Der Beste in Deutschland

Viele von Ihnen, die Sie mich in der Praxis besuchen oder mir schreiben, sind mitfühlende Menschen. Haben mitunter einiges erlebt und viel nachgedacht. Erlauben sich dann, mir Trost und Rat auf den Lebensweg mitzugeben. Oder wünschen mir ein noch langes Leben … Der Hintergedanke: Hoffentlich gibt es die Praxis Dr. Strunz noch viele Jahre !

Warum Trost und Rat ?

Ganz einfach: Als Patient vermutet man, dass ich durch meine „aufmüpfige“ Art sehr viele Feinde haben müsste. Die Pharmaindustrie, sehr viele Kollegen, so manchen Journalisten, die zwangsläufig in der Schulmedizin verhaftet sind oder sie befürworten. Die würden gar sicher Anstoß nehmen an der Tatsache, dass ich in meinen mittlerweile 50 Büchern (News 06.06.2018) Briefe von Ihnen, sehr verehrtes Publikum, veröffentlichen darf.

Nämlich ungewöhnliche Briefe über sog. Wunderheilungen. Oft genug entstanden nach einer Ärzte-Odyssee mit anschließend frohmedizinischer (logischer) Heilung.

Wer tut das, wer kann das noch in Deutschland ?

Zu all dem kann ich Ihnen folgendes sagen: Ich muss mich weder ärgern, noch werde ich geärgert. Nicht von der Pharmaindustrie, auch nicht von Kollegen und fast nicht mehr von Journalisten. Diese Zeiten sind längst, längst vorbei !

Gerade im Gegenteil: Die Pharmafirmen sind sogar außerordentlich hilfsbereit und nett, wenn man sie etwas fragt. Da bekomme selbst ich umgehend umfangreiche Antworten. Dass diese Antworten allerdings nur positiv über Studien oder Präparate ausfallen, davon kann man wohl ausgehen. Wozu beschäftigen die denn sonst hochbezahlte PR-Leute ?

Und Kollegen, insbesondere Chefärzte melden sich geradezu wöchentlich bei mir mit der Bitte, hospitieren zu dürfen oder fragen nach Ratschlägen, wie man eine Klinik nach epigenetischen Grundsätzen führen könnte. Sie sehen also:

Frohmedizin ist längst etabliert. Ich muss schon lange nicht mehr kämpfen !

Dazu vielleicht wieder eine exemplarische Geschichte: Kommt zu mir ein junger, dynamischer Mann, Unternehmer, sehr erfolgreich … trotz schwerer Depression seit frühester Jugend. War auch stets auf Psychologen, Psychiater, Psychotherapeuten angewiesen. Aktuell ist der Mann in Behandlung bei einem der führenden deutschen Psychiatrie-Professoren, gleichzeitig dem Chefarzt einer großen Klinik.

Ein Psychiater allerdings, der über den Tellerrand guckt. Woher ich das weiß ? Na, vom Patienten selbst. Zitat:

Derzeit bin ich bei Professor XY in Behandlung. Sein Rat ist, durch Ernährungsoptimierung und mehr Sport die Versorgung des Körpers mit Spurenelementen aller Art zu verbessern, damit die Lebensqualität zu steigern und schließlich auf Psychopharmaka verzichten zu können. Seine Empfehlung (wortwörtlich): Gehen Sie zu Dr. Strunz, das ist der beste Arzt in Deutschland !

Verblüffend ! Ich werde also in Zukunft sehr viel vorsichtiger über Psychiater und Psychotherapeuten urteilen. Denn dieser Professor wird mit seiner außergewöhnlich fortschrittlichen, epigenetischen Betrachtungsweise der Depression ganz sicher nicht alleine dastehen …

Heißt für mich: Es tut sich wieder was frohmedizinisch Positives in Deutschland. Und solche Entwicklungen sind – gemäß Natur – zumeist exponentiell !

