Aminogramm war katastrophal

Damit ist das Hauptleiden einer (wirklich) jungen Patientin erkannt und benannt. Das Aminogramm wird in Deutschland praktisch nie gemessen, obwohl das viele Labore anbieten. Jetzt verstehen Sie auch, warum andere Ärzte – wie in diesem Fall – keinen Erfolg haben. Ein Aminogramm dann zu optimieren, das kann jedoch dauern. Darf ich erinnern? 80 % Ihrer Trockenmasse bestehen aus Aminosäuren …

Und 80 % Ihrer Körpersubstanz zu ändern, das geht natürlich nicht mit ein paar Löffel Eiweißpulver. Dennoch werden Ihnen gesundheitliche Wunder „selbstverständlicher“. Ich merke das daran, wie Sie mir Ihre Beschwerden vortragen. Ich akzeptiere das auch, weil der Glaube an eine sich selbst erfüllende Prophezeiung schon der halbe Weg der Heilung ist.

Einen ähnlichen Gedankengang finden Sie bei der eingangs erwähnten jungen Dame. Die schreibt mir in einer Mail:

Ich dachte nicht, dass fit werden so anstrengend ist. In glaubte, man füllt den Körper auf und der belohnt einen SOFORT mit grenzenloser Energie und absolutem Wohlbefinden. Und das trotz jahrelangen Raubbaus. In meinem Fall 10 Jahre …

Aber ich merke zumindest immer wieder minikleine Verbesserungen und bleibe weiterhin zuversichtlich. Positiv ist, dass die Geruchsempfindlichkeit so gut wie verschwunden ist. Auch die Anfälle von Übelkeit, die so zwischen einer halben und 1,5 Stunden gedauert haben. Und die waren immerhin so heftig, dass ich nicht mehr wusste, ob ich ein Männlein oder Weiblein bin.

Der Schlaf ist deutlich besser. Tagsüber laufe ich mittlerweile öfters ohne Brille herum, weil ich finde, dass das Sehvermögen besser wird. Die Magenschmerzen sind ganz selten geworden. Meine Verdauung funktioniert ausgezeichnet. Auch meine generelle Angst ist verschwunden. Ich bin psychisch viel stabiler geworden !

Die 4 Eiweiß-Shakes täglich rühren langsam an. Anfangs hab‘ ich mich gefragt, ob das funktionieren wird. Mittlerweile lass ich sogar manchmal eine Mahlzeit aus, weil man vor lauter Shakes einfach keinen Hunger mehr hat. Und eigentlich merke ich so wirklich erst jetzt beim Schreiben, wie viel Positives sich doch schon getan hat !

Für mich beschreiben solche Berichte immer noch kleine Wunder. Schließlich hatte die Dame davor genügend Schulmediziner und Heilpraktiker besucht. Ohne Erfolg. Und nun besserte sich schon in ganz kurzer Zeit (binnen 4 Wochen) ihr Gesundheitszustand in wesentlichen Punkten. Richtig und wichtig ist der Zeitfaktor. Das hat die Dame auch gut erkannt.

Die Frohmedizin, ein Aminogramm geben Ihnen die Möglichkeit, das so häufige Drama täglichen Leides zu beenden. Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Davor herrscht oft Hoffnungslosigkeit: Resignationsmedizin, Drohmedizin. Das halten Sie für eine Übertreibung ?

Na, die Mail geht (natürlich) noch weiter. Da zitiert die Patientin ihren Hausarzt:

  • „Eisenspritzen sind völlig überflüssig.“ Das sagt der bei einem Ferritin von 14 !!! Mein Wert ist nie unter 300.
  • „4 Eiweiß-Shakes am Tag sind zu viel! Das bekommen Sie auch, wenn Sie vernünftig essen.“

Solche Ärzte kann man nicht überzeugen. Denen fehlt (1.) die persönliche Erfahrung und (2.) die Messung.

