Covid-19: EU richtet 5 Botschaften an die Mitgliedsstaaten

Der Europäische Rat innerhalb der EU hat im Rahmen der Corona-Pandemie abermals einen koordinierten Ansatz gefordert. „Die Ausbreitung des Virus wird unsere Gesundheitssysteme überfordern, wenn wir nicht dringend handeln. Und es kommt darauf an, in der gesamten EU kohärent (zusammenhängend) vorzugehen“, sagte Kommissionspräsidentin von der Leyen in der anschließenden Pressekonferenz und richtete 5 Botschaften an die EU-Staats- und Regierungschefs.

VIDEO der Pressekonferenz

(1.) „Wir müssen umfassende und korrekte Daten in Echtzeit an die Plattform des ECDC melden.“ Das würde helfen bei der Einschätzung der Lage und der Koordinierung, z.B. im Hinblick auf die Spitäler und die Behandlung von Patienten über Staatsgrenzen hinweg. Die EU-Kommission stelle 220 Mio. € für die Finanzierung grenzüberschreitender Patiententransfers bereit. (2.) Es soll der Austausch von Erfahrungen und Analysen intensiviert werden. „Wir werden eine Plattform einrichten, die die Spezialisten, die die Regierungen der Mitgliedstaaten beraten, und die Experten, die die EU beraten, zusammenbringt“, erklärte die EU-Kommissionspräsidentin.

(3.) Die Corona-Tests sollen intensiviert werden: „Unser Ziel ist es, das Virus in Schach zu halten, und dafür muss massiv getestet werden“, betonte von der Leyen. (4.) Es soll die grenzüberschreitende Kontaktnachverfolgung verbessert werden. 22 Mitgliedstaaten hätten eine App zur Kontaktnachverfolgung entwickelt. Die Kommission habe dazu einen Datenabgleichdienst eingerichtet, damit alle Apps kommunizieren und die „Interoperabilität“ in der gesamten EU erreicht wird. (5.) Das betrifft die Bemühungen, Impfstoffe bereitzustellen. Dazu handele die EU derzeit mit Pharmakonzernen Abnahmegarantien im Namen der Mitgliedstaaten aus. Die Staaten sollen dazu die Impfpläne übermitteln.

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