Die Haut ist normalerweise eine Barriere

Haben Sie sich schon einmal überlegt, was ihre Haut täglich so alles leistet ? Die ist nämlich eine Barriere. Verhindert, dass Bakterien oder andere „Fremdstoffe“ in den Körper gelangen. Jedoch schützt diese Barriere bei den Einen besser, bei den Anderen schlechter. Funktioniert demnach nicht bei allen Menschen gleich gut.

Eine schlechte (Haut-)Barriere ist unangenehm bis fürchterlich und wird in der Medizin Neurodermitis genannt. Dabei ist die Haut trocken, juckt und entzündet. US-Wissenschaftler haben sich dabei die Rolle eines bestimmten Proteins näher angesehen, das hauptsächlich in der Haut vorkommt und

Ctip2 (COUP-TF interacting protein 2).

Patienten mit Neurodermitis haben oft nur sehr wenig von diesem Protein in der Haut. Mangelt es daran, wird die Haut trocken, weil nicht genügend Fett eingelagert werden kann. Weiters nehmen Entzündungen zu und die Lymphknoten können anschwellen. Warum diese Herstellung des speziellen Hautproteins gestört ist, weiß man in der Medizin noch nicht. Doch dazu brauche ich als Frohmediziner gar keine Untersuchung, sondern ein bisschen Hausverstand reicht ebenso:

Von Nichts kommt nichts !

Wem also essentielle Aminosäuren fehlen, wer ein niedriges Gesamteiweiß hat, in dessen Haut können sich diese speziellen Hautproteine dann auch nicht bilden. That’s it …

Die Herstellung der Hautproteine kann man sich so vorstellen: In den Hautzellen schwimmen Aminosäuren herum. Viele davon hatte man einmal gegessen. Über den Darm sind die dann ins Blut gelangt und wurden danach von den Hautzellen aufgenommen. In den Hautzellen schwimmen zudem auch Baupläne für die Herstellung von Proteinen umher, darunter der Bauplan für Ctip2.

Schwimmen nicht nur in den Hautzellen zu wenig Aminosäuren umher, so können die Baupläne natürlich nicht richtig ausgeführt werden. Dann bilden sich Proteine entweder gar nicht oder werden gar falsch zusammengebaut und funktionieren deshalb nur eingeschränkt. Nun messe ich in der Praxis nahezu täglich

erschreckend niedrige Aminosäurespiegel !

Daher meine Abschlussfrage: Wie soll der Körper die schützenden Proteine für Ihre Haut bilden, wenn viel zu wenig Aminosäuren da sind ? Erst recht bei Neurodermitis.

QUELLE:  PLoS One. 2012; 7(12): e51262

Der springende Punkt jeder Heilung

… ist Bewegung. Tägliche Bewegung als Nadelöhr, wenn Sie so wollen. Doch als ich begonnen hatte, dieses sehr einfache Rezept jedem (!) Patienten zu verkünden, haben viele den Kopf geschüttelt. Denn auch jeder Sportwissenschaftler hatte selbstverständlich gewusst (tatsächlich ?), dass 2-3 Trainingseinheiten pro Woche völlig ausreichend wären. Nun: Heute proklamiert auch das US-Gesundheitsministerium, dass Bewegung täglich stattfinden sollte.

Bewegung jeden Tag !

Und heute weiß man auch, warum das so sein soll. Grund ist der

Genschalter mRNA.

Der stellt sich durch Bewegung um auf „gesund“. Was dann passiert ? Zellen für das Immunsystem bilden sich öfter und schneller. Und die Enzyme, die hinter Entzündungsreaktionen stehen, die werden weniger.

Bewegung wirkt also an der Basis, direkt an den Genen.

Und dabei ist es ganz egal, ob man gegen den Krebs kämpft oder ob man seltener Schnupfen haben will. Bewegung … in der richtigen Dosis … legt den Genschalter um auf Heilung !

Und wo passiert das alles ? In den Muskeln ! Also im Oberschenkel, im Oberarm, im Rücken etc.. Muskeln sind ausschlaggebend für ein starkes Immunsystem. Werden diesbezüglich aber völlig unterschätzt. Die Muskulatur ist keinesfalls nur dummes Gewebe, sondern vielmehr ein sehr aktiver Hormonproduzent:

Interleukin-6 und Interleukin-15

heißen die Botenstoffe, die der bewegte Muskel massiv ansteigen lässt. Es ist vor allem Interleukin-6, das gesund macht, indem es Botschaften von einer Immunzelle zur anderen trägt. Ohne diesen Kurierdienst gäbe es keine Reaktion des Immunsystems. Keinen erfolgreichen Kampf gegen Bakterien, Viren oder Krebszellen. Interleukin-6 und Interleukin 15 stimulieren übrigens auch den Fettabbau. Das macht dann schön !

