ICHOM veröffentlicht „Standardsatz“ zur Covid-19-Messung

Das internationale Konsortium für die Messung von Gesundheitsergebnissen (ICHOM) mit Sitz in den USA veröffentlichte einen sog. Standardsatz (C19-SS) zur künftigen Messung und Beurteilung von Covid-19. An der Arbeitsgruppe innerhalb der ICHOM waren 28 Experten und Patientenvertreter aus 24 Organisationen in 14 Ländern beteiligt. Die C19-SS ist ein Kernsatz von Standards, welche die Genesung eines Patienten durch die Messung von 13 Ergebnissen verfolgen und dessen soziale und geistige Funktion, Lebensqualität, Symptome und relevante klinische Ergebnisse abdecken.

Covid-19-Standardsatz der ICHOM. (Infografik: ICHOM)

Diese Ergebnisse werden anhand von mehreren von den Patienten selbst gemeldeten Ergebnismesszahlen gemessen, die über einen Zeitraum von 3 Monaten nach ihrer Aufnahme im Krankenhaus – wegen Covid-19 – in allen Gesundheitseinrichtungen erfasst werden sollen. Damit verbindet der Standardsatz erstmals die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse von Fachkräften im Gesundheitswesen mit dem persönlichen Input von Patienten miteinander.

Zitat Dr. Strunz am 18. Oktober 2020

Das Aminogramm als naturwissenschaftliche Methode ist ein Juwel. Nichts sonst gibt derart tiefen Einblick in den Hormonstatus einer Person, in das so entscheidende Immunsystem, in das Ausmaß des täglichen Stresspegels. Nichts sonst zeigt derart genau an (eigentlich gnadenlos an), ob man im Gleichgewicht lebt oder nicht.

Ohne ein perfektes Aminogramm ist Gesundheit oder besser noch Heilung einfach nicht möglich. Hinter dieser Einsicht steht die Biochemie und eine sehr einfache Logik: Von nichts kommt nichts !

Originalbeitrag:  Glück ist immer noch messbar

Covid-19: EU besorgt über die kollektive psychische Gesundheit

„Covid-19 hat sich auf die kollektive psychische Gesundheit in Europa ausgewirkt“, sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides im Vorfeld des World Mental Health Day 2020. Und dieser Einfluss nehme sogar noch zu. Bereits vor der Pandemie sei 1 Europäer von 6 psychisch krank gewesen. „Das hat nicht nur für die Betroffenen einen hohen Preis, sondern auch für unsere Gesellschaft“, betonte die Griechin.

Kyriakides sei sich als Psychologin der schädlichen Auswirkungen der Pandemie auf die psychische Gesundheit der Europäer sehr bewusst, wobei auch die langfristigen Auswirkungen erheblich sein werden. „Das Kaleidoskop der psychischen Gesundheitsprobleme reicht von Angst bis Einsamkeit und Depression. Wir müssen genau auf die Zeichen achten, die uns der Körper gibt“, so die Gesundheitskommissarin. Große Sorgen mache sie sich auch  über die älteren Menschen, die allerdings mutigen Beschäftigten im Gesundheitswesen und diejenigen, die wesentliche soziale Dienste anböten.

Verlorene Covid-19-Generation ?

Die größten Sorge allerdings bereitet Kyriakides die Jugend. Folglich müsse „dringend und um jeden Preis“ auch eine sog. verlorene Covid-19-Generation vermieden werden. Der diesjährige Welttag der psychischen Gesundheit fordere verstärkte Investitionen in die psychische Gesundheit und einen besseren Zugang zu entsprechenden Dienstleistungen. Die EU werde dabei die Reform des gemeindenahen psychischen Gesundheitssystems unterstützen, eine mehrstufige nationale Suizidprävention sowie Programme gegen Depression mit insgesamt 8,4 Mio. € unterstützen.