EU prüft Teva Pharmaceutical Industries wegen MS-Medikament „Copaxone“

Wegen der möglicherweise rechtswidrigen Verzögerung beim Markteintritt und der Verbreitung von Konkurrenzprodukten zu seinem Multiple-Sklerose-Medikament „Copaxone“, prüft die EU-Kommission den Pharmakonzern Teva Pharmaceutical Industries Limited. Der israelische Pharmariese steht im Verdacht, seine marktbeherrschende Stellung missbraucht zu haben, indem Patentverfahren ausgenutzt und Konkurrenzprodukte in der Kommunikation herabgesetzt wurden.

Dazu sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager: „Multiple Sklerose ist eine chronische Erkrankung, die über eine halbe Million Europäer im Alltag belastet und lebenslang behandelt werden muss. Trotz großer Anstrengungen in der Forschung hat die Menschheit bisher kein Heilmittel gegen diese Krankheit gefunden. Daher ist es sehr wichtig, dass auf dem Markt für verfügbare Arzneimittel der Wettbewerb funktioniert. Die EU-Kommission wird daher eingehend untersuchen, ob Teva den Markteintritt von Konkurrenzprodukten zu seinem Verkaufsschlager Copaxone auf Kosten von Patienten und Gesundheitssystemen missbräuchlich verhindert oder verzögert hat.“

Medienmitteilung

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