Ich weiß um die Notwendigkeit von Psychopharmaka in den ersten Wochen. Doch inzwischen bin ich mir da gar nicht mehr so sicher, seit Pharmafirmen zugeben (News 03.12.2018), dass

Tryptophan mindestens genauso gut wirkt wie chemische Tabletten.

Folglich werde ich bei neuen depressiven Patienten gleich mit der natürlichen, epigenetischen Behandlung beginnen und auch versuchen, denen ihre Notfalltabletten (z.B. Cipralex, Valdoxan, Venlafaxin) sofort wegzunehmen.

Gegen Stress

Stress halte ich für etwas Wunderbares. Treibt mich jeden Tag aufs Neue an – auch zu schweißtreibendem Sport. Hält mich jung ! Oder etwa nicht ? Die Wissenschaft weiß es scheinbar besser: „Accelerated Telomere Shortening in Response to Life Stress“ (Proc Nat Acad Sciences Bd. 101, Nr. 49 28.09.2004). Behauptet die Nobelpreisträgerin Elizabeth Blackburn. Widerspricht mir also …

Doch, auch ein Provinzarzt kann genau lesen. Frau Blackburn meint ausdrücklich chronischen Stress. Dieser Stress muss also andauernd und lange wirken, um die Telomere zu verkürzen und damit auch das Überleben der einzelnen Zelle und letztlich des ganzen Körpers. Heißt:

Chronischer Stress lässt Sie schneller altern und früher sterben.

Das wissen auch die meisten Menschen. Aber wie vermeiden ? Mir hat man einmal geraten: „Treten Sie einfach kürzer.“ Habe dann zurückgefragt: „Wie geht das?“ Gibt es nicht noch eine Alternative ? Doch, gibt es: In einer genauso interessanten Studie (http://jn.nutrition.org/content/139/7/1273.full.pdf) wird gezeigt, dass man statt „Stressabbau“ auch einen einfacheren Weg gehen kann.

Den Weg der Nahrungsergänzung (NEM) …

Heißt für mich dann aber beides anstreben: NEM + Meditation. Oder NEM + lange Läufe. Nachzulesen in „Laufend gesund“. Ein Buch über das meditative Laufen. Der Autor dürfte Ihnen ohnehin bekannt sein …

Die genannte Studie zeigt nämlich, dass Menschen mit den längsten Telomeren auch hohe Konzentrationen von einigen (spezifischen) Vitaminen und Mineralstoffen im Blut aufwiesen. Daraus – und auch aus anderer Literatur – resultiert hier die folgende Empfehlung:

Nahrungsergänzung                                                    Empfohlene Menge / Tag

Vitamin B12                                                                               500-1.000 mcg

Folsäure                                                                                             800 mcg

Vitamin C                                                                                              1-3 g

Vitamin E (Tocotrienole)                                                              40 mg

Zink                                                                                                     25-50 mg

Magnesium                                                                                 400-800 mg

Und Zitat:

Die gesamte Familie der B-Vitamine ist positiv mit längeren Telomeren verknüpft. Zusätzliche Studien haben auch Beta-Carotin, Vitamin A, Vitamin D und das Mineral Eisen als notwendige Faktoren für die Entwicklung und Erhaltung von DNA und die Verhinderung der vorzeitigen Telomerverkürzung festgestellt.

Wenn Sie der Tabelle noch Vitamin D und Vitamin K2 hinzufügen… ist sie praktisch perfekt. Dann noch ein bis an die Obergrenze gefülltes Aminogramm … und die nächsten 40-50 Jahre können kommen !

QUELLE: Gregg Braden „Mensch: Gemacht“

PS: Wird Ihnen die Rente reichen ?

Die Sache mit dem Salz

Die habe ich nie verstanden. In meinem großen Garten stehen mehrere Salzsteine. Tiere kommen und lecken daran. Die wissen offenbar nicht, dass Salz gefährlich ist … Gemeinhin den Blutdruck erhöht. Die Herzinfarktrate steigert. So wie das der einsame Gesundheitsexperte Prof. Dr. Karl Lauterbach immer verkündet. Der persönlich, wie er meint, praktisch auf Salz verzichtet. Einen schlanken Körper kann man ihm tatsächlich nicht absprechen.

