EU warnt Pharmaindustrie vor zu hohen Medikamentenpreisen

Die EU hat den südafrikanischen Pharmakonzern Aspen Pharmacare zu einer Preissenkung seiner Krebsmedikamente von 73 % verdonnert. Dadurch soll eine längerfristige Versorgung mit diesen Arzneimitteln sichergestellt werden. Die für Wettbewerbspolitik zuständige EU-Vizepräsidentin Margrethe Vestager erklärte dazu: „Von diesen Medikamenten hängt die Behandlung vieler Patienten ab. Dank der angeordneten Preissenkung werden die europäischen Gesundheitssysteme viele Dutzend Millionen € einsparen, sodass diese wichtigen Arzneimittel verfügbar bleiben können. Unser Beschluss ist auch eine klare Botschaft an andere marktbeherrschende Pharmakonzerne, keine missbräuchlichen Preisbildungen anzuwenden, mit denen unsere Gesundheitssysteme ausgenutzt werden.“

Eine Prüfung der EU-Kommission ergab, dass Aspen Pharmacare durch den Verkauf der Krebsmedikamente in Europa sehr hohe Gewinne erzielt, obwohl die Arzneimittel schon seit 50 Jahren patentfrei seien und damit die  Entwicklungskosten längst amortisiert.

Medienmitteilung