Laufen und seine 12 Vorteile

Wenn man einmal einige Zehntausend wissenschaftliche Studien zusammenfasst, sozusagen auf den springenden Punkt bringt, dann bleibt Ihnen vor Staunen sehr wahrscheinlich der Mund offen. So ein Versuch ist mein Büchlein „Der kleine Laufcoach“ von 2017. Ein wunderbares, kleines Kompendium – geschrieben für den Sonntagvormittag.

Darin heißt es u.a. Laufen ist der Einklang von Meditation und Sport. Doch am verblüffendsten sind für mich die Ergebnisse auf S. 22/23. Die 2 Seiten sind mir echt ans Herz gewachsen. Wohl jede Woche lasse ich sie erneut auf mich einwirken. Möchten Sie wissen, was dort steht ? Was Laufen tatsächlich bringt ? Na dann schieße ich los !

Was ernten Läufer ?

MEHR GEHIRN: Das bekommt 100 % mehr Sauerstoff (gemessen und bewiesen!). Das hält wach, erhöht die Konzentration und Leistungsfähigkeit. Botenstoffe schärfen das Gedächtnis, verbessern das Lernen, toppen die Kreativität. Und: Laufen hält das Gehirn jung – denn das neuronale Netz, die Verknüpfungen zwischen den Gehirnzellen nehmen zu. Der erste physiologische Beweis, dass „forever young“ längst Realität ist.

BESSERES IMMUNSYSTEM: Die Anzahl der Killerzellen steigt an und diese werden auch viel aggressiver im Kampf gegen Viren, Bakterien und Krebszellen. Ja, man kann selbstverständlich vor jeder Erkältung davonlaufen und sogar dem Krebs. Gewusst ?

MEHR LEBENSFREUDE: Laufen hilft gegen fast jede Angst. Ist – auch international anerkannt – das stärkste Antidepressivum.

STARKES HERZ: Das wird kräftiger, bringt mehr Leistung, kann sich schneller erholen – schlägt für ein längeres Leben. Laufen mindert Arteriosklerose und beugt so einem Infarkt vor. Laufend bastelt man sich natürliche Bypässe !

ELASTISCHE BLUTBAHNEN: Laufen reinigt das Blut, normalisiert den Blutdruck, senkt den Cholesterinspiegel und hält den Blutzucker konstant. Das alles beugt nachweislich Diabetes vor. Und: Laufen reduziert die Harnsäure – das bewahrt vor Gicht. Meine ganz persönliche Erfahrung.

EINE (LÄUFER-)LUNGE: Die versorgt den Körper mit 1.000 % mehr Sauerstoff (gemessen und bewiesen !). Je mehr Sauerstoff, desto mehr Leistung bringt man. Desto vitaler ist der Mensch.

MEHR POTENZ: Läufer sind standfester. Die können immer – naja, sagen wir fast immer. Warum ? Grund ist der phänomenale Anstieg des Power- und Libido-Hormons Testosteron. Das haben auch Sexualberater herausgefunden. Die legen ihren „Problempärchen“ auch Laufen ans Herz. Frauen übrigens profitieren in 2-facher Hinsicht: 1. durch den potenteren Partner und 2. vom Stressabbau.

IDEALGEWICHT: Eine schlanke Linie bekommt man durch fettverbrennende Enzyme. Durch das Laufen verbrennt man Fett nicht nur nach dem Morgenlauf, sondern auch den ganzen Tag – sogar im Schlaf.

MEHR LEBENSENERGIE: Man wird von der Ente zum Jaguar, von der Ameise zum Adler !

KRAFTIGERE MUSKELN: Laufen aktiviert 70 % der Muskulatur. Plötzlich erwacht der ganze Körper, denn die Muskeln sind der „forever young“-Hebel: Sobald die wachsen, schwindet das Fett, die Haut wird straffer, die Knochen, Gelenke und Organe werden kräftiger. Man wird täglich jünger und gesünder !

KNOCHEN- und GELENKSSCHUTZ: Laufen schützt die Knochen vor Osteoporose, die Gelenke vor dem Verschleiß. Laufen beugt Rückenschmerzen, Arthrose und Knochenbrüchen vor. Kreuzweh oder Knieschmerzen haben ihren Ursprung im Sitzen, nicht im Laufen !

Und zum Abschluss der wohl überraschendste Laufgewinn:

MEHR ZEIT: Sie haben für’s Laufen keine Zeit ? Dann haben Sie es sicher noch nie probiert, denn Läufer GEWINNEN Zeit. Kurz erklärt: Man braucht weniger Schlaf. Oder philosophisch gesprochen: „Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.“ (Seneca)

Und jetzt gehen Sie laufen – oder ?

