Covid-19: EU besorgt über die kollektive psychische Gesundheit

„Covid-19 hat sich auf die kollektive psychische Gesundheit in Europa ausgewirkt“, sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides im Vorfeld des World Mental Health Day 2020. Und dieser Einfluss nehme sogar noch zu. Bereits vor der Pandemie sei 1 Europäer von 6 psychisch krank gewesen. „Das hat nicht nur für die Betroffenen einen hohen Preis, sondern auch für unsere Gesellschaft“, betonte die Griechin.

Kyriakides sei sich als Psychologin der schädlichen Auswirkungen der Pandemie auf die psychische Gesundheit der Europäer sehr bewusst, wobei auch die langfristigen Auswirkungen erheblich sein werden. „Das Kaleidoskop der psychischen Gesundheitsprobleme reicht von Angst bis Einsamkeit und Depression. Wir müssen genau auf die Zeichen achten, die uns der Körper gibt“, so die Gesundheitskommissarin. Große Sorgen mache sie sich auch  über die älteren Menschen, die allerdings mutigen Beschäftigten im Gesundheitswesen und diejenigen, die wesentliche soziale Dienste anböten.

Verlorene Covid-19-Generation ?

Die größten Sorge allerdings bereitet Kyriakides die Jugend. Folglich müsse „dringend und um jeden Preis“ auch eine sog. verlorene Covid-19-Generation vermieden werden. Der diesjährige Welttag der psychischen Gesundheit fordere verstärkte Investitionen in die psychische Gesundheit und einen besseren Zugang zu entsprechenden Dienstleistungen. Die EU werde dabei die Reform des gemeindenahen psychischen Gesundheitssystems unterstützen, eine mehrstufige nationale Suizidprävention sowie Programme gegen Depression mit insgesamt 8,4 Mio. € unterstützen.

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