Methionin schaltet Gene ein und aus

Praktische Lebensregeln aufzustellen, ist höchste Kunst. Praktisch meint, dass man es selbst ausprobiert hat. Und auch nachgemessen hat, mehrfach geprüft hat und schlussendlich für gut befunden hat. Doch manche von Ihnen interessiert nicht die Reise, sondern immer nur das Ziel. Sozusagen die QUINTESSENZ. Und das möglichst in einem Satz. So nach dem Motto: Tu dies und lass das !

Diese „Übersetzung“ ist, mit Verlaub, höchste Kunst. So möchte ich Ihnen heute ein bisschen was über die Gene erzählen. Wie Sie mit denen ganz praktisch umgehen könnten. Wie Sie die eigenen Gene (Ihre Erbinformation) selbst in die Hand nehmen können. Ich zitiere dazu aus dem

Bestseller „77 Tipps für ein gesundes Gehirn“.

Die gibt es nämlich wirklich ! Ein Büchlein, das höchst kompliziertes biochemisches Wissen allgemein verständlich vermittelt.

Los geht’s:

Seit einigen Jahren versuchen Wissenschaftler, Krankheiten mit bestimmten Genen in Verbindung zu bringen, allerdings ohne großen Erfolg. Nicht das Vorhandensein eines bestimmten Genes ist Ausschlag gebend, ob eine Erkrankung ausbricht oder nicht. Entscheidend ist, ob das Gen aktiv ist ! Und diese Gen-Aktivität wiederum hat man selbst in der Hand: Der Lebensstil stellt die Gene entweder auf gesund oder krank !

Bislang kennt man mehrere verschiedene Mechanismen der Gen-Regulation. Einer der wichtigsten ist die METHYLIERUNG. Dabei werden Methylgruppen, die nur aus 1 Kohlenstoff-Atom und 3 Wasserstoff-Atomen bestehen, an die DNA angelagert. Befinden sich viele Methylgruppen an einer Stelle, werden die genetischen Informationen weniger abgerufen. Dieses Gen ist dann sozusagen inaktiv. Andererseits liegen an den Stellen, die häufig abgerufen werden, weniger oder keine Methylgruppen. Diese Gene sind dann eingeschalten.

Die Methylierung der DNA unterscheidet sich auch zwischen Menschen, die chronisch krank sind oder völlig gesund. Bei chronisch Kranken sind viele Bereiche der DNA WENIGER methyliert. Der wichtigste Methylgruppen-Lieferant ist die essentielle Aminosäure METHIONIN. Kommt in der Nahrung vor, aber der Körper kann Methionin auch aus Homocystein bilden. Vorausgesetzt, er verfügt über genug Vitamin B12 und Folsäure, die für den Umbau gebraucht werden.

Fehlen diese Nährstoffe aber, so reichert sich das gefährliches Homocystein an. Zusätzlich mangelt es an Methionin, das dringend für die Regeneration der Gen-Aktivität gebraucht wird. Fehlt Methionin, entstehen ungesunde Methylierungsmuster und daraufhin CHRONISCHE ERKRANKUNGEN.

Haben Sie das verstanden ?

Die Aminosäure Methionin spielt eine zentrale Rolle beim Ein- oder Ausschalten von Genen. Bemerkenswert also ist, dass es beim Fehlen von Methionin dann eher zu chronischen Erkrankungen kommt.

Methionin messen wir hier in Roth routinemäßig schon seit 1996. Waren übrigens die 1. Praxis in Deutschland. Und finden bei der deutlichen Mehrzahl der Patienten auch einen Mangel. Den erkläre ich dann regelmäßig mit: Sinkt bei der Virusabwehr ! Heißt, bei einem zu schwachem Immunsystem. Und damit schließt sich der Kreis !

MEIN FAZIT: Kümmern Sie sich um Ihr Methionin ! Diese Aminosäure ist noch wichtiger als Tryptophan. Oder Arginin.

