Man hat die Wahl … auch bei Rheuma

Rheuma, rheumatische Arthritis, tut weh. Nimmt zu in Deutschland. Nimmt zu (!) …bei immer besserer medizinischer Versorgung, im einem immer teureren Gesundheitssystem – im selben Land !?! Wegen Rheuma sind inzwischen rund 700.000 Menschen in Deutschland in ständiger ärztlicher Behandlung … Aber ist das ein Zufall ?

Nein, weil ein Patient mit Schmerzen immer wieder kommt. Das kann also nur heißen, dass Rheuma hierzulande gar nicht geheilt wird. Es wird nur behandelt. So begleitet die Krankheit die Patienten das ganze Leben lang ! Diese Einleitung war nur eine Feststellung. Sollte man das alles beklagen ? Oder kennt wer die Lösung ?

Also mein Rat gegen diese Autoimmunerkrankung lautet:

Immunsystem reparieren
Ernährung umstellen

Das ist übrigens mein generelles Behandlungs- und Heilungsprinzip – bei fast jeder Krankheit … Wobei „weglassen“ sehr wohl auch „wegschaffen“ meint. Z. B. durch LAUFEN.

Das Ganze noch ein bisschen ausführlicher betreffend Rheuma:

  • Vitamin D in der richtigen Dosis (100 ng/ml)
  • Perfektes Aminogramm
  • Keine Kohlenhydrate (Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Zucker)
  • Und … vorsichtshalber auch die übrigen Blutwerte optimieren.

Dazu vielleicht 3 Patientenmeinungen von dieser Woche:

(1) Durch Ihre jahrelange Behandlung und Begleitung bin ich weitgehend ohne jede chemische Rheumamittel, die Iritisschübe (Augenentzündung) wurden schwächer und in viel größeren Abständen. Bald werde ich 60 und kann immer noch berufstätig sein, eine gehörige Lebensqualität konnte ich mir erhalten.

(2) Nachdem ich Ende Mai bei Ihnen wegen akuten rheumatischen Beschwerden in der Praxis war, wollte ich mich erst mal bei Ihnen bedanken! Es geht mir viel besser, ich habe seitdem keine Entzündungen mehr in den Knien, kann wieder laufen, und die Entzündungswerte gehen weiter zurück!

(3) Habe seit 20 Jahren Rheuma. Ist wohl genetisch. Auch mein Papa hat’s. Werde seit 20 Jahren mit Cortison behandelt, mit MTX und Immun-Modulatoren. Jedoch 9 Monate nach dem Praxisbesuch bei Ihnen: Es hat sich viel geändert und es geht mir schon besser. Die Medikamente habe ich abgesetzt.

Was für eine Chance für jeden Rheumatologen ? Und würden sich Patienten streng an diese Regeln halten, würde man ständig nachkontrollieren, so wäre Rheuma höchst wahrscheinlich schon geheilt. Heilung heißt auch hier wieder „Abwesenheit von Beschwerden“. Gesundheit oder Krankheit ist ein tägliches Bemühen. Dabei hat man die Wahl … in die eine oder die andere Richtung !

Generika: Hohe Geldstrafen der EU wegen verzögerter Einführung

Die EU-Kommission hat gegen die beiden Pharmakonzerne Teva und Cephalon Geldstrafen in der Höhe von 60,6 Mio. € verhängt. Die Firmen hatten die Markteinführung eines preisgünstigeren Generikums des Cephalon-Arzneimittels gegen Schlafstörungen, Modafinil, nach Ablauf der Hauptpatente um sogar mehrere Jahre verzögert ! Laut Wettbewerbskommissarin Margarethe Vestager dadurch nicht nur gegen das EU-Kartellrecht verstoßen, sondern auch ein „erheblicher Schaden“ für die  Gesundheitssysteme in der EU verursacht.

Infografik: EU Kommission

Modafinil ist ein Arzneimittel zur Behandlung exzessiver Tagesschläfrigkeit, die insbesondere im Rahmen einer Narkolepsie auftritt. Es wurde unter dem Markennahmen „Provigil“ gehandelt und war das meistverkaufte Produkt von Cephalon. Jahrelang sorgte Provigil für über 40 % des weltweiten Umsatzes von Cephalon. 2005 waren jedoch die Hauptpatente für das Arzneimittel in Europa ausgelaufen. Die EU-Kommission stellte bei ihrer Untersuchung fest, dass Teva durch diese Pay-for-Delay-Vereinbarung mehrere Jahre lang als Wettbewerber ausgeschaltet wurde und Cephalon deshalb höhere Preise berechnen konnte, obwohl das Hauptpatent für Modafinil seit Langem abgelaufen war.