Muskeln schützen vor Bluthochdruck, Zucker- und Herzkrankheit – den 3 Rachegeistern des Wohlstands. Muskeln schützen aber auch vor Brust- und Darmkrebs, vor Osteoporose, Depression, Demenz und Alzheimer.

Bewegte Muskeln sind das Urgeheimnis von Gesundheit genauso wie von Lebensglück ! Man muss sich anfangs nur trauen. Schmerzen aber lassen den Menschen leider immobil werden. Eine völlig verständliche Reaktion, aber trotzdem falsch.

Covid-19 und Vitamin C

Die Entwicklungen rund um das Corona-Virus werden immer spannender. Haben Wissenschaftler weltweit aufgeweckt. Ist auch folgerichtig bei einem Thema, das nahezu jeden von uns betrifft. Ein Thema, bei dem man sich auch verdient machen kann. Oder besser gesagt: Ein Thema, durch das man auch bekannt werden kann. Und dennoch bleibt es ein Thema, wo man letzten Endes wieder bei der Natur samt Evolution landet. Wohl eher nicht bei der Pharmaindustrie, wie man den hier folgenden Zeilen leicht entnehmen kann:

Damit das Corona-Virus in die Körperzelle eindringen kann, sich dort vermehren und schließlich die Körperzelle vernichten kann, muss erst etwas an der Hülle des Virus passieren: Nun hat ein Corona-Virus außen sehr viele Anhängsel, Spitzen und Spikes. Und das sog. Spike-Protein muss zunächst aufgespalten im Sinne von aufbereitet werden. Das gelingt durch ein Eiweiß aufspaltendes Enzym, eine sog. Protease, das/die sogar aus der menschlichen Zelle stammt. Das wiederum heißt eigentlich:

Der Mensch selbst macht das Virus erst gefährlich !

Dieses besagte Enzym heißt Furin. Erst Furin gibt dem Corona-Virus die Möglichkeit, sich an die ACE-2-Rezeptoren zu binden (News 25.03.2020). Doch es kommt noch schlimmer: Dieses Furin gibt’s im ganzen Körper des Menschen, nicht nur in den Atemwegen. Genau das macht dann Covid-19 so sehr viel gefährlicher als die normale Grippe. Infolge der massiven Entzündung befällt das Corona-Virus z.B. auch die Blutgefäße !

Dieses Furin wird durch einen Genschalter namens HIF erzeugt. Den könnten Sie bereits aus den News 05.10.2020 kennen. Für dessen Erforschung gab´s 2019 den Nobelpreis Medizin. HIF verschafft dem Krebstumor Zucker und neue Blutgefäße. Ermöglicht also dem Krebs das Wachstum. Auf Covid-19 umgelegt heißt das jetzt, dass

HIF mehr vom gefährlichen Furin bewirkt.

Für eine Heilung ginge es also – wieder einmal – darum, HIF möglichst schnell abzubauen. Das geht auch und geschieht durch andere Enzyme. Und dafür wird – welche Überraschung –

VITAMIN C

gebraucht. Womit wir also doch wieder bei der Mutter Natur landen. Bei der Evolution, wenn man so will. Das heißt also, dass ein Mangel an Vitamin C zu mehr HIF (dem nobelpreisgekrönten „Hypoxie-induzierten Faktor“) und damit zu mehr Furin führt, welches den Corona-Viren das Unheil bringende Eindringen in die Körperzellen erleichtert.

Andererseits würde eine überaus hohe oder zumindest sehr gute Versorgung mit Vitamin-C eine solche Infektion mit dem Corona-Virus erschweren, weil Vitamin C reduziert HIF.

Besonders gut gelingt das natürlich durch Infusionen. Erinnern Sie sich an die News 03.03.2020 ? Sogar tonnenweise wurde Vitamin C nach Wuhan geschafft ! Der Zusammenhang von Vitamin C und dem Corona-Virus wird mittlerweile auch in Deutschland studiert und zwar von der Universität Heidelberg. Ein bisschen spät, aber immerhin.

