Leucin, Isoleucin und Valin

Die gehören zu den 10 lebenswichtigen Aminosäuren. Sind sog. verzweigtkettige Aminosäuren. Die Abkürzung davon lautet BCAA (Branched Chain Amino Acids). Mit denen habe ich die von mir betreuten Triathleten und Marathonläufer 20 Jahre lang buchstäblich vollgestopft. Weil bekannt war, dass diese 3 BCAA entscheidend die körperliche Ausdauer regulieren. Heute weiß die Medizin noch mehr …

Doch zunächst: Es stimmt ! Wenn sich ein Marathonläufer von 2 Std 13 Min auf 2 Std 09 Min verbessert – allein dank dieser (erlaubten) Formel 1-Kost, dann weiß ich: Stimmt.

Das war soeben ein wesentlicher Gedanke, weil ich glaube fast nur mehr, was ich auch messe. Und die 3 BCAA messen wir natürlich in Ihrem Blut, heben die Werte an und bringen Sie dadurch in Bestform.

Marathonzeiten sind ein Beweis !!

Jetzt, 20 Jahre später, werden BCAA modern. Werden nunmehr als „Powerdrink“ angepriesen. Sogar in wissenschaftlichen Arbeiten. Seit man in Versuchen das Leben von Mäusen allein durch die Gabe dieser 3 Aminosäuren deutlich verlängern konnte. Diese Aussage allein sollte eigentlich schon überzeugen. Interessant aber ist dennoch, wie man das erklärt.

  • BCAA vermehren die Anzahl der Kraftwerke in den Muskelzellen. Und zwar in den Beinen genauso wie im Herzmuskel. Man hat also (plötzlich) mehr Kraft.
  • BCAA stimulieren eine ganze Enzymklasse, die sog. Sirtuine. Die sind wichtig, weil sie bestimmte Gene und Proteine stumm schalten. Gene für Krebs oder Diabetes z.B. Auch Gene für neurogenerative Erkrankungen (z.B. Verblödung). Und dadurch lebt man sehr wahrscheinlich länger.
  • BCAA verringern die Produktion von ROS, also freien Radikalen. Das ist besonders wichtig für Sportler, denn Sport vermehrt den Sauerstoffdurchsatz und ist dadurch zunächst (tatsächlich) gefährlich. Doch genau dagegen wirken die BCAA. Und die machen noch etwas, was Prof. Dr. Gerhard Uhlenbruck immer so betont: Die 3 BCAA verstärken das Immunsystem. Wirken also antioxidativ. Schützen die Körperzellen vor dem Untergang. Verlängern also das Leben !

Leucin, Isoleucin und Valin haben also eine starke Anti-Aging-Wirkung und schenken insbesondere Sportlern mehr Kraft und mehr Ausdauer – durch direkte Einwirkung auf die Muskelzellen !

Veröffentlicht übrigens von Prof. Giuseppe D’Antona et al. von der Universität Pavia in der Fachzeitschrift „Cell Metabolism“. Und noch eine Anmerkung: Wenn Sie diese Studien durchdenken, dann verstehen Sie vielleicht wieder ein bisschen besser meine Verzweiflung. Meine Verzweiflung seit 20 Jahren. Mein völliges Unverständnis darüber, dass sich die Sportmedizin immer mit dem lumpigen „Benzin“ als dem Brennstoff beschäftigt. Gemeint sind die Kohlenhydrate ! Und sich viel zu selten mit dem Motor beschäftigt, den Aminosäuren.

Und noch eine Neuentdeckung zum Schluss:

BCAA eliminieren Viren ! Genauer gesagt: Sirtuine wirken direkt gegen das Corona-Virus, Influenza, EBV … (Quelle: Wikipedia). Heißt übersetzt: Meine BCAA-Obsession hat die Sportler zusätzlich immun gegen Viren gemacht. Merken Sie etwas ?

Mit Aminosäuren – nicht mit Kohlenhydraten – kann man eigentlich nur Gutes tun.

Vor allem sich selbst !!!

Lithium

Das Spurenelement ist einer der 47 Vitalstoffe, die Sie täglich brauchen. Also lebenswichtig. Das Problem bei Lithium aber ist dessen genaue Messung im Blut, denn die geht fast nicht. Man kann bei der Behandlung von Lithium zwar therapeutische Dosen ermitteln, nicht aber den für den normalen Menschen nötigen Wert. Wir haben das dann mit einer längeren Messreihe in einem Speziallabor gelöst und herausgefunden, dass täglich 2-3 Flaschen sog. Heilwässer (Lithium enthaltend) ausreichen.