Wenig Schlaf bedeutet dreifaches Infektionsrisiko

Viele, viele Leser dieser täglichen News sind schon zu medizinischen Experten geworden. Wissen also, Schlafen hilft dem Immunsystem. Vor allem in den Phasen des Tiefschlafs räumt sich der Körper so richtig gründlich auf. Selbstheilung !!

Dr. Sheldon Cohen vom Department of Psychology der Universität Pittsburgh wollte den Zusammenhang von Schlaf und Immunsystem ganz genau wissen, und unternahm mit 153 gesunden Männern und Frauen folgenden Versuch:

Die Personen protokollierten 2 Wochen lang, wie viele Stunden sie schlafend im Bett verbracht hatten und gaben dann auch an, wie ausgeruht sie sich fühlten. Anschließend gingen die Teilnehmer in Quarantäne. Am 2. Tag bekamen sie fiese Rhinoviren (Schnupfenviren) in die Nase gesprüht und blieben danach – unter Beobachtung – weitere 5 Tage in Quarantäne.

Das Ergebnis:

Wer im Schnitt weniger als 7 Stunden pro Nacht geschlafen hatte, bekam 3 Mal (!) öfter eine Erkältung als diejenigen, die mehr als 8 Stunden schliefen. Das überzeugt !

Doch der sprichwörtliche Witz bei diesem Experiment ist eigentlich ein ganz anderer. Denn, wer kann schon mehr als 8 Stunden pro Nacht schlafen ? Die wenigsten tun oder können das. Das heißt also:

Schon bei einem ganz normalen, ein wenig zu kurzen Alltagsschlaf setzen wir uns einem DREIFACHEN Infektionsrisiko aus !

Andere Studien zeigen, dass chronischer Schlafmangel Entzündungen auslöst und dass dies wiederum zu verschiedenen Krankheiten wie Diabetes, Atherosklerose und sogar zu der gefährlichen Autoimmunerkrankung Lupus erythematodes (SLE) führen kann. Kurz gesagt:

Schlafmangel macht krank.

Jetzt weiß man auch, warum TRYPTOPHAN indirekt (!) gegen das Corona-Virus hilft. Weil daraus das Schlafhormon (Tiefschlaf) Melatonin entsteht, Achtung: Wenn Sie genügend Zink uvm. im Körper haben !

Nicht nur darum lege ich so großen Wert auf diese Aminosäure, die Seltenste in der Natur. Tryptophan ist bekanntlich auch eine Mauer gegen den exponentiell zunehmenden Alltagsstress, potenziert nochmals durch die Digitalisierung. Stichwort ständige Erreichbarkeit. Da brauchen wir uns dann auch nicht zu wundern, wenn künftige typische Grippeepidemien immer schlimmer verlaufen sollten.

Vielleicht hilft uns die derzeitige Corona-Katastrophe, solche menschenunfreundliche Sachverhalte einmal zu überdenken !

QUELLE: „Die 15 besten Tipps für ein starkes Immunsystem“ (2020) by Heyne

Vitamin C streng wissenschaftlich

Jeder von uns wird von seinen Glaubenssätzen geleitet. So schlummert in mir beispielsweise die ÜBERZEUGUNG, dass

Vitamin C eine der stärksten Waffen gegen Viren ist.

Übrigens auch gegen aggressive Krebszellen. Ich habe darüber einfach zu viele wissenschaftliche Beweise gelesen. Das hat die Bevölkerung nicht. Und viele sog. Experten haben das auch nicht. Die halten das für Unfug und Vitamin C für sozusagen „irgendein“ Vitamin. Laut DGE würden davon 110 mg am Tag reichen … Bitte lachen Sie jetzt nicht. Das ist vielmehr traurig !

Überzeugungen lassen sich auch nicht so leicht verändern. Außer … außer man wird schwer krank (EBV-Infektion) und ist nach Vitamin C-Infusionen in wenigen Tagen wieder gesund. Das wirkt ! Eine andere Methode ist der stete Tropfen. Und einen Solchen drucke ich Ihnen heute aus einem lustigen kleinen Büchlein mal ab:

Vitamin C rein, Virus raus

Aus bisherigen Studien weiß man, dass Vitamin C am stärksten wirkt bei den Patienten, die zuvor schlecht mit Vitamin C versorgt waren. Das trifft z.B. auf alle Raucher zu, bei Alkoholabusus, bei extrem einseitigen Diäten und zerkochtem Kantinenessen, bei Stress. Wichtig auch: Einen Vitamin-C-Mangel haben fast alle Männer über 65, also genau die Risikogruppe, die nach jeder Viruswelle am häufigsten sterben.

Man weiß weiters aus Studien, dass ein paar Hundert Milligramm Vitamin C täglich überhaupt keinen Unterschied machen !

