Operationen und Vitamin D

Molekularmedizin ist der Hoffnungsschimmer auch für die Chirurgie. Nur weiß die das noch nicht. Noch! Denn jede Operation, jeder Eingriff in den menschlichen Körper kann tödlich enden. Jedenfalls bei schwer kranken Menschen. Haben Sie schon ein Mal nachgedacht, warum eine doch immer so gut gemeinte Hilfe wie die Operation auch einen solch tragischen Ausgang haben kann?

Ob das wirklich an der Operation selbst liegt? Nach meiner persönlichen Erfahrung, nein! Chirurgen verstehen ihr Handwerk. Und wenn die wo hineinschneiden oder etwas wegschneiden, dann nähen die auch wieder zu. Steril. Und wenn Chirurgen nageln und schrauben, kann man sich auf diese handwerkliche Kunst auch verlassen. Vor der ich höchsten Respekt habe …

Dennoch passiert nach Operationen fast regelmäßig etwas Unerwartetes: eine Infektion. Abszesse, eine verzögerte Heilung, unerklärliche Schmerzen. Oder eben – wenn Sie schon davor schwer krank waren – der Tod. Weshalb? Die Erklärung ist ganz einfach: Ihre Blutwerte waren vor der Operation nicht optimal.

Genau darauf zielt die Initiative von 2 Schweizer Professoren ab, die vom Staat ein Gesetz verlangen, dass 4 Wochen vor jeder Operation Blutwerte kontrolliert und optimiert werden müssten. (News 30.04.2015) Da hat jemand etwas verstanden. Heißt übersetzt: Wäre Ihr Körper in einem optimalen, abwehrbereiten Zustand, im Vollbesitz der möglichen Energie, würde er Eingriffe wie eine Operation durchaus (ohne Nebenwirkungen) vertragen. Nur:

In diesem Zustand sind Sie selten.

Deutlich illustriert wird das in einer sogenannten EUROPA-Studie unter Leitung der Grazer Universität. Da wurden 480 schwer kranke Patienten auf der Intensivstation – vor der Operation – auf ihren Vitamin D-Spiegel im Blut untersucht. Und danach – doppelblind, Placebo-kontrolliert – also mit höchstem wissenschaftlichem Standard entweder Vitamin D verabreicht oder eben nichts.

Das Resultat ist in meinen Augen 1. gravierend, 2. alarmierend und 3. ernüchternd, was die Schulmedizin betrifft. Denn die simple Gabe von Vitamin D hat die Sterblichkeit besagter Patienten deutlich reduziert und zwar waren

  • nach 3 Wochen ohne Vitamin D 46 % gestorben, mit Vitamin D nur 29 %
  • nach 6 Monaten ohne Vitamin D 50 % tot, mit Vitamin D nur 35 %.

Bei Patienten also, deren Vitamin D unter 12 ng/ml lag. Ein häufiger Wert, wenn ich Ihr Blut analysiere. Was sagt uns das? Wenn man also einen einzigen Blutwert in Ordnung bringt, z.B. Vitamin D von unter 12 ng/ml auf über 40 ng/ml anhebt, kann man schon zehntausenden schwer kranken Menschen das Leben retten.

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