Aber genau das ist der Punkt. Als Arzt habe selbst ich massiv übergewichtigen Patienten mit Bluthochdruck geraten, den Salzkonsum einzuschränken. Das ist auch richtig so. Aber eben nur genau diesem Typ Mensch ! Ob die das dann auch umgesetzt haben, steht auf einem anderen Blatt. Ein Arzt in Bayern, Sie verstehen …

Allen übrigen Menschen habe ich zu Salz geraten. Sogar zu viel Salz !

Habe ich (1.) bei den Tieren abgeguckt und (2.) bei mir selbst. Ich salze massiv. Schon immer.

Jetzt könnten Sie natürlich einwenden, wenn Sie viel schwitzen Herr Doktor, wenn Sie täglich stundenlang Sport treiben, dann müssen Sie das heraus geschwitzte Salz auch wieder nachfüllen. Und da sage ich Ihnen dann: “Völlig richtig ! Genau so sehe ich das auch.” Damit hat sich jede weitere Diskussion über den Salzbedarf eines Menschen erledigt.

Und weil jeder denkende (!!) Mensch täglich Sport treibt, täglich rennt und folglich täglich schwitzt,

ist man sogar dringend auf Salz angewiesen.

Dieser (mein) wie so oft naiver Ansatz wird heute, also spät, recht spät bestätigt. Vielfach. Immer wieder. Darf ich zitieren ?

  • Japanische Forscher hatten bei 12.422 Patienten mit Bluthochdruck den Salzkonsum geschätzt. Aber selbst eine deutliche Einschränkung hatte kaum eine Auswirkung auf den Blutdruck. Selbst bei diesen kranken Menschen nicht. Dabei wollte man eigentlich das Gegenteil beweisen !
  • In der PURE-Studie mit 95.767 Erwachsenen wurde gezeigt: Je mehr Salz konsumiert wurde, desto niedriger war das Risiko für einen Herzinfarkt oder einen vorzeitigen Tod.
  • Laut dem Berner Kardiologen Prof. Dr. Franz Messerli stieg in einer kanadischen Studie bei niedrigem Salzkonsum das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall sogar an.
  • In einer Studie, publiziert im BMJ der Harvard University findet sich der Satz: “Je mehr Salz jemand aß, desto höher war seine Lebenserwartung, und je weniger Salz jemand aß, desto kürzer war seine Lebenserwartung.” Nur wenn jemand extrem viel Salz zu sich nahm, verstarb er auch vorzeitig. Eigentlich logisch.

Solche Fakten jucken den Präsidenten der deutschen Hochdruckliga, Prof. Dr. Bernhard Krämer nicht. Er habe vielmehr aus kontrollierten Studien den Hinweis, dass bei Patienten mit Bluthochdruck eine salzarme Kost das Risiko für einen vorzeitigen Tod – und jetzt kommt’s, bitte aufpassen! – “bei manchen Leuten senken kann”. Haben Sie das mitbekommen? Also nicht bei den genannten Patienten, sondern nur bei manchen von diesen Patienten !

Darum wohl auch wird der heute gültige Grenzwert von 5 g Salz pro Tag von der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie eben nicht gelockert. Erst sollen weitere Studien ausgewertet werden. Man möchte nicht voreilig sein … Diesen Umstand kommentiert der Zürcher Kardiologe Prof. Dr. Franz Eberli in meinen Augen vernichtend:

Medikamente müssen in ausführlichen Studien getestet werden, bevor man sie verschreibt. Beim Salz hat man einfach eine Empfehlung ausgesprochen (5 Gramm täglich) ohne genügend wissenschaftliche Belege.