EU will europäische Gesundheitsunion schaffen

Die EU-Kommission hat am 11.11.2020 erste Schritte in Richtung einer europäischen Gesundheitsunion gesetzt. In deren Mittelpunkt steht ein neuer Rechtsrahmen für schwerwiegende, grenzüberschreitende Gesundheitsgefahren sowie die Aufwertung des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) und der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA).

VIDEO der Pressekonferenz

Das ECDC soll z.B. Empfehlungen für das Risikomanagement machen können und so für mehr Zusammenhalt in der Krisenbekämpfung sorgen. Zudem soll es künftig möglich sein, einen EU-Gesundheitsnotstand auszurufen und dadurch eine engere Koordinierung der Mitgliedsstaaten auszulösen. „Die Coronavirus-Pandemie hat ganz klar gezeigt, dass wir eine engere Kooperation in der EU brauchen, zudem resilientere Gesundheitssysteme und eine bessere Vorsorge vor künftigen Krisen“, untermauerte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

Zudem müsse in Zukunft mit grenzüberschreitenden Gesundheitsgefahren anders umgegangen werden. EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides (siehe Video) ergänzte: „Sinn und Zweck der europäischen Gesundheitsunion ist, dass wir uns als Union auf gemeinsame Gesundheitsgefahren vorbereiten und dagegen vorgehen. In einer Krise erwarten die Bürger zu Recht, dass sich die EU aktiver einbringt. Heute stärken wir die Grundlagen für eine sicherere, besser vorbereitete und widerstandsfähigere EU im Gesundheitsbereich. Dies wird unsere Fähigkeit zur gemeinsamen Reaktion erheblich verändern.“

Covid-19: EU richtet 5 Botschaften an die Mitgliedsstaaten

Der Europäische Rat innerhalb der EU hat im Rahmen der Corona-Pandemie abermals einen koordinierten Ansatz gefordert. „Die Ausbreitung des Virus wird unsere Gesundheitssysteme überfordern, wenn wir nicht dringend handeln. Und es kommt darauf an, in der gesamten EU kohärent (zusammenhängend) vorzugehen“, sagte Kommissionspräsidentin von der Leyen in der anschließenden Pressekonferenz und richtete 5 Botschaften an die EU-Staats- und Regierungschefs.

VIDEO der Pressekonferenz

(1.) „Wir müssen umfassende und korrekte Daten in Echtzeit an die Plattform des ECDC melden.“ Das würde helfen bei der Einschätzung der Lage und der Koordinierung, z.B. im Hinblick auf die Spitäler und die Behandlung von Patienten über Staatsgrenzen hinweg. Die EU-Kommission stelle 220 Mio. € für die Finanzierung grenzüberschreitender Patiententransfers bereit. (2.) Es soll der Austausch von Erfahrungen und Analysen intensiviert werden. „Wir werden eine Plattform einrichten, die die Spezialisten, die die Regierungen der Mitgliedstaaten beraten, und die Experten, die die EU beraten, zusammenbringt“, erklärte die EU-Kommissionspräsidentin.

(3.) Die Corona-Tests sollen intensiviert werden: „Unser Ziel ist es, das Virus in Schach zu halten, und dafür muss massiv getestet werden“, betonte von der Leyen. (4.) Es soll die grenzüberschreitende Kontaktnachverfolgung verbessert werden. 22 Mitgliedstaaten hätten eine App zur Kontaktnachverfolgung entwickelt. Die Kommission habe dazu einen Datenabgleichdienst eingerichtet, damit alle Apps kommunizieren und die „Interoperabilität“ in der gesamten EU erreicht wird. (5.) Das betrifft die Bemühungen, Impfstoffe bereitzustellen. Dazu handele die EU derzeit mit Pharmakonzernen Abnahmegarantien im Namen der Mitgliedstaaten aus. Die Staaten sollen dazu die Impfpläne übermitteln.