Endgültig bewiesen: B-Vitamine verhindern Lungenkrebs

Nachdem wir soeben durch die nagelneue VITAL-Studie geschockt wurden (News vom 13.10.2017), die uns zu zeigen versucht, dass Vitamin B6 und Vitamin B12 das Lungenkrebsrisiko bei gemischter Bevölkerung (Raucher und Nichtraucher) um etwa 1 Promille im Jahr (nicht 1 %, 1 Promille) steigern und daraufhin wieder einmal der Eindruck entstehen könnte, dass Vitamine gefährlich seien, kommt jetzt ein Widerruf. Nicht von den Studienautoren, sondern von weit höherer Stelle: Aus der EPIC-Studie, an welcher 520.000 Menschen teilnahmen und von denen 386.000 auch Blut gespendet hatten !

Da wurden die Werte der B-Vitamine auch tatsächlich im Blut gemessen. Und wie wir wissen, heißt nur messen auch wirklich wissen. Bei der eingangs erwähnten VITAL-Studie gab’s keine Messungen, sondern nur die Annahme, dass Kapseln geschluckt wurden. Sagen wir’s mal so: Ein klitze-kleiner Unterschied …

Für mich aber der Unterschied zwischen Märchen (Schulmedizin) und Wahrheit (Molekularmedizin). Und die riesige EPIC-Studie z.B. zeigt uns “das kumulative Lungenkrebsrisiko” für Männer wie folgt:

  • 0,5 % für Nichtraucher
  • 3,4 % für ehemalige Raucher
  • 10,8 % für aktuelle Raucher

So deutlich habe ich das noch nirgendwo gelesen. Und in diesem Rahmen wurden folgende 3 Stoffe gemessen: Vitamin B6, Folsäure (Vitamin B9) und Methionin, eine Aminosäure. Gemessen, wohlgemerkt! Und dann hat man die Versuchspersonen ganz einfach eingeteilt in

Menschen mit überdurchschnittlicher Serumkonzentration und
Menschen mit unterdurchschnittlicher Serumkonzentration.

Gefunden wurden schließlich folgende 6 Zahlen. Sechs Zahlen, denke ich, kann Ihnen zumuten. Also, es geht noch immer um das “kumulative Lungenkrebsrisiko”:

  • Aktuelle Raucher: 6,6 % bei hohen Serumspiegeln, 14,9 % bei tiefen Serumspiegeln
  • Ehemalige Raucher: 2,7 % bei hohen Serumspiegeln, 5,2 % bei tiefen Serumspiegeln
  • Nichtraucher: 0,32 % bei hohen Serumspiegeln, 0,9 % bei tiefen Serumspiegeln

Und da wissen Sie doch sicher gleich, wo Sie dabeisein möchten? Bei den Nichtrauchern mit 0,32 %, nehme ich an, also praktisch 0. Kann auch jeder von Ihnen haben! Das Gegenteil wären stolze 14,9 % Krebsrisiko. Dann, wenn Sie rauchen und zugleich wenig B-Vitamine und Methionin haben. Heißt dann in der Studie: Bei hohen Serumspiegeln von Vitamin B6 und Methionin sinkt Ihr Lungenkrebsrisiko um über 50 %.

Für mich eine fantastische Aussage, die nur mehr von Folsäure getoppt wird. Ist nämlich nicht nur Vitamin B6 und Methionin im Spiel, sondern auch noch Folsäure (Vitamin B9) – und zwar über dem Durchschnitt (14,4 nmol/l) -, so sinkt das Lungenkrebsrisiko doch tatsächlich um

68 % !

Wichtig ist noch zu erwähnen, dass die Zahlen auch für Vitamin B6 getrennt und Methionin getrennt in ähnlicher Größenordnung stimmen. Daher mein Vorschlag: Teilen wir doch Studien bitte in Zukunft ein in 2 Klassen: In Studien, wo (nur) gefragt und nicht gemessen wurde und in Studien, wo gefragt und gemessen wurde. Nur Letztere haben Relevanz !

Quelle: JAMA, 16.06.2010, Vol 303, No. 23, S. 2377

Mit Folsäure mehr Lebensglück

1998 wurde für 308 Mio. US-Bürger beschlossen, das Leben positiv zu sehen. Ein bisschen fröhlicher, ein bisschen gesünder zu leben. Es wurde nämlich den Menschen Folsäure verschrieben. Täglich. In den Grundnahrungsmitteln Brot, Mehl, Maismehl, Reis, Nudeln. (News vom 04.05.2010) Damit hatte man übrigens schon im ersten Jahr knapp 50.000 Amerikaner vor dem Herzinfarkt bewahrt. Ursprünglich wollte man ja etwas Anderes und zwar Missbildungen bei Neugeborenen verhindern.

Die DGE, unsere oberste Gesundheitsbehörde, zog dann mit typischer Zeitverzögerung 2007 insofern nach, als sie sich korrigierte und ein Seminar veranstaltete zum Thema „Deutschland im Folsäure-Rückstand“. (News vom 12.04.2007)

Aber viel wichtiger ist, was Sie gestern so nebenbei lesen konnten. Über Folsäure und Psychose. Zusammengefasst:

Ohne Folsäure kein Lebensglück !

Bis auf die Leber enthält kein anderes Organ so viel Folsäure wie das Gehirn. Das hat seinen Grund, denn Folsäure kann nämlich Ihre Nervenzellen in Verzückung versetzen. Es wirkt mit an der Produktion der Glücksbotenstoffe Serotonin, Noradrenalin und Dopamin. Dabei arbeiten die „Psycho-Vitamine“ B1, B6, B12 und Folsäure eng zusammen.

Fällt der Folsäurespiegel im Gehirn, dann stellt sich schnell ein Frustgefühl ein. Die oft mürrischen Gesichter auf unseren Straßen schreien förmlich nach mehr Folsäure. Bei zu wenig Folsäure kommt es sogar zu Depressionen. Ein Viertel aller depressiven Menschen leidet unter Folsäuremangel!

Vor allem bei älteren Menschen entstehen Altersdepressionen häufig wegen zu wenig Folsäure und nicht infolge ihrer Lebensgeschichte. Es mangelt einfach an den flinken Helfern im Nervenstoffwechsel. Ältere Menschen essen zumeist auch weniger frische Nahrung.

Kurz und gut: Je älter Sie werden, desto wichtiger wird Folsäure. Insbesondere, wenn Sie auf Lebensglück Wert legen. Entscheidend ist – wie immer – ihr Wert im Blut. Heißt also: Messen! Laut deutschen Labors ist ab 2 ng/ml normal.

Ich fordere von Ihnen bekanntlich 20 ng/ml. (News vom 16.06.2009)