Stimmt. Meine Tiere wissen es besser und ich natürlich auch (schon seit langem):

Ein Mensch, der täglich läuft, braucht sich kaum mehr um die vielen vergnüglichen Horror-Geschichten der Schulmedizin zu kümmern. Sogar “Gesundes kann auch krank machen”, gibt’s dort zu lesen. Wer täglich läuft, der darf nach seinem Gusto leben (Kennwort somatische Intelligenz).

QUELLE: F.A.Z. vom 26.09.2018, Seite N 2 … und nicht etwa Deutsches Ärzteblatt oder die Ärzte-Zeitung

Schadet zu viel Eiweiß den Nieren ?

Diese Frage stellen Sie mir jeden Tag. Ich antworte dann immer: “Was meinen Sie mit zu viel?” Dabei wurde das schon längst beantwortet. Zum Thema “Eiweiß und Niere” gibt es hunderte Studien. Aber weil die Frage immer und immer wieder kommt, liefere ich Ihnen hier gerne den aktuellen Wissensstand:

Zunächst geht es bei “Eiweiß und Niere” nie um die gesunde Niere, denn es gibt keine Obergrenze der Eiweißzufuhr für den gesunden Menschen !

Bei der kranken Niere ist das möglicherweise anders. Und weil tatsächlich nicht in den Körper eingebautes Eiweiß über die Nieren ausgeschieden wird, hat man einst Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion das Eiweiß möglichst verboten. Um die Nieren nicht „zu belasten“. Das klingt zunächst vernünftig …

Blöd nur, dass diese Menschen dann leider verfrüht gestorben sind. Die waren unterernährt. Heißt in der Sprache der Ärzte „Malnutrition“. Aber nicht nur das. Bei denen war auch das Immunsystem im Eimer, weil das nun einmal zu 100 % aus Eiweiß besteht. Und wenn man die Nieren (völlig überflüssig und falsch) durch weniger Eiweißkonsum schonen möchte, dann der Mensch mit völlig geschwächtem Immunsystem aber z.B. an Lungenentzündung stirbt – dann denkt man neu nach.

Das tat Prof. Gerd Hetzel von der Nephrologischen Universitätsklinik in Düsseldorf. Der meint, dass die früher allgemein übliche Eiweißeinschränkung heute nicht einmal mehr bei der „terminalen Niereninsuffizienz“ empfohlen werden kann. Also bei den schwerst Nierenkranken. Selbst bei denen empfiehlt Prof. Hetzel heute

0,8 g Eiweiß pro kg Körpergewicht.

Also genau die gleiche Zahl wie bei gesunden Menschen. Denn:

Bei vielen Patienten mit einer terminalen Niereninsuffizienz besteht bereits eine Malnutrition, die durch diätetische Empfehlungen keinesfalls verstärkt werden sollte.

Hinzu kommt, dass in Studien nachgewiesen wurde, dass der Eiweißspiegel im Blut positiv mit dem Langzeitüberleben korreliert. Heißt also: Je höher der Eiweißspiegel im Blut, desto länger wird gelebt. Es geht wie gesagt um Nierenkranke! Darum auch das folgende Zitat:

Eine pragmatische Lösung stellt daher die Empfehlung dar, bei Diabetikern mit eingeschränkter Nierenfunktion (weniger als 50 % der Normalfunktion) die tägliche Eiweißzufuhr auf ca. 0,8 g pro kg pro Tag einzustellen. Das entspricht der Empfehlung der DGE auch für Gesunde.

Ist Ihnen etwas aufgefallen?

Da heißt es plötzlich „bei Diabetikern“ … Nierenkranke sind nämlich fast immer Diabetiker. Deren Nieren wurden folglich durch Kohlenhydrate zerstört, nicht durch Eiweiß. Und dann, wenn es zu spät ist, macht man sich über die Eiweißbelastung Sorgen ! Hätte man das nicht schon beim gesunden Menschen tun müssen … beim Thema Mehl und Zucker ?

Und vielleicht noch zum Nachlesen: 300 g Eiweiß pro Tag (News vom 23.12.2017)