Schulmedizin aktuell am 22. März 2020

Europa

Bei der Ausbreitung des Corona-Virus können, anders als bisher vermutet, Kontakte über Oberflächen, sprich Anhaftung von Virenverbänden an Gegenständen, eine große, wenn nicht entscheidende Rolle spielen. In bisherigen öffentlichen Verlautbarungen ging man davon aus, dass man eine Ansteckung durch sog. „behüllte Viren“, wie es das Coronavirus ist, z. B. über Geldstücke, weitgehend vergessen kann. Diese Fehleinschätzungen, auch seitens der WHO zur verharmlosenden Ansteckungsgefahr über Banknoten, bedürfen einer Revision. Belegt ist, dass der Corona-Virus, Auslöser der aktuellen Covid-19-Pandemie, viral nachweisbar bleibt für: Aerosole (Tröpfchen) bis zu 3 Std., auf Kupferoberflächen (z. B. Münzen) bis zu 4 Std., auf Papier (Banknoten) bis zu 24 Std. und auf Plastik und Edelstahl 2 bis 3 Tage. (Deutsches Hygiene-Institut, 22.03.2020)

Deutschland

Wenn Säuglinge über einen Zeitraum von mindestens 3 Wochen an mindestens 3 Wochentagen für mehr als 3 Stunden schreien, leiden sie an sog. 3-Monatskoliken. Bei ihnen sind die für Babys typischen Bakterien vermindert und durch andere Arten ersetzt, die vermehrt Gase bilden. Dadurch haben die Babys verstärkt an Blähungen. Außerdem können die „schlechten“ Bakterien schmerzhafte Entzündungen im Darm bewirken. Die Gabe von Milchsäurebakterien kann die Schreiattacken in Dauer und Häufigkeit mindern, wie Studien bestätigt haben. Auch sollte ein Vitamin D-Mangel vermieden werden. (Symbio Gruppe GmbH, 22.03.2020)

Österreich

Die Österreichische Ärztekammer warnt ausdrücklich vor kommerziellen Schnelltests, welche die Antikörper gegen SARS-CoV-2 nachweisen sollen. Diese Tests sind für die akute Diagnostik von Covid-19 vollkommen ungeeignet, weil sich die Antikörper erst nach einigen Tagen nach der Infektion bilden. Damit werden viele Patienten negativ getestet, obwohl sie bereits infiziert sind und somit auch andere Menschen anstecken könnten. (Österreichische Ärztekammer, 22.03.2020)

Eine sichere Diagnose ist derzeit nur durch einen direkten Erregernachweis (Polymerase-Kettenreaktion, PCR) aus Schleimhautabstrichen bzw. respiratorischen Sekreten erzielbar. Das Problem ist, dass einzelne Firmen ihre Antikörper-Schnelltests teilweise sehr offensiv bewerben. (Österreichische Ärztekammer, 22.03.2020)

Seit Sonntag 15 Uhr gibt es in Österreich 3.244 bestätigte Coronavirus-Erkrankte. In den vergangenen 4 Tagen nahmen die Erkrankungsfälle in Österreich täglich um 18,5 % zu. Das ist eine deutliche Verringerung im Vergleich zur Situation vor 1-2 Wochen, als die Tageszuwächse teilweise sogar bei 40 % lagen. (Bundesministerium für Soziales, Gesundheit und Pflege, 22.03.2020)

Schreibe einen Kommentar