Messbar wirksam wird Vitamin C nur in hoher Dosis: Bei beginnenden Infektionen empfehle ich 1.000 mg Vitamin C und 10 mg Zink alle 2 Stunden. Das verkürzt übrigens auch „die üblichen Erkältungen“. Bei heftigen Infektionen, Stichwort Corona, arbeiten Ärzte wie Hyoungjoo Shin in Südkorea mit 30.000 mg Vitamin C als Infusion. Ergebnis: „Some people got better after about 2 days and most had symptoms go away after one injection. Heißt übersetzt: Vitamin C rein, Virus raus.

Vitamin C stellt das Immunsystem scharf:

  • Vitamin C fördert die Antikörperproduktion,
  • stimuliert die Produktion von Interferonen (Proteine mit antiviraler Wirkung),
  • unterstützt die Bildung von Killerzellen, T- und B-Immunzellen,
  • steigert die Aktivität weißer Blutkörperchen (Granulozyten und Monozyten gehören zur zellulären Immunabwehr),
  • schützt die Zellmembran weißer Blutkörperchen vor Selbstzerstörung durch freie Radikale, die während der Immunabwehr entstehen,
  • schützt das Bindegewebe und damit die erste Abwehrbarriere,
  • stimuliert die Abwehrzellen der Darmschleimhaut
  • und verhindert die Bildung von krebserregenden Nitrosaminen im Magen-Darm-Trakt.

Heißt umgekehrt: Ist zu wenig Vitamin C im Körper, ist das Immunsystem schwach. Das Vitamin steckt reichlich in Paprika, in Brokkoli und Beeren, in Kiwi, Zitronen, Orangen und, was viele nicht wissen, auch in Petersilie. Also, worauf warten Sie ? Essen Sie Leben ! Oder Vitamin C auch als Nahrungsergänzung.

QUELLE: Das neue Büchlein „Die 15 besten Tipps für ein starkes Immunsystem“. Kurz, knapp, streng wissenschaftlich gehalten. Ausdrücklich ! Denn dort wird das sensible Thema „Corona-Katastrophe“ zum Anlass genommen und auch meine Wortwahl ein bisschen ernsthafter.

PS: Und falls Sie Vitamin C noch immer unterschätzen sollten, dann verrate ich Ihnen, dass ich täglich mitunter 15 Gramm davon nehme. Siehe News „Vitamin C oder tausende Medikamente“ vom 10.05.2017. … Das ist das gut 130-Fache der DGE-Empfehlung.

Heilung beginnt im Darm

Die Idee der MOLEKULARMEDIZIN ist ein wirklicher Fortschritt in der Medizin. Weil sich diese Medizin nicht auf ein Röntgenbild beschränkt, auf ein Kernspin, auf eine Gastroskopie oder auch auf 8 Medikamente täglich (mein letzter Patient). Ein Fortschritt, weil sich die Frohmedizin auf den Menschen (Patienten) konzentriert. Auf seine Heilung ! Nicht nur auf die Leitlinien konforme Behandlung. Auf seine Rückkehr zur Gesundheit, zur Lebensfreude. Was auch immer das konkret für jeden von Ihnen heißen mag.

Eine zentrale Rolle bei jeglicher Heilung spielt das Immunsystem, zumindest in der Frohmedizin. In der Schulmedizin mag es die Pharmaindustrie mit ihren Medikamenten sein.

Das gilt für Erkältungen genauso wie für Krebs oder Depression.

Und was viele nicht wissen: Das Immunsystem lässt sich gezielt auch über den Darm stimulieren. Ganz allgemein durch eine genetisch korrekte und möglichst vielseitige Ernährung. Dadurch entsteht eine vielfältige Darmflora. Und

je vielfältiger die Darmflora, desto gesünder der Mensch.

Ein Forscherteam der Washington University School of Medicine konnte zeigen, dass eine bestimmte Bakterienart, nämlich Lactobacillus reuteri, die Immunzellen in der Darmwand vermehrt. Unter einer Bedingung: Tryptophan (Science. 2017 Aug 25; 357(6353):806-810). Je mehr Tryptophan im Mäusefutter, desto mehr Immunzellen. Und je weniger Tryptophan, desto weniger Immunzellen.

Ein ganz einfacher Zusammenhang, den auch wir Menschen ganz leicht nutzen können. Denn Lactobacillus reuteri haben wir in der Regel genügend in unserem Darm. Aber leider oft nicht

Tryptophan.

Diese essenzielle Aminosäure steckt in Milchprodukten, Fleisch, Eiern, Erbsen, Nüssen und in Kakao. Gibt’s natürlich auch als NEM. Weil Tryptophan den Menschen auch gut schlafen lässt und gegen Heißhungerattacken hilft, unterstützt es die Selbstheilung über diese beiden Wege zusätzlich.

QUELLE: „neue wunder der Heilung“ bei HEYNE. Erscheint am 11.11.2019. In dem Buch geht es ausdrücklich um Heilung (Frohmedizin), also nicht nur um Behandlung (Reparaturmedizin).