Schweiz Vorletzter bei Massnahmen gegen das Rauchen

Die Schweiz ist im europäischen Vergleich der Maßnahmen zur Eindämmung des Tabakkonsums auf den vorletzten Platz zurückgefallen, denn sie hat die internationale Rahmenkonvention über die Tabakkontrolle (FCTC) der WHO von 2004, die gesetzliche Mindeststandard definiert, noch immer nicht ratifiziert. Das ist auch noch bei den Zwergstaaten Andorra, Liechtenstein und Monaco ausständig. Und mm Gegensatz zur Schweiz verbessern die meisten europäischen Staaten ihre Maßnahmen zur Eindämmung des Tabakkonsums konsequent. So haben seit 2017 schon  8 europäische Länder neutrale Zigarettenpackungen – eine sehr effektive Maßnahme, die von der Tabaklobby mit allen Mitteln bekämpft wird.

Hohe Tabaksteuern sind das wirksamste Mittel, um den Konsum von Tabak- und auch Nikotinprodukten zu reduzieren. Diesen Schutzmechanismus hat das Schweizer Parlament auf Druck der Tabaklobby ebenfalls blockiert: Seit 2013 hat der Bundesrat keine Kompetenz mehr die Tabaksteuer zu erhöhen.  In Europa hingegen nutzen die Staaten die Tabaksteuer als Instrument der Gesundheitspolitik. Die Hälfte aller EU-Staaten erheben inzwischen eine Tabaksteuer von 75 % oder mehr auf ein Packung Zigaretten ein. (ARGE Tabakprävention Schweiz, 21.02.2020)

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