Und kümmern bedeutet:

  • Methionin kann man in Kapseln einnehmen.
  • Methionin kann man essen. Als Eiweiß. Ich z.B. lebe seit über 30 Jahren praktisch von Eiweißpulver. Natürlich in der besten Qualität.

Am einfachsten wäre also ohnehin, einfach mehr Eiweiß zu essen. Zumindest doppelt so viel wie bisher. Soll heißen vielleicht 34 % der täglichen Kalorien und nicht nur 15 %. Die erfolgreichste Triathletin der Welt, Paula Newby-Fraser, isst täglich 45 % Eiweiß. Selbstverständlich auch als Pulver …

QUELLE: „77 Tipps für ein gesundes Gehirn“, Seite 30

Zum Nachlesen:  Gene sind epigenetisch steuerbar (News 12.01.2020) , Blutanalyse statt Genetik (News 06.01.2020)

Fleisch oder Eiweißpulver ?

Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen. Habe dort zwangsläufig eine eher natürliche Sicht auf die Dinge mitbekommen. Das war ab 1947/48. Da hatten nicht nur wir Kinder Hunger. Einfach nur Hunger. Und da wurden dann auch Tiere geschlachtet … Logisch ! Diese möglichst einfache Sicht der Dinge, der Natur wenn man so will, den habe ich versucht, mir zu bewahren. Bis heute. Selbst in meinem Beruf als Arzt.

Erlauben Sie mir darum heute 2 Gedanken über Ernährung. Zu Ihrer Ernährung ! Solche Gedanken kommen mir meistens dann, wenn Sie mir wieder gehäuft von Ihrer Nahrungsmittelunverträglichkeit erzählen. Vom Leid des Essens. Von der Übelkeit, den Schmerzen, dem Durchfall … Und der frustrierenden Suche nach der Ursache. Ist es vielleicht die Milch oder das Obst ? Sind es die Nüsse oder der Salat (!!) ?

Dazu auch von mir eine Frage: Wozu essen Sie überhaupt ?

  • Man isst etwas, um Energie zu erzeugen. Lebensenergie ! Verbrennt also etwas. Das ist dann weg.
  • Und man isst etwas zur Regeneration. Zur Reparatur, zur Neubildung von Körperzellen. Weil sich der Körper bekanntlich ständig wieder erneuert, wenn er kann. Schon nach ein paar Monaten könnte man ein völlig neuer Mensch sein !

Und woraus besteht der Mensch hauptsächlich ?

In erster Linie doch hoffentlich aus Fleisch und Muskeln, nicht aus Fett ! Man isst im Wesentlichen, um Fleisch aufzubauen. Diese Umwandlung ist kompliziert und kostet den Körper auch immer Energie. Kennt man als „müde“ nach dem Essen … Doch da frage ich mich jetzt eines:

WARUM NICHT GLEICH FLEISCH ?

Warum isst man also nicht gleich das Fleisch, das der Körper dann nicht eigens „herstellen“ muss ? Heißt nämlich auch: Auf Fleisch kann es schwerlich Abstoßungsreaktionen geben. Unverträglichkeiten.

Fleisch sollte ein jeder perfekt vertragen (können).

Ohne Übelkeit, Schmerzen, Durchfall. Doch da höre ich schon Ihre Einwände: Fleisch etwa aus dem Supermarkt ? Vielleicht sogar mit Hormonen und Antibiotika vollgestopftes Billigstfleisch ? Doch gemach, gemach: Rotes Fleisch verursacht zwar in den USA Krebs, in Europa hingegen nicht. Mit Fleisch meine ich eigentlich Bio-Fleisch, wenn man das so sagen kann. Und auch Wild natürlich.

Man sollte Fleisch als Heilung für den Körper betrachten !

