NADH … in Fleisch und Fisch

NADH ist die Abkürzung von Nicotinamid Adenin Dinucleotid Hydrid. Also eine, die vielleicht wirklich Sinn macht. NADH, fragen Sie ? Verstehen Sie auch in der Langform nicht ? Also, NADH ist nichts weiter als Wasserstoff in seiner biologischen Form. Und bekanntlich besteht Wasser aus Wasserstoff und Sauerstoff. Also nix mit Ozean oder so, sondern im Körper. Dort produziert NADH zusammen mit dem Sauerstoff der Körperzelle

ATP.

Genau darum geht es. ATP ist die Energie im Körper. Übrigens die einzige Form von Energie. Wie viel oder wie wenig Energie man letztlich hat, respektive die Körperzellen haben, das hängt von der Menge des täglich umgesetzten ATP ab. Und erinnern Sie sich? Der Mensch setzt täglich ca. 70 kg an ATP um.

ATP ist definitiv von zentraler Bedeutung !

NADH kommt in allen lebenden Zellen vor. Folglich auch in unserer Nahrung. Und wo da am meisten ? Überraschung: in Fleisch und Fisch ! So viel zu veganer Ernährung. Und es tut mir leid, das sagen zu müssen: Aber die sieht man diesen Menschen leider oft auch an ! Leider.

Am meisten Energie benötigen Herz und Gehirn. Wissen Sie. Folglich kann man in deren Gewebe auch den höchsten NADH-Gehalt von allen Organen messen. Ist Ihnen bis jetzt viel zu theoretisch ? Na, dann folgt jetzt die Praxis:

  • NADH produziert ATP (Energie). Frage: Kann man die Konzentration von NADH in den Körperzellen erhöhen, indem man es von außen ergänzt ? Antwort: Ja, nachgewiesen an isolierten Herzzellen (Pelzmann 2003). Ist das nicht herrlich?
  • NADH kann geschädigte DNA und Körperzellen reparieren. Sie wissen: DNA Schäden werden durch toxische Substanzen, Umweltgifte, UV-Strahlen, Röntgenstrahlen, Chemotherapeutika verursacht. All diese Stoffe verändern, stören, zerstören unsere Gene. NADH repariert sie wieder, nachgewiesen von Zhang et al. 1998. Auch Leberzellen, geschädigt durch Röntgenstrahlen (geschieht jeden Tag !) können durch NADH wieder vollkommen gesunden.
  • NADH ist ein starkes Antioxidantium. Der Biochemiker Dr. Richard Passwater schreibt: „Es gibt keine Einzelsubstanz, die man als wichtigstes Molekül für die Gesundheit bezeichnen könnte. Aber NADH kommt dem so nahe wie nur möglich. Es ist sicher eines der wichtigsten Antioxidantien.“ Gewusst ?
  • NADH erhöht die Produktion von Dopamin, unserem Antriebshormon. Kann in Wahrheit auch noch viel mehr: Beeinflusst die Stimmung, die Denkprozesse, die Aufmerksamkeit, die Koordination, die Kraft. Außerdem, besonders wichtig, die Libido. Dopamin gilt als Schlüsselfaktor der Regeneration von Körperzellen und Gewebe (z.B. nach einer Operation !).
  • NADH stimuliert NO. Kennen Sie als Stickstoffmonoxid. Stichwort Arginin. NO stellt die Blutgefäße weit. Und neu: NO stimuliert die Bildung von Mitochondrien. Man wird stärker. Das wissen z.B. Höhenbergsteiger, die massiv Arginin zu sich nehmen. Und ebenfalls neu ist, dass NO die Metastasierung von Krebszellen behindert.

