So ein Depp

War der spontane Gedanke einer schwer kranken jungen Dame. Hingeschrieben. Ich erzähle Ihnen gerne die Vorgeschichte: Die Patientin hatte mich in der Praxis besucht. Humpelte auf 2 Krücken, da beide Füße und Unterschenkel massiv von der Schuppenflechte befallen waren. Alles offen, blutig, schmerzend … Abhilfe durch Hautärzte, durch die Hautklinik – natürlich null. Schulmedizin hat ihre Grenzen

Sogar im Toten Meer war die junge Dame auch schon in ihrer Not. Brachte eine kurzfristige Linderung. Mein Bild vom Menschen kennen Sie: Wir alle brauchen alle 47 essentiellen Substanzen !

47 Vitalstoffe, die im Körper sein müssen.

Fehlt eine einziger dieser Nährstoffe, ist man tot. Was passiert aber, wenn Substanzen nur zur Hälfte da sind ? Ist man dann “halbtot” ? Darum messen wir nach im Blut. Und fanden bei der besagten Patientin einen auffälligen Mangel an Zink, an Aminosäuren und an Vitaminen. Sind alles lebenswichtige Stoffe. Bitte noch einmal zum Verständnis:

  • Kohlenhydrate sind nicht essentiell. Sind für den Körper sogar überflüssig. Wussten Sie das?
  • Fette (außer Omega-3 und Omega-6) sind nicht essentiell. Sind für den Körper überflüssig. Wussten Sie das ?

Warum essen Sie die dann? Wir haben also bei der jungen leidenden Dame einfach die Vitalstoffe aufgefüllt, die laut Laborbericht sozusagen fehlten. Und sie wurde gesund ! So einigermaßen. War damit jedenfalls hoch zufrieden. Und schilderte das Ganze dann beim Kuraufenthalt in der Reha‐Klinik dem zuständigen Arzt. Die Reaktion? Na, was glauben Sie: Kopfschütteln und Unglauben.

Er, der Arzt, wisse, was Psoriasis ist. Die könne man nicht so einfach beseitigen ! Zwar saß der lebende Beweis direkt vor ihm, aber … gibt es trotzdem nicht ! Erinnert an Galileo Galilei: Seine Gegner hätten nur einmal durch das Fernrohr zu schauen brauchen, um die Wahrheit zu sehen. Aber die haben es einfach nicht getan. Eine solche Wahrheit durfte es einfach nicht geben. Da brauche man dann auch nicht einmal nachzuschauen …

Dieses häufige und typische Verhalten der Schul- und Resignationsmediziner wird von aufgeweckten Patienten, die es eindeutig besser wissen, sehr wohl registriert und kommentiert. In diesem Fall mit: “So ein Depp !” Frohmedizin ist Naturwissenschaft. Ist zuerst präzise Messung und dann Auffüllen. Naturwissenschaft ist der üblichen (Schul-)Medizin überlegen.

Dazu passend die News vom 16.09.2018: Nach 40 Ärzten die logische Heilung

Woher soll ein Facharzt wissen, dass …

Haare und Nägel aus Eiweiß bestehen. Hautärzte können da wirklich nichts dafür. Ich war selbst lange Zeit in der Hautklinik Erlangen in Ausbildung. Das lernt man so nicht. Da müsste man schon zu einem Lehrbuch der Biochemie greifen …

Kam heute wieder eine herrliche E-Mail über einen kaputten Zehennagel. „Da kann man nix mehr machen, der bleibt ab jetzt so“, soll eine Hautärztin zur Patientin gesagt haben. Und bitte bedenken Sie: Das ist eine Fachärztin. Die macht zuerst die normale Ausbildung zur Ärztin und dann mehrere Jahre die spezielle Ausbildung zur Hautärztin … Die Kollegin war also eine wirkliche Expertin. Und wenn die das so sagt, dann ist das auch so (in der Schulmedizin).

Aber lesen Sie selbst:

Ich hatte 1,5 Jahre lang ein kosmetisches Problem, das mich sehr gestört hat. Immer wieder riss mir mein großer Zehennagel tief ein (fast 1 cm) und brach schließlich ab. Ich hatte viel versucht und nahm auch NEM ein für Haut, Haare, Nägel. Nix half.