Meditation an einem guten Ort

Gehen Sie zum Meditieren an einen guten Ort. Beobachten Sie das Geschehen. Lassen Sie die Gedanken fließen – oder auch nicht. Darüber braucht man sich keine Gedanken zu machen. Das ist Meditation !

Ganz anders klingt das in „Arzt & Wirtschaft. Erfolgreiche Praxisführung für Ärztinnen und Ärzte.“, Ausgabe 03/2018, auf Seite 42. Eine Seite über Stress. Und Meditation:

Zwei Komponenten sind wichtig, wenn sie eine Entspannungsreaktion auslösen sollen. Das ist zum einen ein mentaler Fokus. Man beobachtet den eigenen Atem, wiederholt ein Wort, ein Mantra oder eine rhythmische, muskuläre Aktivität. Es geht darum, den Strom der Alltagsgedanken zu unterbrechen und den Kopf „frei“ zu bekommen“.

Das klassische Kuchenrezept im Artikel „Stress erkannt, Gefahr gebannt“, des Autors Thomas Eckardt, Diplom-Psychologe.

Wie bekommt man den „Kopf frei“ – in einem Plattenbau, in einem Hocheffizienz-Massenviehhaltungsbüro? Bei stickiger Luft, passiv aggressiven Mitarbeitern. Kaffeebluthochdruck …

Machen Sie sich von solchem Relativismus frei. Es gibt überall einen guten Ort! Vielleicht im Stiegenhaus, vorletzter Stock, wo sich selten jemand aufhält, direkt vor dem Fenster, von wo aus man einen Baum sieht. Der 3. Hinterausgang, den kaum jemand benutzt, weil er fast ein Umweg ist, aber mit Blick auf eine kleine Grünfläche. Der (bemooste) Fluchtweg aus dem Werk, neben der Schnellhungerstraße zur Konzernkantine. Ebenfalls mit Blick auf unscheinbare Bäume.

Der Vorteil von Grün ist, dass sich dort zumeist Tiere tummeln. Gerade jetzt im Frühling. Während ich das hier schreibe, kann ich 2 Elstern beobachten. Die bauen zusammen ein Nest. Eine Amsel, die sich wie ein Hund mit dem linken Bein hinterm Ohr kratzt. Ein Eichhörnchen, das die Mauer entlangrennt. Und:

Die Amsel setzt sich. Dreht sich. Kratzt sich. Pufft das Gefieder auf. Es regnet leicht. Sie dreht den Körper. Sie muss den Kopf stetig bewegen, weil sie Bewegung nicht mit den Augen ausgleichen kann: Was kommt jetzt? Jede Bewegung ist Teil zu überleben. Oder auch nicht. Das Tier plant nicht. Es überlebt. Oder auch nicht. Sprung und weg. Drei Spatzen landen in Dreiecksformation, 50 m von hier. Neuformation, etwas näher beieinander. Einer fliegt weg, die anderen 2 bleiben kurz. Folgen dann. Der Regen ist nur leicht wahrnehmbar. Ein dünner Schleier. Fast wie vertikales, künstliches Rauschen durch die Fensterscheiben, …wie ein Zittern zu erkennen. Die Blätter bewegen sich kaum. Es tropft vom Metallgestell der Einfahrt in die Tiefgarage. Schaut man auf alle Tropfen gleichzeitig, erkennt man das Muster. Die Wassertropfen spielen miteinander. Ein Konzert aus zufälligen Ereignissen. Kein Computer der Welt könnte das berechnen. Ich rieche Un-veränderung. Hüpfen in den Ästen. Überleben und Naturgesetz, tausende kleine Abzweigungen in den Ästen, Millionen Tannennadeln. Und doch nur sanftes Wackeln der Mutteräste, massives Wachstum, durch die Stämme „geboren“. Eleganter Vogelflug durch dieses Laublabyrinth.

Mein Kaffee ist kalt. Ups! Wo sind die letzten 10 Minuten hin?