Denn auch das habe ich selbst erlebt. War knapp 20 Jahre lang Vegetarier. Aus heutiger Sicht, der wohl größte Fehler meines Lebens. Darum verstehe ich auch die andere Seite, nachdem ich mich einmal zufällig in den Schlachthof Erlangen verirrt hatte.

Die 2. Überlegung ist ganz ähnlich. Denn, was passiert im Darm, wenn man z.B. ein Stück Fleisch isst. Das wird in die Aminosäuren zerlegt. In Oligo- und in Bi-Peptide. Also einzelne Aminosäuren und Zweier-Gruppen. So klein, dass diese Eiweiß-Baustoffe auch durch die Darmschleimhaut ins Blut transportiert werden können. Aus Fleisch entsteht also zunächst ein Aminosäuregemisch, bevor der Körper es überhaupt aufnehmen kann. Um dann im Blut aus den einzelnen Aminosäuren wieder große Eiweißketten wie z.B. Insulin oder Endorphine aufzubauen.

Und da frage ich mich jetzt erneut :

WARUM NICHT GLEICH EIWEISSPULVER ?

Warum isst man also nicht gleich die Aminosäuren, die der Körper braucht ? Und spart sich deren aufwändige Zerlegung in der Darmschleimhaut. Damit würde man auch ein bisschen Energie sparen, die man anderweitig einsetzen könnte. Doch auch hier erfolgt wieder ein Hinweis auf die Qualität: Nehmen Sie nur Eiweißpulver mit der höchsten biologischen Wertigkeit. Bitte nachlesen !

FAZIT: Man kann sehr überlegt essen ! (Siehe auch News 09.01.2020) Und, wer Fleisch ablehnt, der greift halt zum besten Eiweißpulver …

Fakten über Eiweiß (2)

Die Lebensfreude und die Freude an der täglichen Arbeit, das sind nicht nur zentrale Begriffe der „Forever young“-Philosophie, natürlich auch der Frohmedizin, sondern sogar die Ziele ! Ein positiver Nebenaspekt: Auf dem Weg dorthin verschwinden auch die meisten Wehwehchen alle klammheimlich: Von Kopfweh angefangen über Muskelkater bis hin zu Schnupfen. Es verschwinden aber auch die großen sog. Zivilisationskrankheiten wie Schlaganfall, Herzinfarkt, Diabetes und ja, sogar Krebs. Alles in ausführlichen Großstudien wissenschaftlich belegt !!

Warum betone ich das ?

Weil sich diese Zielsetzung völlig von der Zielsetzung der Schulmedizin, der Resignationsmedizin, unterscheidet. Wir laufen nicht „gegen eine Krankheit“, sondern zur Leistungssteigerung oder zur Entspannung … in Summe für mehr Freude am Leben. Und so nebenbei, sogar ganz nebenbei, werden sodann auch Krankheiten besiegt. Ich hoffe, der Unterschied ist klar geworden !

Und das ist nicht nur so dahingesagt, sondern kann mit Fakten untermauert werden. Allerdings habe ich in den letzten Jahrzehnten gelernt, dass man

Fakten immer und immer wieder wiederholen muss.

Da bleibt einem Frohmediziner wie mir auch gar nichts Anderes übrig, denn es kommen täglich auch immer wieder die gleichen Fragen. Die Antworten darauf müssten – nach meinem Verständnis jedenfalls – schon längst allgemein bekannt sein. Wie gesagt, Konjunktiv. Sind es aber nicht ! Darunter Fakten über Eiweiß z.B.:

  • Gibt es eine Obergrenze für die tägliche Einnahme ?
  • Welche Wirkung hat Eiweiß hauptsächlich ?