Ausreichen für ein aufgewecktes, fröhliches Leben. (News vom 22.02.2013) Dazu können genannt werden: Heppinger Heilwasser, Staatl. Fachingen und noch besser Hirschquelle Heilwasser.

Lithium ist auch ein außerordentlich überzeugendes Anti-Aging-Mittel. Das wissen wir von Prof. Michael Ristow (Uni Jena). Meine Neugier dieses banale Spurenelement betreffend halten aber auch Sie wach, liebe Leser, betreten Sie doch regelmäßig mit zu niedrigem Lithiumwert meine Arztpraxis. Konkret: 1,2, oder 3 ug/l (normal sind 2-30). Und in meinem persönlichen Laborbogen steht sogar 72.

Sollte es da einen Unterschied geben zwischen Ihnen und mir? Also habe ich mich ein bisschen belesen. Und siehe da eine Studie gefunden (Lancet), wonach

Lithium das natürliche Schrumpfen des Gehirnes stoppen kann.

Bitte kurz nachdenken: Dort wird berichtet, dass Lithium Gehirnzellen nicht nur schützt, sondern sogar erneuert. Genauer gesagt: 8 von 10 Probanden

vergrößerten mit Lithium ihr Gehirn um 3 % in nur 4 Wochen …

Und was hieße das für 1 Jahr? Und in 5 Jahren? Bekannt ist allerdings, dass Lithium fast ein Wundermittel bei der Behandlung manisch depressiver Menschen ist. Schon seit den 1950er Jahren.

Dass Lithium aber auch bei Fibromyalgie hilft,

also wenn die Gelenke, wenn die Muskeln im ganzen Körper mal hier, mal da schmerzen, überrascht. Man in der Regel aber als Spinner abgestempelt wird und Psychopharmaka bekommt – Lithium scheint da zu helfen.

Und kennen Sie das Horton-Syndrom? Sind die stärksten Migränekopfschmerzen, halten oft wochenlang an und machen dann wieder Pause: Lithium half 12 von 19 solcher bemittleidenswerten Schmerzpatienten überzeugend (85-100 % Heilung) !

Weiters scheint Lithium Viren zu bekämpfen, zu hemmen und zwar ausdrücklich Herpes, Adenoviren (Grippe), das Epstein Barr Virus (EBV) und Masern. Gerade Leistungssportler sind davon häufiger betroffen als Normalmenschen.

Lithium verschreibe ich jedoch nicht. Ich überlasse das ausdrücklich den Neurologen. Ich sage aber jedem von Ihnen mit niedrigem Lithiumwert, wie ich eine Verbesserung geschafft habe:

Das Trinkwasser wechseln !

Es gibt sogar Heilwässer mit sehr viel mehr Lithium als üblich. Und seit ich mich praktisch von „Heppinger“ ernähre (kennen Sie den Flüssigkeitsbedarf eines wirklich bewegten Menschen? Nein, kennen Sie nicht …) darf ich auf die Zahl 72 ug/l verweisen, mein Lithiumwert.

Dahinter steckt das Ihnen bereits bekannte Prinzip: Schütze Dich rechtzeitig! Warte nicht, bis Du die Fibromyalgie kriegst oder die quälende Horton-Migräne …

Die Psychiatrie und Psychotherapie erlebten ihr Waterloo 1949, als der australische Psychiater Dr. John Cade einen 51‐jährigen Patienten (aus völlig anderen Gründen) 5 Tage lang mit Lithium fütterte. Nur 5 Tage. Der Patient war manisch depressiv, unkontrollierbar und deswegen schon seit 20 Jahren weggesperrt. Dank Lithium jedoch wurde dieser Geisteskranke ab dem 6. Tag wieder „normal“ und 3 Monate später sogar nach Hause entlassen.

Auf die Idee, dass auch das Gehirn – genau wie der Körper – einen Stoffwechsel hat und darum auf bestimmte Substanzen und Moleküle angewiesen ist, wenn es funktionieren soll, darauf muss man erst mal kommen …

Was die Schulmedizin verschweigt ?

Dargestellt am Beispiel Parkinson. Also ganz bewusst an einer schweren und kaum zugänglichen Erkrankung möchte ich Ihnen erneut klar machen, dass

Hilfe immer möglich ist !

Es wird nämlich vergessen, dass es neben der direkten Hilfe, der direkten Bekämpfung der Krankheit auch eine indirekte Hilfe gibt. Dieser Satz gilt ganz besonders bei Parkinson. Stichwort Neurodegeneration. Da gehen also Nervenzellen kaputt.