QUELLE: Die Naturheilkunde 5/2020, S. 18

Zum Nachlesen: Also doch Vitamin C ? (News 07.07.2020)

Darum Intervallfasten

Eine sehr elegante, neuartige Begründung für den Segen und die Richtigkeit des Intervallfastens lese ich gerade von einem offensichtlich klugen Heilpraktiker: Lothar Ursinus. Sie können den Buchautor von „Die Organuhr“ auch ruhig mal googlen. Publizierte auch über das Immunsystem, das Blut, den Stoffwechsel.

Und da soll es Menschen geben, die im Gegensatz zu den Gerne- und Normal-Essern ganz bewusst sagen wir 16 Stunden am Tag eben nichts essen. Diese Methode kennt man als 16:8.

Heißt bei mir 18:6 oder oft auch 20:4.

Herr Ursinus erinnert uns daran, dass Nahrung auch Gift sein kann. Dass uns selbst unverdächtige Nahrung schaden kann. Und das formuliert er – sehr gelungen – so:

Viele typische Erkrankungen unserer Gesellschaft, sowohl auf körperlicher als auch auf mentaler Ebene wie etwa Autoimmunerkrankungen, Rheuma, Osteoporose, Arteriosklerose, Alzheimer, Demenz, Depressionen und Krebs, haben eine Gemeinsamkeit: Sie basieren auf chronischen Entzündungen !

Einer der wichtigsten Auslöser für chronische Entzündungen ist das Essen. Alle Nahrungsbestandteile, die durch die Darmwand gelangen, sind für das Immunsystem Fremdkörper. Je länger wir allerdings in der Evolution ein Nahrungsmittel gegessen haben, desto weniger Entzündungen wurden mit der Zeit ausgelöst.

Nahrungsmitteln, die erst in jüngster Zeit Bestandteil unseres Speiseplans geworden sind, sollte hinsichtlich ihrer Immunreaktion besondere Aufmerksamkeit zu Teil werden. Dazu gehören das stärkehaltige

  • Getreide (Weizen an der Spitze),
  • Kuhmilch und
  • Nachtschattengewächse (Kartoffeln ! Auch Tomaten, Paprika …).

Diese sind die Hauptauslöser eines löchrigen Darms und chronischer Entzündungen.

Eine Entzündung durch Nahrung braucht bis zu 7 Stunden, um wieder abzuklingen. Isst man also 3 Mal am Tag, so bleibt die Entzündung praktisch auch den ganzen Tag über bestehen. Zumal unser Stoffwechsel immer noch so geprägt ist wie in der Urzeit. Da gab es einfach nicht immer etwas zu essen.

Mehrmals am Tag zu essen, ist einer der sichersten Wege, möglichst schnell krank zu werden !

Darum hat sich das sog. Intervallfasten mit der Methode 16:8 bei Patienten bewährt: 16 Stunden „Fasten“, 8 Stunden mit Nahrungsaufnahme. Das ermöglicht zudem eine Erholungsphase der Organe und eine Beruhigung des Immunsystems.

Und haben Sie den Weckruf gelesen: „Mehrmals am Tag zu essen, ist einer der sichersten Wege, möglichst schnell krank zu werden.“ Das geht rein, würde ich meinen. Das nenne ich aufwecken !

Und nun wären 16 Stunden ohne Nahrung jeden Tag kinderleicht dann, wenn man ständig satt wäre. Klar. Bleibt für uns Frohmediziner nur mehr eine Frage: Zählt ein Eiweiß Shake mit Wasser zur Nahrungsaufnahme ? Was meinen Sie ?

QUELLE: Die Naturheilkunde 5/2020, S. 22-25

Zitat Dr. Strunz am 17. November 2020

Die Behandlung eines löchrigen Darmes (Leaky gut) besteht bislang darin, auf diese oder jene Speisen zu verzichten. Doch am Schluss bleibt dann – leider – gar nichts Essbares mehr übrig.

Jedoch gibt es eine Heilung – auch des Leaky gut-Syndroms: Alle schlimmen Marker (Entzündungsfaktoren genauso wie Durchlässigkeitsfaktoren) verschwanden bei Patienten, die GLUTAMIN zu sich nahmen. Eine banale Aminosäure, die aber mehr als die Hälfte aller freien Aminosäuren im Körper ausmacht.

Originalbeitrag:  Leaky gut ? Glutamin !