Solche Fakten habe ich Ihnen in den News hier oft mit Quellenangaben zusammengeschrieben. Und weil ich daraus heute erneut in der Arztpraxis einem Patienten zitieren musste, nehme ich die Gelegenheit gleich wahr und wiederhole mich hier:

Fakten über Eiweiß

Dass es schon genügend wissenschaftliche Bücher über das wichtigste Thema unseres Lebens, das ist den meisten Deutschen leider nicht bekannt. Ich darf das so sagen, weil ich täglich Ihre Zuschriften lese … Und selbst die geringen Druckauflagen dieser wissenschaftlichen Werke beweist, dass diese Bücher praktisch kaum ein Mensch liest. Da erschien z.B. 2002 im Hippokrates Verlag das Buch „Praxis der Diätetik und Ernährungsberatung“. Dort steht auf S. 59:

Da der erwachsene Mensch täglich ca. 400 g Eiweiß umsetzt bei gleichzeitig fehlender Speichermöglichkeit, ist der Organismus auf die tägliche Zufuhr von Eiweiß mit der Nahrung angewiesen. Dabei liegt die empfohlene Zufuhr bei mindestens 0,8 g/kg Körpergewicht/Tag.

Dann also, nur so gefragt: Wie viel Eiweiß müssen Sie täglich essen ? Und hat Ihnen jemals irgendwer gesagt, dass diese Zufuhrempfehlung eigentlich das Minimum ist – nicht etwa das Maximum !! Also knapp am Tod vorbei …

Oder nehmen wir aus dem Georg Thieme Verlag (Stuttgart) das Werk „Biochemie und Physiologie der Ernährung“ (1980). Reine Wissenschaft mit Tabellen und Zahlen. Dort beendet der bekannteste deutsche Eiweißforscher, Prof. Dr. Ernst Kofranyi, ein Kapitel mit den Sätzen:

Da es für das Bilanzoptimum bisher keinen Test gibt, muss auch die Aussage entfallen, wie viel Eiweiß ein Mensch essen sollte. Bisher ist niemals der Nachweis gelungen, dass Eiweißgaben über das Minimum hinaus eine schädliche Wirkung hatten. Aber es ist unbestritten, dass größere Mengen Eiweiß eine stimulierende Wirkung besitzen und sie die Arbeits- und Lebensfreude erhöhen.

Heißt kurz gesagt:

Es gibt keine Obergrenze für mehr Eiweiß !
Eiweiß erhöht die Arbeits- und Lebensfreude !

Das sagt ein Professor der Physiologie. Verstehen Sie jetzt vielleicht, warum ich mir daraufhin ein Eiweißpulver habe herstellen lassen ? Für mich, damals nur privat ? Das Beste vom Besten ! Und heute kriegt man sehr gute Produkte auch schon in Supermärkten zu kaufen …

Mein kleines Lebenswerk: 4-Komponenten-Eiweiß (News 22.02.2020)

Und haben Sie gewusst, dass das Immunsystem des Menschen zu 100 % aus Eiweiß besteht ? Aus 1,5 kg reinem Eiweiß ! Aber sicher haben Sie, stand auch schon in den News 18.04.2006.

Collagen gegen das Alter

In einer eher ungewöhnlichen Studie ging es um ältere Herrschaften. 70 Jahre und darüber, die den üblichen, altersbedingten Muskelschwund zeigten. Denen wollte man helfen. Also hat man sie trainiert. Im Fitnessstudio 3 Mal die Woche. Dazu hat man ihnen aber einmal nicht Eiweißpulver oder verschiedene Aminosäuren gegeben (was vernünftig wäre), sondern ausgerechnet

Collagen.

Also anverdautes (hydrolysiertes) Eiweiß. Kleine Eiweißbruchstücke, die zum Teil sogar komplett durch die Darmwand aufgenommen werden. Gilt im Allgemeinen als nicht so besonders wertvolles Eiweiß. Nur macht es etwa 30 % unseres Gesamt-Eiweißes aus. Scheint also doch wichtig. Collagen findet man bekanntlich im Knorpel. Es hilft gegen Arthrose, stärkt Nägel und Haare. Aber die Muskeln ??