Mit der Konsequenz, dass nicht nur die Hände zittern, sondern auch Gangstörungen auftreten. Die Bewegungen immer langsamer werden, die Schritte immer kürzer. Es folgen Gleichgewichtsstörungen und Demenz. Sie haben vielleicht davon gehört, dass hier Dopamin produzierende Zellen untergehen. Also gibt man den Patienten Dopamin in Pillenform.

Leider ist das Bild unvollständig: Wegen des Zellenunterganges fehlen nicht nur

  • Dopamin,
  • auch Noradrenalin,
  • Serotonin sowie
  • GABA (siehe News vom 24.10.2017).

Es kommt also unweigerlich zur Depression. Und depressiven Menschen fehlt bekanntlich Antrieb. Spätestens dann wird es wirklich schwierig: Wenn der Mensch auch nicht mehr möchte …?

Gibt es Hilfe? Ja, aber nicht von Seiten der Chemie, sondern aus einer ganz anderen Ecke. Spricht sich glücklicherweise auch langsam herum. Der Internist und Kardiologe Dr. Herbert Löllgen, 75 Jahre, der jede Woche 50 km läuft und jeden Morgen Krafttraining macht, erklärt z.B. bei seinen Vorträgen dem staunenden Publikum (über das Staunend sollten Sie bitte lange nachdenken):

Körperliche Bewegung kann wie eine gute Medizin betrachtet und auch eingesetzt werden.

Dieses Geheimnis, diese fast magische Hilfe hat die Schulmedizin ihren Patienten über Jahrzehnte vorenthalten. Und so kommen wir zum Parkinson. Wenn man dort mit Tabletten alles versucht hat, die Krankheit leider fortschreitet, dann hilft Bewegung. Zitat von Frau Dr. Mareike Schwed, Beirätin einer Stiftung für Parkinsonforschung:

  • Durch gezieltes körperliches Training können Tremor (das Zittern) und Rigor (die Muskelstarre)  um 30% reduziert werden.
  • Dabei finden sich bei intensivem Training deutlichere Effekte also bei zu vorsichtigem Training.

Goldene Worte! Endlich einmal. Der Mensch, der Körper, der Muskel muss gefordert werden. Nicht immer nur gestreichelt oder massiert. Dahinter steckt wieder das Wort TUN, die Eigenverantwortung. Das wahre Geheimnis jeder ärztlichen Hilfe: Nicht dem Patienten die Verantwortung abnehmen, sondern sie bei ihm und seinem Körper belassen !

Also, was steckt hinter dem Geheimnis, dass man durch körperliches Training sogar Parkinson um 30 % „verbessern“ kann? Es sind 2 Ideen:

  • Man kann jeden Nerv regenerieren. Man muss es ihm nur sagen. Ihn also fordern.
  • Es ist niemals der ganze Körper krank, sondern immer nur ein Teil davon. Wie wäre es also, wenn man sich um den gesunden Teil des Köpers kümmert? Man also die übrigen Muskeln „auftrainiert“?

Frau Dr. Schwed hat in einer Studie gezeigt, dass durch körperliches Training BDNF (brain derived neurotrophic factor) freigesetzt wird. Deshalb bewirkt körperliche Aktivität Neuroproduktion. Das Gegenteil von Neurodegeneration.

Und hatten wir das nicht schon mal? Den Beweis, dass die Gehirnzellen im Laufe des Lebens eben nicht untergehen müssen, sondern im Gegenteil: Dass selbst das Gehirn wieder jung werden kann, das neuronale Netz wachsen kann. Das Anti-Aging eine wissenschaftlich nachweisbare Tatsache ist.

Die Medizin hat den Menschen noch immer nicht ganz verstanden. Denke ich positiv: Brauchen wir auch nicht. Wir müssten nur täglich laufen. Oder uns beim Krafttraining anstrengen. Unterm Strich einfach handeln !

Das Motto des Jahreskongresses 2017 der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie lautete übrigens:

BEWEGUNG IST LEBEN

Ich glaube nicht, dass die Schulmedizin die tiefe Wahrheit dieses Satzes schon verstanden hat. Da sollte das Beispiel Parkinson dann doch verblüffen …

Der wahre Jungbrunnen

Wenn Sie die Sache mit der Jugendlichkeit mal auf den Punkt bringen wollen. Sich dabei auf die Hauptsache konzentrieren wollen. Mal bewusst die vielen anderen, viel schwächeren Möglichkeiten beiseite schieben wollen und sich die Frage stellen „Was macht mich denn nun wirklich jünger ? Was wirkt denn da am besten ?“. Dann werden Sie – molekularbiologisch – unausweichlich auf das Wachstumshormon (HGH) stoßen. Ist das Rezept jeder Anti-Aging-Klinik. Wird Ihnen dort bloß nie so gesagt.

