Sind Transfette in Lebensmitteln ab jetzt Geschichte ?

Ab 2. April 2021 gilt in der EU bei Lebensmitteln ein neuer Grenzwert von 2 % für industrielle trans-Fettsäuren. Die Union folgt damit den Empfehlungen der WHO, Transfette bis 2023 weitgehend aus Nahrungsmitteln zu verbannen. Der Verband der ölsaatenverarbeitende Industrie Deutschlands (OVID) begrüßt den bereits 2018 beschlossenen  Grenzwert, möchte damit aber auch einen Neuanfang in der Debatte um Transfette in Lebensmitteln. Denn laut OVID-Präsidentin Jaana Kleinschmit von Lengefeld würde „noch immer das Märchen von den bösen Transfetten durch die Medien geistern“. Dabei sei das schon „seit Jahren kein Thema“ mehr.

Nunmehr überflüssige Härtekennzeichnung … (Infografik: OVID)

Laut OVID ist es darum auch längst an der Zeit, die gesetzlich vorgeschriebene sowie irreführende Kennzeichnung der Fetthärtung auf Lebensmitteln zu streichen. „Den Unterschied zwischen bedenklicher Teilhärtung und unbedenklicher Vollhärtung versteht kein Konsument. Wir fordern daher die Abschaffung dieser irreführenden Härtungskennzeichnung. Sie verwirrt mehr als sie aufklärt“, so Kleinschmit von Lengefeld. Die deutschen Pflanzenölraffinerien würden Transfette bereits seit 2012 erfolgreich verringern, indem sie auf teilgehärtete Fette verzichten und stattdessen auf Pflanzenölmischungen aus voll- sowie ungehärteten Ölen setzen. Dadurch ließe sich der Gehalt an ernährungsphysiologisch wertvollen mehrfach ungesättigten Fettsäuren erhöhen. Dass die Teilhärtung zu hohen TFA-Gehalten führe und die Vollhärtung zu sehr geringen TFA-Gehalten, das sei in der Öffentlichkeit ohnehin so gut wie unbekannt.

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