Das Resultat war also überraschend: Collagen brachte deutlich günstigere Ergebnisse, nämlich:

  • mehr Muskelmasse (+ 4,2 kg)
  • erhöhte Knochenmasse
  • mehr Kraft im Quadrizeps (Oberschenkel)
  • bessere motorische Kontrolle (Einbeinstand)
  • und das Fett schmolz (- 5,4 kg)

In jedem Fall signifikant mehr als ohne Collagen. Genommen wurde übrigens 15 g täglich !

Mein Kommentar dazu: Der gleiche Effekt wäre wohl auch zu erwarten mit Whey Protein. Oder mit speziellen Aminosäuren. Nur: Diese Collagen-Peptide werden schnell im Dünndarm aufgenommen. Und enthalten relativ viel Arginin.

QUELLE: British Journal of  Nutrition 2015 Oct 28; 114 (8): 1237

PS: Am 14.03.2018 erfolgten durch das Internationale Olympische Komitee erstmals verbindliche Empfehlung für NEM im Sport. Zu den wenigen empfohlenen Nährstoffen zählen neben Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D erstaunlicherweise auch Collagen-Peptide. Alle 3 um Verletzungen vorzubeugen und die Regeneration zu beschleunigen … Leistungssteigernd übrigens würden Koffein, Kreatin und Nitrat wirken.

Nach 40 Ärzten die logische Heilung

Diese News umfassen so etwa 4 Seiten Text. Ich hoffe, das ist Ihnen nicht zu lang ! Wir leben ja heute in einer Zeit, wo man schnell auf den Punkt kommen muss. Um noch gehört zu werden. Darf ich trotzdem ?

Saß mir neulich ein armer Vater gegenüber. Der 4-jährige Sohn leidet an Neurodermitis. Endogenes Ekzem. Die Haut ist offen und blutet im Gesicht und an den Handgelenken. Der junge Vater war bei 40 (!) Ärzten gewesen. Umsonst. Neurodermitis ist nicht heilbar, hieß es immer wieder. Hatte mir dann aber doch noch zugehört …

Und seinem kleinen, blutenden Stammhalter ein bisschen Eiweißpulver in den Saft gemischt. Dazu ein Multivitamin-Präparat und auch ein bisschen Zink (aus seinem eigenen Depot).

Der Bub war nach 2 Tagen geheilt. Von Neurodermitis !

Hab‘ ich dann nachgefragt, ob es besser wurde. Worauf der Vater energisch und laut wiederholte: „Geheilt ! Die Haut war seit 4 Jahren zum ersten Mal nicht mehr blutig, sondern geschlossen, glatt, verheilt.“

Das bestätigt die schlichte Wahrheit:

Jede Heilung ist Selbstheilung ! Eiweiß und Vitamine helfen, weil der Körper mit Hilfe von molekularer Medizin seinen eigenen Weg findet.

Nicht jedes Kind mit Neurodermitis wird danach gleich aussehen wie Barbie oder Ken. Doch Fakt ist: Die Kleinen leiden weniger. Viel weniger. Es fällt eine Last ab. Molekulare Medizin, wie ich sie verstehe, wie ich sie täglich anwende, ist nichts weiter als angewandte Naturwissenschaft, beruhend auf einer Grundidee der alten Griechen:

Die Welt ist aus Teilen zusammengesetzt.

Das ist – wohlverstanden – keine objektive Tatsache, sondern eine Annahme. Aber weil ich nun einmal so geschult worden bin, sehe ich den Menschen nicht nur, aber doch auch, als faszinierende Anhäufung von Atomen. Von Molekülen. Zwischen denen Energie, zwischen denen Information hin und her flitzt. Und Gesundheit ist nichts weiter als alle notwendigen Atome beisammen zu haben. Und zwar dort, wo sie sein sollen.