Nun sehen Sie vielleicht, dass neugierig bleiben sich auszahlt. Lernen Sie doch ständig dazu ! Wieso denn nicht ? Es gibt so viele Vitalstoffe und Prinzipien, die das Leben erleichtern können. Bei mir persönlich war es die Faszien-Therapie. Bei Ihnen könnte das NADH sein. Enthalten, wie gesagt, in Fleisch und Fisch. Muss ich lächeln …

Dieses (konzentrierte) Wunderwissen stammt von Prof. Georg Birkmayer. DEM Birkmayer. Seines Zeichens Doktor der Chemie, Doktor der Medizin und Professor in Wien. War auch Gastprofessor in New York, San Francisco und Peking. Der führt auch eines der bekanntesten Labore Österreichs. Und so mancher Österreicher berichtet mir gar stolz:

Mein Blut hat DER Birkmayer untersucht !

Und Ihr Blut, sehr verehrte Leserinnen und Leser ?

QUELLE: Nutrition-Press Nr. 10, Mai 2017, S. 10

„Entscheidende“ Moleküle

Manchmal könnte man sich über das wissenschaftliche Arbeiten direkt lustig machen. Über das wissenschaftliche Arbeiten unter Zeitdruck und Geldmangel …

Will heißen, 1.200 Studien selektieren. Dann die Zusammenfassungen (engl. abstract) von ca. 400 Studien durchlesen. Wenn gefühlt (gefühlt deshalb, weil für mehr keine Zeit bleibt) 50 % des Inhalts der Zusammenfassung dem entspricht, was man sucht, so liest man das Fazit (engl. conclusion). Übrig bleiben dann vielleicht 100 Studien. Und von diesen, wenn noch Zeit bleibt, schaut man sich letztlich ein paar noch genauer an.

Ein Verhaltensökonom muss dabei wohl im Trüben fischen, denn bei dieser enormen Vorselektion kann es passieren, die Studien nicht gänzlich objektiv auszuwählen. Das wäre dann eine Voreingenommenheit (engl. bias). Und das Entscheidungsverhalten von Menschen ist enorm komplex, wie man sich vorstellen kann. Eine Untersuchung dieses Verhaltens daher entsprechend kompliziert.

Während des Kalten Kriegs erfolgte das mittels Zahlen und Formeln. Genannt Spieltheorie. Jedoch belegte der Träger des Alfred Nobel-Gedächtnispreises für Wirtschaftswissenschaften, Jean Tirole, zusammen mit Drew Fudenberg mathematisch (!) (siehe „Game Theory“, von Tirole/Fudenberg), dass es unmöglich ist, mittels logisch interpretierter Zahlen das menschliche Entscheidungsverhalten vorherzusehen. Ein Beispiel: Das Kaufverhalten an der Börse.

Der novellierte Ansatz besteht nun darin, die Neurowissenschaften, Psychologie, Biologie und den Kognitivismus in die Spieltheorie mit einzubeziehen. Heißt dann alles zusammen

„Neuropsychoeconomics“.

Und was hat diese ökonomische Speerspitze der Wissenschaft herausgefunden? Sie hat herausgefunden, dass

Moleküle das Entscheidungsverhalten der Menschen steuern.

Z.B. das Hormon Oxytocin oder Kuschelhormon. Nachzuschlagen bei Krueger et al. (2007) und Kosfeld et al (2005). Oxytocin regelt bekanntlich das Gefühl von Vertrauen. Dopamin den Antrieb usw..

Man wollte dann auch wissen, ob die gerechtfertigte Bestrafung einer Person in uns Glückshormone freisetzt. Das ist tatsächlich der Fall und von Person zu Person verschieden. Man fand heraus, dass die dafür zuständigen Gehirnregionen besonders aktiv sind bei jenen Personen, die auch nicht davor zurückschrecken, viel zu opfern, nur um eine Person „zu Recht“ bestrafen zu können.

Sind wir diesen Molekülen also ausgeliefert ? Haben wir keinen freien Willen ?

Eben nicht. Ich denke vielmehr und in aller Bescheidenheit, ich war dieser Speerspitze der Wissenschaft einen Schritt voraus. Denn:

Man hat Kontrolle über seine Moleküle !