Dann ging ich zu einer Hautärztin und die sagte mir, mein Nagel hätte ein Trauma erlitten und wächst deshalb schon kaputt raus. Da kann man nix machen, das bleibt nun für immer so. Das hat sie wortwörtlich gesagt! Mit so einer Antwort war ich natürlich sehr unzufrieden und wollte das auch so nicht hinnehmen. Aufgrund Ihrer News habe ich schließlich angefangen, Eiweiß mit den 8 essentiellen Aminosäuren einzunehmen.

Und siehe da, der Nagel ist vollständig und heil wieder nachgewachsen! Zudem merke ich beim Sport, dass ich viel mehr Kraft habe als früher. Der einzige „Nachteil“: Ich muss jetzt meine Fingernägel immer sehr kurz feilen, da sie sonst zu regelrechten Krallen werden!

Haben Sie auch gelacht oder zumindest geschmunzelt? Oder sich vielleicht sogar geärgert, weil Sie das Gleiche auch schon erlebt haben?

„Zehennägel als Beweis“ … hießen übrigens die News vom 03.01.2018.

Vitamin A

Steht bei mir, in der Auswertung Ihrer Blutanalyse, auf der gleichen Stufe wie Vitamin E. Vitamin A macht Sie schlank. Rettet Brustkrebspatientinnen das Leben und ist selbst Hautärzten wohlbekannt (News vom 23.02.2017). Also bitte, Schluss mit so abfälligen Bemerkungen wie „Vitamine dienen der Geschäftemacherei“ oder „Vitamine produzieren teuren Urin“. Zum Glück macht mit Betablockern, Anti-Diabetika oder Chemotherapien niemand Geschäfte …

Schreibt mir vergnügt ein Mann: „Seit nunmehr 4 oder 5 Jahren nehme ich NEM. Ich trieb auch viel Sport, hatte aber trotzdem immer zu viel an Bauch und Hüften. Nun, seitdem ich auch Vitamin A zu mir nehme, purzeln die Pfunde extrem und mir passen sogar wieder alte Hosen. Es ist unglaublich !!“

Stimmt. Das schafft ein einziges Vitamin! Die Erklärung, habe ich nachgelesen:

  • Vitamin A macht im Körper Retinsäure und die wiederum aktiviert PPARdelta.
  • Und PPARdelta wiederum verdoppelt die Menge an einem 2. Transkriptionsfaktor, nämlich PGC1-alpha.

Erinnern Sie sich noch an die News vom 04.02.2013? Dort stand, dass auf diese Weise mehr Mitochondrien produziert und die Fettverbrennung deutlich verbessert wurde. Das liest sich in einer Besprechung der Arbeit (Plos Biol2 (10): e294, 2004) wie folgt:

Wissenschaftler aktivieren künstlich einen Schalter namens PPARdelta im Muskel, daraufhin entstehen diverse an Stoffwechsel beteiligte Enzyme und die Mitochondrien vermehren sich (verdoppeln sich). Daraus resultiert, wie zu erwarten, eine gesteigerte Ausdauerleistungsfähigkeit. Als nette Begleiterscheinung sind die Tiere resistent gegen die Entstehung von Fettleibigkeit.

PS: Falls Sie das nun ausprobieren wollen und danach vielleicht enttäuscht sind: Hier steht „im Muskel“. Tja, leider …

Und zu Vitamin A gab es schon Anfang 2009 eine Studie, in der gezeigt wird, dass Vitamin A Brustkrebspatientinnen das Leben rettet. Nicht das Leben retten „kann“, sondern „rettet“! Weiß das Ihr Frauenarzt? Weiß das Ihr Onkologe?

Deren Fazit: Patientinnen mit wenig Vitamin A (unter 2,08 µmol/L) sind verglichen mit Frauen, die ein höheres Vitamin A im Blut aufwiesen, um

  • 211 % (oder 2,11 Mal) häufiger gestorben.
  • 358 % (oder 3,58 Mal) häufiger gestorben, wenn sie über 55 Jahre alt waren.

Wohl verstanden: Nicht um 20 % mehr oder um 70 % mehr, sondern um 200 und 300 % mehr. Wenn man der Arbeit glaubt, hätte man sich deren Ableben sparen können.

So viel zu den scheinbar „unnötigen“ Vitaminen. Vitamin A. Nicht vergessen !

QUELLE: Cancer Epidemiol Biomarkers Prev 2009;18 (1):42