Und wir wissen genau, was das heißt. U.a. aus einem Vergleich: Nehmen wir einen 20-jährigen, strahlenden, durchtrainierten Fünfkämpfer. Oder einen Schwimmer. Oder eine Tänzerin mit ihren 10 Trainingseinheiten pro Woche. Nehmen wir Supersportler ! Dann wissen wir, was normal ist. Woran man sich orientieren kann.

Daraus resultiert dann molekulare Medizin …

Kümmere dich um die essentiellen Moleküle deines Körpers, bringe sie in Ordnung und …. du wirst gesund !

Gesundheit ist also etwas ganz Einfaches: richtige Bauteile plus richtige Auswahl der Baupläne. Heißt: alle 47 essentielle Nährstoffe, regelmäßig laufen und klar denken. Heißt aber auch, wenn das System aus dem Gleichgewicht gerät, wenn wir Bronchitis haben, wenn die Knie schmerzen oder das Herz stolpert – dann müssen wir uns “kümmern“ … Um die 3 Wegweiser Richtung Heilung:

Ernährung, Bewegung, Denken

In vielen Fällen findet der Organismus nämlich von ganz allein zurück zum Gleichgewicht, zur Gesundheit. Andererseits ist z.B. bei Lungenentzündung, bei Knochenbruch, bei Herzinfarkt die Schulmedizin am Zug. In der Akutmedizin leistet sie Großes.

Das Prinzip der Heilung von innen ist so einfach und so logisch, dass es nicht in unsere komplizierte Welt passt.

Lieber sucht man nach Medikamenten, die z.B. was ganz Anderes bewirken als ursprünglich gedacht. So hat man gerade entdeckt, dass ein Malariamittel vielleicht gegen Diabetes Typ I helfen könnte! Klingt natürlich viel interessanter als „Kohlenhydrate weglassen“. Oder: Wer will schon etwas über Hühnersuppe gegen Grippe lesen? Oder vom Arzt wieder nach Hause geschickt werden mit der Aufgabe, in den nächsten 4 Wochen täglich Leber zu essen. So etwas stammt aus den Zeiten von Oma. Heute kann die Medizin doch mehr oder etwa nicht ?

Jedoch lässt sich (heute) am Blutbild ablesen, dass Oma Recht hatte. „Warum ist das Blutbild so wichtig?“, diese Frage höre ich immer wieder. „Geht es nicht auch ohne?“ Natürlich geht es auch ohne. Man kann auch im Trüben fischen, wenn man die Zeit dazu hat. Die Blutwerte sind jedoch die Basis für die Diagnose. Der erste Schritt …

Jeder hat irgendeine Besonderheit: Einer hat hohe Cholesterinwerte, was aber nichts ausmacht, weil die in seinem System logisch und elegant abgepuffert werden. Ein Anderer neigt zur Allergie, wieder ein Anderer zu schmerzenden Gelenken. Die Kunst besteht darin, nicht gegen diese Besonderheiten zu leben, sondern diese Besonderheiten anzunehmen. Und, so schwer das auch im Einzelfall sein mag, das Beste daraus zu machen. Also glücklich zu leben mit den eigenen Besonderheiten. Mit !

„Auf dem Weg zur Heilung habe ich neue Welten für mich gefunden. Welten, von denen ich nicht wusste, dass es sie gibt. Dafür bin ich dankbar.“ Heißt es oft. Und dann? Wenn der Patient am Ziel seines Weges angekommen ist, freut sich der Arzt. Ich mich über Post ! Briefe, über die ich nachdenken kann, die ich analysieren kann. Die bereiten mir wirklich große Freude. Die werden dann auch oft zur Ermutigung für alle Anderen auf dem Weg zur Heilung veröffentlicht. Ich danke Ihnen sehr für Ihre Briefe !