Folglich kann man die Moleküle seines Entscheidungsverhaltens beeinflussen, sogar steuern. Man kann Gene aktivieren und stumm schalten. Die Wissenschaft dahinter, den entscheidenden Schalter dazu kennen Sie:

Epigenetik.

Genetisch korrekte(s) Bewegung, Ernährung, Denken.

Zum Nachlesen: Sie sind der Boss (News v. 15.12.2017)

Taten und nicht Emotionen steuern das Tun

Gelegentlich landen auf meinem Schreibtisch eher kryptische Texte. Sind nicht gleich verständlich. Muss man dann mehrmals lesen, um sie zu verstehen. Texte, die einem aber oft einen Schritt weiterhelfen, durchaus klüger machen. Hier unterhalb sehen Sie so ein Exemplar. In dem Text geht es um Emotionen und das Handeln. Das Tun. Da wird eine sehr wesentliche Stufenleiter aufgebaut !

Gemeinhin sind wir einverstanden mit der Feststellung, dass unsere Emotionen das Handeln steuern. Wenn wir lieben, tun wir dies, wenn wir hassen, tun wir das. Einverstanden. In dem mir übermittelten Text wird das aber ein bisschen aufgedröselt:

Nicht Emotionen steuern unser Handeln, sondern Emotionen sind das Resultat einer Handlung. Also umgekehrt ! Allerdings ist der Sprung von der Emotion zum Gefühl (noch) unklar. Jeder fühlt anders. Aber: Emotionen sind die Ziegelsteine für das Gefühl.

Ein Gefühl entsteht also aus Emotionen. Es wird aufgebaut wie eine Mauer aus Ziegelsteinen. Weiter im Text:

Liest man Studien über den Zusammenhang von Emotion und Handlung, so wird meistens ein nicht linearer, inverser U-shaped Zusammenhang festgestellt.

Heißt übersetzt: Kleine Emotion (z.B. wenig Liebe), keine Handlung. Mittelgradige, vernünftige Emotion: Handlung. Zu starke Emotion (z.B. Hass): Keine Handlung. Stillstand. Starre. Das wird in dem Text allerdings anders gedeutet:

Unser Handeln wird von den im Gehirn kreierten Erwartungswerten beeinflusst. Und deren Bildung wird enorm von Molekülen beeinflusst. Wie z.B. vom Kuschelhormon Oxytocin, vom Antriebshormon Dopamin, vom Glückshormon Serotonin usw..

Weil wir dank Epigenetik, also dem Aktivieren und Stummschalten von Genen, beeinflussen können, welche Moleküle uns erreichen, und das (ein gewisser) Prof. Barrett auch aufzeigt, dass das Gehirn von Handlung lebt und nicht von Denken (Vorsicht: Meditation ist tun, handeln !) … beeinflusst …. unser Handeln unser Tun und nichts anderes. Dazu folgende Erläuterung:

In einer Studie mit Surfern wurde festgestellt, dass gute Wellen von Amateuren gleich gut erkannt werden wie von Profis. Allerdings erkennen Profis riskante Wellen deutlich besser als Amateure. Gefährliche Wellen erfordern mehr Erfahrung, erkannt zu werden, weil man auf ihnen schon einmal geritten sein muss. Das bessere Erkennen gelingt also nur durch Handlung.

Es sind eben Handlungen, die unsere Handlungen steuern. Nicht Emotionen. Das ewige Pendel der Handlung, der Kausalität, schwingt immer weiter.

Soweit der Text. Für mich bleibt hängen: Handeln beeinflusst unser Handeln. Taten unser Tun. Denn Handeln (Bewegung, Ernährung, Denken) reguliert über Epigenetik Hormone in unserem Gehirn, die ihrerseits Gefühle vermitteln, die dann Handlung anstoßen.

