Langlebigkeit oder Schleichwege

Der Beginn der Langlebigkeit ist STRESS. Ja, ausgerechnet Stress ! Der Hauptfeind unseres Immunsystems … Tja, man lernt nie aus ! Doch um zu verstehen, worum es in diesen News heute geht, wie uns Stress „forever young“ werden lässt, zunächst ein paar spannende Tatsachen über Langlebigkeitsgene. Da kennen wir zumindest

das Sirtuin-Gen und das mTOR-Gen.

Das Sirtuin-Gen produziert die 7 geheimnisvollen Sirtuine. Und die wiederum

  • schützen vor Diabetes, Herzkrankheit, Alzheimer, Osteoporose, Krebs.
  • dämpfen zudem überschießende Entzündungen wie Arteriosklerose, Colitis, Arthritis, Asthma.
  • verhindern den Zelltod, aber stimulieren die Mitochondrien.

Auch die Aktivität des mTOR-Gens wird durch Nährstoffe gesteuert. Und bewirkt

  • eine verstärkte DNA-Reparatur.
  • eine Dämpfung chronischer Entzündungen.
  • den Abbau alter Eiweißmoleküle, also Schlacken.
  • ganz wichtig: Die Messung der verfügbaren Menge an Aminosäuren bestimmt dann, wie viel Eiweiß vom Körper tatsächlich produziert werden muss.

Und jetzt kommt‘s: Diese Langlebigkeitsgene werden aktiviert durch Stress dann, wenn die Körperzellen dabei nicht geschädigt werden. Das ist natürlich ein ganz ganz wichtiger Zusatz !

Und was für Stressfaktoren wären das dann ?

  • Körperliche Bewegung. Z.B. das tägliche Laufen.
  • Vorübergehendes Fasten.
  • Kurze Zeit proteinarme Ernährung.
  • Unterkühlung. Wird im Sport zur Leistungsverbesserung ohnehin angewandt.

Werden also diese Stressfaktoren überlegt und behutsam eingesetzt, so aktiviert das die Langlebigkeitsgene des Menschen. Das ist dann auch die Erklärung für „Laufen verlängert das Leben“ oder „Laufen verhindert Krebs“ !

Diese Zusammenhänge sind das Geheimnis von „Forever young“. Sind der Beginn der Langlebigkeit … Jedoch so typisch: Das darf natürlich so nicht stehenbleiben, sondern wird von der Pharma- und auch Kosmetikindustrie zu substituieren versucht. Da werden dann Moleküle entdeckt und Medikamente konstruiert, die solche „Stresssituationen“ nachahmen.

Ja, genau: Bequemlichkeit muss ein Menschenrecht bleiben ! Anstatt eigenverantwortlich zu handeln, sucht der Mensch lieber immer wieder neue Schleichwege zur Gesundheit. Gleichermaßen Abkürzungen. Ein Beispiel für so einen typischen Schleichweg zur Gesundheit ist

Metformin.

Eine Tablette gegen Diabetes. Verhindert die Aufnahme von Zucker im Darm. Logisch oder zumindest vernünftig wäre zwar, auf den Zucker ganz einfach zu verzichten. Doch daran verdient niemand was. Und außerdem, wer bräuchte dann noch Metformin ?

QUELLE:  „Das Ende des Alterns“ von David Sinclair, australischer Biologe und Professor für Genetik an der Harvard University

Lebensziel Glück

Bitte lesen Sie heute mit mir zusammen einen kurzen Text. Gefunden in dem neuen Büchlein „Waldpfade“ von Thomas Schmidtkonz. Sie wissen schon, jenem Mann, der mehrfach durch Deutschland gelaufen ist. Dabei lässt mich der Titel aufhorchen. Erinnert mich an Martin Heideggers „Holzwege“ … Das war lange Jahre mein Lebensführer !

„Waldpfade“ ist, so der Autor, ein Mittelding zwischen Sachbuch und Erlebnisbuch. Der Untertitel lautet „Wege ins Glück“. Das Hauptthema also „wie geht Glück ?“. Und das geht nach Meinung von Schmidtkonz „anders als wir oft denken“. Seine zentrale Erkenntnis:

Wenn man Probleme bewältigt, dann macht das ungemein glücklich !

Aber lesen wir doch einfach mal hinein:

Ich tat, was von mir verlangt wurde. Das Leben geschah, ohne dass ich es steuerte – und glücklich war ich auch nicht. Wäre da nicht das unfreiwillige Fitness-Seminar gewesen, hätte man mich wohl eines Tages tot vom Balkon meiner Eigentumswohnung abtransportiert, ohne dass ich davor erlebt hätte, was Glück, was Lebenslust bedeutet.
Das LAUFEN aber gab mir ein neues Bild – von mir wie auch von der Welt. Eine Vorstellung davon, was es heißt, sich Ziele zu setzen. Das zu tun, was ich liebe, was mich glücklich macht.

Das Ziel des Lebens muss Glück sein !

Wenn ich ein klares Bild meines Ziels habe, weiß ich, was ich zu tun und zu lassen habe. Bei meinen Touren war das einfach: jeden Tag entweder nach oben laufen oder in eine bestimmte Richtung. Genügend Pausen einlegen zur Regeneration, viel trinken, gut essen und trotzdem täglich so viele Kilometer wie möglich laufen !

Wenn man kein klares Bild hat, verliert man sich im eigenen Leben.

Dann ist es nicht verwunderlich, wenn man sich in Situationen wiederfindet, die man so nicht wollte: Arbeit, die keinen Spaß macht, Freunde, die nerven oder Hobbys, die mehr belasten als inspirieren. Ich glaube, dass sich viele Menschen nicht bewusst sind, dass ihre fehlenden Ziele zu ihren unbefriedigenden Lebenssituationen führen. Stattdessen geben sie der Gesellschaft, dem Chef, der Politik oder sonst wem die Schuld.
Das wichtigste Ziel im Leben ist Glück. Ob einem das gelingt oder nicht, liegt in der jeweils persönlichen Verantwortung.

Doch auf diesem Weg gibt es laut dem Marathomy, so heißt sein Youtube-Kanal, auch eine große Gefahr:

Die Verführung !

Ein Ziel möglichst schnell und mit geringem Aufwand zu erreichen ist ideal. Ich glaube, der Mensch sucht ständig nach diesem Idealzustand, auch wenn er sich dessen nicht immer bewusst ist. Und verführerische Abkürzungen gibt es viele: Ein gekaufter Doktortitel im Berufsleben, Doping im Sport uvm.. Wenn man solche oft auch illegalen Abkürzungen wählt, dann ignoriert man Tatsachen. Langfristig zahlt sich das oft nicht aus.
Denn um die Folgen solcher Abkürzungen zu beheben, braucht man oft mehr Energie als der ordentliche Weg gekostet hätte. Wären Abkürzungen nämlich der richtige Weg zum Erfolg, dann wären sie von Anfang an gangbar, gebahnt.

So spricht jemand, der läuft. Der schon über 100 Marathons hinter sich hat. 2016 vom tiefsten Punkt Deutschlands zum höchsten Punkt gelaufen ist. 2017 dann vom westlichsten Punkt zum östlichsten Punkt. Der beschreibt in seinem neuen Buch auch, wie er auf die Idee der

FREIHEIT

kam. Der gute Mann ist wahrscheinlich den Meisten von uns schon weit voraus. Überlegen in der Lebensgestaltung: Der sitzt nicht mehr, der läuft schon. Der LEBT !