QUELLE: Nachwort in „neue wege der heilung“ (heyne Verlag). Neuauflage August 2018

Das Aminogramm war katastrophal

Damit ist das Hauptleiden einer (wirklich) jungen Patientin erkannt und benannt. Das Aminogramm wird in Deutschland praktisch nie gemessen, obwohl das viele Labore anbieten. Jetzt verstehen Sie auch, warum andere Ärzte – wie in diesem Fall – keinen Erfolg haben. Ein Aminogramm dann zu optimieren, das kann jedoch dauern. Darf ich erinnern? 80 % Ihrer Trockenmasse bestehen aus Aminosäuren …

Und 80 % Ihrer Körpersubstanz zu ändern, das geht natürlich nicht mit ein paar Löffel Eiweißpulver. Dennoch werden Ihnen gesundheitliche Wunder „selbstverständlicher“. Ich merke das daran, wie Sie mir Ihre Beschwerden vortragen. Ich akzeptiere das auch, weil der Glaube an eine sich selbst erfüllende Prophezeiung schon der halbe Weg der Heilung ist.

Einen ähnlichen Gedankengang finden Sie bei der eingangs erwähnten jungen Dame. Die schreibt mir in einer Mail:

Ich dachte nicht, dass fit werden so anstrengend ist. In glaubte, man füllt den Körper auf und der belohnt einen SOFORT mit grenzenloser Energie und absolutem Wohlbefinden. Und das trotz jahrelangen Raubbaus. In meinem Fall 10 Jahre …

Aber ich merke zumindest immer wieder minikleine Verbesserungen und bleibe weiterhin zuversichtlich. Positiv ist, dass die Geruchsempfindlichkeit so gut wie verschwunden ist. Auch die Anfälle von Übelkeit, die so zwischen einer halben und 1,5 Stunden gedauert haben. Und die waren immerhin so heftig, dass ich nicht mehr wusste, ob ich ein Männlein oder Weiblein bin.

Der Schlaf ist deutlich besser. Tagsüber laufe ich mittlerweile öfters ohne Brille herum, weil ich finde, dass das Sehvermögen besser wird. Die Magenschmerzen sind ganz selten geworden. Meine Verdauung funktioniert ausgezeichnet. Auch meine generelle Angst ist verschwunden. Ich bin psychisch viel stabiler geworden !

Die 4 Eiweiß-Shakes täglich rühren langsam an. Anfangs hab‘ ich mich gefragt, ob das funktionieren wird. Mittlerweile lass ich sogar manchmal eine Mahlzeit aus, weil man vor lauter Shakes einfach keinen Hunger mehr hat. Und eigentlich merke ich so wirklich erst jetzt beim Schreiben, wie viel Positives sich doch schon getan hat !

Für mich beschreiben solche Berichte immer noch kleine Wunder. Schließlich hatte die Dame davor genügend Schulmediziner und Heilpraktiker besucht. Ohne Erfolg. Und nun besserte sich schon in ganz kurzer Zeit (binnen 4 Wochen) ihr Gesundheitszustand in wesentlichen Punkten. Richtig und wichtig ist der Zeitfaktor. Das hat die Dame auch gut erkannt.

Die Frohmedizin, ein Aminogramm geben Ihnen die Möglichkeit, das so häufige Drama täglichen Leides zu beenden. Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Davor herrscht oft Hoffnungslosigkeit: Resignationsmedizin, Drohmedizin. Das halten Sie für eine Übertreibung ?

Na, die Mail geht (natürlich) noch weiter. Da zitiert die Patientin ihren Hausarzt:

  • „Eisenspritzen sind völlig überflüssig.“ Das sagt der bei einem Ferritin von 14 !!! Mein Wert ist nie unter 300.
  • „4 Eiweiß-Shakes am Tag sind zu viel! Das bekommen Sie auch, wenn Sie vernünftig essen.“

Solche Ärzte kann man nicht überzeugen. Denen fehlt (1.) die persönliche Erfahrung und (2.) die Messung.