EU verknüpft die nationalen Apps zur Corona-Warnung

Im Kampf gegen das Corona-Virus hat die EU damit begonnen, erste nationale Corona-Warnung-Apps miteinander zu verknüpfen. „Grenzüberschreitend funktionierende Apps zur Kontaktnachverfolgung oder Warnung können ein wirkungsvolles Instrument im Kampf gegen die Ausbreitung von Covid-19 sein“, meint EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Solche Apps könnten andere Maßnahmen ergänzen wie z. B. verstärkte Tests oder die herkömmliche Kontaktrückverfolgung durch die Gesundheitsbehörden. Die EU will jedenfalls „diese Pandemie weiterhin unermüdlich an allen Fronten bekämpfen.“

VIDEO: So funktioniert eine Corona-Warnung-App

Den Anfang machten die Corona-Warnung-Apps der Länder Deutschland, Irland und Italien. Folgen dürften Tschechien, Dänemark, Lettland und Spanien. Die EU-Kommission habe den sog. Datenabgleichsdienst zur Herstellung der Interoperabilität nach einer Einigung der Mitgliedstaaten auf eine Reihe technischer Spezifikationen eingerichtet, um eine europäische Lösung bereitzustellen. Mit diesem Dienst einer digitalen Infrastruktur wird sichergestellt, dass die Apps auch über Grenzen hinweg reibungslos funktionieren. „Die Nutzer brauchen also nur eine App für ganz Europa zu installieren“, versichert Kyriakides.

Der Datenabgleichsdienst wird von T-Systems und SAP entwickelt und eingerichtet und anschließend vom Rechenzentrum der Kommission in Luxemburg aus betrieben.

Covid-19: EU hilft Mitgliedsstaaten an allen Fronten – „Keine Panik !“

Die EU unterstützt die Mitgliedsstaaten im Kampf gegen das Coronavirus und zur Eindämmung von Covid-19 an allen Fronten. Um für einen EU-weiten Informationsaustausch und abgestimmte Maßnahmen zu sorgen, steht sie in ständigem Austausch mit den nationalen Gesundheitsbehörden. Diese erhalten auch technische Hilfe für die Diagnose und Meldung von Verdachtsfällen und bestätigten Fällen, die Infektionsprävention und die Kontrolle von Reisenden. Für die weltweite Vorsorge und Eindämmung des Virus hat die Kommission bereits 232 Mio. mobilisiert. Die Mittel gehen – wie berichtet – u.a. in die Erforschung eines Impfstoffes und die weltweite Notfallvorsorge durch die WHO.

LINK zur Pressekonferenz von Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides

Insgesamt sind die Mitgliedstaaten sehr gut darauf vorbereitet, Fälle in der EU zu behandeln und eine weitere Ausbreitung einzudämmen. Gesundheitskommissarin Kyriakides rief daher zur Besonnenheit auf: „Dies ist eine besorgniserregende Situation, aber wir dürfen nicht in Panik geraten. Wir müssen wachsam sein, wenn es um Falschinformationen geht, die die Bevölkerung in die Irre führen und die Arbeit der Behörden in Frage stellen.“