Wenn man also eine (gute) Tat vollbringen will, dann muss man … TUN. Nicht nur darüber reden … Und wenn man ein langes, sogar schönes und erfülltes Leben führen will, so nützt der fromme Wunsch allein wenig. Da kann man Jünger um sich sammeln, kann predigen, kann berühmt werden, jedoch wenn man nicht selbst handelt, nicht selbst zur Tat schreitet, erreicht man nichts von diesem Ziel.

Das bringt uns zum denkbar einfachsten TUN, dem Laufen oder Rennen oder zur Bewegung generell. Der bekannte Spruch „Laufen Sie um Ihr Leben“ hat also nicht nur mit dem banalen „am Leben sein“ zu tun, sondern auch mit der Qualität des Lebens. Laufen ist das zentrale Geheimnis (des Lebens). Deswegen hat der Mensch 2 Beine, die nicht nur aus Knochen, sondern auch Muskeln bestehen !

Jedenfalls sollte es so sein.

PS: Als Verfasser des genannten Textes hat sich übrigens mein Sohnemann herausgestellt.

Ist der Kranke das Problem ?

Was halten Sie von folgendem Text ? Auch hier geht es um Heilung, um Lebensfreude und Lebensenergie. Der Zugang erfolgt aber nicht über Aminosäuren und Vitamine, auch nicht über das Laufen, sondern … Emotionen und Gedanken. Wenn man MIT denen lebt, bleibt man gesund und glücklich. So das Fazit.

Und wie kann man positive Emotionen und Gedanken im Alltag erzeugen und behalten ? Genau mit solchen Techniken beschäftigen sich die nächsten Zeilen. Dann mal los:

Wenn man die Arbeit an sich selbst beginnt, muss man sich ein klares, konkretes und auf physischer Ebene spürbares Bild des Ergebnisses vorstellen. Wenn man dieses Bild willentlich in seiner Vorstellung erschafft und eine starke Freude darüber empfindet, dass man bereits vollkommen gesund ist – so intensiv, dass sogar eine spürbare physische Reaktion hervorgerufen wird – dann beginnt der Organismus automatisch, diesem Bild zu entsprechen. Man beginnt damit, seinen Organismus bewusst in die gewünschte Richtung zu lenken.

Für diesen Prozess greift man auf eine besondere Gesetzmäßigkeit unseres Körpers zurück. Der hat die Fähigkeit,

auf Gedanken physiologisch zu reagieren.

Der Körper produziert z.B. Speichel nicht nur dann, wenn man in eine Zitrone beißt, sondern schon davor, wenn man intensiv an eine Zitrone denkt. Dieses Phänomen wird „ideomotorische Reaktion“ genannt. Jede Körperzelle nämlich reagiert auf Gedanken, wenn diese mit Bildern und Emotionen verbunden sind. Dann üben die eine konkrete (materielle) Kraft aus !

Nimmt man die Körperhaltung eines glücklichen, gesunden Menschen ein, strafft das Muskelkorsett und setzt ein Lächeln auf, wird über das Blut die äußere Form mit dem inneren Zustand synchronisiert.

Die „schauspielerische“ Erschaffung einer freudigen Erwartung vollkommener Gesundheit und eines gesunden Lebensgefühls ist der wichtigste Schritt zur Selbstheilung. Ohne die aktive Teilnahme des Menschen am Heilungsprozess und an der Gestaltung seines Lebens geht es nicht. Als Ressourcen benötigt man dazu ohnehin nur den eigenen Körper, das eigene Bewusstsein und die eigenen natürlichen Selbstheilungskräfte.

Das System ist allerdings kein Allheilmittel. Es fordert nämlich nicht die Krankheit heraus, sondern den chronisch Kranken selbst. Und dieser will sich oftmals nicht wirklich verändern. Die Gründe können Unwissenheit sein, ein Mangel an Disziplin, Geringschätzung der eigenen Person oder ganz einfach der „Vorteile“ wegen, die man durch seine Krankheit „genießt“ …

QUELLE: Open Mind Academy („Elemente der Gesundheit“)