Schulmedizin aktuell am 20. März 2020

Welt

Laut eines UN-Berichtes haben über 2 Mrd. Menschen keinen Zugang zu sauberem und stets verfügbarem Trinkwasser. Wasser ist jedoch ein Menschenrecht. (UNO-Flüchtlingshilfe, 20.03.2020)

Europa

Laut EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen „mobilisiert Europa alles, was es an Möglichkeiten hat, insbesondere auf dem Feld der Gesundheit und der Wirtschaft“. (EU Kommission, 20.03.2020)

Österreich

In der Corona-Krise sind Österreichs Apotheken die 1. Anlaufstelle für die Bevölkerung. Dort werden pro Tag rund 700.000 Menschen entsprechend versorgt. (Österreichische Apothekerkammer, 20.03.2020)

Im Zeitraum vom 12.-17.03.2020 verzeichneten die 10 verordnungsstärksten therapeutischen Arzneimittel-Gruppen in Österreich folgende Steigerungen: Schmerzmedikamente 228 %, Koronare Herzkrankheiten 149 %, Antidiabetika 137 %, Blutdruckregulierung 135 %, Cholesterinsenker 135 %, Psychopharmaka 113 % und Antibiotika 92 %. (Phago, 20.03.2020)

Zunehmende Luftverschmutzung, aktuelle Schönheitstrends, lange Bildschirmzeiten, Klimaanlagen im Sommer und Heizungsluft im Winter: Die Augen sind das ganze Jahr über belastenden Einflüssen ausgesetzt. Ozon, Stickstoffdioxid und Feinstaub tragen nicht nur einen erheblichen Beitrag zur Luftverschmutzung bei, sondern bergen laut einer Studie weltweit Risiken für das Entstehen von Bindehautentzündungen. Stickstoffdioxid stellt unter diesen Stoffen das höchste Risiko für eine Konjunktivitis dar, gefolgt von Ozon. (Weleda GmbH, 20.03.2020)

Für einen schönen Augenaufschlag mit dichten, langen Klimper-Wimpern greifen manche zur permanenten Wimpernverlängerung. Studiendaten zeigen jedoch, dass dies zu Entzündungen des Augenlides, der Hornhaut oder der Bindehaut führen kann. Die Folge sind Tränen, Brennen, Juckreiz, Rötungen, Schmerzen und schwere Augenlider. Als Ursache sehen Wissenschaftler insbesondere die Klebstoffe, die für die Haftung der künstlichen Wimpern verwendet werden, an. (Weleda GmbH, 20.03.2020)

Der Pensionistenverband Österreichs (PVÖ) hat gemeinsam mit Sportwissenschaftlern eine 12-teilige Serie über Bewegungsübungen erstellt, die Senioren helfen soll, zu Hause fit und agil zu bleiben. Gerade im Alter erfolge der Muskelabbau durch Bewegungsmangel rasend schnell. Dem wolle der PVÖ mit seiner Übungsreihe entgegenwirken. Die Gymnastikübungen fördern Kraft, Beweglichkeit und schulen auch das Gleichgewicht. Sportgeräte seien dazu nicht nötig, so der PVÖ. (Pensionistenverband Österreichs, 20.03.2020)

Aktuell gibt es Stimmen, welche die Therapie mit inhalierbaren Steroiden (ICS) – das Kernelement der Asthma-Therapie – wegen der Coronavirus-Pandemie in Frage stellen. So empfiehlt Prof. Dr. med. Christian Drosten vom Institut für Virologie der Charité Berlin Asthma-Patienten ein auf Kortison basierendes Asthma-Medikament durch ein Medikament zu ersetzen, das das Immunsystem weniger belastet. Österreichische und deutschen Asthma-Spezialisten empfehlen jedoch Asthmatikern eine adäquate und individuell eingestellte antiasthmatische Inhalations-Therapie (insbesondere auch eine ICS-Therapie) nicht aus diesem Grund zu ändern oder gar zu beenden. (Österreichische Gesellschaft für Pneumologie, 20.03.2020)

Die Gefahr, dass sich das Asthma dadurch in bedrohlicher Weise verschlechtert und Arztbesuche oder gar Krankenhausaufenthalte erforderlich macht, sei für den einzelnen Asthma-Patienten wesentlich bedrohlicher als ein mögliches, gleichwohl unbelegtes Risiko einer Förderung der Ansteckung mit dem Coronavirus (SARS-Cov-2).  (Österreichische Gesellschaft für Pneumologie, 20.03.2020)

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