Jetzt kennen Sie das Geheimnis der vitalen, so jugendlich wirkenden 80-Jährigen. Wachstumshormon kann man sich nämlich spritzen. Wissen wir seit Rudman 1991. Wirkt phänomenal. Muss man 3 Mal pro Woche, besser noch täglich … spritzen. Ist sauteuer, das Zeug. Und wenn Sie mit dem Spritzen aufhören … ist alles wieder beim Alten. Was soll das, also ?

Da machen wir uns das Wachstumshormon doch lieber selbst.

In unserem eigenen Körper. Und das möglichst jeden Tag, unser ganzes restliches Leben ! Dass dieses Wunderhormon selbstverständlich epigenetisch freigesetzt wird, also durch Ihren Lebensstil, sprich Bewegung, Ernährung, Denken, das dürfte Ihnen inzwischen auch klar geworden sein. Und was Wachstumshormon nun wirklich bewirkt, wie man es tatsächlich stimuliert, hatte ich Ihnen in 3 News erklärt: News vom 20.08.2012, 21.08.2012 und 10.01.2017.

Nun möchte ich eine 4. News hinzufügen. Dazu schreibe ich einfach mal ab, was andere Wissenschaftler, was der Biologe Chris Michalk, zur Stimulation von Wachstumshormon (IGF) für Ratschläge gibt:

  • IGF wird hauptsächlich durch Nahrungsprotein reguliert. Nahrungsprotein korreliert direkt mit IGF-Werten – zumindest wenn eine isokalorische Ernährung gegeben ist (Thissen, 1994).
  • IGF steht in einen klaren Zusammenhang mit Zink und Magnesium (Dørup, 1991) und wird darüber hinaus von Testosteron und T3 moduliert (Synergismus).
  • Weiters sollten Sie Krafttraining ausüben, denn Krafttraining erhöht IGF-Rezeptoren in der Muskelzelle (Urso, 2005).
  • Schlafen Sie gut! Es ist von absoluter Wichtigkeit, dass Sie einen tiefen Schlaf haben. Denn nur im Tiefschlaf wird dieses so wichtige Hormon ausgeschüttet.
  • Trinken Sie vor dem Schlafengehen keinen Alkohol. Er unterdrückt nämlich die HGH-Ausschüttung um bis zu 75 % (Prinz, 1980).
  • Vergessen Sie Arginin und Co. zur Steigerung der HGH-Werte. Nutzen Sie entweder Gelatine (van Vught, 2010) oder die Aminosäure Glycin (Kasai, 1980), um HGH schnell im Blut ansteigen zu lassen. Tun Sie das aber mehrmals täglich und – ganz wichtig – nüchtern.
  • Sogar 19-mal mehr Wachstumshormon können Sie haben, in dem Sie einfach 1 g Cholin zuführen (Kawamura, 2012). Ich mache das 2-3 Mal täglich. Ich habe dann auch keinen Hunger mehr. Das ist übrigens auch so ein Effekt von Wachstumshormon.
  • Nur damit Sie mal eine Vorstellung haben, wie dieses Zeug so wirkt: Alzheimer möchte niemand haben. Dann gibt man z.B. Ratten ein paar Aminosäuren und so erhöhen sich die IGF-Werte. Das sorgt dann dafür, dass Alzheimer einen nicht verblöden lässt.
  • Wie macht man das? Durch eine „Growth Hormone Releaser Diet“ – Arginin, Glutamin, Lysin. Dann bekommt man mehr Wachstumshormon ins Blut (Shin, 2009).
  • Und im Übrigen: Fasten ist ein potenter Stimulus für die Ausschüttung von Wachstumshormon. Daher liebe ich das Fasten. Das sollten Sie auch, wenn sie mehr Wachstumshormon haben möchten.

Auch hier lesen Sie (wieder), dass SIE selbst etwas tun können, tun müssen. Dass Sie diesen wundervollen Jungbrunnen eigenverantwortlich stimulieren müssen. Wird Ihnen übersetzt mit so (unangenehmen) Worten wie

Krafttraining, kein Alkohol, viel mehr Eiweiß, NEM … und dann auch noch fasten.

Was Sie aber einfach nicht verstehen wollen: Das sind alles natürliche Verhaltensweisen ! Definieren geradezu Normalität. Das, was Sie statt dessen Tag für Tag tun, das ist abartig. Um nicht zu sagen, einfach krank ! Genau Darum werden die Menschen so schnell alt …

Quelle:  „Das Handbuch zu Ihrem Körper“ von Chris Michalk, S. 132+133